Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Archiv für November, 2007

nu(h)r ein Gedächtnisprotokoll

Erstellt von duftbaeumchen am 18. November 2007

18. November 2007, kurz vor Mittagstisch

Ich: Wir gehen heute Abend ins Gewandhaus .

Schwester K.: Wer kommt denn?

Ich: Dieter Nuhr .

Schwester K.: Wer?

Ich: Dieter Nuhr.

Schwester K.: Der Name sagt mir irgendwas.

Ich: Den hast du auch schon im Fernsehen gesehen. Der macht intelligentes Kabarett.

Schwester K.: Na da habe ich bestimmt nicht gelacht.

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verschwommen

Erstellt von duftbaeumchen am 17. November 2007

Zitat: “Es gibt zwei Dinge, die nach Fisch riechen. Ein’s davon ist Fisch.

Denkt mal drüber nach!

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Heimläufer

Erstellt von duftbaeumchen am 16. November 2007

Ich weiß zwar nicht, wer Herr Berger aus Butzbach ist, möchte mich aber trotzdem an dieser Stelle ganz oberherzlichst bei ihm bedanken.
Herr Berger war so nett, mir in Anbetracht des frühzeitig einsetzenden Winterwetters ein Paar Filzpantoffeln zukommen zu lassen.

Kostenfrei und unverbindlich, versteht sich.

Und damit ich immer weiß, daß selbige nur für den Gebrauch während häuslicher Unterhaltung zu verwenden sind, hat er das freundlicherweise auch gleich draufsticken lassen.

Danke, Herr Berger aus Butzbach.

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kommunikative Stille

Erstellt von duftbaeumchen am 15. November 2007

Wasser frisst Strömlinge.

Manchmal direkt, manchmal auch indirekt.

Vorgestern zum Beispiel sprudelte auf dem Firmengelände Wasser aus dem Asphalt. Die für die Objektbetreuung zuständigen Baukräfte gruben daraufhin den Belag auf und stellten fest, daß ein Rohr geborsten ist. Und zwar richtig. So richtig, daß der metallene Zulauf sogar bis ins Haus hinein ausgewechselt werden mußte.

Ohne Wasser, merkt euch das, ist die Welt ein leeres Fass.

Pullerngehen und Teekochen wurden daraufhin für einige Stunden ausgesetzt.

Warum, wieso, weshalb entzieht sich meiner Kenntnis und spielt hier letztlich keine Rolle, aber die Technologie der Flickschusterei gebot, den Platz auf einer Länge von ca. zehn bis fünfzehn Meter aufzuschachten.

Zu DDR-Zeiten war das ganz einfach: Spitzhacke, Schaufel, ein/ zwei Erdlinge – los ging’s.

Heutzutage wird dafür schweres Gerät angefordert und kühn drauf losgebaggert.

Ob es nun an der mittlerweile eingeschalteten Dunkelheit, dem Regen oder allgemeiner Misslaunigkeit ob der Buddelei im Zivilisationsdreck lag: “Ein Unglück kommt selten allein” oder “Ein Bagger läßt sich ungern von einem Telefonkabel aufhalten.”

Kurze Rede, langer Sinn: Das Wasser war dann zwar wieder da, aber wir seit gestern Mittag kommunikationselektronisch von der Außenwelt abgeschnitten.

Ein Graus für eine Firma, die unter anderem mit Kundendienst Geld verdient.
Der Telefonapparat saß gelangweilt auf dem Tisch und baumelte mit den Beinen; der e-Mail-Server versuchte vergebens die externen Postfächer zu öffnen; der Zugriff auf die Informationen des Internetzes war blockiert.

Ruhe.

Es ist gar nicht so einfach, den Tag ohne elektronischen Sprach- und Datenverkehr zu übersitzen.

Aber es geht.

Und noch besser geht es, daß die Übertragungswege seit einigen Minuten plötzlich wieder freigeschaltet sind.

Dann freue ich mich auch mal über eine Werbenachricht und kaufe zur Feier des Tages fünf Packungen Viagra und zwei Rolexuhren.

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PS
Drei Stunden nach Störungsmeldung direkt bei der Telekom war der Schaden behoben.

Die Firma, die für die Betreuung des Großteils der im Haus ankommenden Leitungen zuständig ist, hat die Störung zwar auch rechtzeitig bekanntgegeben, aber dummerweise bei ihrem Telefonanbieter.

