Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Archiv für Juli, 2009

Das Leben – eine große Wundertüte

Erstellt von duftbaeumchen am 19. Juli 2009

Man kann sich nicht genug wundern.

Ein Beispiel.

Viele Menschen beiderlei Geschlechts betrachten sich morgens im Spiegel.
Die Damen, um das nächste Fältchen zu suchen und sofort zuzuspachteln; wir Männer, um die immer wieder nachwachsende Gesichtsbehaarung zu meucheln.

Ich mach’ das nicht anders. Ordentlich beleuchtet betrachte und behandle ich also intensiv diverse Gesichts- und Halspartien, um auch das letzte Bart-, Nasen- und Ohrhaar zu erkennen und auszurotten. Alles schick, alles schön, alles weg – glatt wie ein faltiger Säuglingspopo.

Und was passiert dann?

Kurze Zeit später sitze ich so rum, kratze mich unbewusst am Knubbel vor dem rechten Hörloch und fühle etwas langes, dünnes.

Ein Haar.

Zirka ein Zentimeter lang; an einer täglich intensiv begutachteten Stelle.

Spontanwachstum? Falsche Brillenstärke? Partieller Haarerkennungsfilter auf der Spiegeloberfläche?

Ich weiß es nicht.

Ich weiß nur: Das Leben ist eine große Wundertüte.

Man kann sich nicht genug wundern.

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Noahs Fehltritt

Erstellt von duftbaeumchen am 19. Juli 2009

Also wenn es sich wirklich so zugetragen haben sollte, wie durch unsere Altvorderen in diversen hin- und herübersetzten Büchern überliefert wird, so frage ich mich:

Was hat Noah davon abgehalten, nicht reeeeiiiin zufällig auf die beiden an Bord befindlichen Stechmücken draufzutreten?

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versunkene Folgekosten

Erstellt von duftbaeumchen am 13. Juli 2009

Ein Urlaub an sich hat ja auch gute Seiten.
So leistet man sich manchmal Dinge, die zu Hause nie in den Jahreshaushaltsplan aufgenommen geworden wären würden. Oder so ähnlich.

Zum Beispiel Tassen. GROßE Tassen. Güteklasse 2a, mit kleinen optischen Fehlern, deren Fehlerhaftigkeit man nur gewahr wird, wenn man es weiß. Der Unwissende würde sie sogar in die Kategorie “künstlerisch wertvoll” einstufen.

Die sehen schick aus, sind günstig in der Anschaffung und es passt viel rein. Seeehr viel.

Doch dann das: Tasse voll – Löffel rein – Löffel weg.

Weil… Ja weil der ordinäre Kaffeelöffel naturgemäß für genauso ordinäre Kaffeetassen konstruiert wurde und in derart Riesenpötten mit Oberkante Unterlippe in der braunen Suppe verschwindet. Oder im Tee.

Das merkste aber erst zu Hause.

Fazit: Zu hochgewachsenen Tassen benötigt man auch langstielige Löffel.

Und die gibt es natürlich nicht in 2a-Qualität.

Die gibt es nur in teuer; schließlich sind wir nicht mehr im Urlaub.

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endlich aufgeklärt

Erstellt von duftbaeumchen am 13. Juli 2009

Die Herzdame hat gestern bestätigt, was ich während der Betrachtung der Harry-Potter-Sondersendung auf ProSieben bereits vermutete:

Harry Potter und seine Spießgesellen können überhaupt nicht zaubern!

Alles nur Verarsche, Kulissenschieberei und Computergetrickse! Lasst Euch also nicht zu irgendwelchen Illusionen hinreißen!

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verwählt

Erstellt von duftbaeumchen am 12. Juli 2009

Wie geht das denn?

