Erstellt von duftbaeumchen am 12. September 2007
Wer kennt ihn nicht, den künstlerischen Leiter der documenta 12. Roger M. Bürgel ist derzeitig Chef der Weltkunstausstellung in Kassel.
Als profunder Kenner der Szene sucht er stets mit geschultem Auge nach Kleinig- und Großartigkeiten menschlicher Kreativität. Er erfasst die Dimension der Werke als Ganzes, ohne den Blick vor Details zu verschließen.
Nch seiner Meinung zu einem meiner, mit großer Kunst natürlich nicht zu vergleichenden Werke befragt, konstatierte er:

Treffender hätte ich es auch nicht ausdrücken können.
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Erstellt von duftbaeumchen am 11. September 2007

Wer kennt ihn nicht, den Ausdruck “Die Weisheit mit Löffeln gefressen.”?
Dank BILD geht’s nun auch ohne Besteck.
Schnabel auf und ‘runterschlucken!
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Erstellt von duftbaeumchen am 10. September 2007
1.) Von Vorteil ist es, in einem Häuserblock zu wohnen, in dem vorwiegend Mitbürger des gehobenen Mittelalters residieren.
Vor der Bum-Bum-Techno-Mugge jugendlicher Heranwachsender – besonders deutlich bei offenem Fenster im Sommer zu vernehmen – muß ich hier keine Angst haben.
2.) Von Nachteil ist es, in einem Häuserblock zu wohnen, in dem vorwiegend Mitbürger des gehobenen Mittelalters residieren.
Infolge altersbedingter Schlecht- bis Ganzschlecht-Hörigkeit erhalte ich tiefen Einblick in die akustischen Vorlieben meiner Nachbarn.
Volksmusik und die Herz-Schmerz-Schnulzen des ZDF sind auch nicht besser.
Da aber mein Abstand zu dieser Altersgruppe immer weiter schrumpft, gewöhn’ ich mich besser schon mal dran.
Schließlich gehe ich in 25 Jahren auch in Rente.
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Erstellt von duftbaeumchen am 9. September 2007
Man kann sich eben auf die deutsche Wirtschaft verlassen.
Jedes Jahr, pünktlich in der ersten Septemberwoche, präsentiert der Kaufmann des Vertrauens die neue Weihnachtskollektion bekannter und unbekannter Leckereienhersteller.
Pünktlich zum Herbstanfang stehen die Dominosteine in den Regalen.
Der Countdown läuft.
In knapp vier Monaten ist Weihnachten.
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Erstellt von duftbaeumchen am 9. September 2007
Spirituell veranlagte Mitleser mögen bei folgender Begebenheit von überirdischer Vorsehung oder göttlicher Fügung sprechen – ich sage dazu einfach: Zufall.
Es begab sich also zu einer Zeit, da ich mich im Verlauf meiner spätjugendlichen Menschwerdungsphase längere Zeit bei den bewaffneten Schutzorganen der DDR aufhielt.
Den genauen Ablauf der Ereignisse vom 25. Januar 1988 ausführlich zu beschreiben, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen.
Deshalb nur die wesentlichen Eckdaten:
- Wochenendkurzurlaub
- Fahrt mit dem MTW (*) vom Ausbildungsobjekt zum nächstgrößten Bahnhof nach Torgau
- Unfall auf der Landstraße mit mehreren Schwerst-, Schwer- und Leichtverletzten, letztlich zwei Todesopfern und zwei Unverletzten
- Abbruch der Heimfahrt für die einen, nachträgliche Verlängerung des Urlaubs des Kraftfahrers nach Gerichtsverhandlung auf 150 Tage “Bau”
Das ist nun knapp 20 Jahre her.
Seitdem führe ich einen kleinen Zeitungsausschnitt bei mir und bewege mich seitdem unfallfrei durch den öffentlichen Straßenverkehr.
Soviel zur Vorgeschichte.
Der eigentliche Grund dieses Eintrages ist folgender:
Bei einer kleinen Familienfeier anlässlich des Geburtstages war gestern unter anderen auch der Bruder der Herzdame zugegen.
Und was stellt sich während der Gespräche heraus?
Er hat damals als Wehrpflichtiger das Kraftfahrzeug gelenkt, auf dem ich in freudiger Erwartung der “Freitage” gen Heimat gebracht werden wollte. Ihm ist gesundheitlich nichts passiert (sein Beifahrer lag mehrere Wochen im Krankenhaus) und auch ich habe während des Kontakts des Fahrzeuges mit der Straßenbepflanzung keinen Kratzer abbekommen.
Hat da etwa jemand weit außerhalb menschlicher Vorstellungskraft an gewissen Schaltern gedreht? Zur richtigen Zeit den richtigen Knopf gedrückt?
