Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Archiv für September, 2008

Nagelkunst

Erstellt von duftbaeumchen am 16. September 2008

Menno, das habe ich doch fast vergessen.

Obgleich unser Patenkind beim großen Rennen im August nicht als Sieger durchs Ziel schwamm (und uns damit um die eigentlich mehr als verdiente Venedig-Reise brachte), so darf ich trotzdem ein kleines Hochlicht dieses Großereignisses präsentieren:

Schick. Oder?

Und bevor jemand fragt: Nein, das sind nicht meine Füße.

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kitzelnde Nerven

Erstellt von duftbaeumchen am 16. September 2008

Man gönnt sich ja sonst nichts.

Die Aktualisierung der programmatischen Basis dieses Tagebuchs ist immer wieder eine spannende Angelegenheit.

Bei 19 parallel und miteinander arbeitenden Zusatzverstöpselungen (Plugins) ist die Wahrscheinlichkeit von Unverträglichkeiten nämlich nicht zu vernachlässigen. Zusätzlich möchte ich zu bedenken geben, dass ich von PHP-Programmierung und Datenbankverwaltung nur marginale Kenntnisse besitze.

Da krabbelt’s im Bauch.

Nachdem ich den Stöpsel “WordPress Automatic Upgrade” an ungefährlicher Stelle probierte, verwendete ich ihn heute zum ersten Mal in meiner “produktiven Umgebung”.

Werte Herrschaften, ich darf an dieser Stelle meinen Respekt vor den Programmierern zum Ausdruck bringen.

ES FUNKTIONIERTE!

Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein großer Schritt für mich.

Und der nächste Versionssprung klopft bereits an der Tür.

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Neues aus dem Osten III

Erstellt von duftbaeumchen am 16. September 2008

Heute vor 65 Jahren

“Leipzig, den 16.9.1943

Lieber Rudolf!

Deinen Brief vom 30.8. B.w. vom 4.9. erhielt ich heute.
Mit gleicher Post gelangten zwei Päckchen mit Sardinen an und ich bitte Dich, mir noch zu sagen, ob ich sie für Dich aufbewahren soll, oder ob sie alle für uns gedacht sind. Im letzteren Falle schon heute besonders herzl. Dank im voraus. Eine Büchse allerdings erlaubten wir uns schon heute zu öffnen. Die Not des Zubrotes war gerade einmal groß. Die restlichen Büchsen bleiben bis zu Deiner Nachricht zu.

Deinen Brief weiter zu beantworten fällt mir heute schwer, da er in meinem Innersten eine tiefe Enttäuschung hinterließ.

Du schreibst mir, daß Du in Deinem kommenden Urlaub nur einige Tage in Leipzig bleiben willst, um die nötigsten Besuche zu machen. Die restlichen 14 Tage willst Du ungestört in einem stillen Ort verleben. Ich würde wohl zu diesen Zeilen große Augen machen.
Ich glaube, die vier Jahre unseres Kennens würden größere Fürsorge um mich und tieferes Mitempfinden mit mir von Dir zum Ausdruck bringen.
14 Tage Deines kurzen Hierseins kannst Du mich alleine lassen, möglicherweise in einer gefährdeten Stadt wissen? Dann könnten ja auch meinetwegen mir die Bomben oder Phosphorregen den letzten Segen geben.
Wohin soll ich dann mit meiner Sehnsucht flüchten?
Vielleicht wendet sich alles auch zum Guten, es bleibt alles beim Alten zwischen uns. Das waren Deine letzten Worte zum Urlaub die ich ernst nahm. Ich habe mich an diesen Worten erwärmt, war wieder glücklich geworden.
Nun schneidest Du den Urlaub von vornherein ab und damit jedes Gutmachen!

Doch Rudolf, ich bin stolz genug, mein Leben auch ohne Erfüllung edelster innerster Wünsche zu leben.

Meine Briefe allerdings, werden in nächster Zeit ausbleiben, bis ich soweit bin, Dir wieder mit freiem Herzen in freundschaftlicher Art zu schreiben. Im Augenblick ist die Bitterkeit meines Herzens zu groß.

