In weiser Voraussicht duschte ich gestern zweimal. Vorabends die Morgenreinigung nachholend und kurz vor dem Zu-Bett-gehen nochmal. Manch einer schläft vor - ich dusche vor.
Obwohl beides eigentlich sinnfrei ist.
Bekanntlich steigt in geschlossenen Hierarchien jeder auf der Leiter soweit nach oben, bis er seine Stufe der Unfähigkeit erreicht hat. Ich sage nur “Peter-Prinzip“.
Was soll also schiefgehen, wenn Fachleute mit Profiwerkzeugen und Sachverstand der Probleme zu Leibe rücken?
Genau, nichts. Die Flickstelle hält.
Die Herrschaften stehen also noch unterhalb ihrer Inkompetenzstufe.
Nachdem das Leck in der geborstenen Wasserzuführung im Verlauf des dienstäglichen Dienstags ausgebessert wurde, fühlte sich das in seinem Bewegungsspülraum eingeengte Wasser allerdings genötigt, sich des Nächtens einen anderen Fluchtweg zu suchen und damit den Druck im Wasserentnahmenetzwerk wiederholt und rapide abfallen zu lassen.
Ein neues Schlupfloch befindet sich nun in fünf Meter Entfernung.
Dafür röchelte es auch heute Morgen nur noch kläglich beim Betätigen der Ventile. Die Ausgrabungen wurden daraufhin ausgeweitet.
Bloß gut, daß sich unter dem Fußweg keine historischen Stadtmauern befinden.
Nicht auszudenken, wenn erst noch Archäologen ihre Untersuchungen durchführen müssten.
PS:
Inkompetenz hin und her - warum passieren solche “Unfälle” in relativ kurzen Abständen immer wieder an der gleichen Stelle? Könnte man das offensichtlich geringfügig überlastete und haltlose Hauptrohr nicht mal komplett ersetzen?
Ach nee, diese Entscheidung muß ja jemand treffen, der Ahnung hat…
PPS:
Andererseits sollten wir zufrieden sein, daß das Wasser überhaupt aus der Leitung sprudelt.
Man gewöhnt sich eben viel zu schnell an derartige Annehmlichkeiten.