Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Archiv für April, 2007

Eisprung

Erstellt von duftbaeumchen am 30. April 2007

Da ich nicht annehme, daß neuerdings Eier von sich aus laufen, fliegen bzw. schwimmen können, frage ich mich, wer das kleine Teil so kunstvoll und sicherheitstechnisch bedenklich auf meiner Balkonumrandung platziert hat.

Zwar würde die aktuelle Sonnenintensität problemlos ausreichen, diese winzige Kalkhülsenfrucht nicht nur in nullkommanix auszubrüten, sondern in dieser exponierten Südhanglage sogar zu kochen. Allerdings ergab die nähere Begutachtung: Da ist ja gar nichts mehr drin.

Na bloß gut.

Womöglich wäre ich sonst des Mundraubes oder gar der Kindesentführung bezichtigt worden.

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Rüsseltiere

Erstellt von duftbaeumchen am 30. April 2007

Die Erfinder von Tankstellenstaubsaugern sind sicher wohlhabende Leute, die sich einen Chauffeur für den Transport ihrerselbst und die Pflege des Fahrzeuges leisten können. Ich vermute sogar, sie ebensolche Geräte nur vom Papier auf ihrem Reißbrett her kennen und höchstens ein funktionsuntüchtiges Miniaturmodell in Form einer Designstudie in ihren zarten Händen hielten.

Was verleitet mich zu dieser Annahme?

Ganz einfach, die Realität und folgende Beobachtungen:

  1. Die Saugzeit ist immer so knapp eingestellt, daß sie für eine Komplettinnenreinigung gerade so nicht ausreicht.
  2. Durch die künstliche Reduzierung der Saugleistung wird Punkt eins zusätzlich begünstigt.
  3. Das Rüsselende für die Schmutzaufnahme ist extra so klobig ausgeführt, daß man kleinere, besonders bestaubte Stellen auch mit größten Anstrengungen nicht erreicht. Punkt zwei spielt da auch mit rein.
    Nebenbei bemerkt: Das Ding ist äußerst unhandlich und störrisch und für längerfristige Handhabung ungeeignet.
  4. Die Schlauchrückholzugvorrichtungsfeder ist immer zu straff eingestellt. Ein Augenblick der Haltlosigkeit genügt, um den Rüssel blitzartig der Führhand zu entreißen und pfeilschnell zur Basisstation zurückzubefördern.
  5. Ebengenannte Basisstationen sind so positioniert, daß das Fahrzeug theoretisch nur von einer Seite aus besaugt werden kann. Dummerweise versteckt sich der Dreck auch in der abgewandten Hälfte.
    Ergo: Entweder ich halte eine zweite Person vorrätig, der ich den Rüssel durch das Kfz hindurch reichen kann. Oder ich versuche, ihn zwischen Handbremse und Beifahrersitz zu fixieren, flitze in Windeseile um die Karre herum und hoffe, daß der Sauger nicht durch Eigenvibration den Halt verliert, kurz vor meinem Eintreffen schlagartig aus der Verankerung rutscht und wild umsichschlagend zur Basis zurückschnellt.

Nun könnte man für den zweiten Reinigungsteil das Fahrzeug auch um 180 Grad Celsius drehen.

Erfahrungsgemäß hat man dann aber keine zweite Münze dabei.

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verstrahlt

Erstellt von duftbaeumchen am 28. April 2007

Es ist gar nicht so einfach.

Besonders für einen körperlich standard-maßig gewachsenen männlichen Mann. Kleinwüchsige und Kinder sind da wesentlich besser dran.

Obwohl ich eigentlich mit Fußball wenig am nichtvorhandenen Hut habe, ließ ich mich doch zum Spielen verleiten.

Beim Pullern.

