Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Archiv für Februar, 2007

Frischfleisch

Erstellt von duftbaeumchen am 27. Februar 2007

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schleichende Okkupation

Erstellt von duftbaeumchen am 26. Februar 2007

In den letzten Tagen frage ich mich häufiger, warum ich mich immer mit der kleineren Hälfte des Bettes begnügen muß.

Selbst wenn es mein eigenes ist und ich eigentlich Hausrecht habe.

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verstöhrt

Erstellt von duftbaeumchen am 26. Februar 2007

Also wenn ich Frau Gabriele Kuby – gestern Abend bei Sabine Christiansen zu Gast – richtig verstanden habe, muß ich schlußfolgern, daß ein Großteil der gelernten DDR-Bürger heute psychisch und verhaltensgestört ist.

Von mir mal abgesehen.

Mit staatlicher Macht wurden wir damals dem Elternhaus entrissen, denn der Besuch von Kinderkrippen und -gärten (heute Tagesstätten genannt) war Normalität. Wir mußten lernen, mit Höhen und Tiefen des sozialen Miteinanders umzugehen, wir mußten im Herbstlaub spielen oder uns mit Schneebällen bewerfen. Noch schlimmer war der gemeinschaftliche Mittagsschlaf auf Holzliegen und die Speisenaufnahme zu viert oder gar zu sechst an einem Tisch; wir haben gelacht, uns gezankt, gehauen und an den Haaren gezogen (damals hatte ich noch wesentlich mehr) und zum Fasching mußte ich als Cowboy bzw. als Maus gehen.

Alles Dinge, die wir heute unseren Kindern natürlich ersparen wollen.

Das vergrieselte Gesicht meiner Schwester war wohl damals schon ein erstes Anzeichen des Protestes gegen das System.

Post Scriptum
Nebenbei bemerkt: Werte Frau Kuby, auch wenn Sie wahrscheinlich Ihre Internetpräsenz nicht selbst gebastelt haben, so hätten Sie beim Redigieren feststellen müssen, daß man den Teufel von seiner Küche trennt und Wahlfisch nicht mit “H” schreibt.

Zumindest nicht vor dem “L”.

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Suchbild

Erstellt von duftbaeumchen am 23. Februar 2007

Damals war’s.

Im Kindergarten in der Roßmarktstraße.

Doch welches der hier besonders freundlich (!) dreinblickenden Kindchen wird wohl meine Lieblings(weil einzige)schwester K. sein?

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versessen

Erstellt von duftbaeumchen am 20. Februar 2007

Einem vermeintlichen Mitpatienten meines Haus- und Hofpulmologen ist vorhin aufgefallen, daß ich in der Dreiviertelstunde meines Daseins doch eigentlich nur ‘rumgesessen hätte.

Die Zeit für die Verabreichung der Spritze außer Acht lassend (incl. Small Talk mit dem Dottore ca. 2 Minuten), hatte er sogar Recht.

Für zehn Euri im Quartal darf ich doch einen adäquaten Gegenwert erwarten.

Auch wenn es nur “Absitzen” ist.

Und wenn ich dann noch höre, daß jetzt bereits der Praxis-Terminkalender bis Ende Juni gefüllt ist und Neupatienten ab Mai wieder nachfragen dürfen, dann denke ich mir: Ob ich nun ein Vierteljahr auf einen Termin warte oder diese Zeit gleichmäßig auf meine zehn Sitzungen verteilt absitze, ist doch letztlich egal.

Bloß gut, daß ich nicht ernsthaft krank bin. (Vom Kopf mal abgesehen.)

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frisch auf den poe-Tisch

Erstellt von duftbaeumchen am 20. Februar 2007

Das Auge isst bekanntlich mit. Bei Chiligerichten und frisch geschnittener Zwiebel bin ich da zwar sehr vorsichtig, aber grundsätzlich gesehen, kann ich dem zustimmen.
Während des Wochenendfrühstücks fiel mir jedoch auf, daß nicht nur der Einsatz des Geschmacks- und Sehsinns beim Essen wichtig ist, nein, auch das Gehör spielt eine nicht zu verachtendene Rolle bei der Nahrungsaufnahme. Wir nutzen es nur noch nicht richtig.

