Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Umweltsünder

Erstellt von duftbaeumchen am Freitag 17. August 2007

Die meisten Leser kennen den Spruch „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod.“ (*)
Der ersatzlose Ersatz des zweiten Falles der Grammatik der deutschen Sprache durch den Dativ ist in vollem Gange und wird vermutlich in einer der nächsten drei Rechtschreibreformen auch seinen schriftgesetzlichen Niederschlag finden.

So weit, so gut.

Oder doch nicht?

Denken wir mal ein „Stückweit“ weiter; denken wir doch mal in umweltpolitischen Dimensionen.

Die Bildung der Wem-Fall-Formen sprachlicher Wendungen bringt es mit sich, zusätzliche, bei strikter Wahrung der bisherigen Regelungen nicht notwendige Wörter zu nutzen. Dies heißt auch, daß wir sowohl in der schriftlichen als auch in der akustischen Ausgestaltung dieser neuen Regeln einen Mehraufwand (mehr Druckfarbe, mehr Luft beim Sprechen) betreiben müssen.
Ergo: Für die Tintenproduktion – um ein Beispiel zu nennen – werden mehr Ressourcen als eigentlich notwendig benötigt, die wiederum eine höhere Kohlendioxidemission zur Folge haben.

Ebenso beim Sprechen.
Die Substitution des Wortes „des“ bzw. „der“ durch die Kombination „von dem“ bzw. „von der“ bringt bei ungeschicktem Satzbau zusätzliche Atemzüge, einen gesteigerten Ausstoß des Klimakillergases und somit das verfrühte Ende unserer Zivilisation mit sich.

Wollen wir das wirklich?

Denkt mal darüber nach!

(*) Bastian Sick