Allerdings mußte ich feststellen, daß es dem 1,73-Normalbürger wenig bis gar nicht möglich ist, den kleinen roten Ball in das nur unwesentlich größere Tor zu befördern, zumal der Aufbau des Spielfeldes nicht den Regeln anerkannter Gesetzmäßigkeiten der Physik entspricht. Aus Überlieferungen und Berichten televisionärer Sportveranstaltungen weiß ich jedoch, daß sich Ball und Netzgehäuse mehr oder weniger auf einer Ebene befinden.

Der kosmopolitische Mann von Welt läßt nun aber sein Wasser mehr oder weniger abwärts auf das Kügelchen plätschern. Da das Tor jedoch förmlich über dem Ball befestigt ist, müßte man(n) nun eigentlich in die Kniebeuge gehen und das Ziel von schräg unten anstrahlen. Solange man(n) alleine ist, mag das ja gehen. Sollten allerdings andere Mitpinkler zugegen sein, könnte es leicht passieren, daß man(n) von oben herab bzw. schief von der Seite angesehen wird.

Liebe Spielzeugentwickler,

es mag sein, daß aus Platzgründen die Anordnung im Urinal nicht immer optimal gestaltet werden kann. Trotzdem empfehle ich, den Entwurf nochmals überarbeiten.

Warum sollen immer nur die Kleinen ihren Spaß haben?

Und so groß ist meine Blase nun auch nicht, daß ich für eine halbe Stunde Vorrat zum Üben habe.

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Erkenntnis beim Frühstück

Erstellt von duftbaeumchen am 28. April 2007

Ein männliches Huhn – der sogenannte Hühner – gebärt ein Hühnerei und das männliche Schwein – demnach der Schweiner – das Schweinerei.

So einfach ist die Welt.

Nur mal am Rande bemerkt.

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Darmspiegel im Park

Erstellt von duftbaeumchen am 27. April 2007

Was im Ausland schon länger und kostengünstiger als hierzulande möglich ist: Urlaub – nein nicht auf dem Bauernhof, sondern – im Krankenhaus.

Ob Brustvergrößerung unterm Cocktailschirmchen oder Zahnersatz mit Sonnenbrand – nun schwappt der Trend auch zu uns.

Neben Reisekatalogen für entfernte Strände, Städte und Gebirge hält das Reisebüro des Vertrauens nun auch umfangreiches Informationsmaterial über medizinische Leistungen und Sonderrabatte ausgewählter einheimischer Fachkliniken mit angeschlossenem Erholungspark in landschaftlich ansprechenden Regionen bereit.

Und wenn wir schon mal da sind, machen wir doch gleich noch ‘ne Darmspiegelung.

Natürlich gegen Aufpreis.

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sauer eingelegte Füße

Erstellt von duftbaeumchen am 26. April 2007

Werte weibliche Leser,

bitte erklärt mir doch mal, welchen Zusammenhang es zwischen Barfuß-Einlegesohlen und einem weichfließenden Chiffonschal gibt.

Wieso passen genau diese beiden Dinge so perfekt zusammen?

Nun könnte man zwar im Verschwitzungsfalle die Füße mit dem Schal abtrocknen; allerdings bezweifle ich, daß das im Sinne des Erfinders ist und man sich anschließend den Stofffetzen wieder um den Hals hängt?

Andererseits: Frauen schwitzen doch sowieso nicht.

Sie transpirieren doch höchstens.

Also was verbindet beides denn nun?

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aufgeschlagen

Erstellt von duftbaeumchen am 23. April 2007

Wer hat hier wohl den größeren Vorteil?

Wahrscheinlich ist die Herstellung einer zweifachgroßen Heißgetränkedünnblechverhülsung so kompliziert, daß der Preis der Verpackung im Vergleich zur Anzahl der Cappuccinokrümel exponentiell ansteigt.

Oder wie ist der Aufschlag von über zwanzig Prozent sonst zu erklären?

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Heißluftverpackt

Erstellt von duftbaeumchen am 23. April 2007

Trotz warnender Warnhinweise auf der Verpackung habe ich es trotzdem gewagt.