Ach noch eins möchte ich vornweg bereinigen.
Das Vorkommnis zu Deinem letzten Urlaub.
Ich war schuldlos daran, es geschah nicht aus Mangel an Liebe.
Leider hatte sich nach meiner vorangegangenen Nervenangelegenheit, später eine für mich höchst unangenehme Erscheinung bemerkbar gemacht. Ich bekam seelische Hemmungen, dessen Stärke und Art mir bis dahin fremd waren.
Möglicherweise, Du hast auch meine ansich veränderte Art bemerkt. Obgleich ich mich stark dagegensetzte, konnte ich mich diesen Erscheinungen damals nicht erwehren. Sexuale Hemmungen sind dann fast bedingt. Späterhin las ich in meinen Büchern über solche Vorgänge nach.

Es ist mir wie ein böser Traum in dem ich Dir solch einen Brief schreibe, doch mich nicht wieder innerlich hin und her zu werfen, halte ich das Beste, Klarheit zwischen uns zu schaffen.

Das Leben wird hier weiter rollen. Was aus unserem Geschäft und somit auch aus uns nur wird, steht noch nicht ganz fest. Es ist mir auch völlig gleichgültig.
Nur gut, daß ich mich bereits anmeldete und in Kürze Lateinprimaner sein werde; es wird mir hoffentlich Ablenkung schenken.

alles Gute für die Zukunft
und frdl. Grüße
von Lo.

Mit Deiner letzten Zulassungsmarke sende ich Dir eine Flasche Tinte und den neuesten Katalog der Münchner Kunstausstellung.”

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Verwandte Artikel: Neues aus dem Osten, Neues aus dem Osten II

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Hätten Sie’s gesehen?

Erstellt von duftbaeumchen am 15. September 2008

Kultur alleine macht krumme Beine.

Der gelernte Großstadtindianer weiß dies natürlich und ergänzt seinen multimedialen Speiseplan mit Bildung.

Biologieunterricht mal anders.

Da sitzen sie nun. Stumm, bewegungslos, unscheinbar. Diverse Käfer, Schrecken und Flieger.

Und warten noch bis zum 20. September in den Promenaden am Leipziger Hauptbahnhof.

Auf SIE!

Wir hatten Glück und erwischten sogar eine Erklärbärin, die genaue Ein- und Ansichten ermöglichte und bewies, dass die Krabbelisten weder künstlich noch ausgestopfte Attrappen waren.

Oder wussten Sie, dass der größte Schmetterling der Welt gar nicht fressen kann und wegen des dadurch eng begrenzten Energievorrates auch nicht fliegen will?

Nur zum Sex reicht’s gerade noch.

Dann ist Schluss mit lustig.

Doch sehen Sie selbst…

… die Kramkiste ist geöffnet.

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Von der Unbestimmtheit

Erstellt von duftbaeumchen am 15. September 2008

Da es die Herzdame vorzog, am Samstag beim Umzug einer Bekannten zu helfen, füllte ich den Solo-Nachmittag unter anderem mit Kultur aus.

Leipzig, Spinnerei, Halle 14, “Von der Unbestimmtheit”

Ob einer inneren Ahnung folgend oder per Zufall, justament kurz nach meinem Eintreffen, begann die einzige Wochenführung durch die Exposition.

Der Erklärbär vorneweg/ nebenher/ mittendrin – ich im Pulk gemischtaltriger Kunstinteressierter hinterher/nebenher/ drumrum.

Ich möchte nun nicht auf die Exponate im Einzelnen eingehen. Das Motto “Von der Unbestimmtheit” ließe zu viele Interpretationsmöglichkeiten zu und ich muss hier nicht das nachplappern, was andere bereits bemerkten.

Daß der Erklärbär Informationen preisgab, erwies sich von Vorteil. Die meisten der Video-, Klang- und Objektinstallation bedurften wahrhaftig einer verbalen Darstellung der Intentionen der Künstler, da weder Beschriftungs- noch Erläuterungstafeln Hintergrundinformationen gaben.
Doch dafür gibt es ja das Internet. Auf der Ausstellungswebseite sind die Objekte auch für Hörunkundige erläutert. Noch.

Neben der Ausstellung an sich finde ich das Publikum nicht minder interessant. Wenn sie sinnieren, sich den Gefühlen hingeben und versuchen, Inhalte und Aussagen zu ergründen.
Eine rüstige Frührentnerin zeigte gesteigertes Interesse und versuchte, den Gedankengängen der Künstler besonders intensiv zu folgen und die Botschaften der Objekte zu erkennen.

