Duftbäumchens Logbuch

Kaum macht man’s richtig, schon funktioniert’s.

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  • Seitenhiebe

  • Flickerlichter

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  • Langzeitstudie

  • da mach ich mit...


Archiv für Januar, 2006

Tropfenfänger

Erstellt von duftbaeumchen am 31. Januar 2006

Ich verschließe mich keinesfalls dem Fortschritt.

Schon gar nicht in der Kfz-Entwicklung.

Aber warum muß man die Kanister der Scheibenwaschzusatzkonzentrats so ungünstig konstruieren, daß ich nicht die geringste Chance habe, frostfreien Wischwasserzusatz klecker- und damit verlustfrei in den eh schon unzweckmäßig positionierten Einfüllstutzen im Motorraum zu bugsieren.

Es läuft immer etwas daneben.

Die machen das absichtlich.

Komme ich einer Weltverschwörung auf die Spur?

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Lichtgestalt

Erstellt von duftbaeumchen am 31. Januar 2006

Gestern Abend beim Tanzen. Im (Scheinwerfer)licht.

Er: “Warst du im Urlaub?
Ich: “Wie kommste denn dadrauf?”
Er: “Du siehst so erholt aus.”
Ich: “Ich sehe immer so gut aus.”
Er: “Ist mir bisher nicht aufgefallen.”

Ich sehe weder anders aus als sonst, noch war ich im Urlaub.

Allerdings treffen wir uns normalerweise nur bei Dämmerlicht.

Daher habe ich Verständnis.

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Wellnesspaket

Erstellt von duftbaeumchen am 31. Januar 2006

Paketpost für Frau Frülln, die liebste Nachbarin und Kollegin.

Sie: “Wann bist’n Du wieder da?” (ich breche auf zum Kundenbesuch)
Ich: “Weiß ich noch nicht genau. Warum?”
Sie: “Naja, ich dachte, du kannst mir beim Transport des Pakets helfen.”

Sie will damit sagen: Darf ich mitsamt der übergroßen Hutschachtel heute Nachmittag bei dir mitfahren?

Ich: “Was bestellst Du denn auch immer für Riesenpakete, wenn du sie dann nicht nach Hause bekommst? Was ist denn drin?”

Sie schaut im Internet beim Versender nach (frau weiß ja manchmal nicht mehr sooo genau, was frau bestellt). U.a. zwei Wohlfühlhosen, Küchenzeugs und zwei Sport-BH.

Und dafür benötigt man ein Kiste, die so groß ist, daß 20 Aktenordner problemlos Platz finden?

Ich: “Du könntest auch den Krempel auspacken und etappenweise mit nach Hause nehmen. Oder Du kommst morgen hosenlos und … (naja, eben oben ohne) und ziehst jeweils ein Teil davon hier an.” Auf zwei Tage verteilt ist der Transport dann auch erledigt.

Sie: “Dann fangen sie mich vielleicht morgen früh weg.”
Ich: “Wer soll dich denn wegfangen?”
Sie: “Na Danke, solche Komplimente brauche ich am Vormittag.”

Bitte gern geschehen.

P.S. Ich will mal nicht so sein und nehme sie doch heute mit. Ausnahmsweise.

So, wie gestern.

P.P.S. In dem Zusammenhang teilte sie mir mit, daß es mittlerweile auch brustverkleinernde BH gibt.

Naja, diesbezüglich habe ich momentan weniger Probleme.

Meine Brüste sind gerade richtig.

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Kuschelwalzer

Erstellt von duftbaeumchen am 31. Januar 2006

Letzter Kurstag.

Im Dezember letzten Jahres bin ich reingerutscht und nun ist’s bereits wieder vorbei. Neben dem Soßentanz beschäftige ich mich nun auch mit den althergebrachten - Walzer, Tango, Cha-Cha-Cha. Und Rumba, Wiener Walzer, Jive. Alles durcheinander. Mit Anne, die mir bei der Auffrischung der Grundlagen meiner bereits vor 25 Jahren gelegten und durch eine kleine Pause von ca. 23 Jahren unterbrochenen tänzerischen Karriere zur Seite steht.

Vielmehr tänzelt.

