Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

für’n Arsch [mit Update]

Erstellt von duftbaeumchen am Samstag 9. August 2008

Eigentlich wollte ich mich nicht dazu äußern. Auf Wunsch einer einzelnen Person möchte ich nun aber doch einen kleinen Eintrag im Tagebuch vornehmen.

Seit Jahren verwende ich das gleiche Toilettenpapier.

Also vielmehr die gleiche Marke.
Die nach dem Reinigungsvorgang unansehnlich gewordenen Papierstücke entsorge ich selbstverständlich fachgerecht und führe sie dem städtischen Wiederaufbereitungsunternehmen zu.

Per Wasserrutsche.

Obwohl ich mit dem Preis-Leistung-Verhältnis bisher sehr zufrieden war, möchte muss ich mich an dieser Stelle kritisch über einen Herstellungsmangel der letzten Packung äußern.

Nicht, daß das Papier zu dünn, ungriffig oder nicht weich genug gewesen wäre.

Viel schlimmer. Die Perforation zur Blattrennung war stellenweise nur ungenügend herausgearbeitet. Im Klartext: Das Papier riss überall, nur nicht an der dafür vorgesehenen Stelle.

Und damit natürlich unkontrolliert und unrechtwinklig; die Blätter zerfetzten sich in jeder Lage an einer anderen Stelle. Fazit: Mindestens ein halbes Blatt Verschnitt Verriss. Bei jeder Anwendung. Acht Rollen weit.

Aus ästhetischer Sicht nicht hinnehmbar. Das Auge wischt schließlich mit.

Andererseits gab es Stellen, an denen die Perforationsmaschine ordentlich ihren Dienst verrichtete. Inkontinenz Inkonsequenz auf ganzer Linie Rolle.

Bei Betrachtung ökonomischer Gesichtspunkte wird das Bild auch nicht bunter. Genaugerechnet verplempert man durch diese Nachlässigkeit in der Qualitätskontrolle kostbaren Baumbestand. Da nützt auch die Krombacher Regenwald-Stiftung nichts mehr.

Eigentlich müsste man derartigen Pfusch reklamieren. Doch wer rennt schon mit heruntergelassenen Hosen zum Drogeriemarkt und beschwert sich. Womöglich sitzt dort schon die Polizei und zückt den Anzeigenblock infolge Erregung öffentlichen Ärgernisses. Bloß, weil ich mal meinen Popser zeige.

Vermutlich tritt der „Fehler“ im Moment der Beschwerde sowieso nicht auf – der Vorführeffekt eben.

Und ob ich im Drogenmarkt dann überhaupt noch muss, ist eine andere Sache.

Bei den vielen Leuten drumrum…

[Update, 09.08.2008, 16.43 Uhr]

Ich habe den Drogisten eine e-Mail mit Schilderung des Sachverhaltes geschrieben. Mal sehen, was passiert.

2 Kommentare zu “für’n Arsch [mit Update]”

  1. creezy sagt:

    Danke! ,-) Das jetzt als Pressemitteilung getarnt und rauf auf’s Fax vom Discounter, da hätte ich schon meine Freude dran!

  2. duftbaeumchen sagt:

    Ich mach das mal. Wenn vielleicht auch nicht als Pressemitteilung, aber in irgendeiner Form werde ich das Problem vortragen.

    Wer weiß, vielleicht versorgen die mich daraufhin bis an mein Lebensende mit Klopapier.