Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

dirty talk

Erstellt von duftbaeumchen am Samstag 24. März 2007

Der Frühling bringt es ans Licht, sobald sich Sonnenstrahlen durch die schmutzbeschichteten Fensterscheiben bis ins Innere menschlicher Behausungen kämpfen.

Dreck

Ein leidiges Thema für das moderne Hausmännel ist die permanent notwendige Staubbeseitigung.

So auch für mich.

Kaum habe ich Fernseher, Schrank und sonstige Oberflächen von den kleinen Körnchen befreit – schwupps, haben sich bereits neue Schmutzlinge darauf abgesetzt und gucken mich mit großen Augen an. Es müssen neue sein, denn die soeben entfernten befinden sich sichtbar im Staubtuch.

Philosophisch betrachtet ist es eigentlich Unsinn, was ich diesbezüglich treibe.

Schmutz ist doch nichts anderes als Materie, die Ausgang hat und sich zum Zeitpunkt der Betrachtung am falschen Ort befindet. Die Erde im Gemüsebeet zum Beispiel ist doch auch kein Schmutz – sie lebt dort normalerweise. Aber: Sobald ich selbige auf dem Teppich verteile, wird sie übel beschimpft und als Dreck bezeichnet.

Staub setzt sich sofort wieder an der gleichen Stelle ab. Demzufolge muß er dorthin gehören, ist also nicht am falschen Ort. Und trotzdem versuche ich, ihn von dort zu vertreiben.

Das bringt doch nichts.

Es macht also nicht den geringsten Sinn, die Muzeln und Körnchen ständig wieder wegzuwischen.

Wenn ich meine Gäste davon überzeugen
kann, muß ich auch nicht mehr putzen.

3 Kommentare zu “dirty talk”

  1. Tina sagt:

    Hast du es schon mal mit einer Art *Signatur für die Wohnungstür* probiert, so nach der Art: „Wer Staubkörner oder ähnliches in meinem Reich entdeckt, darf sie mitnehmen oder verschweigen!“

    *küsschen*
    Tina

  2. JAC sagt:

    Sach ehrlich! Du lebst in Leipzig? Ich dachte, ich wäre ein Unikat 😉 … mit Kategorien wie „Hausputz“ und „Seelenhygiene“ …

    Schön, Dich entdeckt zu haben.

  3. duftbaeumchen sagt:

    Nee, nee, nee. Mann ist nie allein.

    Big Broser is wotsching yuu.