Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Archiv für Januar, 2008

verstärkte Bodenunebenheiten

Erstellt von duftbaeumchen am 31. Januar 2008

Die ideale Technologie des perfekten Straßenbaus scheint immer noch ein gut gehütetes Geheimnis zu sein, deren Kenntnis nur einem winzigkleinen und erlesenen Personenkreis vorbehalten ist.

Und die Mitglieder dieses Geheim-Zirkels sind wohl so stark beansprucht, daß sie nicht jederzeit und überall gleichzeitig sein können.

Anders kann ich mir nicht erklären, warum bei vielen nigelnagelneuen Straßen erstens die Reihe der Deckel der Abwasseranlage immer genau dort verläuft, wo die Räder der Fahrzeuge über den Asphalt rollern und zweitens der obere Rand ebendieser Deckel bis auf wenige, an drei Händen abzählbare Ausnahmen immer ca. drei bis sieben Zentimeter unterhalb der Straßenoberfläche endet. Infolge höhergelegter Bordsteinkanten ist ein Ausweichen nach rechts nur selten möglich; links wiederum hat der Gegenverkehr etwas dagegen.

Das heißt also im Klartext: Jedes darüberfahrende Auto schlägt mit zweien seiner durch ordnungsgemäß gewartete Stoßdämpfer gegen den Straßenbelag gedrückten Räder gegen die gußeisernen Kanalisationsverschlüsse. Das rumpelt nicht nur im Karton. Auch die Verdeckelungskonstruktion an sich wird dadurch natürlich stärker beansprucht, als wenn ein bündiger Abschluß mit der umgebenen Materie gewährleistet wäre. Das ist so, als ob jemand ständig mit einem großen Gummihammer auf den Kopf schlägt. Da auch ein Gußdeckel nur ein kleiner Menschling ist, verspürt auch er Schmerzen bei jedem Reifenstoß.

Er versucht, sich langsam zurückzuziehen, um der ständigen Pein zu entrinnen.

Leider ist dieser Versuch nicht von Erfolg gekrönt; die Schläge werden dadurch nur noch härter.
Als ob das nicht schon genug ist, franst infolge der größeren Angriffsfläche für widrige Umwelteinflüsse nun auch noch der Asphaltrand aus.

Und damit komme ich schon zum Punkt.

Beim Büroumzug fand sich noch eine Packung “Lochverstärkungsringe” aus den guten, alten DDR-Zeiten. Die Klebegummierung müßte zwar mal einer Generalüberholung unterzogen und die papierne Oberfläche imprägniert werden, aber Form und Festigkeit entsprechen nach wie vor den TGL-Vorschriften damaliger Produktionsweise. Sind also auf dem Höchststand wissenschaftlich-technischer Forschung.

Ich würde diese Ringe gegen ein nicht zu geringes Entgelt – damals mußten wir sage und schreibe 43 Pfennige für 100 Stück unter den Ladentisch legen – unserem ehemaligen Oberbürgermeister und aktuellen Bundesoberbauhäuptling, Herrn Tiefensee, zur geschätzten Weiterleitung an die zuständigen Fachorgane zur Verfügung stellen. Vielleicht lassen sich damit einige Probleme deutscher Straßenbaukunst lösen.

Aber wahrscheinlich machen die Projektanten das extra so, um Arbeitsplätze im Straßenbau zu erhalten.

Genauso wie bei den selbsttätig schließenden Türen. Der Mechanismus ist immer so eingestellt, daß sie entweder so kraftvoll ins Schloß kracht, daß die Wände wackeln (und die Zarge irgendwann den Halt an der Türlaibung verliert), oder daß die Federkraft genau so weit reicht, um die Tür nicht ordnungsgemäß zu verschließen.

Aber das ist ein ganz anderes Thema.

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reizend

Erstellt von duftbaeumchen am 31. Januar 2008

Da muß MANN sich nicht wundern.


Wer so aufreizend in die Kamera blinzelt, darf der Welt nicht vorenthalten werden.

Den Grund der seltsamen Mimik kenne ich nicht; ich war nicht zugegen, als sich dieses Familienmitglied dem Fotografen zur Verfügung stellte. Aber die künstlerische Umsetzung erheiterte nicht nur mich.

In mir kam dabei sogar die Frage auf: Wer war eher da? Luise Koschinsky oder ER(sie).

PS:
Wie funktioniert das eigentlich mit den Markenrechten…

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bedeutungsvoll

Erstellt von duftbaeumchen am 26. Januar 2008

Wenn ich mir der historischen Bedeutung des heutigen Tages nicht bewußt wäre, würde ich ob der Tatsache, daß ich bei diesem herrlichen FKK-Strand-Wetter arbeiten muß, verzweifelt darniederliegen und bittere Tränen vergießen.

Doch dem ist eben nicht so.

Einer muß es ja machen.

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verschwitzt

Erstellt von duftbaeumchen am 24. Januar 2008

Gibt es eigentlich auch Deodorantien mit der Duftnote “eingetrockneter Altherrenschweiß”?

Oder riechen manche Männer von Natur aus so “herb”?

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geschüttelt und gerührt

Erstellt von duftbaeumchen am 21. Januar 2008

Der eine oder andere hat es bestimmt schon bemerkt: Der Frühling stapft bereits ungeduldig vor unseren Türen und begehrt Einlass.

Zeit für Veränderungen.

Zeit, den Kleiderschrank auszumisten und sich auch mal wieder Gedanken über kleine Modifikationen des Äußeren zu machen.

Wie wäre es zum Beispiel mit einer neuen Frisur?

Mit Hilfe des Haarmixers habe ich da mal was vorbereitet:

Nun muß ich die Zotteln nur noch dazu bringen,
in ausreichendem Maße zu sprießen.

