Duftbäumchens Logbuch

Kaum macht man’s richtig, schon funktioniert’s.

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  • Langzeitstudie

  • da mach ich mit...


Archiv für 2009

Knet-Männel

Erstellt von duftbaeumchen am 30. Dezember 2009

Haben Sie noch Weihnachtsgeld übrig? Ist Ihnen die Verwaltung Ihres millionenschweren Lottogewinns lästig?

Mann gesucht

Man beachte auch die Rubrik! “Freizeit - Sammeln”

Hat jemand Bedarf?


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überreifte Feldfrüchte

Erstellt von duftbaeumchen am 29. Dezember 2009

Ganz schön frisch draußen.

So ohne Mantel, dicht über dem Boden…


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angestellte Suppenkasper

Erstellt von duftbaeumchen am 27. Dezember 2009

Normalerweise läuft das ja sonntags immer folgendermaßen ab:

Die Kinderschar (kleine und große Kinder) versammelt sich bei Omman und Oppan zum gemeinsamen Mittagsmahl am großen Tisch. Außenrum Teller, Besteck und Menschen, in der Mitte diverse Töpfe und Schüsseln.

Je nach dem, wer aus welchem Behältnis versorgt werden möchte, werden die Töppe hin- und hergeschoben, gehoben und gereicht - bei sieben Personen mit unterschiedlichen geschmacklichen Präferenzen eine logistische Meisterleistung. Die Person mag statt Kraut lieber Erbsen, eine andere zieht den Gurkensalat vor, eine weitere isst nur Gänsekeule mit ohne Knochen.

Ein hin und her bis auch der letzte mit ausreichend Nahrung versorgt ist.

Heute war das anders.

Die Feiertagsreste müssen ja auch mal weg. Und weil so ein Sonntagsmittagstisch nicht unendlich groß und tragfähig ist, spielten wir Betriebskantine ohne Betrieb.

Alle stellten sich brav und gesittet in eine Reihe und warteten geduldig, bis sie sich an der Essenausgabe bedienen durften.

Nur einer konnte sich wieder mal nicht benehmen…

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Wohlklang

Erstellt von duftbaeumchen am 27. Dezember 2009

27. Dezember.

Endlich sind Frosty, der Schneemann und seine unzähligen Zwillingsbrüder zerlaufen, endlich hat Rudolf, das Rentier, den Weg in die Pfanne gefunden, endlich ist das Schellengebimmel verklungen.

Endlich hört man wieder richtige Musik im Radio.

Zumindest für die nächsten dreihundertzwanzig Tage.

 

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so ein Mist

Erstellt von duftbaeumchen am 26. Dezember 2009

gefunden

Werte Finderin, werter Finder,

auch wenn Frau Gugel der Meinung ist, dass Sie hier fündig werden, so muss ich Ihnen mitteilen, dass Sie in diesem kleinen, feinen Tagebuch leider keine Abbildungen von weiblichen Intimbereichen bzw. nackten heißen Weibern sehen können.

Vielleicht ändert sich das mal irgendwann, aber momentan ist dies so.

Hinsichtlich des “Absatzes” verdauter Speisereste beim gemeinen Hausrind allerdings darf ich Sie beglückwünschen. Seit Monaten führen  Kombinationen aus “Kuh”, “scheißt”, “scheißen”, “kacken”, “Mist” und dergleichen die Hitliste der hiesigen Blogstatistik an.

Deshalb heute und als Dank für Ihr Vertrauen explizit für Sie:

Eine Kuh, die scheißt. Eine Kuh beim Scheißen. Eine Kuh beim Kacken.
Leider nur das Hinterteil (es könnte also auch ein Stier oder ein Ochse sein), aber ich kann versichern: Das ist war eine Kuh.

so ein Mist

Ich hab’s mit eigenen Augen gesehen.


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Kolbenfresser

Erstellt von duftbaeumchen am 24. Dezember 2009

(anstatt einer Weihnachtsgeschichte)

Wisst ihr noch? Damals? In den Siebzigern des vergangenen Jahrtausends? Im Ungarnurlaub…?

