Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

die Karawane zieht weiter

Erstellt von duftbaeumchen am Mittwoch 25. März 2009

Ich versteh’s nicht.

Warum wird es den sogenannten Mietnomaden hierzulande so leicht gemacht?

Sie ziehen von Haus zu Haus, von Wohnung zu Wohnung und hinterlassen Berge von Müll und unbrauchbare bzw. augenscheinlich mutwillig zerstörte Inneneinrichtungen. Oft belaufen sich die Kosten für die Wiederherstellung des Urzustandes auf viele tausend Euronen.

Wenn sich die Mietschulden zu stark angehäuft haben, der Gestank des Unrates unerträglich wird, werden schwuppsundhastenichtgesehen die paar wichtigen Habseeligkeiten zusammengeklaubt und der Wohnort gewechselt. Wobei „Wohn“ort wohl nicht der rechte Ausdruck ist. Zumindest nicht für mich – Wohnen ist anders.

Ich als betroffener Vermieter würde riesige Plakate mit den Konterfeis dieser Assis drucken und diese überall in der Stadt aufhängen. Die Massenmedien, die dieses Thema (wie gestern Abend auf Sat.1) immer wieder gern aufgreifen, dürfen ja offensichtlich nur unkenntlich gemachte Gesichter zeigen.

Unsere Gesetze sind diesbezüglich viel zu sanft. Persönlichkeitsschutz hin oder her – in solchen Situationen finde ich den fehl am Platze. Wer nachgewiesenermaßen und wiederholt die Miete schuldig bleibt, sich aufführt wie die Vandalen kurz nach der Französischen Revolution, dem steht maximal ein Schlafplatz unter einer Brücke zu.

Bloß gut, dass ich kein eigenes Wohneigentum vermiete.

PS:
Und dass die Internetseite von melango.de derzeit nicht erreichbar ist, verwundert mich auch nicht.

4 Kommentare zu “die Karawane zieht weiter”

  1. zoee sagt:

    denunzieren ist wirklich kein probates mittel. allerdings frage ich mich, warum man bei vermietung einer wohnung nicht auch eine probezeit vereinbaren kann und den vertrag dann auch fristlos kündigen kann. so bleibt dem vermieter ja nichts anderes übrig, als den üblichen weg zu gehen: anmahnen, anwalt, räumungsklage, warten bis diese verhandelt wird, warten bis das urteil rechtskräftig ist und dann den gerichtsvollzieher beauftragen. und das kann dauern.

    manchmal verwundert mich aber auch die gutmütigkeit der vermieter. man lässt doch niemanden einfach so einziehen, ohne zumindest die erste monatsmiete und die kaution kassiert zu haben?

    diese mietnomaden verstehe ich allerdings auch nicht. was muss das denn für ein mieses gefühl sein, ständig angst haben zu müssen die tür zu öffnen?

  2. duftbäumchen sagt:

    Ich denunziere niemanden – ich erweitere nur den Kreis der „In-Die-Sache-Involvierten“.

  3. Aquii sagt:

    Nicht zu vergessen, das Grundrecht, das jedem Bürger in der Bundesrepublik eine angemessene Wohnung zusteht.

    Allerdings gebe ich Zoee recht, der Weg der Gerichtsbarkeit ist eindeutig zu lange.

  4. duftbäumchen sagt:

    Angemessen wäre in solchen Fällen also eine Bude in einem Abbruchhaus.