In der Leipziger Volkszeitung vom Wochenende (11./ 12.07.09) wird berichtet, dass die Anfang Juni durchgeführte Wahl zum Stadtrat in fünf Wahlbezirken für ungültig erklärt wird (s. Bild rechts). Also, dass jemand versucht, mit einer “irgendwo beschafften” Stimmzettelkopie das Wahlergebnis zu verfälschen, kann ich ja noch nachvollziehen. Man sollte sich eben nicht erwischen lassen.
Wenn ich jedoch rekapituliere, dass bei meinem Urnengang meine Anwesenheit kontrolliert und auf der Wahlberechtigtenliste kenntlich gemacht wurde und ich außerdem davon ausgehe, dass dies eine übliche und vorgeschrieben Vorgehensweise ist, frage ich mich:

1. Wie gelangen Nichtwahlberechtigte zu einem Stimmzettel und anschließend bis zum Schlitzkasten?
2. Wie wird im Nachhinein festgestellt, dass ein Nichtwahlberechtigter an der Wahl teilgenommen hat?
3. Wie gelangen Wahlberechtigte in einem Wahlkreis, in dem sie nicht registriert sind, zu einem Stimmzettel und anschließend bis zum Schlitzkasten?
4. Werden die für die Berechtigungskontrolle zuständigen Wahlhelfer zur Verantwortung gezogen? Wenn ja: Wie?
5. Wer bezahlt den Mehraufwand für eine Wahlwiederholung?

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P52/09 – mächtig gewaltig

Erstellt von duftbaeumchen am 12. Juli 2009

Projekt 52/09Nachdem ich urlaubsbedingt die “Mathe um uns herum” nicht beachtete, möchte ich vor Ablauf des Sonntags und damit mal wieder kurz vor Torschluss (m)einen Beitrag zum Projekt 52/09 leisten.

Naturgewalten

So das gerade noch aktuelle Thema. Naturgewalten können mächtig gewaltig, sie können jedoch auch schleichend und fast unscheinbar daherkommen. Je nach Beobachterstandpunkt.

Ob über Jahre hinweg oder kurz und schmerzhaft – Gewalt gehört nun mal zur Natur. Man kann ihnen machtlos ausgeliefert sein und daran zerbrechen, man kann aber auch genau dieses Ausgeliefertsein nutzen, um die Welt für sich zu entdecken.

P52/09 - Naturgewalten
P52/09 - Naturgewalten


(Eine Übersicht aller Themen und deren Umsetzung gibt’s hier bei Sari.)

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Zoee, ich weiß, was Du…

Erstellt von duftbaeumchen am 11. Juli 2009

… letzten Samstag getan hast.

Und habe Dich dabei beobachtet (die Herzdame kann es an Eides statt versichern).

Frau Zoee (im wahren Leben mit einem “e” und Akzent, also in Wirklichkeit Frau Zoé) ist Opfer eines hinterhältigen Anschlags auf ihr Leben und gleichzeitig Fernsehstar. Noch klein und unscheinbar, aber in Anbetracht ihrer schauspielerischen Leistung in der heutigen Babsi-Salesch-Show, kann es nicht mehr lange dauern, bis auch sie – die Frau Zoé – von der Öffentlichkeit intensiver und auf den roten Teppichen der Welt wahrgenommen wird.

Sofern sie sich nicht vom Schlag auf ihr Haupt vollständig erholt und ein gerüttelt Maß Klappskasper in ihrem Kopf überleben.

Das Rätsel zum Wochenende, welches die noch unbedeutende, aber auf dem steilen Karriereweg befindliche Jungmimin in ihrem Internettagebuch der Leserschaft zu knacken aufgibt, ich also eigentlich und in Wirklichkeit keines. Es ist nur Zeugnis eines gewöhnlichen Alltags.

Um mir den ausgelobten Preis zu sichern, möchte, nein muss ich jetzt sogar die “Lösung” bekanntgeben:

Das Bild (siehe dort) zeigt die von den harten Dreharbeiten ausgelaugte Schauspielerin in einer ihrer “wenigen” Ruhepausen.

