Erstellt von duftbaeumchen am 16. Juli 2008
Meine liebste Freundin, Nachbarin und Gollejchin kochte letztens ein gar lecker Abendmahl mit Nudeln und schrimpeliger Soße. Auf meine Nachfrage, ob sie mir freundlichsterweise das Rezept überlassen würde, ließ sie sich nicht lange bitten und legte sogar noch ein zweites dazu:
“2. Thunfisch Soße
- 1 Dose Thunfisch mit Zwiebel und Tomatenwürfeln anbraten
– Sahne dazu
– nach Bedarf passierte Tomate, Ketchup, Frischkäse, Milch dazu oder auch eine Tüte von Maggi oder Knorr mit Fischgeschmack
– würzen mit Pfeffer! Und Salz
TIP: Wenn etwas fader Geschmack ein paar Krümel Gemüsebrühe dazu und bei Soße mit Tomate eine kleine Briese Zucker (Hervorhebung d. d. Autor) und ein kleines bisschen Muskat dazu..
Kosteprobe büdde unbedingt mitbringen!!!!!“
Kurze Zeit darauf besuchte sie mich (unsere Büros grenzen aneinander) und wies persönlich auf ihren kleinen Fehler hin.
Und siehe, es war gut so.
Ich fragte mich nämlich schon, was passierte, wenn ich statt der Briese einen
ausgewachsenen Zuckerorkan durch die Küche säuseln lassen würde.
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Erstellt von duftbaeumchen am 13. Juli 2008
Sie werden es bereits registriert haben: Immer mehr Fernsehsender gehen zur Ausstrahlung ihrer Sendungen im 16-zu-9-Format über.
Doch trotz modernster Technik gelingt es nur wenigen Anstalten, auch ein passendes Signal zur automatischen Bildumschaltung des Fernsehgerätes zu übertragen.
Dadurch kommt natürlich nur der technisch qualifizierte Teil der Bevölkerung in der Genuss der verbreiterten Darstellung des televisionären Schwachsinns.
Der Rest kennt den entsprechenden Knopf auf der Fernbedienung gar nicht und muß somit auf Werbung in Cinemascope verzichten.
Schade eigentlich. Dabei gibt es doch so viel Interessantes zu entdecken.
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Erstellt von duftbaeumchen am 12. Juli 2008
Es gibt Dinge, die sollten in meinungsbildenden Publikationen nicht veröffentlicht werden.
Die Leipziger Volkszeitung vom Freitag (11.07.2008) schreibt zum Beispiel, eine amerikanische Studie beweise, daß “der Partner, der morgens ungeküsst das Haus verlässt, unfallgefährdeter ist. Ein Schmatz zum Abschied hilft vor allem Männern zum relaxten Start in Stau und Stress. Sie sind dann nachweislich weniger aggressiv, etwa im Straßenverkehr.”
Und weiter: “Für Frauen ist Küssen geradezu überlebensnotwendig.” Wobei es für den Drang keine allgemeingültigen Kriterien, wohl aber eine Ahnung, einen inneren Zwang sozusagen, gäbe: “Küssen macht schlank und schön.“
Ach was.
Die Herzdame fühlt sich mit diesem Artikel in ihrem Drang nach Lippenkontakten bestätigt und verlangt nach extensiver Intensivierung. Vor allem will sie mir damit helfen, mein Tagewerk locker und beschwingt zu bewältigen.
Herzlichen Dank, liebe LVZ.
Was da für Lebenszeit verlorengeht.
Zukünftig wird man bei jedem Paar schon vom Augenschein her genau sagen können, wer wen wie lange oder eher gar nicht küsst.
Und wenn es wirklich stimmt, daß in zehn Sekunden zwölf Kalorien verbraucht werden (also über viertausend in einer Stunde), warum soll man dann noch viel Geld fürs Fitnessstudios ausgeben?
Täglich eine Dreiviertelstunde Knutschen tut’s doch auch.
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Erstellt von duftbaeumchen am 12. Juli 2008
Einzig – einziger – am einzigsten.

Jawoll. Bereits die Zeitungsanzeige löst Begeisterung in mir aus!
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Erstellt von duftbaeumchen am 11. Juli 2008
Die Sonnenschirmchenindustrie hat bei der aktuellen Wettersituation bestimmt ihre Hände im Spiel. Entweder regnet es oder der Wind pfeift stürmig um die Ecken oder dicke Wolken verdecken den direkten Sichtkontakt zum gelben Stern. Manchmal ist es auch nur Nacht.
