Duftbäumchens Logbuch

Kaum macht man’s richtig, schon funktioniert’s.

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Archiv für Dezember, 2005

Sekundenschlaf

Erstellt von duftbaeumchen am 30. Dezember 2005

Werte Leserlinge,

habt Ihr Euch schon mal Gedanken gemacht, was Ihr mit der zusätzlichen Zeit in der Silvesternacht anfängt?

Zusätzliche Zeit? Wieso das denn?

Na Ihr wißt aber ooch nüscht.

Am 01. Januar 2006, 0:59,59, wird eine Schaltsekunde in den normalen Zeitablauf eingefügt. Die Erde hat sich wohl irgendwie zu langsam gedreht.

Das bedeutet für Euch, genau zu dieser Zeit Eure Funk- und sonstigen Chronometer für 60 Sekunden am Weiterticken zu hindern. In Voraussicht zukünftiger Zeitreisen muß es genau zu diesem Zeitpunkt sein. Nicht früher und auch nicht später!

Mit nur zwei Händen und fünf Uhren gar nicht so einfach.

Ach so, damit ist auch geklärt, was wir mit der gewonnenen Sekunde anfangen. Die ist ja für die Anhalterei draufgegangen.

Und dabei wollte ich mal richtig ausschlafen.

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Plattmacher

Erstellt von duftbaeumchen am 30. Dezember 2005

Heute morgen in der Werbung:

A: “Ich fühl’ mich aufgebläht.

B: “Das kenn’ ich, dafür hab ich ACTIVIA.

Häh? Dafür?

Ich denke, der soll einen flacheren Bauch machen? Das wird zumindest in einem weiteren Joghurt-Werbespot zum Ausdruck gebracht. Nur deswegen verzehre ich jeden Morgen ein Becherchen davon.

Nun ist mir nicht bekannt, nach wieviel Wochen oder gar Monaten dieser Effekt eintritt. Weder das eine noch das andere scheint sich bei mir auszuwirken.

Mein Bauch bleibt seit langem gleich dick/ flach
(von den letzten Freßtagen mal abgesehen).

Also doch weiterhin täglich Frühsport durchziehen.

Der nächste Sommer naht mit Riesenschritten.

P.S.
Über die Werbeaussage: “Am Anfang fand ich es lecker.”, will ich gar nicht nachdenken.

Nur zu Beginn? Jetzt nicht mehr?

OK, dann ist wohl bei mir immer noch Anfang.

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Weihnachten 2005 - ein Rückblick VI

Erstellt von duftbaeumchen am 29. Dezember 2005

Montag, 26.12.2006

Mami hat Geburtstagsjubiläum. Das 65. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt - Mutter ist jetzt in Rente.

Nun geht der Streß erst richtig los. Ab Januar geht’s anders ‘rum. Neuorientierung nicht nur im gemeinschaftlichen Haushalt. Da müssen Aufgaben neu verteilt, Zeitpläne für das tägliche Leben reorganisiert werden. Man will sich ja nicht unnötig auf den Geist gehen. Unter anderem aus diesem Grund hat sie sich auch ein Notebook zugelegt.

Und nun kommt noch der Internetanschluß dazu - Haleluja.

Um es kurz zu machen: Zur Feier des Tages gab es erst mal…

… was zu Essen.

Frau kocht nicht mehr selbst, sondern lädt zum Mahle. Auswärts und reichlich.

Der kurze Heimweg brachte keine Entspannung für den Bauch.
Damit kein Gast Hunger leiden mußte, wurde die sich anschließende körperlich anstrengende Rumsitzphase durch Darreichung von Kaffee/ Tee und Kuchen unterbrochen. Noch satt vom Mittagessen beschränkte ich mich auf ein Anstandsstück und verschwand dann ins “Herrenzimmer”. Vor der Glotze konnte ich mich nun endlich erholen und dem Familientrubel entfliehen. Kräftesammeln bis zum Abendessen.