Nicht mehr und nicht weniger.

Seht ihr, ist ganz einfach. Man muss nur wachen Auges durch die Fernsehlandschaft zappen.

So. Und wo ist nun der Preis?

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grüner wird’s nicht

Erstellt von duftbaeumchen am 10. Juli 2009

Wer es nicht wusste, hat es sicherlich auch nicht bemerkt.

Oder: Ich habe irgendwie mehr erwartet.

Gestern fiel mir in der LVZ ein Artikel auf, der eine neues Projekt beschrieb, für dessen Start sich der Lichtkünstler Oliver Bienkowski Leipzig auserkor.

Mit einem grünen Laserstrahl werden in einer Vielzahl bundesrepublikanischer Städte Wahrzeichen angestrahlt, um die Bereitschaft der Europäer, sich für umweltpolitische Probleme der ganzen Welt einzusetzen, zu symbolisieren.

Na, schaun mer mal.

Ohne konkrete Informationen über Verlauf, Zeitplan und Objektauswahl bestieg ich, mit Fotoapparat und Stativ ausgerüstet, zu später Stunde die Aussichtsplattform des Uni-Hochhauses und harrte der Dinge. Und harrte und harrte und harrte. Außer einem scheinbar stillstehenden grünen Strich vom Rosenthalturm in Richtung Thomaskirche konnte ich nichts entdecken.

Was soll passieren, was wird passieren?

Keine Ahnung.

Der Himmel verdunkelte sich zusehend. Am fernen Völkerschlachtdenkmal war nun ebenfalls ein grünes Rechteck zu erkennen. Mehr nicht.

Also knippste ich anderthalb Stunden durch die leuchtende Dunkelheit der Innenstadt, unterhielt mich mit zwei ebenfalls für dieses “Spektakel” aufgestiegenen Jugendlichen und erklärte zwei anderen “Passantinnen”, warum über den Dächern der Stadt ein grüner Strich leuchtet. Viel wusste ich zwar auch nicht, aber das wenige verpackte ich in anschauliche Worte und sie waren zufrieden.

Auf dem Rückweg versuchte ich, noch einige Objekte zu erkennen, doch außer den Turm des neuen Rathauses konnte ich nichts entdecken.

Schade eigentlich.

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analoge Wegfindung

Erstellt von duftbaeumchen am 9. Juli 2009

Navigatorpüppi

“Das Ziel befindet sich außerhalb des digitalisierten Bereichs.”

Die Navigatorpüppi wusste zwar, wo sich der Ort befindet, jedoch nicht, wie man dorthin gelangt.

Gut, dass zumindest wir den Weg kannten.

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Investigativer Werbejournalismus

Erstellt von duftbaeumchen am 9. Juli 2009

oder

Worüber ich mich schon lange wundere, doch nie zu hinterfragen wagte.

Das ist Euch bestimmt auch schon mal aufgefallen.
Wir betrachten die Produktinformationen im Werbefernsehen. Die Kamera beobachtet eine junge Hausfrau und Mutter, wie sie sich über hinterbliebene Schmutzreste nach der täglichen Maschine Buntwäsche wundert. Plötzlich – akrakadabra – taucht quasi aus dem Nichts eine rosagewandete Tante auf und hält eine ebensorosane Flasche ins Bild mit den Worten: “Vertrau Pink. Vergiss Flecken.”

Hm.

Wohnt die Tante dort? Oder hat sie sich gar über die nur angelehnte Terrassentür des kleinen Reihenhäuschens in die Waschküche und von hinten angeschlichen? Dem vertraulichen Umgangston zufolge könnte es aber auch ein zu Besuch seiende Verwandte und nebenberufliche Waschmittelvertreterin sein.

Oder ist es nur die Schwester des Fahrers des dritten Regieassistenten, die auch mal ihre Nase in die Optik halten wollte, um reich und berühmt zu werden?

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