Erstellt von duftbaeumchen am 17. Dezember 2008
Werte Herrschaften,
selbst wenn die Vorweihnachtszeit den einen oder anderen Gedanken vom rechten Weg abkommen lässt, lächeln Sie!
Besonders dann, wenn Sie auf einer achtziger “Schnellstraße” gerade noch unbemerkt mit hundert an einer dieser kleinen, schmutziggrünen Kästchen mit dem roten Licht vorbeirauschen.
Sie könnten geblitzdingst werden.
Und wer will schon unvorteilhafte Portraitfotos für teuer Geld von sich?
Dafür kann ich auch zum Profifotografen gehen.
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Erstellt von duftbaeumchen am 13. Dezember 2008

ehemals Toraufzughandmatik der Festung Königstein
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Erstellt von duftbaeumchen am 13. Dezember 2008

abends auf dem Weg zur/ von der Festung Königstein
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Erstellt von duftbaeumchen am 13. Dezember 2008
Früher konnte man noch bei Beate U. einkaufen und den anschließenden Stadtbummel unerkannt fortsetzen. Klar, der Insider wusste schon, dass die dunkel-neutrale Tüte nur verruchten Inhalb beherbergen konnte. Der gemeine Stadt- und Landling jedoch dachte sich nichts Besonderes bei derart einfarbigen Transportmitteln.
Beim Informations-Streifzug durch die Regalreihen traf ich vorhin Zeitgenossen aller Altersgruppen.
Sie (ca. Anfang zwanzig) steht unschlüssig vor einer umfangreichen Batterie mehr oder weniger gut gelungener Penisnachbildungen, ihr mutmaßlicher nur unwesentlich älterer Partner noch unschlüssiger zwei Meter daneben. Zwei Mitvierziger schauen sich interessiert bei der Reizwäsche um und in der Ecke kniet einer interessiert die Filmbeschreibungen studierend bei den Videos.
Eine Verkäuferin eilt mir sofort beratend zu Hilfe.
Alles ganz normal; Warenerwerb wie beim Kaufmann des Vertrauens.
Die Zeiten haben sich geändert.
Mittlerweile wird der Beutel sogar mit einem Aufdruck verziert, inzwischen darf jeder wissen: Hier wird “Schweinkram” umhergetragen. Der eine stellt sich dieses vor, ein zweiter denkt sich eben etwas anderes dabei.
Nur eins will ich mir nicht vorstellen: Was will der die Sechzig bereits weit hinter sich gebracht habende, etwas seltsam riechende Herr mit dem Dreierpack Popserstöpsel anstellen, den er so ausführlich betrachtete.
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Erstellt von duftbaeumchen am 11. Dezember 2008

Sie sehen:
“germanisierte” Systemausschrift eines Lenovo-Notebooks mit
Fingerabdruckabtaster (Fingerprint Scanner) während des Anmeldevorgangs
Und wer haftet, wenn ich mich dabei verletze?
In Weltmachtamerika wäre das ja kein Problem; da verklage ich die Firma und erhalte “a fistful dollars” Schadenersatz.
Aber bei uns…
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Erstellt von duftbaeumchen am 8. Dezember 2008
Ja, ja, Mann muss auch mal nachgeben können.
Des lieben Friedens und der trauten Zweisamkeit wegen.
Und obwohl ich ausgewiesener und staatlich anerkannter Weihnacht-Nichtleidenkönner bin, steht nun ein Tannebaum in meinem Wohnzimmer.
Also vielmehr ein Bäumelchen.
Ganz winzig. Mit Lämpelchen. Aus künstlichem Stoff. Abnadelfrei.
Ich ahne Schlimmes.
Ist das der Beginn schleichender Gehirnwäsche?
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Erstellt von duftbaeumchen am 8. Dezember 2008
Möchte sich jemand beteiligen?
Ich erwarte Ihre Wortmeldungen bis Ende der Woche; schließlich ist nicht mehr allzuviel Zeit bis zum Fest der Liebe und Besinnlichkeit.
Und für die Blinden und Sehschwachen traskribiere ich die handschriftlichen Aufzeichnungen [*] (bitte draufklickern) meines Neffen in klar strukturierte Schriftzeichen.
“Ich wünsche mir einen Joystick,
Nintendo DS spiel
Play Station Spiel
Domino Day Steine
flug-Simulator
ein Ferngesteuertes Auto was richtig schnell ist
einen neuen Computer
einen Staubsauger womit auch Mama klar kommt
einen Em EM Ball
ein aufschiebe Handy
Fernglas
Füller
Zugsimulator
Fußball T-Shirt
Taschengeld
Saturngutschein
Namensticker
Stempel mit namen und Adresse
Videokamera
ein Computer Lenkrad
ein Playsti Play Station Lenkrad“
Falls sich jemand über die gar seltsame Schreibweise des einen oder anderen Begriffes wundern sollte, so gebe ich zu bedenken, die pausenlosen Änderungen der deutschen Orthographie gehen eben auch an einem Zwölfjährigen nicht spurlos vorüber.
Auch wenn die Erziehungsberechtigten im Einklang mit den Bildungseinrichtungen noch an der Festigung der korrekten Schreibweise allgemein anerkannter Ausdrücke arbeiten müssen, so ist die aufstrebende Intelligenz gepaart mit dem Wunsch des Jungjugendlichen nach Reinlichkeit bereits deutlich erkennbar:
“einen Staubsauger womit auch Mama klar kommt“
Ab Januar 2009 nimmt er nämlich die Säuberung seines kleinen Reiches selbst in die Hände.
Und falls er mal der Hausarbeit wegen Krankheit, Zeitmangel oder Lustlosigkeit nicht nachkommen kann, so soll zumindest die Cheffin des Hauses nicht auch noch an unbedienbarer Technik verzweifeln.
.
[*] Das Kind kann froh sein, dass es nicht meins ist. Bei mir würde es den Wunschzettel so oft neu schreiben, bis keine Orthographiefehler mehr enthalten sind.
Aber dann wäre Weihnachten bestimmt schon vorbei.
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Erstellt von duftbaeumchen am 6. Dezember 2008

Was gibt’s denn da zu sehen?
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Erstellt von duftbaeumchen am 6. Dezember 2008
Eine meiner Stärken ist, dass ich mich strickt an die alle Jahre wiederkehrende innerfamiliäre Absprache bezüglich der Verteilung von Weihnachtspräsenten halten kann.
Selbst wenn andere abweichlerich handeln und sich nicht beherrschen können.
Ich bleibe konsequent. Von mir gibt’s nüscht!
Die “Schwächlinge” verweise ich gern auf meinen kleinen Wunschzettel. Da ist für jeden Geldbeutel etwas dabei. Besondere Begehrlichkeiten habe ich mit einem Dringlichkeitsvermerk (s. Priorität) gekennzeichnet.
Ich freue mich aber auch über selbstgehäkelte Topflappen, Kravatten oder einen Sechserpack weiße Feinripp-Schlübber.
Mit dem Eingriff auf der rechten Seite bitte.
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