Kürzlich kam die elektrische Post mit einem kleinen Zeitzeugnis, welches Erinnerungen an frühe Kindheitstage aus den Tiefen meines mit Wissen nur so vollgestopften Hirns an die Oberfläche zog.

Es ist zwar nicht mehr viel hängengeblieben, doch die wenigen Eindrücke möchte ich hier niederlegen, damit ich in zwanzig Jahren, wenn ich der Altersenilität verfallen bin, nachschlagen und mich erinnern kann.

Ungarn.

Den Flug nach Budapest (mein allererster überhaupt) überstand ich, ohne in der Luft zu schwindeln. Ich guckte aus dem Fenster und mich in der Kabine um, ich aß und trank; kaum waren wir abgehoben, schon berührten die Flüglerfüße den magiarischen Boden. Die Freude über die erfolgreiche und komplikationslose Landung war aber offensichtlich so groß, dass mir während des Ausrollens dann doch das karge Mahl noch mal durch den Kopf ging. Es kann aber auch sein, dass die neuen Reiseeindrücke während der Luft-Fahrt so überwältigend waren, dass mein Kopf in luftdruckärmeren Sphären zu stark beschäftigt war und ihm keine Gelegenheit blieb, Gedanken an Übelkeit und Magendruck zur Verfügung zu stellen. Am Boden entluden sich schließlich die Emotionen in einem Schawall von …. Naja, lassen wir das.

Wir waren da. Vorerst in Budopäschd.

Damals reisten wir noch “zu Fuß”, mussten also öffentliche Verkehrsmittel nutzen.
Die Zeit bis zur Weiterfahrt mit der Eisenbahn um Null Uhr fünfunddreißig (manche Nebensächlichkeiten vergisst man wohl nie) überbrückten wir in der Stadt an der Donau, spazierten durch die infolge spontan einsetzender Dunkelheit mittlerweile bunt beleuchteten Straßen und begutachteten die Auslagen in den Schaufenstern. Speis und Trank nahmen wir ebenfalls zu uns.

Seltsam: Je intensiver ich darüber nachdenke, desto mehr Einzelheiten kann ich ausmachen.

Die ungarische Bekannte einer der mitreisenden befreundeten Familien begleitete uns dann noch bis zum Zug und - und das fand ich damals irgendwie schick - erklärte mir in gebrochenem Deutsch, dass man die Frau auch mit “Küss die Hand” grüßen bzw. verabschieden darf. Alte kaiserlich-österreichische Schule eben.

Nach einer Fünf-Stunden-Fahrt auf hölzernen, nicht sonderlich bequemen Bänken erreichten wir dann einen kleinen Ort am Plattensee.
Draußen roch es nach feuchtfrischer Morgenluft, Müdigkeit steckte in den Knochen und die Koffer hatten noch keine Räder.

Wir verbrachten den Sommerurlaub in Balatonmáriafürdo, am südwestlichen Ufer des Balatons, in der Vilma Utca Nummer 14. Ein kleiner Ort ohne nennenswerte Sehenswürdigkeiten; ganz auf Urlauber aus dem In- und Ausland eingestellt.

Wir wohnten im Rudel.
Die Eigentümer des für mehrere Kleinstfamilien geeigneten Hauses vermieteten ihr Heim in den Sommermonaten und wohnten derweil in einer Art Gartenlaube gleich nebenan am Rand diverser Gemüsebeete. Wilder Wein umrankte die kleine Sitzecke der unverständliche Worte artikulierenden Laubenbewohner und warmer Wind zog durch die mit hölzernen Fensterläden abgedunkelten Zimmer. Wir wuschen uns in einer porzellanenen Wasserschüssel bzw. gingen ausreichend oft im Balaton baden. Langos, Kesselgulasch und Paprikahuhn sicherten für zwei Wochen unser Überleben.

Der Rückweg in die Heimat führte uns dann noch mal nach Budapest.

