Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Diät im Portemonnaie

Erstellt von duftbaeumchen am Freitag 2. Mai 2008

Im Nachhinein bin ich mir nicht sicher, welcher Teufel mich vorigen Freitag geritten hat.
In Kenntnis der bevorstehenden Diätwoche und gleichzeitiger geistiger Umnachtung kaufte ich trotzdem ein wie immer.

Wegen des Nichtverzehrs von Käse, Wurst, Joghurt und anderen Leckereien war der Kühlschrank heute nicht signifikant leerer als vor einer Woche.

Also dachte ich vorhin: Kaufste noch ein bissel Gemüse für die nächste Suppe und Obst für zwischendurch, das genügt.

Und was muß ich an der Kasse des Kaufmannsladens meines Vertrauens feststellen?

Teurer als sonst.

Wenn man davon ausgeht, daß bei frischen Agrarerzeugnissen ein erklecklich Häppchen Abfall abfällt und keine Haustiere für die Resteverwertung zur Verfügung stehen, sind neunzehn Euri ganz schön.
Schön viel.
Das muß man sich mal auf der Lippe herumtanzen lassen. Sechsunddreißig (in Zahlen 36) Westmark nur für Chicoree, Äpfel, Bananen, Orangen, Kiwi, Weinbeeren, Paprika, Zitronen, Lauchzwiebeln, Tomaten, grünen Salat, Gurken, Zucchini und Petersilie.

Ein Hartz-4-Empfänger kann es sich doch gar
nicht leisten, eine solche Diät zu machen.

PS:
Auf dem Weg zum Auto bin ich ganz tapfer am Bratwurst-, Schinken-Käse-Stangen- und Brathähnchen-(Broiler-)Stand vorbeigegangen. Obwohl die Herzdame nicht zugegen, ich also unbeobachtet war, gab ich den kulinarischen Gelüsten trotz des leckeren Duftes keine Chance, mich zu übermannen.

Dem Gesetz der maximalen Schweinerei folgend, hätte ich bestimmt jemanden getroffen, der weiß, daß es diese Woche nur gesunde Kost geben darf. Derjenige hätte mich gewiss verraten.