Duftbäumchens Logbuch

Kaum macht man’s richtig, schon funktioniert’s.

  • Schaustücke

  • Seitenhiebe

  • Flickerlichter

    www.flickr.com
    Dies ist ein Flickr Modul mit öffentlichen Fotos und Videos von Duftbäumchens Bilderkiste. Ihr eigenes Modul können Sie hier erstellen.
  • Langzeitstudie

  • da mach ich mit...


Archiv für August, 2007

Verarbeitungsmangel

Erstellt von duftbaeumchen am 29. August 2007

Auch wenn meine kürzliche Teilnahme am Landleben weniger von aktiver Mitarbeit geprägt war, sondern vielmehr den Status eines externen Beobachters innehatte, so blieben mir kleine Unzulänglichkeiten der bäuerlichen Produktion nicht verborgen.

Oder vielleicht gerade deswegen.

Das weibliche Rindvieh an sich ist schon eine tolle Erfindung.

Allerdings optimierungsbedürftig.

Es muß nicht aufwendig bespaßt werden, benötigt nicht alle zwei Monate neue Schuhe und auch die Kosten eines Friseurbesuches alten sich in engen Grenzen.

Der Tagesablauf der gewöhnlichen Milchkuh verläuft im Normalfall recht übersichtlich.

In der Früh’ kurz nach sechs klingelt der Wecker.
Auf eine gründliche Morgentoilette wird im Allgemeinen verzichtet - der Tagesdienstablaufplan sieht vorerst keine Außer-Haus-Aktivitäten vor. Nur ein wenig die Wimpern tuschen, fertig.

Dann gibt’s Frühstück.
Anschließend Mittagessen, Vesper, Abendbrot und Nachtmahl.

Und ab und zu einen kleinen Snack zwischendurch.

Die Kuh frisst unentwegt; keine Hobbies, keine Ausflüge - nur Fressen, Fressen, Fressen.

Sie geht nicht mal auf’s Klo. Aus Angst, nicht genügend vom reichlichen Futter abzubekommen, hebt sie einfach nur den Schwanz und lässt es laufen.

Und das ist der Punkt mit Handlungsbedarf.

Bisher vermag es die Kuh nicht, die zugeführten Nährstoffe optimal zu verwerten. Nur zweimal täglich kann Milch abgezapft werden.

Der Grund: Das Hausrind - entschuldigen Sie den derben Ausdruck - scheisst zu viel. Es strullt und kackt, daß es nur so plätschert.
Dabei achtet das Tier wenig auf Reinlichkeit - die Bäuerin räumt den Mist schon weg (Erziehungsfrage?).

Wenn sie beim Anlegen des Melkgeschirrs nicht in der übelriechenden Pampe waten will, bleibt ihr ja auch nichts anderes übrig.
Die Kuh weiß das natürlich und nutzt es weidlich aus.

Verehrte Mitleser der agrarwissenschaftlichen Zunft,

stellt nicht die weitere und vor allem tiefgründige Erforschung der Verarbeitungsprozesse im Inneren der gemeinen Milchkuh ein lohnendes Betätigungsfeld dar?
Ich denke schon.

Wenn Sie es schafften, auch die bislang verbleibenden Reststoffe der menschlichen Nahrungskette (vielleicht in Form von Frucht- oder Schokomilch) zuzuführen, wären Ihnen unsere bäuerlichen Mitbürger bestimmt nicht böse. (Eine Stunde im Kuhstall und die Klamotten stinken aufs allerfeinste.)

Und wir würden einer erneuten Milchpreiserhöhung aus dem Weg gehen.

Also: Forsch und mutig den Schwanz gehoben! Traut Euch!

 

Abgelegt unter Urlaub, dies und das | Keine Kommentare »

Fleischbeschau II

Erstellt von duftbaeumchen am 29. August 2007

Die Suche nach dem beliebten Wort “Gammelfleisch” verweist beim Herrn Guhgel unter anderem auf das “Gammelfleisch-Forum”, welches - leider - noch nicht in Betrieb ist.
Die wenigen bisher verfügbaren Seiten werden, vermutlich zur Anschubfinanzierung, mit kontextbezogenen google-Anzeigen bereichert.

Zum Beispiel mit einem Eintrag “Eherecht Frankfurt - Experten im Eherecht, Kanzlei …”.

Auf den ersten Blick etwas fehl am Platze, bei genauer Betrachtung jedoch nur folgerichtig.

“Gammelfleisch” scheint es nicht nur in der Dönerproduktion zu geben.

Abgelegt unter dies und das | Keine Kommentare »

Fleischbeschau I

Erstellt von duftbaeumchen am 29. August 2007

Wenn ich mir vorstelle, man würde für die Dönerproduktion wirklich immer nur frisches Fleisch verwenden, dann müßten doch zur Gewährleistung des allerorts bekannten und beliebten Aromas zusätzlich Geschmacksverstärker beigegeben werden.

Zusatzstoffe im Ein-Euro-Döner.

Wollen wir das wirklich?

