Taschenspiele
Erstellt von duftbaeumchen am 25. April 2008
Immer wieder hören und lesen wir, “Der kleine Mann muß wieder tiefer in die Tasche greifen.”
Nicht nur der kleine. Nebenbei bemerkt: Auch körperlich höhergewachsene Männschlein haben diesbezüglich keine Privilegien.
Nur die Frauen sind mal wieder außen vor.
Und warum ist das so?
Aus eigener Erfahrung kann ich berichten: Im Allgemeinen und bei den mir zur Überprüfung zur Verfügung stehenden weiblichen Beinkleider im Besonderen sind die Taschen wesentlich kleiner gebaut als die herrschaftlichen Pendants.
Dort, wo der Mann von Welt Messer, Gabel, Schere und Licht, ab und zu einen Reservekanister Kraftstoff oder auch mal zwei Flaschen Bier transportiert, passt in die enggeschnittene Damenjeans gerade mal ein Taschentuch hinein.
Wenn überhaupt.
Da kannste tief greifen wie de willst, spätestens an den Fingergelenken ist Schluß. Ist das Absicht, um den Mann beim Bezahlen zu “bevorzugen”? Wie sieht es denn diesbezüglich mit der Emanzipation der Frau aus?
Und nun kommt mir nicht damit, daß die Frau stattdessen eine mehr oder weniger riesige Handtasche mit sich herumträgt. Das güldet nicht. Die ist doch so sehr mit alten Kaugummis, Tagesstöpseln und gestempelten Fahrkarten zugemüllt, daß für Geld gar kein Platz ist.
Ich plädiere hiermit für die Anpassung der Hosentaschengrößen bei Mann und Frau.
Wo bleibt denn sonst die Gleichberechtigung.
Schließlich wird die Herrenhandtasche auch wieder modern.
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