Duftbäumchens Logbuch

Kaum macht man’s richtig, schon funktioniert’s.

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  • Langzeitstudie

  • da mach ich mit...


Archiv für Juni, 2008

mitgehört

Erstellt von duftbaeumchen am 30. Juni 2008

[im Büro]

A kam eine halbe Stunde zu spät zum Termin. Kann passieren, sie hat’s eben nicht gleich gefunden.

Während der Verabschiedung:

A: “Und Sie finden jetzt wieder zu Ihrem Auto? [Welches sich in der doppelebenen Tiefgarage mit mehreren dutzend Stellplätzen aufhält, Anm. d. A.]“

B: “Klar, jetzt weiß ich ja, wo ich hin muß.

… und steuert zielgerichtet auf die falsche Tür zu.

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unterschatzt

Erstellt von duftbaeumchen am 30. Juni 2008

Werte Schatzmeister des Deutschen Fußballbundes (oder wer auch immer für die Entlohnung unserer Nationalmannschaft zuständig ist),

Ihr müßt das zukünftig anders machen. Nehmt Euch ein Beispiel an RTL, an “Wer wird Millionär”. Dort sind die Differenzen zwischen den richtig hohen Geldbeträgen wesentlich ausgeprägter, der Ansporn, noch einmal alles aus sich herauszuholen, dadurch viel größer.

Und was macht Ihr? 150 Tausend Euri fürs Finale und nur 250 für den Sieg.

Leute, das ist doch lächerlich. Das soll ‘ne Motivation sein?

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Ver-Ball-Hornung

Erstellt von duftbaeumchen am 29. Juni 2008

Eine reichliche halbe Stunde ist gespielt und ich klinke mich nun live ins Spielgeschehen ein.

38. Minute: Angie kommentiert wild gestikulierend die Blutverzierung Ballacks und die Herzdame ist ebenfalls ganz aufgeregt.

42. Minute: Zu Ballacks Blutspur gesellt sich eine gelbe Karte für ihn. Ist er nun auch Spanier? (Der Fernseher steht eindeutig zu weit entfernt - ich kann die Spielzeit kaum erkennen.)

45. Minute: Die Herzdame unterrichtet mich von drei Mückenstichen, welche sich fast handtellergroß auf dem Fuß ausbreiten. Kurz darauf pfeift der Schiedsrichter zur Kaffeepause.

Delling und Netzer: Übernehmen Sie!

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Parkbesichtigung

Erstellt von duftbaeumchen am 27. Juni 2008

Ein Mysterium, welches sich dem männlichen Teil der Menschheit wohl nie erschließen wird ist die Kombination Frau und Einparken (a).
Dabei möchte ich hier weniger auf die Schätzung der Passfähigkeit des Fahrzeuges in die Parklücke eingehen - da haben selbst Männer ab und zu Schwierigkeiten.

Vielmehr interessiert mich, nach welchen Kriterien die Frau ihren Stellplatz auswählt, wenn derer mehrere, sowohl einfach als auch umständlich zu befahrende zur Disposition stehen. Mir geht es nun nicht darum, jemanden schlecht zu machen oder der Lächerlichkeit preiszugeben.

Ich möchte es einfach nur VERSTEHEN.

Folgende Situation: Großer Parkplatz vor dem Kaufmannsladen meines Vertrauens. In zwei sich gegenüberliegenden Parkreihen sind genau drei Lücken frei (Klick auf Skizze). Dazwischen ein feminin geführtes Fahrzeug gehobener Preisklasse mit Friedberger Kennzeichen (FB). Zwei Insassen (der Erscheinung nach die Eltern) sind bereits ausgestiegen, die Lenkerin (der anderen Erscheinung nach die endzwanzigjährige Tochter) steht vor der Wahl des optimalen Stellplatzes.

Schwierig, schwierig.

Einerseits bestünde die Möglichkeit, vorwärts in eine der beiden auch nach links und rechts reichlich Freiraum bietenden Buchten (2 bzw. 3) einzubiegen. Andererseits würde eine Rückwärtsfahrt in die engere Alternative (1) ebenfalls zum gewünschten Ergebnis führen. Weil Parkposition (1) infolge nicht normgerecht abgestellter Nachbarfahrzeuge zusätzlichen Nervenkitzel verursacht, bietet diese Variante jedoch einen erhöhten Schwierigkeitsgrad und damit mehr Möglichkeiten, Schrammen im Lack zu hinterlassen.

