Erstellt von duftbaeumchen am 25. Mai 2007
Daniel Große fragte sich kürzlich beim Gemüseerwerb:
Zitat: “Warum werden Gurken pro Stück verkauft und Zucchini pro Kilo?”
Ich möchte diese Frage gerne aufgreifen und einer wissenschaftlichen Beantwortung zuführen.
Eigentlich ist das ganz einfach.
Die (im doppelten Sinne) gemeine Zucchini hat sich momentan noch etwas zickig in Bezug auf Uniformität im “Wachstum”.
Bei Geflügel und anderen Feldfrüchten ist man da schon viel weiter; bei der Massenhaltung/ -züchtung von Zucchini stapfen die Agrarwissenschaftler jedoch noch in den Kinderschuhen umher.
Betrachten wir beispielhaft die Salatgurke.
Die Technologie des millilitergenauen Befüllens der recht dünnen Gurkenhülle mit einem Wasser-Gurkenmark-Kern-Gemisch ist bereits auf sehr hohem technischen Niveau. Im Verlauf der vergangenen vierhundertachtundzwanzig Jahre wurde der Produktionsablauf soweit verfeinert, daß mittlerweile nur noch wenige Arbeitsschritte genügen, um die Gurke zur “Marktreife” zu bringen. Noch ‘ne Tüte drumrumschweißen – fertig.
Bei der Zucchiniproduktion ist man halt noch nicht soweit.
Besonders hinderlich erweist sich das noch gültige Patent auf die dünne Gurkenschale. Selbiges wäre natürlich auch für die Zucchiniherstellung nutzbar; überhöhte Lizenzgebühren lassen eine wirtschaftliche Produktion aber nicht zu.
Also müssen sich die Hersteller selbst in die Entwicklung der grünen Hüllen einarbeiten, haben es allerdings noch nicht geschafft, sich der Konsistenz der Gurkenverschalung zu nähern.
Infolge der ungleichmäßigen Dicke der Schale führt die maschinelle Befüllung der Zucchinihüllen immer wieder zu Materialdefekten – die Hüllen reißen bzw. platzen auf. Verstärkter Übergang zur Handarbeit ist der einzige effektive Ausweg.
Da nun aber jeder Mensch eine andere Vorstellung von “Optimalität in Größe und Gewicht” hat, läßt sich eine Gleichheit in eben diesen beiden Leistungsmerkmalen nicht so ohne weiteres gewährleisten.
Ergo: Jede Zucchini sieht anders aus.
Ergo2: Zucchinis müssen nach Gewicht berechnet werden.
So einfach ist das.
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Erstellt von duftbaeumchen am 22. Mai 2007
Wie soll man denn auf einem Frauenparkplatz eine Frau parken, wenn dort immer Autos abgestellt sind?
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Erstellt von duftbaeumchen am 22. Mai 2007
Das sich bereits grummelnd ankündigende Gewitter/ Unwetter wird sich noch genau zwei Stunden Zeit lassen, bis es über den Westen Leipzigs hereinbricht.
Dann habe ich nämlich Feierabend und muß die freie Natur durchqueren.
Und in dem Moment, wo ich vor Nässe triefend die Wohnungstür öffne, schalten die da oben schlagartig die Beregnungsanlage wieder ab.
Entsprechend den Gesetzmäßigkeiten des maximalen Schweinereis muß es ganz einfach so kommen.
Ob ich will oder nicht.
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Erstellt von duftbaeumchen am 21. Mai 2007
Irgendwas ist ja immer.
Und immer ist irgendetwas zu tun. Zum Beispiel umzubauen.
“Was andere können, können wir auch.” denken sich die Werbestrategen der Deutschen Telekom und schrauben mal wieder am öffentlichen Erscheinungsbild.
Die Marke “T-Com” wird es demnach zukünftig nicht mehr geben, stattdessen wir “T-Home” das Kundenherz erfreuen. Neue Verpackung – gleicher Inhalt – also eigentlich nicht der Erwähnung wert.
Doch die Telekomiker denken anders und mischen sich schon mal eifrig unters televisionäre Werbevolk.
Und auf “www.grenzenlos-zuhause.de” kann man schon mal sehen, wie die Zukunft des grenzenlosen Zuhauses aussieht…
Nebenbei fällt bei einem solchen Maskenwechsel natürlich auch für die Anwaltszunft etwas ab.
Bei “www.thome.de” macht man sich bestimmt schon Gedanken über die weitere Nutzung des eigenen Namens. Diesbezüglich kann man aber bestimmt Entwarnung geben:
Am unteren Rand der Webpräsenz liest man “© 2007 IBIS Prof. Thome AG – Denken für heute und morgen“.
Schon allein der Satz “Denken für heute und morgen.” schließt eine Verwechslungsgefahr mit dem rosa Riesen doch aus.
