Erstellt von duftbaeumchen am 31. Mai 2007
Mist. Und ich war nicht dabei.
Ich hätte doch gerne gesehen, mit welchen furiosen “Special-Effects” der Strippenzieher Maik die Damen (und sicher auch einige Herren) in den Bannkreis der Lustigkeit gezogen hat.
Ob die da auch so ‘nen schönen Schutzzaun hatten, wie beim Bergsteigertreffen auf dem heiligen Damm?
Das muß man sich mal bildlich auf der Zunge zerbröseln.
Einhundert Millionen Euro.
Für die Sicherheit von acht mehr oder weniger wichtigen Leute zuzüglich Hofstaat.
Hätten die sich nicht auf ‘ner Insel vor Westlisland treffen können?
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Erstellt von duftbaeumchen am 30. Mai 2007
“Internetnutzer in Vietnam leiden seit Wochen unter einer bislang unerklärlichen Schwäche ihrer Datenverbindungen ins weltweite Netz. Nun scheint die Ursache gefunden: Diebe haben bereits im März vor der Küste von Ca Mau ein mehrere Kilometer langes Segment des Glasfaserkabels TVH (Thailand-Vietnam-Hongkong) gestohlen.” (*)
Was sind denn das für Fachkräfte? Die merken erst nach Wochen, daß jemand ihr Kabel geklaut hat?
“Nun scheint die Ursache gefunden…” Wie jetzt? Ist nun das Kabel weg oder nicht?
Gerade bei Lichtwellenleiterkabel sollte doch sowas sofort auffallen.
Kabel weg = dunkel
Und wenn das Fehlen des Kabels nicht die Ursache ist, wozu lag es dann im Wasser rum?
Zur Erhellung des Meeresbodens?
Damit die Tiefseekrebse nicht vom Weg abkommen?
(*) die komplette Heise-News-Ticker-Meldung
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Erstellt von duftbaeumchen am 30. Mai 2007
Mich deucht, ich bin hineingerutscht in einen e-Mail-Verteiler der AG “Junge Literaten”.
Ich erhalte nämlich seit einigen Tagen vermehrt Nachrichten mit hirnakrobatischen Ergüssen offensichtlich noch in einer frühen Entwicklungsphase befindlicher aufstrebender Poeten.
Hier ein Beispiel von Taminder Garsing:
“Ich brauche ein Schaf
Der deine wird mich wie Musik aus dem Bau locken.
Willst du nicht, Fährmann, diese Kleider.
Tausend Brahmanen und Brahmanensöhne unterwegs sind.
Samanas komme, bei welchen ich lange Zeit gelebt habe.
Ich war viel verlassener als ein Schiffbr.
Sei freundlich gegen ihn, er ist sehr mächtig.
Kinder sind die Menschen.
Fluss nichts anderes gewesen als ein.
Ziel ist nicht, die Welt für Wissbegierige zu erklären.
Du hättest bald gelernt, auf dem Wasser zu gehen.
Sie brauchen ja immer Erkl.
Aber alle diese vertrauten Arbeiten erschienen ihm an.
Durch Lehre, durch Gebet, durch Ermahnung.
Die Tage dauern bei dir eine Minute.
Von diesem Flusse gelernt, und von meinem Vorgänger, dem Fährmann.
Dieser Planet ist nur ein.
Der Bauer Reis, der Fischer Fische.
Ihr seid, wie mein Fuchs war.
Ich habe meine Krallen.
Freund dieser Sage.
Seinesgleichen werden, sonst bin ich nicht mit dir zufrieden.
Du bist stärker als andre, biegsamer, williger.
Glasglocke in der Hand.
Von den Laternenanz.
Den Atem abzustellen.
Ich bin ein ernsthafter Mann.”
Ich auch.
Aber nicht immer.
Verworrene Gedanken, unvollständige Sätze. Was will mir der Dichter damit sagen? Wer oder was sind Erkl und Laternenanz?
Ich weiß es nicht.
Und will es auch nicht wissen.
Lasst mich doch mit sowas in Ruhe!