Wenn wir nicht durch Radio oder gar Gespräche mit dem Partner abgelenkt würden, dann erschlösse sich uns eine völlig neue Welt.

Mein Essen kann sprechen. Zumindest ansatzweise. Und wenn es doch mal nichts zu sagen hat, dann summt es einfach so vor sich hin.

Man muß nur richtig hinhören…

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Erdscheiben

Erstellt von duftbaeumchen am 19. Februar 2007

Kepler, Kopernikus und Gallilei mußten im Altertum um die Anerkennung ihrer neuen Erkenntnisse auf dem Gebiet der Astronomie kämpfen. Sie wurden des Ketzertums bezichtigt und der Folter ausgesetzt.
Mittlerweile wissen wir: Die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums und auch keine Scheibe.

Oder doch?

Es scheint einen Ort auf dieser Welt zu geben, der bisher von dieser Theorie unbehelligt blieb:

Das Land Mortadella.

Zumindest wird dieses in Scheiben angeboten.

Und es schmeckt nicht mal nach Erde.

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ergriffen

Erstellt von duftbaeumchen am 17. Februar 2007

Mann möchte/ soll/ muß sich nicht nur in punkto Oberbekleidung auf dem Stand der aktuellen Modegepflogenheiten bewegen.

Beim informatorischen Durchstreifen der Herrenwäscheabteilungen diverser Kaufmannsläden fiel mir auf, daß der gemeine Männerschlüpferdisseiner offensichtlich Rechtshänder sein muß.
Bei Boxershorts mag das egal sein, aber der Stoff enganliegender Slips im Sechserpack für dreineunundneunzig lässt sich nicht so einfach in der Position verschieben. Der Linksgreifer tastet zwar zielgerichtet aber trotzdem erfolglos am Textil entlang.

Werden Slips auch mit Linkszugriffsmöglichkeit hergestellt? Oder gibt es – analog der gleichnamigen Bettwäsche – auch Wendeschlübber?

Wie bewältigt ein Linkshänder den Wasserablassvorgang ohne den passenden Zugang zum “besten” Stück? Manch einer hat sich schon in die Hose gemacht, weil er nicht schnell genug den Pimmelmann zu fassen bekam. Existieren diesbezüglich Selbsthilfegruppen?

Männer haben es schon nicht einfach.

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Zeitverschiebung

Erstellt von duftbaeumchen am 14. Februar 2007

Warum wird der Tag der Liebenden eigentlich Vallendienstag genannt, wenn er doch dieses Jahr am Mittwoch stattfindet?

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weiblich, ledig, jung – gesucht

Erstellt von duftbaeumchen am 12. Februar 2007

Ich suche eine Frau.

Nee, nicht direkt für mich, mein tagesaktueller Bedarf ist momentan gedeckt. Da ich übers Wochenende jedoch reichlich Post bekam, möchte ich – nein, ich muß es regelrecht – der Angelegenheit doch nachgehen.

Die Elektrobriefe waren nämlich nicht für mich, sondern für eine vermutlich junge, gutaussehende Dame namens Ashley Probandt. Irgendwer muß den Absendern mitgelteilt haben, daß besagte Ashley momentan unter meiner Anschrift erreichbar ist. Isseabernich.

Deshalb starte ich an dieser Stelle einen Aufruf.

Wer Ashley Probandt kennt, der möge ihr doch bitte folgende Mitteilung zukommen lassen, die besonders wichtig zu sein scheint, da eines meiner Postfächer gleich mit mehr als zwei Dutzend gleichartiger Nachrichten unterschiedlicher Absender befüllt wurde:

Sie wird alt.
Zwischen 70 und 98 Jahre.

Entweder gibt es mehrere und anderslautende Informationsquellen oder beim Datenabgleich sind Fehler aufgetreten; genau wird sie es wahrscheinlich erst erfahren, wenn es soweit ist.

Aus Gründen der Diskretion habe ich die Post natürlich nicht geöffnet, kann also auch nichts über den genauen Wortlaut des Inhaltes bzw. eventuelle Fehlerursachen berichten. Das tut hier auch nichts zur Sache, ich wollte nur meiner Informationspflicht nachkommen.

Ich danke für ihre Aufmerksamkeit und Mitarbeit.

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