Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Archiv für Juni, 2008

Der Regen…

Erstellt von duftbaeumchen am 25. Juni 2008

… peitscht an die Fensterfront, lange Blitze bahnen sich direkt vor mir ihren Weg durch den Starkwind und…

… ich hab keene Gamera dabei.

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Geziefer aus Blech

Erstellt von duftbaeumchen am 25. Juni 2008

Wenn auf der Dose “Insektenspray” draufsteht, heißt das dann, daß da welche drin sind?

Seitdem ich das Zeug – zwar sparsam aber immerhin – partiell im Raum verteile, habe ich den Eindruck, die Viecher werden immer mehr, scheren sich trotz ihrer angeborenen Duseligkeit einen feuchten Kehrricht um meine Bemühungen der Gezieferbeseitigung und lachen mich sogar heimlich aus.

Oder sollte ich vielleicht doch mal den Müll ‘runterbringen?

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Zuchthausbericht

Erstellt von duftbaeumchen am 24. Juni 2008

Neues Spiel, neues Glück.

Von der Blattform her bin ich mir zwar nicht sicher, ob am Ende wirklich das ‘rauskommt, was auf der Packung steht. Aber zumindest kommt was ‘raus.

Aus der heimischen Erde.

Sponsoring by Herzdame und Schwester K.

Mittlerweile gucken die kleinen Racker durchschnittlich fünf Millimeter aus der braunen Masse heraus und recken sich tapfer gen Sonne – sofern selbige einige Strahlen entbehren und durch die Lamellen des fensterlichen Sichtschutzes stecken kann.

Obwohl ich hinsichtlich Aufzucht und Pflege von Grün- und Buntpflanzen jeglicher Art zehn linke, ungrüne Daumen mein Eigen nenne, habe ich mich höchstselbst zum täglichen Blumendienst eingeteilt und zeichne somit für Gedeih und/ oder Verderb der Winzlinge verantwortlich.

Noch ist Entwicklung erkennbar.

zur Veranschaulichung sind die Samen rot gekennzeichnet5 Tage nach Aussaat8 Tage nach Aussaat19 Tage nach Aussaat

Aber wahrscheinlich nur, weil sich die Herzdame während der Vorbereitungen uneigennützig die Hände für mich schmutzig gemacht hat.

Ich hätte ja gern selbst in der Pampe ‘rumgematscht. Doch dann wären diese phänomenalen Bilddokumente nie geboren und ins Licht der Öffentlichkeit getreten worden?

Weitere Berichte folgen.

Ähnliche Beiträge: Peter-Prinzip, vertrieben, unverblümt, frisch gekocht

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Laborbericht

Erstellt von duftbaeumchen am 22. Juni 2008

Vielleicht liegt es an fehlender Akzeptanz in der fliegenden Bevölkerung, vielleicht an mangelnder Wetterfestigkeit – die Erprobungsphase der neuen Nachtlager für unsere gefiederten Freunde scheint sich komplizierter zu gestalten als vorerst angenommen.

Mal hängt einer, dann wieder nicht. Dann wieder doch, um nach wenigen Tagen (wenn nicht sogar nur Stunden) abermals im Labor zu verschwinden.

Im Verlauf des vergangenen Jahres wurden mehrere unterschiedliche Modelle getestet – ohne langfristigen Erfolg.

Die aktuelle Version ist nun nicht mehr so eintönig in der Farbgebung, auch das Gehäuse ist entgegen dem allgemeinen Drang zur Miniaturisierung eher gewachsen.
Wahrscheinlich verwechselte die Spätzin das leuchtgelbe Modell beim Vorbeiflug mit einem Briefkasten und wunderte sich, warum die eingeworfene Post den Adressaten nie erreichte.
Die veränderte dreifarbige, den Landesfarben angepasste Gestaltung sollte Verwechslungen nunmehr ausschließen und lässt sogar Heimatgefühle aufkommen.

Und an der Beschriftung muss auch noch gearbeitet werden.

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Farbspiel

Erstellt von duftbaeumchen am 20. Juni 2008

Es wäre mühselig, das gestrige Viertelfinalspiel unserer Mannen gegen Portugal zu kommentieren, die wahren Gründe unseres Sieges zu orakeln.