Für den Familienklassiker Salzfleisch hatte ich irgendwie keine Kraft. Mein Magen fühlte sich seltsam an. Und auf die abschließende Frage, ob ich etwas von den Speisen mit nach Hause nehmen wolle, konnte ich nur erwidern:

Fragt mich morgen früh noch mal, mir ist elend.

Endlich ist Weihnachten vorbei.

Vorwärts zu neuen Festlichkeiten!

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Nase(n)schmerzen

Erstellt von duftbaeumchen am 29. Dezember 2005

In unserer Minifirmenküche hängt ein arbeitsgeschütztes Dokument, welches Auskunft darüber gibt, wie ich mich im Unfallfall zu verhalten habe, welchen Arzt ich aufsuchen soll und wer wann wem was zu melden hat.

Der Wasserkocher röchelt vor sich hin - ich habe Zeit, zu lesen.

“Liegt offensichtlich eine Augen- oder Hals-, Nasen-, Ohrenverletzung vor, ist der Versicherte dem nächst erreichbaren Arzt des entsprechenden Fachgebietes zuzuführen.”

In Handschellen und mit verbundenen Augen?

Nee, Quatsch, darum geht’s doch hier gar nicht.

Vielmehr um ein Frage, die mich schon jahrelang beschäftigt:

Wieviele Nasen hat ein Regelmensch?

Zwei oder gar drei?

Meine Beobachtungen im Bekannten- und Unbekanntenkreis ergaben:

Der Standardweltbürger verfügt über
genau ein äußerlich sichtbares Riechorgan.

Müßte es demzufolge nicht “Hals-, Nase-, Ohrarzt” heißen? Oder wenn wir uns auf den Plural einigen “Hälse-, Nasen-, Ohrenarzt”?.

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Mütze in weiß

Erstellt von duftbaeumchen am 29. Dezember 2005

Seit heute morgen schneit es ununterbrochen.

Nur mal nebenbei bemerkt.

Ich bin auf Arbeit und mein Auto steht im Freien.

Gaaaaanz toll.

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Weihnachten 2005 - ein Rückblick V

Erstellt von duftbaeumchen am 28. Dezember 2005

Sonntag, 25.12.2005

Das Weihnachtsessen bei meinen Ellis unterschied sich nicht von “normalen” Sonntagszusammenkünften. Außer, daß meine Schwester, Kind und Kegel nicht zugegen waren.
Da also nur drei Personen anwesend waren, konnte ich mich auf das Wesentliche beschränken: Essen, Trinken und der obligatorische Blick in die Wochenendausgabe der lokalen Tageszeitung.

Nach der Rückkunft zu Hause beschloß ich, die verbleibende Zeit bis zur nächsten Festlichkeit mit der Huldigung der Geburt des größten Heiländers der Christenheit zu verbringen.
Meine Festtagsstimmung unterstützend entspannte ich bei einem typischen Christfestfilm - Black Hawk Down.

Zur Belustigung der Nachbarn in Dolby 5.1. Das ist doch mal was Ordentliches.

Leider konnte ich die letzten 20 Minuten nicht mehr verfolgen, denn die Abfahrt zur abendlichen Veranstaltung wurde vorverlegt.
Eine weitere, für dieses Jahr wohl die letzte Anti-Alkoholiker-Therapiesitzung war angesetzt.

Außer von Frülln höchstselbst zubereiteter Pizza (welche nur seltsamer aussah, als sie schmeckte) gab es dem Anlaß entsprechend…

… Glühwein.

Und diverse andere Flüssignahrungsmittel.

Zur Konservierung unserer jugendlichen Leiber wurde die Küche kurzerhand in eine Räucherkammer umfunktioniert; die Dam- und Herrschaften trugen kühn und entschlossen zur Werterhaltung unserer Lebenshüllen bei und konsumierten reichlich stäbchenförmige Rauchwaren, um mit den Ausdünstungen den Veranstaltungsraum auszufüllen.

7:4 ist unfair!

Zigaretten sind offen-
sichtlich immer noch zu billig.