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aufgeklärt

Erstellt von duftbaeumchen am 20. Januar 2008

Situation: Gemeinschaftliches Enträtseln des Kreuzwortes

Frage: “Initialen von Hauptmann”

Ich präzisiere für die Herzdame: Welchen Vornamen hatte der Schriftsteller Hauptmann?

Sie: Köpenicker?

Geeeenau: Gerhard Johann Robert Hauptmann war nur ein Pseudonym.

Und weil er in Berlin studierte, nannte er sich “Köpenicker Hauptmann“.

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Neu im Angebot

Erstellt von duftbaeumchen am 18. Januar 2008


Und wieder schwappt im wahrsten Sinn des Wortes eine neue Trendsportart über den großen Teich.

Für alle, die Angst vor Wasser haben, denen es zu kalt bzw. zu windig ist oder die keine passende Bademütze dabei haben, haben sich pfiffige Tüftler etwas Außergewöhnliches ausgedacht:

Remote-Wasserbretting.

Nun haben auch gelenkbeschmerzte Mittfünfziger die Möglichkeit, von der Terrasse des Strandhäuschens aus und bequem im Liegestuhl lümmelnd den knapp bekleideten Beachgirls zu imponieren.

Die Serienproduktion der mit einem kleinen Empfangsmodul ausgestatteten herkömmlichen Surfbretter ist bereits angelaufen. Mit spezieller Verstärkertechnik kann die Reichweite bis auf einen halben Kilometer vergrößert werden; zur Steuerung ist jede handelsübliche Fernbedienung aus dem heimischen Multimedia-Park geeignet.

Doch beachte: Ersatzbatterien nicht vergessen!

Gegen Aufpreis ist auch eine lebensgroße Puppe zur Befestigung auf dem Surfbrett erhältlich.

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Wasserstand

Erstellt von duftbaeumchen am 18. Januar 2008


“Gehen” sie weiter, hier gibt’s nichts zu sehen!

Und mitgenommen wird auch nichts!
Legen Sie das wieder hin!

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abgestellt

Erstellt von duftbaeumchen am 18. Januar 2008


Das bedeutet allerdings nicht, daß Sie auf der Terrasse auch rauchen dürfen.

GEQUALMT WIRD TROTZDEM HIER AM RAUCHERTISCH!

SONST BRENNT DIE LUFT!

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taktisch unklug

Erstellt von duftbaeumchen am 16. Januar 2008

Bekanntlich finanziert sich das Privatfernsehen unter anderem auch durch Werbung. Nur mal nebenbei bemerkt.

Durch geschickte Platzierung ausgewählter Werbebeiträge nach einem ebenso geschickt ausgeklügelten Zeitplan erreicht man ein gerüttelt Maß kaufwilliger Fernsehzuschauer. So ist der Plan.
Das sollte mittlerweile jeder etwas kaufmännisch vorbelastete Sendungsgestalter wissen und gilt auch für die derzeit ausgestrahlte Sendungsreihe “IbeS – Hmhr!”.

Mein Hinweis an das Redaktionskollegium von eR-Tee-eL:

Die ekligen Prüfungen – in diesem konkreten Fall das Verspeisen eines zähen Känguruh-Hodens durch Babsi H. – nicht direkt vor eine Werbepause legen! Das kostet nämlich Kunden!

Warum? Ganz einfach.

Die Zielgruppenmitglieder teile ich in vier Fraktionen ein.

Erstens: Der gemeine Fernsehzuschauer, der bereits während der Känguruh-Hoden-Aktion mit Bauchkrämpfen Richtung Klo rennt. Die Dauer der Entleerung des Mageninhaltes schätze ich mal auf ca. acht Minuten. Zzgl. sich anschließendem Zähneputzen.

Werbepause verpasst, Zielgruppe nicht erreicht.

Zweitens: Der noch gemeinere Zugucker, der wegen angeborener Voyeuritis und unter Qualen die ganze Aktion bis zum Ende “genießt”, verschwindet erst danach in Richtung Uuuulfinator.

Gleiches Endergebnis wie bei 1.

Drittens: Die härteren Zeitgenossen. Die Eingeweide ziehen sich und den Hals zusammen, ein Würgen läßt sich nicht vermeiden.
Doch sie bleiben hart und nutzen apathisch die folgenden Produktvorstellungen zur Rekonvaleszenz.

Ebenfalls verpuffte Werbemillionen.

Und dann gibt es viertens noch die ganz Hartgesottenen: Diese TV-Konsumenten verlassen nach reger Anteilnahme den Hort der televisionären Erbärmlichkeit, um ihren Spontan-Appetit zu stillen und sich aus dem Kühlschrank den seit längerem nicht mehr beachteten Fisch zu greifen. Zur Not tut’s auch der grüne Aufschnitt.

Die sind also auch nicht anwesend.

Ergo: Letztlich ist während der lustigen Kurzfilmparade niemand mehr im Raum.

Ergo2: Die “Dschungelprüfungen” lege man besser ins erste Drittel der Werbe-Pause (Achtung Wortspiel). Dann sind alle Zuschauer wieder pünktlich zur Werbepause zugegen.

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Davon abgesehen frage ich mich:

1. Wann treffen endlich die “Prominenten” im urwäldlichen Ekel-Camp ein?

2. Wie “bedürftig” und/ oder “abgebrannt” muß ein C-Promi sein, um sich für solch einen Schwachsinn zur Verfügung zu stellen?

3. Wer ist der Puppenspieler, der “Pater Illjitsch” so filigran durch die weiträumige Grünpflanzenausstellung steuert?

Ich schlage ihn für den Bundesverdienstorden am Bande vor.

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