Unsinn!
Alles nur Zufall. Purer Zufall.
(*) Der MannschaftsTransportWagen war anschließend schrottreif. So ein Bäumchen reißt ganz schön große Löcher in Fahrerhaus und Ladeflächenbeplankung.
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Erstellt von duftbaeumchen am 6. September 2007
Wir Ostbundis haben es gut, wir Ostbundis sind der Zeit voraus.
Wir sind die Taktgeber im gesamtdeutschen wissenschaftlich-technischen Entwicklungsprozess.
Oder wie soll ich die Einigung über die Mindestlöhne der Postbediensteten sonst deuten?
9,80 Euro für den Briefzusteller West, 9,00 Euro für den im Osten (bzw. 8,40 zu 8,00 Euro für die “anderen”).
Das kann doch nur heißen, daß die Zustellung östlich der ehemaligen “Zonengrenze” durchdrungen ist von allerlei Hochtechnologie, die dem Westen bisher vorenthalten wurde. Diese wiederum ermöglicht es den Christels von der Post, den Zustellungsprozess zu effektivieren und somit zu vereinfachen.
Und für einfache Arbeiten gibt’s nun mal nicht ganz so viel Geld.
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Erstellt von duftbaeumchen am 6. September 2007
An alle, die noch einen Mitbewohner für das überteuerte Fünf-Zimmer-Appartement mit Wintergarten und Terrasse suchen!
Ich habe kostengünstig einen Rest Handcreme in der Kopfstehtube abzugeben.
Die würde auch sofort einziehen.
Sie pflegt nicht nur das Ego, auch die geschundene Haut kann davon profitieren.
Bitte nur ernstgemeinte Angebote.
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Erstellt von duftbaeumchen am 6. September 2007
Wenn die Herzdame und ich zwecks Verdauung des Abendmahles am Cospudener See entlangspazieren, ist es wie Urlaub.
Radler radeln, Inlineskater inlinern und ganz mutige planschen sogar noch im Wasser ‘rum.
Man könnte fast glauben, Leipzig liegt am weiten Meer.
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Erstellt von duftbaeumchen am 4. September 2007
Seitdem ein Baumarkt (der, wo der Preis in gelben Lettern auf blauem Grunde spricht) alle zwei bis vier Wochen mit der gleichen 20%-Rabattaktion bundesweit und lautstark die Werbetrommel schlägt, habe ich irgendwie das ungute Gefühl, in der Zeit dazwischen mit eigentlich überhöhten Preisen über den Tisch gezogen zu werden.
Hungrige Tiere sind da wesentlich besser dran.
Die bezahlen immer gleich zu viel.
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Erstellt von duftbaeumchen am 2. September 2007
Heute habe ich gebacken.
Nach geschätzt 25 Jahren der Enthaltsamkeit.
Jedoch unfreiwillig.
Die Herzdame – eigentlich für den Produktionsprozess der Teigware zuständig – verletzte sich nämlich während der vorbereitenden Tätigkeiten.
Ob sie sich absichtlich (*) oder aus Unachtsamkeit ein Messer in einen Finger rammte, vermag ich nicht zu beurteilen. Der weitere Fortgang des Back-Werkes zumindest war nur durch beherztes Eingreifen meinerseits zu gewährleisten.
Nach Anweisung der Küchenfee gepaart mit eigener Intention mischte ich die Zutaten zusammen, führte das Gemenge einer dreiviertelstündigen Beruhigungsphase im heimischen Küchensolarium zu, um es schließlich nach einer weiteren Verschnauf- und Abkühlpause mit Mandelsplittern zu krönen.
Trotz meines bisherigen Laiendaseins auf dem Terrain der Zuckerbäckerei ergab die nachmittägliche Gemeinschaftsverkostung des Kleinkunststückes:
Ohne mich selbst über Gebühr huldigen zu wollen, stellt die durch meine unbedarften Hände erschaffene Apfelmanteltorte einen weiteren, nicht zu vernachlässigenden Meilenstein deutschen Bäckerhandwerkes dar.
Ich danke Dr. Oetker und der hiesigen Apfelindustrie für ihre Teilnahme.
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(*) Ich möchte ja niemandem etwas unterstellen, aber Man(n) kennt das ja: Um sich vor unliebsamen Haushaltsarbeiten zu schützen, geht schon mal “aus Versehen” ein Teller zu Bruch, die Milch kocht “unbeabsichtig” über oder in die Weißwäsche rutscht – oops – ein rotes T-Shirt.
Aber wie gesagt, ich möchte niemanden ins falsche Licht rücken.
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