Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Innendruck

Erstellt von duftbaeumchen am Sonntag 25. März 2007

Erstaunlich, wie weit der wissenschaftlich-technische Fortschritt (WTF) inzwischen fortgeschritten (oder fort geschritten) ist.

Sonntagmorgen beim Frühstück.

Ungläubig schaut mich die Herzdame an, als ihr folgenden Sachverhalt plausibel zu erläutern versuche:

Das Hühnerei als solches wird ja, um dem Ver- und Gebraucher neben der Tageszeitung und lustigen Verpackungsbeschriftungen weitergehende Lektüre und Rätselspaß am Frühstückstisch zur Verfügung zu stellen, mit einer kleinen, fast unscheinbaren Zahlenkombination versehen.

Und da kommt der WTF zum Tragen.

Ich staune immer wieder, wozu die Genmanipulateure mittlerweile in der Lage sind. Da haben die es nach vielen Jahren und unzähligen Tierversuchen doch tatsächlich geschafft, den Druckvorgang in die Tiere hineinzuverlagern.

Sicherlich gab es Rückschläge.
Denken wir nur an spiegelverkehrte oder teilweise unleserliche Schriftzeichen. Oder an die Zeit, als die Tinte noch an der langen, nicht so stark gewölbten Flanke das gemeine Gack-Ei verzierte.

Heutzutage muß das Huhn einfach nur noch drücken und psst, brrrt, ratterratter, kling – das Ei plumpst ordnungsgemäß beschriftet ins frisch aufgeschüttelte Stroh.

Auch die bruchsichere Verpackung der Eier durch die Hühner selbst funktioniert immer besser. Leider ist der Mensch trotzdem noch nicht ganz aus dem Produktionsprozess zu eliminieren.

Vielleicht werden wir in fünf bis zehn Jahren die Eierernte direkt beim Händler durchführen können. Die Hühner laufen dann frei im Kaufmannsladen des Vertrauens umher, man schnappt sich eines, drückt auf einen Knopf am Tier und die Eier entschlüpfen dem Körper direkt in die mitgebrachten Behältnisse.

Ängstliche oder im Umgang mit dem Federvieh ungeübte Zeitgenossen können sich für ein kleines Aufgeld der Hilfe eines extra dafür angestellten Eierausdrückers (arbeitsloser Geflügelbauer mit 1-Euro-Job) bedienen.

Ein weiterer, noch nicht so ausgereifter Zweig der Forschung beschäftigt sich schon länger mit dem Oster-Ei.

Dem bunten.

Farbverlaufene und monochrome Eier sind ja bereits seit Weihnachten im einschlägigen Fachhandel erhältlich.
In täglich mindestens einstündigen Sitzungen (analog der Lichttherapie beim Menschen) hocken die Hühner kreisförmig auf dem mit Fußbodenheizung ausgestatteten Boden um farbige Leuchtmittel und übernehmen die Farbstrahlung in den Herstellungsprozess der Kalkhülle.
Im Verlauf der Untersuchungen zeigten sich auch erste Erfolge bei der Produktion von Mustern. Dieser Bereich steckt allerdings noch in ganz kleinen Kinderschuhen und bedarf weiterer intensiver Tests.

Ich werde am Thema dranbleiben und bei neunen Erkenntnissen sofort berichten.

Hoffentlich kommen die Tiere bei der Umstellung auf die Sommerzeit nicht durcheinander.

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PS: Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, die Herzdame glaubt mir irgendwie nicht.
Man darf sich der technisch-evolutionären Entwicklung nun mal nicht verschließen.