Bei Arcor.

Erscheint logisch, war in dieser Situation aber ein doofer Fehler.

Die haben nämlich auch ein Leitungsproblem zur Telekom.

Jedoch auf höherer Ebene.

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Konfliktvermeidung

Erstellt von duftbaeumchen am 14. November 2007

Mit dem Hinweis, ich möge doch meine Damenbekanntschaft jetzt schon heim schicken, gibt mir die Herzdame telefonisch Bescheid, daß sie eher nach Hause kommt.

Sehr umsichtig.

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Bärte, kauft Bärte!

Erstellt von duftbaeumchen am 14. November 2007

Jahrelang war ich unsicher, jahrelang wälzte ich mich besonders in der Vorweihnachtszeit nächtens unruhig in den Daunen. Nun endlich wurde das Geheimnis gelüftet.

Der Weihnachtsmann (haha) ist gar kein Mann!

Der Weihnachtsmann ist eine Frau!

Auch wenn im Text – wahrscheinlich um den Leser zu verwirren – noch der männliche Artikel verwendet wird, die Zwischenüberschrift enthüllt (wenn vielleicht auch unbeabsichtigt) die ganze wahre Wahrheit. Ob Emanzipation oder einfach nur Fachkräftemangel – auch am Nordpol übernimmt das weibliche Geschlecht das Ruder.

Und wenn der Klimawandel so weiter geht, kann die Weihnachtsfrau bald Bart, Mantel und Handschuhe ablegen.

Dann kommt sie frisch rasiert in Bikini und Stiefeln.

Ui, das wird ein Spaß. Ich lerne schon mal ein Gedicht…

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konzentrierter Handlungsverlauf

Erstellt von duftbaeumchen am 12. November 2007

Tatort “-gucken ist besonders anstrengend, wenn er in der Heimatstadt spielt.

Ich bin ständig am Überlegen: Wo hamse die Szene gedreht? Aus welchen Örtlichkeiten wurde jene zusammengeschnitten?

Ein Wunder, daß ich von der Handlung überhaupt etwas mitbekomme.

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Sti(e)laugen

Erstellt von duftbaeumchen am 10. November 2007

Der geduldig vor der Umkleidekabine harrende Einkaufsberater merkt schon an der Art und Weise, wie sich die Tür derselben öffnet, ob die in ihr weilende Herzdame mit der Passgenauigkeit des soeben der Anprobe unterzogenen Kleidungsstücks zufrieden ist.

Ruckartig geht die Tür auf, um sich nach ca. 3 Sekunden genauso zügig wieder zu schließen.
Wenn man(n) da nicht hochkonzentriert bei der Sache ist – also den Blick starr auf die Tür richtet, um den Moment der Inaugenscheinnahme nicht zu verpassen -,  bekommt man(n) von den Ausrutschern der Textilindustrie gar nichts mit.

Sehr oft frage ich mich (und die Herzdame nicht minder häufig), was sich die Konfektionisten der Welt eigentlich denken, wenn sie ihrer “Kreativität” freien Lauf lassen und die Stoffbahnen zusammenstückeln lassen.

Und vor allem, nach welchen Regeln die Größenschilder ausgewählt und eingenäht werden.

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Handwerker im Hause

Erstellt von duftbaeumchen am 2. November 2007

Pink Floyd - Pulse

Wenn man sich vor Schmerzen gerade noch so durch die Wohnung schleppen kann, wenn jeder Atemzug den Hals reizt wie ein Bogen Schleifpapier mittlerer Körnung und der darauf folgende Hustenanfall sich anfühlt, als würden sich die Lungenflügel in den hohlen Schädel stülpen, dann lege man sich raumklangoptimiert und gemütlich auf das Schäselonge, umhülle den kränkelnden Leib mit einer Kuscheldecke und stelle Kamillentee in ausreichender Menge bereit.

Nun ist Zeit, länger nicht gehörte, grandiose Konzerte von exzellenten Musikern erschallen zu lassen.

Damals wurde eben noch richtig mit Hand musiziert.

PS
Am Montag bin ich wieder fit. Dann ist der Urlaub nämlich vorbei.

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anzüglich

Erstellt von duftbaeumchen am 2. November 2007

Komisch, wenn sich die einzige und damit Lieblingsschwester bei ihrem Bruder eine Hose ausleiht, damit sie beim Klassentreffen schick angezogen ist.

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