Doch so erheiternd wie gestern war es lange nicht. Nun ja, wir hatten auch über drei Stunden Zeit, uns miteinander zu beschäftigen. Zwei Kurse lang.
Da Körperkontakt bei einigen Tänzen sehr entscheidend für ein optimales Fortkommen auf dem Parkett ist, wurden wir gestern zusammengebunden.

Uiuiui, kuschelig.

Und warm.

Besonders am Bauch, was nun nicht heißen soll, daß wir beide mit übermäßigen Ausbuchtungen um den Nabel herum zu kämpfen hätten. Tanzhaltungsbedingt geht das aber nicht anders und ist auch mal schön. Wenn die Hüften eng aneinander kreisen…

Doch das führt nun zu weit.

Zumindest gab es für Madame ständig ‘was zu kickern. Naja, junge Leute eben.

Können nicht fünf Minuten ernst sein.

Ich bin doch nicht zum Spaß da!

Nun reiß’ dich mal zusammen.

Anschließend - als Kursabschluß - kehrten wir noch beim Italiener ein. 20 Menneken. Ohne Vorbestellung.
Im Laufe des Abends zeigte sich wieder mal, daß für ein geselliges Zusammensein eine kritische Masse notwendig ist.

Zuviele Anwesende sind nicht gut.

Nach Schrumpfung der Teilnehmerzahl unter ein bestimmtes Maß (die formelmäßige Gesetzmäßigkeit muß ich noch untersuchen) setzt schlagartig eine Stimmung ein, wo ein Verlassen der Feierlichkeit schwierig wird. Anekdoten werden zum besten gegeben, Schwänke aus der Jugendzeit erzählt. Völlig ungezwungen.

Doch irgendwann muß auch mal Schluß sein.

Und der gestaltet sich dann so:
Einer macht den Anfang und verabschiedet sich (in diesem Falle ich). Wenn die Kuß- (Frauen) und Handreichungstour (Männer) beendet ist, erhebt sich wie auf Kommando der Rest und beginnt, sich ebenfalls anzukleiden. “Na solange kann ich auch noch warten.” Das Menschenknäuel bewegt sich ca. 1,5 bis 2 Meter vom Tisch weg und greift - nebenbei die dicken Wintermäntel überstreifend - neue Themen auf.

Und verharrt diskutierend an diesem Standort.

Nun frage ich nach weiteren fünf Minuten in die Runde, ob ich nicht ein paar Stühle heranholen soll. Zum Setzen. Das wird natürlich verneit, denn wir wollen ja sowieso gehen.

Jedoch macht niemand den Anfang.

Endlich. Wir bewegen uns Richtung Ausgang.

Und nun verabschieden wir uns ein zweites Mal. The same procedure. Frauen werden geküßt, Männer nicht. Wenn es nicht so kalt wäre, könnten wir noch stundenlang stehen und Gedanken tauschen.

Es ist bereits halb zwölf. Am Montag. Nachts.

Ich fahre dann mal los…

Ach ja, im April geht’s weiter. Wieder mit den Studenten. Die haben jetzt erst mal Ferien.

2 Monate lang.

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durchgeblickt

Erstellt von duftbaeumchen am 29. Januar 2006

Wer kennt sie nicht, die seinerzeit beliebte Fernsehsendung “Kinderquatsch mit Michael”?
In würdiger Fortsetzung für das mittlerweile gealterte Publikum sendet nun in einigen Kabelnetzen BTV - das Beratungs-TV.

Michael ist zwar nicht mehr dabei, doch dafür haben Stephan G. Schulz, Janine und ihre Mitstreiter das Zepter fest in der Hand und halten auch ohne Studiogäste das  Unterhaltungsniveau sehr hoch.

Beim Zapping bin ich hängengeblieben und war sofort fasziniert.

Eine Frage, eine Antwort mit Stephan

Mir böte sich die Chance, einen kleinen Blick in die Zukunft zu erhaschen. Stephan ist nämlich Hellseher. Nicht so ein Scharlatan wie auf dem Jahrmarkt. Nein ein richtiger. Ich müßte nur zum Telefon greifen.

Das strubbelige, ungekämmte Haar täuscht mich natürlich nicht über seine genialen geistigen Qualitäten hinweg. Doch scheint mir ebendiese Genialität nicht bis zum gemeinen Wohnzimmerpublikum durchzudringen. Oder bin ich der einzige, der sich das anschaut?

