Sonntag, 25.12.2005
Das Weihnachtsessen bei meinen Ellis unterschied sich nicht von “normalen” Sonntagszusammenkünften. Außer, daß meine Schwester, Kind und Kegel nicht zugegen waren.
Da also nur drei Personen anwesend waren, konnte ich mich auf das Wesentliche beschränken: Essen, Trinken und der obligatorische Blick in die Wochenendausgabe der lokalen Tageszeitung.
Nach der Rückkunft zu Hause beschloß ich, die verbleibende Zeit bis zur nächsten Festlichkeit mit der Huldigung der Geburt des größten Heiländers der Christenheit zu verbringen.
Meine Festtagsstimmung unterstützend entspannte ich bei einem typischen Christfestfilm - Black Hawk Down.
Zur Belustigung der Nachbarn in Dolby 5.1. Das ist doch mal was Ordentliches.
Leider konnte ich die letzten 20 Minuten nicht mehr verfolgen, denn die Abfahrt zur abendlichen Veranstaltung wurde vorverlegt.
Eine weitere, für dieses Jahr wohl die letzte Anti-Alkoholiker-Therapiesitzung war angesetzt.
Außer von Frülln höchstselbst zubereiteter Pizza (welche nur seltsamer aussah, als sie schmeckte) gab es dem Anlaß entsprechend…
… Glühwein.
Und diverse andere Flüssignahrungsmittel.
Zur Konservierung unserer jugendlichen Leiber wurde die Küche kurzerhand in eine Räucherkammer umfunktioniert; die Dam- und Herrschaften trugen kühn und entschlossen zur Werterhaltung unserer Lebenshüllen bei und konsumierten reichlich stäbchenförmige Rauchwaren, um mit den Ausdünstungen den Veranstaltungsraum auszufüllen.
7:4 ist unfair!
Zigaretten sind offen-
sichtlich immer noch zu billig.
Trotzdem war’s lustig. Beim zur allgemeinen Erheiterung durchgeführten mehrstündigen Gesellschaftsspiel stellte sich heraus, daß Zappel-Ilka als Partner für derartige Unternehmungen nicht zu gebrauchen ist. Nicht, weil sie permanent mit Füßen, Po und anderen Extremitäten wackelt (sie hat sich ganz gut beherrschen können), vielmehr bereitet ihr der Umgang mit Würfeln wohl noch geringfügig Koordinationsschwierigkeiten. Mit Einsen und Zweien kommt man da nicht sehr weit - was sich auch im Endergebnis widerspiegelte. Erwartungsgemäß belegte sie (in Kooperation mit Frülln) den vierten Platz.
Von vier Mannschaften.
Ich muß wohl nicht extra betonen, wer auf dem Siegertreppchen ganz oben stand…
Also, wenn irgendwer irgendwann mal in den (zweifelhaften) Genuß kommen sollte, gemeinsam mit Frau I. um irgendetwas spielen zu müssen - laßt es.
Es sei denn, ihr seid noch schlechter
und wollt zu jemandem aufschauen.
P.S. Meinen letzten Einträgen zufolge könnte der geneigte Leser auf den Gedanken kommen, daß ich mich des öfteren ungezügeltem Alkoholgenuß hingebe. Dem ist nicht so!
Ich kann auch ohne lustig sein.
Ich möchte an dieser Stelle betonen, daß ich wenig bis keinen Alkohol trinke und in meinem Leben nur drei mal richtig betrunken war (zuletzt 1986).
1986-2006 - wieder ein Grund zum Feiern.