Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Archiv für April, 2008

Taschenspiele

Erstellt von duftbaeumchen am 25. April 2008

Immer wieder hören und lesen wir, “Der kleine Mann muß wieder tiefer in die Tasche greifen.

Nicht nur der kleine. Nebenbei bemerkt: Auch körperlich höhergewachsene Männschlein haben diesbezüglich keine Privilegien.

Nur die Frauen sind mal wieder außen vor.

Und warum ist das so?

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten: Im Allgemeinen und bei den mir zur Überprüfung zur Verfügung stehenden weiblichen Beinkleider im Besonderen sind die Taschen wesentlich kleiner gebaut als die herrschaftlichen Pendants.

Dort, wo der Mann von Welt Messer, Gabel, Schere und Licht, ab und zu einen Reservekanister Kraftstoff oder auch mal zwei Flaschen Bier transportiert, passt in die enggeschnittene Damenjeans gerade mal ein Taschentuch hinein.

Wenn überhaupt.

Da kannste tief greifen wie de willst, spätestens an den Fingergelenken ist Schluß. Ist das Absicht, um den Mann beim Bezahlen zu “bevorzugen”? Wie sieht es denn diesbezüglich mit der Emanzipation der Frau aus?

Und nun kommt mir nicht damit, daß die Frau stattdessen eine mehr oder weniger riesige Handtasche mit sich herumträgt. Das güldet nicht. Die ist doch so sehr mit alten Kaugummis, Tagesstöpseln und gestempelten Fahrkarten zugemüllt, daß für Geld gar kein Platz ist.

Ich plädiere hiermit für die Anpassung der Hosentaschengrößen bei Mann und Frau.

Wo bleibt denn sonst die Gleichberechtigung.

Schließlich wird die Herrenhandtasche auch wieder modern.

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Klingelpaket

Erstellt von duftbaeumchen am 23. April 2008

Angenehm finde ich, daß die Mitarbeiter von Dalsey, Hillblom und Lynn (in des Volkes Munde kurz DHL genannt) auf ihrer rastlosen Tour durch die Straßen und Gassen der mit Stöcken und Steinen gepflasterten Stadt den Weg auch in meine Wohngegend finden und das für mich bestimmte Päckerl beim Nachbarn hinterlassen.

Nicht so schön ist allerdings folgendes:

Erstens wohne ich zwar mittlerweile acht Jahre hier, kenne aber so gut wie niemanden. Außer bei meinen zwei Etagennachbarinnen, die sich ab und zu nackt im Internet zeigen, kann ich nur wenige Hausgesichter einem Briefkastenschild zuordnen.

Zweitens ist es heutzutage wohl nicht mehr üblich, die nächste Umgebung der eigenen Wohnungstür mit einem persönlichen Hinweis auf seine genealogische Abstammung zu versehen. Ergo: Von den 25 Wohnungen sind nur ca. ein Viertel bis maximal ein Drittel beschriftet.

Und damit komme ich zum Punkt.

Lieber, guter Paketzusteller,

es ist nett, das Paket bei S. zu hinterlassen. So muß ich nicht den weiten Weg zur immerhin ca. 500 Meter entfernten nächsten Poststation pilgern.

Eine nicht zu unterschätzende Erleichterung.

Noch netter wäre aber gewesen, auf der Benachrichtigungskarte nicht nur den Namen sondern auch die Wohnungsnummer anzugeben. Klar, man kann sich mal ganz in Ruhe auf jeder Etage umsehen.

Oder an Hand der Klingelschilder versuchen,
eine Zuordnung zur Wohnungsnummer zu ergründen.

Ich könnte an jeder der namenlosen Türen schellen und neue Kontakte knüpfen. Oder wegen des Verdachts, ein Bettler und Hausierer zu sein, eins auf die nicht vorhandene Mütze bekommen.
Die Wahrscheinlichkeit, recht bald an der begehrten “Postausgabestelle” zu landen, läßt sich durch mathematisch begabte Mitmenschen sicher unkompliziert vorhersagen.

Doch so viel Zeit habe ich nicht. Ich lasse mir doch nichts nach Hause schicken, um dann eine private Schnitzeljagd zu veranstalten. Von Vorteil für mich und gleichsam schlecht für den Fitnessgedanken ist, daß ich die Damen und Herren der Hausverwaltung näher kenne. Ein Anruf genügt und ich muß nicht mehr halbstündig an die Haustür stiefeln, um durch Nutzung der Sprechanlage den wahren Aufenthaltsort meines Pakets herauszufinden.

Jetzt weiß ich: S. wohnt/ wohnen schräg über mir. Nun verkürzt sich der Weg auf 15 Stufen hoch (und dann wieder runter). Da nach fünf über den Abend verteilten Versuchen jedoch niemand öffnete, relativiert sich die ertelefonierte Wegeinsparung.

Tja, hätte ich mir die Sendung direkt ins Büro liefern lassen…

Aber das kann ja jeder.

So kann ich nach acht Jahren endlich wieder neue Nachbarn kennenlernen.

Danke DHL.

PS:
Wie spät am Abend darf man eigentlich beim Nachbarn noch klingeln?

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Blume der Hoffnung

Erstellt von duftbaeumchen am 20. April 2008

Der Überlebenstest trat heute in eine neue Phase ein. Die am 18. Februar gestellte Frage kann noch nicht endgültig beantwortet werden.

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Katzenkot

Erstellt von duftbaeumchen am 18. April 2008

Fällt dem gemeinen Blogger nichts Sinnvolles ein, so bedient er sich eines einfachen Hilfsmittels – cat content.

Die Katze, immer wieder gern genommen und sehr geduldig, wenn es um ihre Verwurstung in der Welt der Buchstaben und Sonderzeichen geht.

