Erstellt von duftbaeumchen am 31. März 2008
Wir lernen nicht für die Schule, sondern fürs Leben.
So sagte man im vorigen Jahrhundert.
Ab und zu ärgere ich mich, damals als einziger aus der Klasse Französisch und nicht Englisch gelernt zu haben. Auch wenn ich mittlerweile nur noch auf marginale Kenntnisse zurückgreifen kann, so wurde ich doch gestern Abend beim Konsum aktueller Fernsehwerbung stutzig.
Die Firma Zott bietet neuerdings einen Sahnejoghurt mit dem Untertitel “La Dessert” an.
Ich falte die Stirn in kleine Runzeln und versuche, allgemeinbildendes polytechnisches Schulwissen aus meinem winzigen Hirn zu zaubern.
La Dessert…, la Dessert…, da war doch was…
Wenn mich nicht alles täuscht, ist der Nachtisch auch in der französischen Sprache männlichen Geschlechts; müßte demnach “Le Dessert” heißen. Ein Blick in vier Wörter- bzw. Lehrbücher bestärkt mich in meiner Meinung.
Was verleitet die zotteligen Bewerber nun also zur Verweiblichung der Süßspeise? Eine unbeachtete Rechtschreibreform bei unseren westlichen Nachbarn? Der heimliche Versuch einer Werbe-Emanze, den Joghurtmarkt mit feministischen Desserts zu infiltrieren?
Eine Kleinigkeit, die mir keine Ruhe läßt.
Seltsamerweise verweisen auch diverse Dienste (*) im weltweiten Zwischennetz bei der Übersetzung der vermeintlich falschen Form “la dessert” auf “der Nachtisch”, die Translation von “der Nachtisch” zurück ins Frankreichische jedoch immer auf “le dessert”.
IMMER!
Nun sitze ich hier und grüble. Wer hat denn nun Recht?
Oder ist das nur ein infamer Trick, das Produkt ins Gespräch zu bringen?
Bei Gulaschtöpfen aus Szegedin und gratiniertem Nudelschinken in der Jägerpfanne hat es ja auch funktioniert.
———-
Diese Dienste habe ich in Anspruch genommen:
PS: Daß der Bindestrich zwischen Sahne und Joghurt fehlt, muß ich an dieser Stelle nicht extra erwähnen. Der geübte Beobachter hat es selbstverständlich sofort bemerkt.
Abgelegt unter Warenwirtschaft, dies und das | 2 Kommentare »
Erstellt von duftbaeumchen am 29. März 2008
Terminvereinbarung am Telefon.
Mann - Mann: 30 Sekunden.
Frau - Frau: mindestens 12 Minuten.
Abgelegt unter dies und das | 2 Kommentare »
Erstellt von duftbaeumchen am 28. März 2008
Die Herzdame als vielgepriesene Bäckersfrau besitzt zur professionellen Ausführung ihres Freizeithandwerks diverse Utensilien eines weltweit agierenden Unternehmens. Selbiges stellt unter anderem auch Tortenbackformen aus Silikon und Kuchentransportbehältnissse her.
Feine Sache.
ES FUNKTIONIERT!
Zumindest prinzipiell.
Schade finde ich nur, daß man sich vor dem Herstellungsprozess einer Festtagstorte entscheiden muß, ob man sie in der Silikonform bäckt oder sie im Transportbehälter von A nach B bringen möchte.
Beides nacheinander geht nicht.
Der Umfang der Torte aus dem Herdkondom ist nach dem Backvorgang nämlich genau so groß, daß sich der für die geschützte Überführung vorgesehene Deckel der Transportbox genau nicht über das Backwerk stülpen läßt.
Es sei denn, man raubt dem Kuchen seinen Rand. Bei Sandkuchen sicher nicht so tragisch (außer Treibsandkuchen); zu flüssiger Konsistenz neigende Füllungen stehen der Entfernung der stützenden Umrandung allerdings eher skeptisch gegenüber. Sie gehen auf Wanderschaft.
Wie man die Torte bis zum Eintreffen am Zielort verunstaltet, bleibt nun jedem selbst überlassen: Entweder beschneidet man die äußere Teighülle (doof) oder man schmeißt sie aufgrund unzureichender Transportschatullenfixierung erst mal in den Dreck (auch doof).
Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Abgelegt unter Warenwirtschaft, dies und das | 3 Kommentare »
Erstellt von duftbaeumchen am 28. März 2008
Versuchen kann man es ja mal.
Obwohl mir bereits vor Wochen im persönlichen Gespräch versichert wurde, daß keine Zwangsabgabe für die Zustellung des wegen technischen Defekts nicht druckbaren Kontoauszugs erhoben wird, tauchten nun doch zwei Belastungen meines Kontos für eben diesen Vorgang auf.
Heute Vormittag spreche ich also zwecks Klärung eines Sachverhalts in der Filiale des Kreditinstituts vor. Das persönliche Gespräch zwischen Kunde und Dienstleister ist nun mal durch nichts zu ersetzen.