Der Grund: Ich fühlte mich außer Stande, dem Spielverlauf visuell zu folgen. Zwar wurden im Verlauf des Abends wichtige Eckpunkte der Auseinandersetzung akustisch in den Raum geworfen, mangels eines optischen Bildgebers verlief der Wettkampf also ohne mich. Wie dem auch sei, das Leben geht weiter.

Ob es vielleicht wirklich an der Nichtanwesenheit des Bundestrainers lag? Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren.

Nichtsdestotrotz oder vielleicht gerade deswegen möchte ich mich einem anderen, nicht minder interessanten Aspekt dieser Meisterschaft zuwenden.

Am Mittwoch wurde mir die Ehre zuteil, gemeinsam mit der Herzdame die Begegnung Russland gegen Schweden vor dem Televisor zu verfolgen.

Wie bereits bemerkt, sind für die Frau von Welt weniger Strategie und Taktik des Zusammenspiels, sondern vielmehr ästhetische Faktoren ausschlaggebend. Parallelen zum Autokauf, bei dem Fahrzeugfarbe und Beleuchtung des Schminkspiegels kaufentscheidende Kriterien sind, lassen sich nicht von der Hand weisen.

Meiner Holden fiel zum Beispiel auf, daß die Trikotfarbe der Italiener eine andere war als beim ihrem letzten Spiel und dadurch eine schnelle Identifikation und Zuordnung der Teilnehmer schwer, wenn nicht gar unmöglich wird. Hat man nach neunzig Minuten endlich die Farbverteilung auf dem Feld verinnerlicht und abgespeichert, fängt frau beim nächsten Mal wieder von vorn an und bringt die Mannschaften durcheinander. Ihr Vorschlag diesbezüglich: Zukünftig vor Beginn der Meisterschaft für jede Mannschaft die Colorierung der Arbeitskleidung zentral festlegen und vorgeben.

Ohne Diskussion nationaler Befindlichkeiten.

Für Frankreich ist blau vorgesehen, Holland bleibt orongsch, die Türkei bekommt schweinchenrosa. Für den Fall des Aufeinandertreffens ähnlicher Farben schlug ich vor, auch Kombinationen mit dunklen Hosen zuzulassen – zurückgewiesen wegen Verkomplizierung.

Die Spieler spielen eintönig! Schiedsrichter nackt!

Ebenfalls verwirrend fand sie die Namensgebung der schwedischen Akteure: Isaksson, Hansson, Nilsson, Andersson, Svensson, Larsson – wer soll sich bei so vielen Söhnen noch auskennen bzw. merken, wer wer ist?

Ibrahimovic – DAS ist ein typisch schwedischer Name, den kann auch frau behalten.

Weitere Tagesordnungspunkte: “Huch, was hat der denn für ‘ne Nase?” Rasieren sich Fußballspieler die Beine?
Und wieder die Frisuren.

Aber das haben wir ja bereits diskutiert.

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Küchenzauber

Erstellt von duftbaeumchen am 18. Juni 2008

Meine liebste Freundin, Nachbarin und Gollejchin Frau Frülln achtet schon seit ich sie kenne auf ihr äußeres Erscheinungsbild (ohne kausalen Zusammenhang).

Aktuell eifert sie in lockerer Folge unserem Vorbild nach und ernährt sich ebenfalls von Kohlsuppe.

Aus Gründen der Minimierung des arbeitstäglichen Aufwandes aus der Dose.

No Wonder – Magische Kohlsuppe

In welcher Hinsicht die Magie des Eintopfs wirkt, ließ sich jedoch bisher noch nicht ergründen.

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abseits

Erstellt von duftbaeumchen am 18. Juni 2008

Falls wir also morgen den Rasen nicht als Gewinner verlassen sollten, dann haben weder nicht vorhandenes Können, noch ein zu starker Gegner oder gar das Unvermögen der Schiedsrichter daran Schuld.

Nein, der Jogi hat’s versaut.