Heute möchte ich mich dieses Stilmittels ebenfalls bedienen und präsentiere: Katzenkot.

Also vielmehr cat code, um es auf neuenglisch zu formulieren.

hier draufklickern

Kürzlich erst wurde in einer Fachzeitschrift die maschinelle “Knackbarkeit” sogenannter Captchas untersucht. Und, schwuppdiwupphastenichtgesehen, modifiziert ein großer Onlinedatenspeicheranbieter seine Menschlingsverifikation und bettet die possierlichen Tierchen in sein Tagesprogramm ein (Klick auf rechtes Bild).

Schön. Doch manchmal frage ich mich: Wird die Bedeutung der Katze an sich nicht überbewertet? Warum finden Froschlurche und Gottesanbeterinnen so wenig Beachtung?

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Fangfrage

Erstellt von duftbaeumchen am 16. April 2008

Der Kunde begrüßt mich herzlich, nachdem er mich einige Wochen nicht gesehen hat:

Na, Herr B., sie sehen aber heute gesund aus.

Ist das nun gut oder schlecht?

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Bettbewerbsverhalten

Erstellt von duftbaeumchen am 15. April 2008

Vor Monaten stellte ich hier bereits fest, daß mein Nachtlager im Beisein der Herzdame oftmals recht, na sagen wir knapp bemessen ist.

Doch ich will hier nicht jammern – Mann richtet sich eben ein.
Dreh- und Wendebewegungen werden auf ein notwendiges Maß beschränkt, die Überlegung, eine Absturzsicherung anzubringen, vorerst verworfen.

Gestern Nacht, konkret NullVier-Einundzwanzig, erreichte die Liegequalität allerdings eine neue Stufe.

Das Leben lehrte mich folgendes: Wenn man des Nächtens seiner Körperbedeckung verlustig geht und der Leib in der Dunkelheit zu frösteln beginnt, so wache man vorsichtig auf, taste noch vorsichtiger nach dem abgestürzten Oberbett und ziehe selbiges genauso bedächtig und umsichtig über die dem Kältetod knapp von der Schippe springenden Haut.

Die Herzdame ist da wesentlich unverkrampfter.

Ruck-Zuck entzieht sie mir die schützende Hülle. Soll er doch sehen, wie er klar kommt.

So schnell kannste gar nicht aufwachen und den Stoff festhalten.

Nun könnte ich in virtuelle Grabenkämpfe abgleiten und mir die Decke einfach zurückziehen.

Mach’ ich aber nicht, schließlich bin ICH Dschäntelmänn.

ICH stehe auf, gehe ums Bett herum, klaube mir ihre auf dem Boden ruhende Bedeckung und begebe mich auf meinen handtuchschmalen Bettbereich zurück. Ohne Mucks und leise wie ein Mäuschen.

Aber Frauen sind da ja anders.

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Zuchterfolg

Erstellt von duftbaeumchen am 13. April 2008

Wenn in der Herzdame Blumenkästen auch sonst noch nicht viel wächst,…

Pusteblume

… das Unkraut gedeiht um so besser.

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putzige Gesellen

Erstellt von duftbaeumchen am 13. April 2008

Ob “Bauer sucht Frau” oder nun aktuell “Schwiegertochter gesucht” – auf bundesdeutschen Dörfern scheinen die Uhren anders zu ticken als in der großen Großstadt.

Gaaaaanz anders.

Nichtsdestotrotz (oder gerade deswegen): RTL bietet vorzügliche Vorabendunterhaltung.

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fein gemacht

Erstellt von duftbaeumchen am 13. April 2008

Die erste private ebay-Auktion meines Lebens – die preislichen Erwartungen wurden erfüllt.

Ich bin stolz auf mich.

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Hühnerbrüste

Erstellt von duftbaeumchen am 13. April 2008

Hat schon mal jemand “deal or no deal” auf Sat.1 gesehen?

Wir – die Herzdame und ich – hatte gestern das Vergnügen.

Wobei für mich weniger der Spielverlauf als mehr die Kleidung der Nummerngirls von Interesse waren. Die Kofferträgerinnen wurden offensichtlich nicht nur nach ihrem hübschen Gesicht, sondern auch nach ihrem Dekolleté ausgewählt.

Auch bei den Privatsendern wird auf die Mark den Euro geschaut und das Geld fliegt nicht mehr mit weiten Schwingen aus dem Fenster. Das begrenzte Budget des Bereichs Ausstattung/ Kostüme gestattet mittlerweile keine weitschwingenden Abendroben mehr, sondern nur noch knapp geschnittene, dünnstoffige Seidenkleidchen. Das läßt tief blicken.

Fast bis zum Bauchnabel.

Durch die Einsparmaßnahmen am oberen Teil der Kleidung waren ansatzweise Einblicke bis in den Unterbrustbereich möglich.

Da hatte ich folgende, für die Entwicklung der Einschaltquoten und damit auch für die Verbesserung der monetären Situation phänomenale Idee:

Zwei Glücksspiele in einer Sendung.

really or not really

Sind die Brüste natürlich oder hat der Chirurg nachgeholfen?

In das dröge Koffergerätsle könnte man doch als Parallelaktion einen Schätzwettbewerb über die Echtheit der Oberweiten einflechten. Der Studiokandidat wählt einen Koffer und somit auch die zugehörige Dame. Während einer kurzen Werbepause hat nun der Fernsehzuschauer die Gelegenheit, per 0137-Telefon zu entscheiden, ob die Brüste natur- oder arztgeformt sind. Gewinnen kann man selbstverständlich auch was (eine Schönheits-OP vielleicht?).

Damit wird die Sendung ein Spaß für die ganze Familie.

Besonders für den männlichen Teil.

Ich sollte mir die Idee schützen lassen.

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