Abgelegt unter Warenwirtschaft, dies und das | Keine Kommentare »

verrucht

Erstellt von duftbaeumchen am 28. August 2007

Nun sind bereits mehrere Monate des intensiven “Kennenlernens” vergangen, trotzdem habe ich den Eindruck, die Herzdame vertraut mir nicht uneingeschränkt.

Ein weiteres Beispiel zur Verdeutlichung meiner Vermutung:

Im Rahmen des letztwöchigen Urlaubs”wander”programms durch die oberösterreichische Berg- und Talbegrünung ließ sich - obwohl wir uns außerhalb der deutschen Lufthoheit befanden - die regelmäßige Versorgung des Körpers mit Sauer-, Stick- und anderen lebenserhaltenden Stoffen nicht vermeiden. Dabei fiel der Herzdame auf, daß der Waldluft Inhaltsstoffe beigesetzt waren, die dem gemeinen Großstadtindianer nur selten die Riechknospen kitzeln.

Es roch nach Wald.

Und damit komme ich zum Ausgangspunkt meiner Ausführungen zurück.

Ich erklärte ihr, daß sich allmorgendlich noch vor Sonnenaufgang speziell ausgebildete Kunstflieger auf den waghalsigen Weg machen, dicht über den Wipfeln einen besonderen Duftstoff zu versprühen und damit der Atemluft dieser Region ein unverwechselbar sympathisches Aroma zu verleihen.
Da jeden Tag unzählige Touristen und auch Einheimische die frisch angereicherte Luft veratmen, müssen schlußfolgernd die Reduftivierungsmaßnahmen auch täglich wiederholt werden.
Daß diese Tatsache dem Normalbürger weitgehend unbekannt ist liegt daran, daß er nachts meist schläft, feiert oder andere Dinge macht, sich wegen allgemein vorherrschender Dunkelheit jedoch sehr selten dem Himmel zuwendet. Demzufolge werden die Fliegeraktivitäten nur von sehr wenigen Menschen wahrgenommen.

Und das alles glaubt mir die Herzdame nicht.

Genausowenig wie die Tatsache, daß ebenfalls alle 24 Stunden Dutzende mit zwei 10-Liter-Eimern voller Wasser ausgerüstete Talbewohner zu Fuß den Berg hinaufkraxeln, um den am Vortag durch Verdunstung verursachten Flüssigkeitsverlust des Laudachsees auszugleichen.

Doch das ist eine andere Geschichte.

Abgelegt unter Urlaub, dies und das, duftbäumchen erklärt die Welt | Keine Kommentare »

das rätselhafte Bild

Erstellt von duftbaeumchen am 28. August 2007

Was mag das wohl sein?

Abgelegt unter dies und das | 7 Kommentare »

Explosionsgefahr?

Erstellt von duftbaeumchen am 28. August 2007

Oh, oh.

Einmal nicht aufgepaßt - und schwupps gestaltet sich die Brotzeit zur lebensgefährlichen Gratwanderung zwischen Genuß und Verderben.

Welche Pein den unaufmerksamen Konsumenten nach 5 Tagen trifft, ist bisher nicht überliefert. Da die Opfer unauffällig und “zeitnah” entsorgt wurden, ließen sich Einzelheiten noch nicht recherchieren.

Vielleicht stellt sich ja ein des Lebens müder für eine Studie zur Verfügung.

Die Bezahlung erfolgt in Naturalien.

Abgelegt unter Warenwirtschaft, dies und das | Keine Kommentare »

Flugverbot

Erstellt von duftbaeumchen am 27. August 2007

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie virtuos und graziel sich die gemeine Stubenfliege fortzubewegen vermag. Sie startet von den unvorstellbarsten Plätzen, um auf anderen, ebenso unvorstellbaren wieder zu landen.
Nur um eine Stelle macht sie einen großen Bogen.

Um den frisch aufgehängten und lecker nach Kleber duftenden Fliegenfänger.

Auf ihrem rastlosen Umherirren auf der Suche nach Vergnügen und Nahrung gehen sie Mensch und Tier permanent auf die Nerven und lassen sich überall nieder.
Sie krabbeln auf Extremitäten, Zeitungen und Fensterbrettern; auch frischer Wurstaufschnitt oder selbstgemachte Kirschkonfitüre sind begehrter Lande- und Rastplätze.
Manche hängen sogar kopfüber an der Zimmerdecke.

Nur der still herabhängende Klebestreifen scheint ein unsicht- und riechbarmachendes Schutzschild um sich selbst aufgebaut zu haben.

Der ist bestimmt an der jährlich wechselnden Fliegenmodefarbe vorbei produziert worden.

Die Hersteller sollten sich ein Beispiel an Fensterscheiben nehmen. Die sind zeitlos, da donnern die Fliegen seit Jahren mit Enthusiasmus gegen.

Ohne Modekonventionen.

Update (einige Stunden später): Eine noch sehr junge, unerfahrene Fliege hat sich mittlerweile auf dem Fangstreifen niedergelassen und dies mit dem Leben bezahlt.

Die anderen im Raum umherschwirrenden Sechsbeiner schauen schon ganz traurig.

Abgelegt unter Leben in der Stadt, dies und das | Keine Kommentare »