Und wenn wir doch siegen, dann nur, weil er nicht auf der Trainerbank saß.

Aber so genau möchte ich mich auch nicht festlegen; schließlich habe ich von Fußball so viel Ahnung wie von Stabhochsprung.

Minus siebzehn.

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frisch aufgespielt

Erstellt von duftbaeumchen am 16. Juni 2008

Ob England gegen die Türkei, ob Malta gegen Frankreich; selbst die Auseinandersetzung der Deutschen gegen unsere österreichischen Freunde – alles nur Kindergarten, Pillepalle, Gurkengeholze.

Die wirklich wichtigen Spiele (wie bereits zur WM vor zwei Jahren) finden abseits des Rasens statt.

Delling vs. Netzer

DAS ist großer Fußball.

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Sprachharmonie

Erstellt von duftbaeumchen am 15. Juni 2008

Nach intensiver Beratung kamen die Herzdame und ich überein, daß man Frauen einen Schalter für die Deaktivierung des Sprachzentrums einbauen sollte. Sofern dies bautechnisch nicht realisierbar ist, wäre alternativ ein dritter Mann (vorzugsweise der eineiige Zwilling des bereits vorhandenen) als Basis harmonischen Zusammenlebens denkbar.
Somit muß sich die Frau beim “Partnerwechsel” optisch nicht umstellen und der Warteschleifenmann kann sich in seiner Freizeit privaten Interessen widmen.

Einziges Problem: Die Abstimmung der Herren untereinander, damit die Liebste nicht alles doppelt erzählen muß. Damit wären die Männschlinge zwar zur Kommunikation gezwungen, doch auch dafür gibt es ja mittlerweile technische Hilfsmittel.

Mit dem Ergebnis der Diskussion lagen wir gar nicht mal so weit von den Erkenntnissen wissenschaftlicher Forschung entfernt.

Nur wenige Stunden später zitierte die Herzdame aus einem der Standardwerke (*) der Beziehungswissenschaften:

Eine soziologische Studie hat bestätigt, daß Frauen am liebsten zwei Männer hätten. In diesem Wunschtraum kocht der ein und der andere putzt.

Die Zuhörerei lässt sich da bestimmt auch noch integrieren.

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(*)
Allen & Barbara Pease

“Warum Männer lügen und Frauen immer Schuhe kaufen – Ganz natürliche Erklärungen für eigentlich unerklärliche Beziehungen”

Ullstein-Verlag, 2002, S. 200

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haarmonisch

Erstellt von duftbaeumchen am 14. Juni 2008

Ich bemühe mich weiter.

Gestern Vorabend verfolgte ich gemeinsam mit der Herzdame die zweite Halbzeit der Begegnung Rumänien gegen Italien.
Ein schnelles Spiel, ein abwechslungsreiches Spiel.

Die Herzdame kommentierte.

Und ich war/ bin froh, kein echter Fußballfan zu sein.

Sie eröffnete mir, das erste Mal in ihrer Zuschauerlaufbahn ein Spielgeschehen aktiv verbal zu begleiten.

Und ich durfte diesem Ereignis live beiwohnen.

Ich Glückspilz.

Aber spielt sich das im Regelfall sonst nicht anders ab?

Ich kann mir gut vorstellen, daß der begeisterte Anhänger des runden Leders mehr oder weniger gespannt vor der Flimmerkiste sitzt. Er beobachtet, fiebert, flucht, schimpft und/ oder freut sich. Selbst in der Gemeinschaft Gleichgesinnter bleibt der männliche Fan für sich allein. Wenn geredet wird, dann wenig und nur über die taktische Vorgehensweise, vermeintliche Fehlentscheidungen der Schiedsrichter oder ob der Ellenbogen bewußt oder aus Versehen das Kinn des Drippelgegners berührte und ihn dadurch zu Boden zwang.

Absolute Konzentration auf Nebensächlichkeiten also.

Die Herzdame dagegen beleuchtete ausführlich die wirklich wichtigen und vor allem spielbeeinflussenden Faktoren:

Wie zum Beispiel die Frisurengestaltung und die optische Wirkung der Mitspieler.

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