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Erstellt von duftbaeumchen am 28. Mai 2007
Obwohl heute Montag ist, fühle ich mich ausgelaugt. Lust- und kraftlos.
Und ich habe sogar eine Idee, warum das so ist.
D O P I N G
Es muß an unterbliebener Zufuhr lebensgeistfördernder Stimulantien liegen.
Durch die aktuellen “Beichten” der telekomischen Rad-Mobilisten besonders sensibilisiert, denke ich natürlich intensiver über mehr oder weniger winzige Veränderungen der eigenen gesundheitlichen Verfassung nach.
Wahrscheinlich hat es doch einen Hintergrund, warum meine liebste Freundin, Nachbarin und in diesem speziellen Fall Kollegin mir jeden Arbeitsmorgen eine Kanne Tee kocht und mich nötigt, selbige auch ja fein auszutrinken.
Ohne Widerrede.
Ich muß das mal beobachten…
So ein montäglicher Feiertag bringt mich ganz durcheinander.
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Erstellt von duftbaeumchen am 27. Mai 2007
Die Sonne wird von dunklen, vom Wind zur Eile getriebenen Regenwolken verdeckt – die Frühsommerstimmung im Gartenverein schlägt sprunghaft in allgemein Hektik um.
Behende werden Gartenmöbel zusammengeräumt, die Markisen gerafft, Außenaktivitäten unter schützende Dächer verlagert.
Nun kehrt Ruhe ein.
Nur der Regen trommelt seinen Rhythmus an die Fenster.
Bloß gut, daß die noch nicht geputzt sind.
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Erstellt von duftbaeumchen am 27. Mai 2007
Es sind gerade die kleinen Dinge, die am Frühstückstisch mein Herz erfreuen können.
Zum Beispiel, wenn Mechanismen konzipiert werden, die offensichtlich nur auf dem papiernen Reisebrett funktionieren.
Ein Beispiel gefällig?
Bitte sehr.
An Eine-Portion-Döschen für den Ein- und Mehrfamilienhaushalt sind gewöhnlich für die bequeme Öffnung derselben (also für die Dosen) meistens Sollbruchstellen, Reißleinen oder dergleichen angebracht. Diese sollen – so wohl die Intention des Ausdenkers – einen klecker- und fingerbenetzungsfreien Zugang zu den manchmal auch geschmackvollen Innereien gewährleisten.
Theoretisch.
Die Praxis sieht natürlich ganz anders aus.
Dem geübten Frühstücker ist sicher mittlerweile aufgefallen, daß die Nutzung dieser Hilfsmittel nicht immer von Erfolg gekrönt ist.
Entweder bekommt man die Packung gar nicht auf oder man benötigt Spezialwerkzeuge oder durch ruckartig nachgebende Materialien bekommt das Behältnis einen derartigen Schwung, daß man den Inhalt quer über den Tisch verteilt.
Oder die Hose.
Nun wäre das “nicht immer von Erfolg gekrönt” ja noch vertretbar.
Doch auch hier gibt es Ausnahmen.
Bei einer Frischkäseverpackung eines (wahrscheinlich) nicht genannt werden wollenden Herstellers von Ein-Mann-Frischkäseverpackungen ist es mir bisher noch nie gelungen, die Folie unverletzt und im Ganzen vom Kunststoffunterbau zu lösen. Da kann ich mir noch so viel Mühe geben. Bereits im Ansatz ist sofort erkennbar: Die Bedeckelung reißt ein.
Über Wochen verteilt übe ich schon – keine Chance.
“Und warum kaufst Du dann das Zeug immer wieder? Nimm doch was anderes.”
Prinzipiell keine schlechte Idee.
Ich kauf’ ja nicht mal. Aber soll ich Geschenke ungenutzt entsorgen, nur weil der Deckel so widerspenstig ist? Das löst das Grundproblem letztlich auch nicht.
Vielleicht ist das ja auch ein Test meiner Belastbarkeit.
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Erstellt von duftbaeumchen am 27. Mai 2007
Was sind denn begeisterte Hände?