Ergo: Ob einzeln oder im Kombination – keine Bedingungen, die den Einsatz eines geeigneten Schutzes erforderlich machen.
Seit mittlerweile einem Monat liegt mein neuer Sonnenschutz im Kämmerlein und harrt seines ersten Einsatzes.
Also ein Monat sinnlos verstrichene Garantiezeit.
Im Herbst werde ich das Schirmchen wohl bei ebay verkaufen.
Als Neuware.
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Erstellt von duftbaeumchen am 10. Juli 2008
Sie haben sich redlich Mühe gegeben, die einseitig beanspruchten Federbeine zu entlasten.
Nach drei Wochen Bastelei an, auf und in einer vielbefahrenen Leipziger Hauptstraße sind die durch zu tief gesetzte Abwasserkanaldeckel hervorgerufenen Dellen endlich beseitigt.
Nun ist die Fahrbahn an diesen Stellen hügelig – die Gussmützen gucken oben raus.
Und wenn man den optimalen Anstellwinkel trifft, quietschen zwei Deckel sogar beim Drüberfahren.
Also nicht erschrecken, das sind nicht die Stoßdämpfer, die sich lautstark bemerkbar machen.
Noch nicht.
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Erstellt von duftbaeumchen am 9. Juli 2008
Dinge, die die Welt nicht braucht?!
Wir kennen Musik-, Sand-, Black-, Pferde-, Mail- und viele andere Boxen mehr.
Und dann gibt es noch…
…Schachboxen.
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Erstellt von duftbaeumchen am 7. Juli 2008
Fünf nach Fünf läuten die Glocken der Leipziger Thomaskirche. Das Auditorium amüsiert sich.
Nicht, weil der Pfarrer einen Schwank aus seiner Jugendzeit zum Besten gab, sondern weil sich die Braut dem Protokoll gehorchend nach Besiegelung der Lebensgemeinschaft lieber wieder setzen als mit dem Gatten knutschen will.
Muß ja auch nicht.
Wir singen lieber. Die Art und Weise, wie der Geistliche zum Anstimmen der Melodei auffordert ([Stimme kontinuierlich anhebend] “Und jetzt singen wir ein Lied.”), erinnert mich an meine Jugend. Sonntagmittag, 12.00 Uhr, Radio DDR. “Frisch aufgespielt!” Lustige Volksweisen zum Mittagsmahl.
Doch Essen gibt’s erst später und lustig ist es momentan auch weniger.
Jetzt wird gesungen!
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Erstellt von duftbaeumchen am 6. Juli 2008
Falls ihr sonntags am Vormittag nichts Sinnvolles zu tun habt, empfehle ich die Fernsehsendung “immer wieder sonntags” in der ARD. Ein gar lustiger Mix aus Rhythmus, Spaß und guter Laune.
Oder wie es die Videotextredaktion treffend ausdrückt: eine Sendung, die speziell auf die Stärken des Moderators Stefan Mross zugeschnitten ist – auf Musik und sein komisches Talent.
Wie im vergangenen Jahr hat er es auch heute wieder geschickt zu verbergen gewußt. Sein komisches Talent.
Oder bin ich noch zu jung für diese Art Humor?
Allerdings: Beim Schwenk über die herangekarrten Seniorenreisegruppen waren auch angehende Mitvierziger auszumachen, die belustigt ihrer Freude Ausdruck verliehen.
Weit bin ich nicht mehr davon entfernt.
Das macht mir Angst! Und offensichtlich nicht nur mir.
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Erstellt von duftbaeumchen am 5. Juli 2008
Es entwickelt sich.
Trotz täglicher Wasserzufuhr (eigenhändig und nach Gefühl) haben sich die Sämlinge ein Herz gefasst und ihren genetisch bedingten Entwicklungsweg eingeschlagen. Schon nach einer knappen Woche durchbrachen sie die harte Schale und kletterten langsam aus dem kleinen Gehäuse. Nun wachsen sie stetig. Selbst die Verlegung ihres Aufenthaltsortes in die freie Natur macht sich bisweilen nicht negativ bemerkbar. Temporäres, direktes Sonnenlicht, Außenluft und Regenwasser scheinen ihnen kein Leid zuzufügen.
Zumindest nicht äußerlich.
Wie es innen aussieht, wissen wir ja nicht.
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