Trotzdem war’s lustig. Beim zur allgemeinen Erheiterung durchgeführten mehrstündigen Gesellschaftsspiel stellte sich heraus, daß Zappel-Ilka als Partner für derartige Unternehmungen nicht zu gebrauchen ist. Nicht, weil sie permanent mit Füßen, Po und anderen Extremitäten wackelt (sie hat sich ganz gut beherrschen können), vielmehr bereitet ihr der Umgang mit Würfeln wohl noch geringfügig Koordinationsschwierigkeiten. Mit Einsen und Zweien kommt man da nicht sehr weit - was sich auch im Endergebnis widerspiegelte. Erwartungsgemäß belegte sie (in Kooperation mit Frülln) den vierten Platz.

Von vier Mannschaften.

Ich muß wohl nicht extra betonen, wer auf dem Siegertreppchen ganz oben stand…

Also, wenn irgendwer irgendwann mal in den (zweifelhaften) Genuß kommen sollte, gemeinsam mit Frau I. um irgendetwas spielen zu müssen - laßt es.

Es sei denn, ihr seid noch schlechter
und wollt zu jemandem aufschauen.

P.S. Meinen letzten Einträgen zufolge könnte der geneigte Leser auf den Gedanken kommen, daß ich mich des öfteren ungezügeltem Alkoholgenuß hingebe. Dem ist nicht so!
Ich kann auch ohne lustig sein.

Ich möchte an dieser Stelle betonen, daß ich wenig bis keinen Alkohol trinke und in meinem Leben nur drei mal richtig betrunken war (zuletzt 1986).

1986-2006 - wieder ein Grund zum Feiern.

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Weihnachten 2005 - ein Rückblick IV

Erstellt von duftbaeumchen am 27. Dezember 2005

Samstag, 24.12.2005

Das nächste Meeting ruft.

Bescherung bei Felix.

Ein alljährliches Ritual.

Über den Ablauf muß ich mich hier gar nicht viel auslassen, denn er unterscheidet sich nicht wesentlich vom erst vor 6 Wochen abgehaltenen Familientreffen anläßlich meines Schwagers Geburtstages (Db berichtete).

OK, die innerräumliche Illumination war dem Anlaß angepaßt. Ein Christbaum verzierte das Wohnzimmer und trug zur schummrigen Erhellung der Gemüter bei. Weihnachtspop aus der Konserve durchströmte akustisch die Räume - damit die Nachbarn auch daran teilhaben konnten, öffneten wir Fenster und Türen und drehten etwas lauter.

Stille Nacht - heilige Nacht.

Der Weihnachtsmann huschte nur fix durch die Gemächer und hinterließ unerkannt seinen Gabenbeutel.

Kinder glauben aber auch alles.

Der Wunschzettel war lang - es gab also viel auszupacken. Für’s Kind.
Einer allgemeinen Abmachung zufolge schenkten sich die Erwachsenen nichts.

Und ich hielt mich daran.

Die anderen auch.

Felix riß die Schachteln auf, wie zu DDR-Zeiten ein Westpaket; das Papier bildete einen immer größer werdenden Haufen und türmte sich gen Zimmerdecke. Spielzeug (unwichtig) und Schlafanzüge (wichtig), Süßigkeiten (unwichtig) und nichttickende Wanduhr (besonders wichtig, weil von mir) ruhten friedlich neben anderen Mitbringseln auf dem Stubenboden. Als ob das Kind nicht schon genügend Spielsachen hätte.

Nun ja, ich halte mich da raus.

Anschließend noch ein Weihnachtsgedicht. Mehrstrophig. Runtergrasselt ohne Pathos und Betonung. Kind will ja fertig werden und endlich spielen.

Käsesuppe, Kartoffelsalat und Wiener trugen zur leib-eigenen Belustigung bei. Die Gesprächthemen ähnelten sich.
Nach dem Essen spaltete sich das Lager - alle unter einundvierzig beschäftigten sich mit des Kindes Spielzeug. 3-D-Puzzle, Bionicle-Figur und das neue Gameboy-Spiel sind auch wesentlich interessanter als Erwachsenengespräche. Opa Günter durfte aufwaschen.

Ein paar Schnäpschen für die großen und dann ab nach Hause.

Also alles wie immer.

Wieder was geschafft.

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