Allerdings sicherheitshalber in der freien, frühsommerlichen Außenwelt.

Damit die eigene und die eventuell mitgeführte Gewandung fremder Personen nicht in Mitleidenschaft gezogen wird, wählte ich als Testgelände sogar einen Ort, an dem sich normalerweise Nudisten der Sonne feilbieten.

Ich war am FKK.

Mit der Herzdame als Aufsichtsperson und einer Packung Dost-Gebäck. Für den Küchen- und Gewürzunkundigen sei hier kurz erwähnt, Dost-Gebäck ist schlicht und einfach in Oregano gewälztes und dann geröstetes Weißbrot.

Und was soll ich sagen?

Nichts ist passiert. Ich dachte ja, wenn der Inhalt des durchsichtigen Behältnisses (im Volksmund auch Tüte genannt) liegenderweise mit Sonnenlicht in Berührung kommt, schmilzt, explodiert, qualmt oder fiept das würzige Knusperbrot.

Nichts dergleichen.

Selbst der Geschmackstest ergabe keine signifikanten Unterschiede beim Verzehr nach senkrechter bzw. waagerechter Lagerung.

Also mal wieder nur heiße Luft.

Oder die Sonne war noch nicht intensiv genug. Das Jahr fängt ja erst an.

Ich bleibe dran.

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Dreckbeene

Erstellt von duftbaeumchen am 23. April 2007

Tiere besitzen keine Intelligenz.

Falls doch, dann wissen sie es geschickt zu verbergen bzw. tun nur so, um sich vom Menschen verwöhnen zu lassen.

Wie dem auch sei, offensichtlich sind sie nicht immer Herr ihrer Sinne.
Wie wäre sonst zu erklären, daß sie auf einer gefühlt sechs Meter breiten, selten befahrenen, ländlichen, eigenheimumsäumten Straße, also auf einer Verkehrseinrichtung der öffentlichen Hand mit viiieeel Platz, auf ihrem Gang von einem Ende zum anderen nicht den ebenen und damit bequemeren Weg nehmen, sondern unbedingt (und wahrscheinlich sogar gesteuert von Außerirdischen) über die verstreut abgestellten Personenkraftfahrzeuge klettern müssen.

Ich würde es ja einsehen, wenn die Gehhilfen alle in einer Linie mit einem Abstand von nur 8 Millimetern nebeneinander aufgereiht wären und damit ein schadloses Passieren verhinderten. Doch selbst dann könnte man ja untendrunter durchkriechen.

Ist aber nicht so.

Trotzdem müssen die Viecher übers Blechkleid heckern. Ooch noch zu vielt.

Und ohne sich vorher die Füße zu waschen.

Pack. Gesindel. Elendiges.

Die machen das bestimmt absichtlich, weil sie Verträge mit den örtlichen Waschanlagenbetreibern abgeschlossen haben.

Bin ich etwa wieder einer Weltverschwörung auf der Spur?

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haarsträubend

Erstellt von duftbaeumchen am 18. April 2007

Heute Morgen nach dem Frühstück.

Ich: Ich gehe heute zum Friseur.
Die Herzdame: Na da siehst du ja heute Abend wieder schön aus.

Soso.
Wenn ein Mann einer Frau derart begegnet, läuft er Gefahr, die nächsten drei bis vierzehn Tage mit Liebesentzug oder schlimmeren Dingen bestraft zu werden. Solche Antworten brennen sich unauslöschlich ins Weibeshirn und werden auch nach Jahren gerne wieder ausgegraben und in Konflikt- oder anderen nebensächlichen Situationen zur Sprache gebracht.
Wir Männer allerdings nehmen derlei Bemerkungen (fast) klaglos hin und überhören sie elegant.

Denn wir wissen: Männer sind immer schön.

Auch ohne Friseur.

Oder vielleicht gerade deswegen?

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