Duftbäumchens Logbuch

Kaum macht man’s richtig, schon funktioniert’s.

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  • Langzeitstudie

  • da mach ich mit...


Archiv für Mai, 2008

Kurz-sichtig

Erstellt von duftbaeumchen am 30. Mai 2008

Im Sinne eines unfallfreien und flüssig fließenden Straßenverkehrs empfehle ich allen per pedes und per Fahrrad daran teilnehmenden Damen und Dämchen, in den warmen Jahreszeiten auf das Tragen kurzer und kürzester Hüft- und Beintrikotagen zu verzichten.
Der Mann als räumlich sehendes Wesen wird dadurch sehr stark von seinen Pflichten als Fahrzeugführer abgelenkt.

Andererseits: Allzu viel Hektik und ein stur auf die Fahrbahn gerichteter Blick ist gar nicht gut für die Nerven. Schon gar nicht in den warmen Jahreszeiten.

Also Mädels, macht weiter so!

Die Herzdame hätte es diesbezüglich als Mann wesentlich einfacher: Sie konzentriert sich beim Fahren voll auf den Verkehr und blendet alle “Nebengeräusche” wie zum Beispiel bunte Landschaften oder zufällig am Straßenrand gelandete Außerirdische konsequent aus.

Aber wer weiß was passieren würde, wenn Hotpants und Minirock demnächst auch bei uns Männern in den Kleiderschrank einzögen…

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Ver-Sehen

Erstellt von duftbaeumchen am 30. Mai 2008

Als der mittelalterliche, das Einkaufswägelchen träge und mit gen Boden gerichtetem Blick vor sich hin schiebende Männlein endlich registriert, daß ich ihn im engen Gang des Kaufmannsladens meines Vertrauens überholen will (meine Lebenszeit ist schließlich auch begrenzt), meint er nur:

Oh, entschuldigen sie, junge Frau.

Vielleicht hätte er mir zuerst ins Gesicht und nicht auf die
sommerlich-frisch gewandeten Beine schauen sollen.

PS:
Er hat dann doch recht schnell den faus pas bemerkt und sein Bedauern ob der Verwechslung zum Ausdruck gebracht.

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ver-wegen

Erstellt von duftbaeumchen am 27. Mai 2008

Frau creezy machte mich unbewusst auf eine kleine Aktion aufmerksam:

My way to work. (Mein Weg zur Arbeit.)

Aufgabe: Dokumentiere mit zehn Fotos deinen Arbeitsweg.

Na dann los.

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schneller - höher - weiter

Erstellt von duftbaeumchen am 26. Mai 2008

Hochverehrtes Publikum, meine Damen und Herren,

es ist mir eine Freude sondersgleichen Ihnen mitteilen zu dürfen, daß ich heute einer Weltpremiere in meinem mittlerweile recht langem Tankerdasein beiwohnen durfte.

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schill-out

Erstellt von duftbaeumchen am 26. Mai 2008

Innerhalb von 248 Jahren wandelt sich einiges.

Auch der Musikgeschmack bedeutender deutscher Künstler.

Wie bereits vor zwei Jahren an gleicher Stelle wagte sich Schiller, der große Meister, auf die Bühne und gab, unterstützt durch acht Mitspieler, sein Können zum Besten.

Lyrik in Wort, Bild und Ton.

“Schiller - Sehnsucht”

Wieder fand sich eine illustre Schar Musikbegeisterter zusammen, um dem Mix aus vokalen und instrumentalen Klangkreationen Christopher von Deylens zu lauschen. Auch dieses Mal wurde nicht am Schalldruck gespart. Und obwohl ich damals zirka drei Meter weiter hinten stand, kam es mir nicht lauter vor.

Mein Gehör lässt wohl nach.