Damit lockerte sie zwar unsere Ehrfurcht vor der großen Kunst etwas auf; den letzten Kick zum vollendeten Kunstverständnis konnte sie mir damit aber auch nicht geben.

Muss ja auch nicht. Kunst ist eben Kunst.

Bei “Pygmalion” von Pascal Gingras zum Beispiel diskutierten einzelne Besucher über Sinn, Formgebung und Aussage dieses Armierungsstahlgerüstes mit bunten, ungeordnet angebrachten Kunststoffstreifen.

Einer meinte, eine Rakete erkennen zu können; eine andere ein Insekt. Eine dritte Person etwas ganz anderes.

Pascal Gingras hat sich vielleicht auch nur gedacht: “Ach, heute klöpple ich mal ein paar Stahldrähte zusammen und stecke bunten Plastikabfall dran. Vielleicht kauft es ja irgendjemand.”

Naja, nun bin ich ja nicht der große Kunstkenner. Aber für mich sah es eher aus wie ein Armierungsstahlgerüst mit bunten, ungeordnet angebrachten Kunststoffstreifen.

Das habe ich so natürlich nicht gesagt.

Letztlich muss sich jeder selbst ein Bild machen. Kost’ ja nix.

Dazu ist noch bis 28. September 2008 Zeit. Ich empfehle allerdings, die Dienste des Erklärbären samstags um 15 Uhr zu nutzen.

Dann fällt der Zugang vielleicht etwas leichter.

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Kombifarbe

Erstellt von duftbaeumchen am 14. September 2008

Ein Wort in eigener Sache.

Seit geraumer Zeit benutze ich neben einigen anderen WordPressstöpseln auch das “Adminimize-Plugin” von Frank Bültge.

Nun begab es sich zu einer Zeit (13.09., vormittags), dass ich eine Aktualisierung dieser im ständigen Weiterentwicklungs- und Optimierungsprozess befindlichen WordPress-Erweiterung vornahm.

Und siehe…

… es war schlecht.

Nicht so schlecht, dass danach gar nichts mehr ging; vielmehr machte sich im Anschluss ein kosmetisches Problemchen bemerkbar, welches die Bedienung der Administrationsoberfläche dieses Tagebuchs sehr erschwerte.

Ich schreibe nur: Dunkelblau auf Schwarz ist eine äußerst augenunfreundliche Farbkombination.

Nach einigen eigenen erfolglosen Experimenten mit Aktivierung und Deaktivierung diverser Stöpsel (Plugins) und Erkundung der entsprechenden Auswirkungen, musste ich dann doch den Autor selbst bemühen.

Tatataaaa. Nach kurzer schriftlicher Kommunikation meine Beobachtungen und Systemzustände betreffend, trudelte bereits heute Nachmittag (14.09., 13:19 Uhr) eine abschließende Antwort inklusive der Aktualisierung des Progrämmelchens ein.

Und siehe…

… es war gut und ES FUNKTIONIERT!

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ausgesetzt

Erstellt von duftbaeumchen am 13. September 2008

Sessel

Der Sessel steht bestimmt immer noch dort…

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Wachstumspotential

Erstellt von duftbaeumchen am 13. September 2008

Noch zirka drei Monate fleißig gießen, dann wird’s ‘ne 80er Schüssel.

Satellitenantenne

Dünger nicht vergessen!

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Trittbrettfahrerin

Erstellt von duftbaeumchen am 12. September 2008

Die Bratwurstverkäuferin wollte vorhin zwei Euro Bedienzuschlag zusätzlich haben.

Hat dann aber doch ‘nen Rückzieher gemacht.

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Schnittkunst

Erstellt von duftbaeumchen am 11. September 2008

Richtig Angst habe ich in dem Moment, wenn sich mein Friseur genau dann umdreht, um nach dem “geheimnisvollen Geräusch” aus dem Eingangsbereich zu schauen, während er sich mit dem altgedienten, aber trotzdem superscharfen Rasiermesser an meinem Nacken zu schaffen macht.

Wenn er wenigstens kurz innehalten würde…

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