Alles kein Problem - die Rückbuchung efolgt am Montag.
Global betrachtet ein Vorgang, der der Erwähnung eigentlich nicht wert wäre. Eine kleine Kleinigkeit erstaunte mich schließlich doch.
Im Zeitalter des computergestützten Zahlungsverkehrs erwartete ich einen technisch betrachtet kurzen Vorgang: Zweimal mit der Maus geklickert - Problem erledigt.
Weit gefehlt.
Die Kundenberaterin Frau B. mußte sogar richtig Hand anlegen. Für die Erstattung des irrtümlich belasteten Betrages von Zweieurofünfundfünfzig füllte sie händisch (also richtig mit Kugelschreiber und Papier) zwei Überweisungsformulare für den bankinternen Zahlungsverkehr aus. Für jeden Buchungsposten eins. Wenn man nun die Kosten für Papier, Tinte, Formulartransport, Übernahme in die Elektronik und Personalkosten betrachtet, war diese Rückbuchung bestimmt wesentlich teurer, als der Wert derselben.
Kosten, die sich irgendwann in einer Preiserhöhung niederschlagen werden.
Und nun überlege ich: War meine Reklamation richtig? Habe ich vielleicht aus niederen persönlichen Gründen eine weitere Drehung an der Gebührenschraube verursacht? Werde ich demnächst öffentlich als Preistreiber der Kreditwirtschaft an den Pranger gestellt, nur weil ich wegen eines lächerlichen Betrages von 2,55 Euri volkswirtschaftliche Ressourcen verschwendete?
Irgenwie habe ich ein schlechtes Gewissen.
Abgelegt unter Leben in der Stadt, Warenwirtschaft, dies und das | 2 Kommentare »
Erstellt von duftbaeumchen am 27. März 2008
Neue Trendsportart aus Amerika?
Neben Tiefsee-, Apnoe- und Langstreckentauchen bieten erste Tauchschulen die neuen Kurse im
Schnuppertauchen
an. Ob mit oder ohne technische Hilfsmittel, ob im schweröldurchsetzten Brackwasser norddeutscher Häfen oder mit Duftzusätzen in der Gasflasche - Sie erleben ein Fest für die Sinne.
Da sage noch einer, Wasser rieche nach nichts.
Abgelegt unter Warenwirtschaft, dies und das | 4 Kommentare »
Erstellt von duftbaeumchen am 27. März 2008
Beim Anblick des reziprok proportionalen Verhältnisses von Penislänge zu Bauchgröße spukten Gedanken durch mein kleines Hirn, die einer näheren Beleuchtung bedürfen.
Meine Beobachtungen lassen die These zu: Je fülliger der Mann, desto kürzer wird sein Schniedel. Das mag wissenschaftlich nicht belegt sein, die Praxis läßt diese Behauptung jedoch zu.
Ergo: Männerhaut dehnt sich nur in begrenztem Umfang. Die Menge an Haut, die am Bauch durch die Volumenvergrößerung hinzukommt, wird an anderer Stelle eingespart. Eben ein Stück tiefer.
Davon ausgehend stelle ich die Frage: Wird der Schnullerich wieder länger, wenn man(n) sich Fett am Bauch absaugen läßt? Gibt es diesbezüglich wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse?
Desweiteren stelle ich mir vor: Er, wohlbeleibt und einer Schwangeren kurz vor der Niederkunft gleichend, kniet vor der Angebeteten und versucht seinen fünf-Zentimeter-Pullermann ins Ziel der Lustigkeit zu dirigieren.
Nun ist ja bekanntlich der Volksmund im Allgemeinen und der weibliche im Besonderen der Ansicht, beim Geschlechtsverkehr zwischen Mann und Frau käme es nicht primär auf die Länge seines “kleinen” Freundes an, sondern vielmehr auf die Technik.
So weit, so gut.
Aber!
Welche Tricks und Kniffe muß man(n) anwenden, um zum Ziel der Begierde vorzudringen, wenn er IHN weder sehen (der Bauch ist im Weg) noch richtig ertasten kann (so lang sind fünf Zentimeter ja nun auch nicht)?
Abgelegt unter Gesundheit und Wellness, dies und das | 2 Kommentare »
Erstellt von duftbaeumchen am 27. März 2008
Der Saunabesuch als Spiegel körperlichen Verfalls.
- Die aus Funk und Fernsehen bekannten astralbekörperten Mitmenschen besuchen grundsätzlich andere Etablissements bzw. trauen sich nicht, ihren Leib dem niederen Volke darzubieten.
- Erst kommt der Bauch, dann der Mann.
- Je dicker der Bauch, desto kleiner der Schniedeldillerwurz. (*)
- Möchte ich angesichts schlaffer, runzeliger Lederhaut wirklich mein Ziel, das Jahr 2050 zu erleben, erreichen?
——————-
(*) Eine These, deren Wahrheitsgehalt noch nicht geklärt ist.
Abgelegt unter Gesundheit und Wellness, dies und das | Keine Kommentare »