[Update]
Nu gugge mal an. Wenige Minuten nach Veröffentlichung dieses Eintrages gibt es doch eine Zukunft.
Uiuiui, das war knapp.
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Erstellt von duftbaeumchen am 20. Mai 2007
Herr H., seines Zeichens Mensch, Freund und nicht zuletzt vorzüglicher Tänzer, gab mir folgenden kleinen Hinweis:
Der Internet-Findedienst “Google” ist ja bekanntlich ein wahrer Tausendsassa in Bezug auf die tausend Dinge des täglichen Bedarfs.
Selbst für den Reisekader haben die Suchmaschinisten einen passenden Tip im Rahmen der Routenplanung von New York nach Leipzig in petto.
Beim Zurücklegen größerer Entfernungen muß man sich nämlich nicht immer auf die bekannten Fortbewegungsmittel beschränken. Flugzeug? – pah, kann doch jeder; ein Ozeandampfer?, auch keine Kunst.
Google weiß, was richtige Männer wollen…
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Erstellt von duftbaeumchen am 20. Mai 2007
Im Nachhinein muß ich seufzend konstatieren: Es reicht wieder für die nächsten zwanzig Jahre.
Ein Brückentag ist ja bekanntlich für vielerlei Unternehmungen nutzbar. Man könnte des Chefs Auto waschen, das Bad der Nachbarin putzen, die eigene Steuererklärung erschwindeln oder einfach mal richtig ausschlafen.
Doch ich ausgewiesener Tierliebhaber und selten dämlicher Hund will in den hiesigen zoologischen Garten.
Gesagt, getan.
Hätte ich doch einen Einkaufsbummel geplant; der wäre sicherlich infolge Menschenlosigkeit wesentlich entspannter verlaufen. Neben der Herzdame und mir hatten nämlich offensichtlich ca. 93% der Leipziger Bevölkerung zuzüglich geschätzt 187.922 Zugereister denselben Plan gefaßt und bildeten permanent eine dichte Traube um uns herum.
Kinder drängelten und wuselten zwischen den Beinen herum, mehrpersonige und in Linie aufgereihte Großfamilien spazierten geruhsam die nur unwesentlich breiteren Wege entlang, blieben ab und an ohne erkennbaren Grund stehen und trugen so nicht unwesentlich zu einem verzögerten Vorankommen bei.
Ein Zehn-Kilometer-Marsch unter Schutzmaske mit voller Ausrüstung inklusive Bewaffnung ist angenehmer und weniger aufreibend. Ich weiß, wovon ich schreibe.
Ich schlage vor, die Fußwege autobahngleich in drei Spuren pro Richtung für Langsam-, Mittel- und Zügigläufer zu unterteilen. Dann bliebe zwar weniger Platz für die Tiere, aber man käme wesentlich schneller und vor allem hindernisfreier vorwärts.
(Falls nicht wie ebenfalls üblich und wahrscheinlich mittlerweile Grundvoraussetzung für den Erwerb eines Führerscheins die Schnellbahn durch Trödler blockiert wird.)
Wie dem auch sei, als wir nach vier Stunden stop-and-go den Rundgang durch die Lebensräume der Erde beendeten, war mir noch klarer: Kinder sind am liebenswertesten, wenn sie sich außerhalb meines persönlichen Umfeldes und Aktionsradiuses aufhalten. Es gibt zwar Ausnahmen, doch sind selbige in einer zu vernachlässigend geringen Anzahl und einer weiteren Besprechung unwert.
Zumindest taten mir dermaßen die Knie weh, daß ich den Tag des efolgreichen Erfolgs der Züchtung einzelner Organe noch inniger herbeisehnte.
Der gelernte Trabifahrer führte damals auch das halbe Fahrzeug in Form von Ersatzteilen im Kofferraum bei sich.
Mit meinem Bollerwagen voller Tauschteile beanspruchte ich dann zwar zusätzlichen Bewegungs-Spielraum, könnte mich allerdings unbeschwert im Tross der Schleicher mittreiben lassen. Vergleichbar mit dem Wechsel eines Kameraobjektivs würde ich im Notfall in eine dafür vorgesehene “Park-Bucht” ausscheren, das verschlissene Gelenk ersetzen und mich frisch gestärkt in den Pulk der Tierbeschauer eingliedern.
Zwanzig Jahre hat die Wissenschaft nun Zeit.
Dann bin ich auch im passenden Alter.
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Erstellt von duftbaeumchen am 19. Mai 2007
Heute hätte ES klappen können.
Hätte.
Doch sechsuhreinundfünfzig ist Schluß mit lustig. Und mit der Nachtruhe auch.