Wir wohnten für ein, zwei Tage zur Untermiete bei einer alleinstehenden Eingeborenen.

Und genau diese ältere Dame ist für eine meiner vielen kleinen Lebensmacken verantwortlich, mit denen ich mich ständig rumärgern muss.

Da sich meine Eltern gemeinsam mit dem Rest der Mitreisenden einen “schönen Nachmittag” im damals weltbekannten Gellert-Bad machten, ich dafür noch “zu klein” war und mir der Einlass verwehrt wurde, so durfte ich - schließlich war ich ja “schon groß” (haha) - einige Stunden allein in der Unterkunft verbringen.

Allein mit der Eingeborenen.

Das war insofern nicht besonders schlimm, da wir die Sprache des anderen sowieso nur unzureichend bis gar nicht verstanden und uns deshalb auch nicht großartig unterhalten mussten. Ich schaute aus dem Fenster bzw. beschäftigte mich anderweitig.
Währenddessen ging die Herbergsmutter ihrer gewöhnlichen Hausarbeit nach und bereitete unter anderem eines der wie ich vermute ungarischen Nationalgerichte zu.

Gedünstete Maiskolben.

Um mir eine kleine Freude im Einerlei des Nachmittags zu bereiten, stellte sie mir einen der noch dampfenden Kolben hin.

Das roch irgendwie seltsam.

Und schmeckt noch seltsamer.

Der Genuss körnigen Maises war mir bis dato nicht sehr geläufig. Langsam und nach kurzer Zeit widerwillig nagte ich am unbekannten Gemüse. Ich kaute und kaute und kaute und seltsamerweise wurden die Maiskörner überhaupt nicht weniger. Schlimm, das.

Sowas brennt sich ein; je kleiner das Gehirn, desto stärker.

Mir ist nicht mehr erinnerlich, ob ich mich damals bis zum letzten Korn durchgeknabbert habe, ich weiß nur, dass mich auch heutzutage beim Anblick nagender Zeitgenossen statt Heißhunger auf die gelben Kolben eher ein spontanes Sättigungsgefühl überkommt. Hingegen stellt das Gemüse in Murmelform überhaupt kein Problem dar. (*) Seltsame Sachen gibt’s.

Ein Erlebnis, welches mich zwar nicht grundlegend an meiner Lebensführung hindert, aber trotzdem einschneidend genug, um es auch in fünfzig Jahren nicht vergessen zu haben.

Falls ich dann noch lebe.


(*) Das ist wie mit Tomaten - Reinbeißen in die Frucht geht ja gaaar nicht, aber zerschnibbelt als Salat erfreuen sie mindestens einmal in der Woche meine Geschmackszipfelchen.

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verdeckte Verschiebung

Erstellt von duftbaeumchen am 22. Dezember 2009

Heute Morgen frisch aus den niederen Landen im elektrischen Briefkasten:

Hallo XXX [Name geändert, d.A.],

Angebot Verschieben Decken.


25 Stück (ein Bündel) für € 3,50 p/s.


Jetzt beim großere Absatz von 100 Stück für €3,25 p/s.

Bei Großere Absatz Preis auf Anfrage.

Zu verwenden als:

Verschieben Decken.

Lager Decken.

Beschützung gegen Nebel u.a. Auto lackierungen und Autohaus.

Decke für Boden und Mobilär wann da Risiko ist für Beschädigung.


Wir verkaufen auch viele Decken an der Möbelgeschäfte und Industrie.


Versand pro Bündel € 10,00.

Für 6 Bündel oder mehr Versand portofrei.


Zustellung ausschließlich zur Mail.


Mit freundlichen grussen,

YYY [Name ebenfalls geändert, d.A.]“

Reden die Holländer wirklich so ein Kauderwelsch? Oder hat der Verfasser des Angebots nur zu tief ins vorweihnachtliche Glühweinglas geschaut, war mental leicht abgehoben und schwebte weit über den Dingen?

Ein fliegender Holländer gar?


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