Stephan wird nämlich irgendwie anders.

Ungeduldig.

Wie ein bockiges Kind redet er auf mich ein, nun endlich anzurufen und seine telemedialen Fähigkeiten für nur 1,99 Euro/ Min. auszunutzen. Er erläutert mir wiederholt, daß es doch in meinem eigenen Interesse läge, die kurze und einprägsame Nummer zu wählen und damit den ersten Schritt zur Vervollkommnung meines zukünftigen Lebens zu machen. An die Hand nehmen kann er mich zwar nicht, aber immerhin will er mir einen Weg in die Glückseeligkeit zeigen.

Ich hadere noch.

Doch was ist das? Offensichtlich bin ich nicht der einzige Zuseher. Mist. Dabei wollte ich der erste sein.

“Im Mai oder Juni wird es eine berufliche Änderung geben.”, prophezeit er der Anruferin. Oder war es ein Ratsuchender, der bald mit der Rückzahlung von Außenständen rechnen darf? Oder daß man seine Gelenkprobleme nicht leichfertig ignorieren soll? Ich weiß es nicht mehr so genau. Die Weissagungen waren nicht sehr konkret und festnagelbar…

… und auch nicht anders zu erwarten.

Mit etwas psychologischem Training und Gespür für kleinste Gefühlsregungen würde ich das vielleicht auch hinbekommen.

Ich beantrage schon mal eine 0900er Nummer.

Für das zweite Standbein.

Neben der Lungenheilkunde.

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abgeholzt

Erstellt von duftbaeumchen am 29. Januar 2006

Ich weiß nun, warum ich ein Duftbäumchen bin.

Holz als Speisenzusatz.

Letzte Woche fiel mir nämlich ein Kochlöffel bei meinen Eltern unter die Augen. Wobei Löffel mittlerweile stark übertrieben ist. Viel ist nämlich nicht mehr übrig. Überlieferungen zufolge ist dieser zwischen 50 und 60 Jahre alt und hat schon die Küche meiner Großeltern mit seiner Anwesenheit bereichert. Im Lauf der Zeit verlor er mehr und mehr an Substanz und gab selbige dem mit ihm gerührten Essen bei.

Nun lagert er also faserweise in uns.

Und macht uns stark.

Wie ein Baum.

Meine Mutter sagt, sie wäre sehr traurig, wenn dieses Küchenwerkzeug einmal nicht mehr ist. Ausgehend von der bisherigen Entwicklung der Löffelgestalt und statistischen Erhebungen in Bezug auf die durchschnittliche Lebenserwartung eines weiblichen Bundesbürgers ist unklar, wer letztlich das Rennen für sich entscheidet: Mutter oder Holzrührer.

In 25 Jahren werde ich mal wieder im Besteckkasten nachschauen.

Wenn wir ihren neunzigsten Feiern.

P.S. Zum Vergleich habe ich den in meinem Besitz befindlichen, nicht ganz so intensiv genutzten Löffel beigelegt (der untere).

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ungeschminkt

Erstellt von duftbaeumchen am 27. Januar 2006

Im Drogeriemarkt meines
Vetrauens beim Bezahlen.

Der Kasseur - rein optisch erst vor kurzem der Pubertät entschlüpft - greift, nachdem wir Geld gegen Ware getauscht haben, nach unten, holt einen Küchenschwamm und eine flache Folienverpackung hervor und legt beides zögerlich zu den gekauften Artikeln.

Er: “Wollen sie das mitnehmen? Ich war mir nicht sicher, ob sie sowas gebrauchen können.”
Ich: “Klar, ich nehme alles.” und reiße beides an mich.

Zu Hause betrachte ich das Tütchen genauer…

… und bin ich mir nun ebenfalls unschlüssig.

Allerdings weniger ob, vielmehr welche der mir gebotenen Alternativen ich nutzen soll.

STAY REAL MAKE-UP

In Apricot, Sand oder Beige.

“Ein ebenmäßiger Teint, der sich perfekt dem natürlichen Hautton anpaßt.”

Der erste Schritt zu einem neuen Hautgefühl?

Oder sehe ich wirklich schon so alt aus?

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