Die Regler regelten die vor zwei Jahren noch etwas schwachbrüstig daherklingende Jette von Roth mehr in den Vorder-, die Bässe in den Unter- und die Raumklänge in den Rundumgrund (oder so ähnlich). Die zwei Kesselschläger, zwei Saitenschwinger und zwei Klavieristen zeigten, daß sie viel Freude am Umgang mit ihren Instrumenten hatten und diese Freude auch in Wohlklang umzusetzen wußten.

Beim Anblick der Lichtschauen (heute light show genannt) der legendären Pink Floyd staune ich immer wieder, was heutzutage mit ein paar Taschenlampen alles möglich ist. Wo damals noch für jede Lichtfarbe ein separater Scheinwerfer nötig war, genügt mittlerweile eine Funzel in der Größe einer Küchenmaschine, um alle Farbnuancen darzustellen.

Die aktuellen Energiepreise machen den Spareffekt jedoch bald wieder zunichte.

Wie bereits beim Konzert der “Tag und Nacht”-Tour waren auch dieses Mal wieder Zuhörer zugegen, die andächtig und mehr oder weniger regungslos dem Treiben lauschten. Gut, daß bei derartigen Veranstaltungen auf eine Saalbestuhlung verzichtet wird - sie wären doch glatt eingeschlafen und hätten die Darbietung durch asynchrone Schnarchgeräusche nur unnötig gestört.

Nach mehreren Zugaben und insgesamt hundertfünfzig Minuten Schallartistik war die wäldliche Ruhe auf dem Weg nach Hause eine wahre Wohltat für die Lauscher. Daß bei jedem “Nachtrag” die Regler eine wenig weiter in Richtung Maximum geschoben wurden, weckte in mir sogar den Verdacht, uns Zuschauer durch überhöhten Lärmpegel aus dem Haus treiben zu wollen.

Hoffentlich nur ein Verdacht.

Alles in allem wieder ein furioses Spektakel, wenngleich ich mir zumindest eines der beiden Stücke mit der unvergleichlichen Stimme Ben Beckers ersehnte.

Aber wie damals bereits:

Man kann eben nicht alles haben.

PS:
Ein weiteres Nichtanwendungsgebiet für die Kamera des Nokia 6300: Musikkonzerte mit Lichtschau.
Der Sensor ist hoffnungslos überfordert. Von Schärfe und Auflösung ganz zu schweigen. Auf Grund dessen gehe ich davon aus, mit der Zuschaustellung des Bildes keine Urheberrechte des Veranstalters zu verletzen.

Man kann eh nix erkennen.

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Nachtmusik

Erstellt von duftbaeumchen am 23. Mai 2008

Wenn das Stadtsäckel nur noch schlaff an der Tür des Kämmerers hängt, sowohl Subventionen als auch Kunstgäste ausbleiben, müssen sich die kommunalen Kulturbetriebe Gedanken über ihr Fortbestehen machen.

Um die Finanzen aufzubessern, beschreitet zum Beispiel eine große städtische “Kleiderkammer”, das Gewandhaus zu Leipzig, einen unkonventionellen Weg (Klick auf rechtes Bild).

Den in der kunst- und probenfreien Zeit leerstehenden großen Saal vermieten die Kulturschaffenden neuerdings parzelliert an Reisende, die kurzfristig keine preisgünstige Schlafgelegenheit fanden.

Platz ist schließlich genügend vorhanden.

Und wer doch keinen der gepolsterten Stühlchen ergattern konnte, für den werden immer einige Stehplätze im Foyer mit Blick auf das Opernhaus am Augustusplatz vorrätig gehalten.

Es wird bestimmt nicht lange dauern, dann haben die eine ähnliche Idee…

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Niveau erreicht

Erstellt von duftbaeumchen am 22. Mai 2008

Nu hammers ja endlisch geschaffd.

Der gelernte DDR-Bürger erinnert sich doch gern an die guten alten Zeiten, als das Kraftstoffgemisch konstant einsfuffzich pro Liter kostete…

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