Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Suppenkasper – Epilog

Erstellt von duftbaeumchen am Montag 5. Mai 2008

Geschafft.

Wehmütig schauen die Herzdame und ich auf eine entbehrungsreiche Woche zurück. Den im Rezept veranschlagten Gewichtsverlust von maximal 17 Pfund haben wir erwartungsgemäß nicht erreicht.

Nicht mal in der Summe. Die Selbernachrechner schauen bitte ins Protokoll.

Allerdings gab ich mich auch keinen Illusionen hin. Mit einem Körper-Maß-Index am unteren Rand des für meine Altersgruppe „normalen“ Bereiches sind nur sehr wenige Stellen sicht- bzw. fühlbar, an denen überhaupt Substanz zur Reduzierung vorhanden wäre.

Alles Muskeln.

Selbst der Bauchansatz, der sich mit fortschreitendem Alter automatisch bildete, ist nicht wirklich dramatisch. Aber Schönheitsideale und Realität divergieren ja fast immer.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Obwohl wir es beide also eigentlich nicht nötig haben, gaben wir uns nun mal gemeinsam diesem „Experiment“ hin.

Und so lebten wir auch gestern noch richtig gesund; zum Sonntagsessen bei Muttern und zur Belustigung der anderen Teilnehmer nahmen wir sogar unsere eigene Suppe mit.

Doch irgendwann ist Schluß mit lustig.
Vorgestern mußte ich zwar noch ein Töpfchen nachkochen, doch auch dieses wird heute Abend (Montag) geleert sein.

Endlich.

Fazit:

Die Anreicherung mit Obst und ein wenig Hühnerfleisch kann nicht über die vorwiegend einseitige Ausrichtung auf Gemüsesuppe hinwegtäuschen.
Den Gewichtsverlust in den ersten Tagen führe ich nicht hauptsächlich auf die stark kalorienreduzierte und monotone Kost zurück. Wenn sie nicht so flüssig wäre, hinge die Suppe schon nach wenigen Mahlzeiten meterlang aus dem Munde heraus. Dieser Aspekt und die damit verbundene Ess-Unlust tragen nicht unwesentlich zur Massereduktion bei.

Sehr willensstarke Naturen halten sicher die ganze Woche durch und verlieren somit die planmäßigen Fettkügelchen. Für den an abwechslungsreiche multikulturelle Ernährung gewöhnten Großstadtindianer stellt diese Art der Verköstigung jedoch sehr hohe, vor allem mentale Anforderungen. Die Reize des Alltags halten zu viele Versuchungen bereit.

Gestern Nachmittag malten wir uns schon aus, mit welchen Leckereien wir uns für unsere mehr oder weniger konsequente Einhaltung der Planvorgaben belohnen wollen: Toastbrot mit Marmelade, Käse, Döner, Tschiesbörger, Eis und Nudeln mit dicker Soße – um nur einen verschwindend kleinen Teil zu nennen.

Doch wir bleiben stark.

Erst muß noch die Suppe aufgegessen werden.

4 Kommentare zu “Suppenkasper – Epilog”

  1. Robi sagt:

    Tapfer, tapfer!
    Aber nun nicht gleich wieder über die Stränge schlagen! Nach 1 Woche Suppenpause werdet ihr die schöne Zeit der Enthaltsamkeit vermissen.
    Aber ihr wollt doch nicht noch einmal leiden?

  2. zoee sagt:

    Stück Kuchen gefällig?

  3. zoee sagt:

    whoops, der link ist ja so lang wie ein ganz langer spaghetti, der in thunfischsosse getunkt wurde!

    entschuldigung. also für die länge.

  4. duftbaeumchen sagt:

    Das ist aber garstig.
    Wo wir uns doch nicht gleich wieder der Völlerei hingeben wollen…

    (Ich habe mir erlaubt, den Verweis etwas zu „kürzen“.)