Aus Anzeigen des Bereiches “Klein- und Großtierhaltung” kennt man ja die sogenannten “liebevollen Hände”.
Aber eine Hand, die Begeisterung ausstrahlt oder gar überträgt, ist mir bisher noch nicht gereicht worden.
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Erstellt von duftbaeumchen am 27. Mai 2007
Im begrünten Innenbereich eines Häuserkarrees hängt dieses Plakat (mal bitte noch nicht anklicken):
“Hier gehören wir nicht hin…”
Darunter abgebildet ein Kind mit einer Puppe in den Händen.
Auf den ersten, entfernten Blick: Verwirrend. Sehr verwirrend.
Kinderfeindlichkeit ganz offen dargestellt?
Auch der zweite Blick verschafft nicht unbedingt Klarheit über die Intentionen der Verfasser:
“…und auch nicht in den Hausmüll.”
Selbst wenn es ab und zu vorkommt, daß sozialgestörte Mütter/ Eltern ihre unliebsamen Nachkommen auf diese Weise “entsorgen” – in derartiger Form muß man nun nicht auf das Fehlverhalten anderer hinweisen.
Der dritte und vierte Blick jedoch klärt auf (jetzt darf geklickert werden).
Wenn man nämlich den Text vollständig liest und das Bild genau betrachtet, erschließt sich die wahre Aussage.
Altbatterien gehören nicht in Kinderhände.
Dumm nur, daß man dies aus der Ferne nicht sofort erfassen kann.
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Erstellt von duftbaeumchen am 27. Mai 2007
Habe ich bereits erwähnt, daß bereits nach nur zehn Wochen einer der beim Kaufmannsladen meines Vertrauens ansässigen neuen Flaschenrücknahmeautomaten wegen Funktionsunlustigkeit in den Zwangsurlaub geschickt wurde?
Als Ersatz verrichten nun drei Menschinnen dessen Arbeit.
Eine zählt fix die im Korb befindlichen Leergüter, die anderen beiden klauben selbige ebenso flink aus dem Wägelchen und verbringen sie in die dafür vorgesehenen Behältnisse.
Also fast wie früher.
Nur noch schneller.
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Erstellt von duftbaeumchen am 27. Mai 2007
E I L M E L D U N G
Ein spektakulärer Großbrand bewegte am Freitagabend zahlreiche Schaulustige und allerlei seltsam gewandete Außerirdische in den Süden Leipzigs.
Zum Völkerschlachtdenkmal.
Lichterloh schossen zwischen dreiundzwanziguhrzwölf und dreiviertel Null Flammen aus dem 300.00-Tonnen-Koloss.
Und weit und breit keine Feuerwehr zu sehen.
Nun ja, ganz so schlimm war es dann doch nicht.
Das kontrollierte “Feuer” hieß “Monumentum II” und bestand eigentlich nur aus Schall und Räucherlicht und wurde im Rahmen des jährlich stattfindenden “Wave-Gotik-Treffens” als Dank an die gastgebenden Leipziger gezündelt.
Ein richtiges Feuer hätte rein wettertechnisch sowieso keine Überlebenschance gehabt.
Trotz gegenteiliger Meinung mehrerer Wetterdienste, welche einhellig klaren Himmel prophezeiten, fielen pünktlich wenige Minuten vor Beginn des optoakustischen Infernos die ersten Regentropfen.
Mal stärker, mal schwächer tröpfelte es auf uns herab – ich hätte die vorabendliche Dusche zu Hause eigentlich sparen können.
In weiser Voraussicht mit den passenden Ausrüstungsgegenständen versehen und unter aktiver und unermüdlicher Anteilnahme meiner gar liebreizenden Schirmherrin gelangen mir – wie ich finde – doch einige eindrucksvolle Fotos.
Ach ja, pünktlich mit dem letzten Ton – das Effektlicht war soeben erloschen – hörte es dann auch auf zu regnen.
Gute und weitsichtige Planung ist eben ein nicht zu unterschätzender Faktor.
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