Scheppernd rast ein Lastkraftwagen am erdgeschossigen und für die Gewährleistung einer kontinuierlichen Sauerstoffzufuhr leicht geöffneten Schlafzimmerfenster – und somit ca. drei Meter neben dem Bett – vorüber. Durch die hohe Geschwindigkeit verursacht das Gefährt einen solchen Sog, daß es mir fast die Bettdecke wegzieht.
Zumindest kommt es mir so vor.
Erschrocken kann ich sie gerade noch umklammern und vom Flug hinaus in den Frühlingsmorgen abhalten.
Ich bin wach.
Fast.
Um die Übergangsphase vom Schlaf in die “Munterheit” nicht unnötig zu verlängern, ziehen geräuschvoll weitere, mit Verbrennungsmotoren bestückte Fahrzeuge ihre Bahn am Fenster vorüber. Im Rahmen einer konzertierten Aktion sozusagen.
Die letzten hartnäckigen Träumerlinge haben sich mittlerweile auch noch verflüchtigt und es ist endgültig aus mit der inneren Ruhe – dafür ist es jetzt draußen wieder still.
Ab und zu radelt ein Pedalist die Straße entlang, sonst höre ich nur die Vögel tirillieren. Begleitet von der Herzdame gleichmäßiger Atmung.
Aber sehen wir es mal positiv:
Diese Ruhe, diese Beschaulichkeit hätte ich doch schlafenderweise gar nicht mitbekommen. So aber kann ich bei vollem Bewußtsein die Geräusche des anbrechenden Tages in mich aufsaugen.
Schlafen kann ich immer noch.
Irgendwann mal.
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Erstellt von duftbaeumchen am 18. Mai 2007
Ein angenehmer Duft frischen Backwerks umschmeichelt meine Nase, als ich die Bäckerei betrete und nach der Chefin frage.
Diesmal will nicht ich etwas kaufen; vielmehr führt mich ein beruflicher Weg hierher: Ich bin Vertriebsmann für Telefonanlagen.
Nach einer kurzen Wartezeit werde ich zur Audienz vorgelassen.
Allgemeines Geplänkel – sogenannter schmaler Talk -, dann geschieht etwas unvorhergesehenes.
Die Bäckerin, in feines Tuch gewandet und bereits mittleren Alters jenseits der Vierzig, erkundigt sich nach meinem bisherigen Berufsweg. Sie wedelt mit einer Kopie eines polizeilichen Führungszeugnisses herum und meint: “Bitte verstehen sie mich nicht falsch, aber ich möchte sehen, ob sie ehrlich sind. Machen sie sich doch mal untenrum frei.”
Als ob das in der Branche nichts außergewöhnliches wäre, komme ich ihrem Willen nach und entledige mich meiner Beinkleider.
Nachdem ich mich wieder gesetzt habe, untersucht sie eingehend meine Zehen und meint zum Bäckermeister, der mittlerweile ebenfalls das Büro betreten hat: “18 auf 18, der hat einen Pimmel wie ein Leistenschuster.”
Dabei fällt mir ein, daß es doch eigentlich zum guten Ton gehört, bei Geschäftsanbahnungen auch eine Visitenkarte zu übergeben.
Doch leider sind die Ränder der letzten beiden in meinem Koffer befindlichen so abgenutzt, daß es mir peinlich ist, diese auszuhändigen.
Daraufhin wache ich auf.
Es ist 05:07 Uhr.
Ich notiere sofort das eben “Erlebte”.
Auch der zweite Versuch einer langen Nacht ist gescheitert.
Klarer, blauer Himmel; die Piepmätze zwitschern sich aufgeregt die Erlebnisse der vergangenen Nacht zu.
Na dann los. Der frühe Vogel fängt den Wurm.
Ich geh’ dann mal ins Bad…
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Erstellt von duftbaeumchen am 17. Mai 2007
Beim letzten Einkaufs”bummel” ist etwas Schreckliches passiert.
Den mittlerweile veralteten Werbespruch “Come in and find out” noch im Kopf, kehrten wir in eine Duftwasserboutique ein und die Herzdame fand sogar etwas passendes für den käuflichen Erwerb.
Und nun kommt’s.
Obwohl ich mich beim Bezahlen hintergründig im Hintergrund hielt, wurde ich wohl trotzdem als Zugehöriger erkannt.
Die Kasseuse meinte es wahrscheinlich besonders gut und legte der Herzdame ein Pröbchen für mich in die Tüte.
“Rückstraffende” Antifalten-Creme.
Skandalös.
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Erstellt von duftbaeumchen am 17. Mai 2007
Ein gelungener Männertag:
Ich verbringe gemeinsam mit Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow und einem Schälchen Heeßen einen vergnüglichen Nachmittag daheim.
Und die Herzdame ist mit der “Weibergruppe” unterwegs.
Was sonst.
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