Meine Passage wird durch zwei weitere rangierende PKW verhindert, also harre ich geduldig - mit direktem Blick die Fahrerin beobachtend und auf das Einkaufswägelchen gestützt - der Dinge, die da kommen sollen.

Die Entscheidung ist schnell getroffen. Trotz elterlicher Hinweise verbaler und gestikularischer Art, eine der beiden leicht zu erreichenden Endstationen zu befahren, setzt Mademoiselle ihre eigene Meinung durch.

Die Eins muß es sein!

Auch wenn ein großes Werbeplakat letztlich den Zugang zum Kofferraum verhindern wird.

(Doch das merken wir erst, wenn das gefüllte Schiebewägelchen am Ende der Einkaufstour entleert werden will (b).)

Dann geht’s los. Vor - zurück - vor - zurück. Zwischendurch mal nach links und rechts lenken. Der Vater fuchtelt wild mit den Armen, Muttern hat sich mittlerweile genervt abgewendet und auf den Weg gemacht.

Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr, wenn das Licht an geht.” Oder so ähnlich.

Bis zum abschließenden Erreichen der Parkposition wollte ich dann aber doch nicht warten. Als sich die beiden anderen mir zusätzlich den Weg versperrenden Gehhilfen entfernt hatten, konnte ich weiter meiner Wege ziehen.

Schließlich ist auch meine Lebenszeit begrenzt.

Und nun meine Frage: Warum ist sie nicht einfach vorwärts in eine der beiden Lücken gefahren?

Waren es spätjugendliche Ausbruchversuche eines unterdrückten Einzelkindes? Eine Trotzreaktion dem besserwissenden Vater gegenüber? Oder doch nur eine für alle (c) Frauen typische Vorgehensweise?

Klärt mich mal bitte jemand auf?

_________________

(a) Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel.

(b) Wahrscheinlich ist sie es von Einkäufen beim gelben Möbelhaus so gewohnt - erst die Schwankwandeinzelteile erwerben und dann draußen feststellen, daß ein 1er BMW doch zu kurz für die Seitenwände ist.

(c) siehe (a)

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verszettelt

Erstellt von duftbaeumchen am 27. Juni 2008

Endlich.

Hunderte Jahre mußte die deutschschreibende Menschheit warten - nun ist es vollbracht. Nach unermüdlichem, zähem und aufreibendem Kampf der Schriftsetzer, Typographen und Zeitungsausträger hat das große Es’zett (ß) fortan einen mehr als berechtigten Platz in der deutschen Schriftsprache erhalten.

Dies wird unzähligen Wirtschaftszweigen und für die Umsetzung verantwortlichen Kontrollgremien neue Tätigkeitsfelder eröffnen und somit zu wirtschaftlichem und kulturellem Aufschwung führen.

Großes-Es’zett-Typen müssen müssen erfunden und geschmiedet, Textverarbeitungsprogramme und Setzmaschinen angepasst werden.

Nun ist die Werbewirtschaft als einzig wirklich für derartige Aufgaben prädestiniertes Organ angehalten, auch dem gemeinen Volke die Nutzung des neuen Buchstabens als Werkzeug gestalterischer Freiheit nahezubringen. Mit der inflationären Verwendung unsinniger und überflüssiger Leerzeichen und Apostrophen übernehmen sie ja bereits seit langem eine Vorreiterrolle im Kampf um die Verhohnepiepelung deutscher Orthographie.

Wir dürfen also gespannt sein.

Und nebenbei bemerkt: Das At-Zeichen (@) habe ich auch noch nie als Groß-Variante gesehen.

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Drehwurm

Erstellt von duftbaeumchen am 26. Juni 2008

Wanze

Quatsch. Drehwanze.

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ohne Netz und Dellen im Boden

Erstellt von duftbaeumchen am 26. Juni 2008

Gerhard Delling und Günter Netzer vermitteln ja bekanntlich den Eindruck,  in einer seit Jahren währenden Hassliebe zueinander gefangen zu sein.

Es scheint zumindest so.

Da fragte ich mich: Wenn die abends mit ihrem televisionären Schlagabtausch fertig sind, gehen die dann gemeinsam noch ein Bierchen trinken? Umarmen sie sich sogar liebevoll dabei und erzählen sich laut lachend Schwänke aus ihrer Jugendzeit?

Oder schütten sie sich -  Delling verschmitzt grinsend und Netzer wie immer mit regungsloser Mimik - gegenseitig die Plörre über den Anzug?

Und dann las ich das hier.

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