Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Archiv für Oktober, 2009

auferstanden

Erstellt von duftbaeumchen am 31. Oktober 2009

Eigentlich wollte ich nur Farbe aus dem Keller holen.

Und obwohl ich bereits an den Tagen zuvor mehrfach und intensiv auch an diesem Ort Ausschau nach der Rolle und dem Pinsel gehalten hatte, musste ich nicht mal die Gittertür öffnen, um derer Gewahr zu werden.

Im Dunkel hinter den zwischengelagerten Schranktüren.

Die muss jemand morgens dort hingelegt haben.

Doch die Heinzelmännchen? Sind die fertig mit ihren Arbeiten?

Oder spielt mir die Altersdemenz einen Streich?

Ich weiß es nicht. Stattdessen habe ich nun für den Notfall zwei Malerwerkzeuge zuviel – um den Umzugsablauf nicht zu gefährden, besorgte ich gestern natürlich noch Ersatz.

Einzig die grüne Tupperdose bleibt verschollen.

Werde ich sie je wiedersehen…?


Artverwandtes

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vermalt

Erstellt von duftbaeumchen am 30. Oktober 2009

Das ist wie mit den Tupperdosen.

Manche Dinge verschwinden spurlos.

Ich weiß genau und kann es mit einem Kassenbon belegen: Ich erwarb kürzlich einen Kurzflorroller und einen Streicher für ca. 15 Euri abzüglich 20 Prozent Nachlass.

Die Teile sind verschwunden. Nagelneu und unbenutzt. Inklusive Tüte.

Dass sie zu Hause angekommen sind, kann ich bestätigen, da in der Tüte noch andere Werkzeuge transportiert wurden und selbige bereits in Benutzung sind.

Die Rolle und der Pinsel sind jedoch nicht mehr auffindbar. Einfach weg.

Mehrfach untersuchte ich diverse infrage- und nichtinfragekommende Örtlichkeiten. Kein Hinweis, keine Spur.

Ich muss mich wohl damit abfinden.

Nur eines tröstet mich etwas: Spätestens wenn ich fertig bin mit malern, tauchen die Teile bestimmt wieder auf.

Oder die Heinzelmännchen haben sie mitgenommen.

Doch die malern damit bestimmt die falsche (also nicht unsere neue) Wohnung.


Artverwandtes

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Einkaufsfrust

Erstellt von duftbaeumchen am 30. Oktober 2009

Heute war ich außerplanmäßig bereits vormittags wocheneinkaufen.

Ein trauriges Ereignis.

Vor dem Freitagvormittag müssen sich Heerscharen alter und mittelalter, gebundener Herren fürchten.

Einkaufen mit der holden Gattin.

Nie habe ich so viele sich hilf- und orientierungslos, gelangweilt und genervt am Schiebewägelchen festhaltende Männer gesehen.

Irgendwie bin ich froh, dass mir das Elend nachmittags erspart bleibt.


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stolz-iert

Erstellt von duftbaeumchen am 26. Oktober 2009

Und dann schreitet sie modelös durch die Gemächer, wackelt lasziv mit dem nachtgewandeten Hinterteil, wirft das Haupthaar in den Nacken und tönt englisch akzentuiert:

“Mai Nejm is Daniela Bruus.”

Also, lieber Dieter, falls Bruce D. im nächsten Jahr nicht mehr als Juror zur Verfügung stehen sollte, die Herzdame könnte noch ein, zwei Termine freischaufeln.

Müsstest nur rechtzeitig Bescheid geben.


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P52/09 – getürmt

Erstellt von duftbaeumchen am 24. Oktober 2009

Projekt 52/09So ein Umzug hat nicht nur Nachteile.

Einer der Vorzüge ist zum Beispiel, dass ich die aktuelle Wochenaufgabe Türme des Projekts 52/09 mit wenigen Auslöseklicks abarbeiten konnte.

Türme

Mehr gibt’s heute nicht.

(Eine Übersicht aller Themen und deren Umsetzung gibt’s hier bei Sari.)


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Fehlgriffe

Erstellt von duftbaeumchen am 23. Oktober 2009

Habt ihr schon mal einen Schrank aufgebaut?

Ich bereits mehrfach.

Mir als polytechnisch gebildetem DDR-Bürger mit männlicher 3-D-Auffassungsgabe fällt sowas nicht schwer und wenn meine diplomierte Ingenieur-Vorstellungskraft doch mal nicht ausreichen sollte, schaue ich sogar in die Aufbauanleitung.

Selten.

Beim Ortswechsel sperriger Möbel ist es manchmal notwendig, diese in ihre Einzelteile zu zerlegen.

Um das “Rad” beim Wiederaufbau nicht erneut erfinden zu müssen, habe ich mir angewöhnt, die Einzelteile mit kleinen Aufklebern zu beschriften. Bretter, Türen, Rückwände sind damit eindeutig zuzuordnen und lassen sich in Windeseile zum Endprodukt kombinieren.

Erwähnte ich bereit, dass die Herzdame und ich in eine gemeinsame Wohnung ziehen?

Das bedeutet: Zwei Hausstände verschmelzen miteinander.

Altes wird entsorgt, verschenkt oder gar verkauft.

Der Herzdame Wohnzimmerschrank zum Beispiel findet ein neues Domizil bei der Verwandtschaft im Keller (Namen möchte ich hier bewusst nicht nennen).

Beim Demontieren im Beisein der “Verwandten” beklebte ich also die Einzelteile mit den entsprechenden Bezeichnungen und verstaute auch alle Schrauben in einem Behältnis.

Seitenwände rechts beschriftet, Seitenwände mitte beschriftet, ohne Beschriftung = Seitenwände links; die Unterteile bleiben im Ganzen und bei den Rückwänden ist es egal.

Die beiden Flügeltüren versah ich nur mit dem mündlichen Hinweis: “Die Griffe sind oben”.

Meiner Meinung nach ein logisches System; man kann bei der Re-Montage also eigentlich nichts falsch machen.

Eigentlich.

Wie ich erfuhr, hat der männliche Teil der Verwandtschaft den Wiederaufbau unter tatkräftiger Unterstützung des Verwandtenkindes erfolgreich abgeschlossen.

Bis auf eine Kleinigkeit.

Als das Kind von einer entspannenden Spielpause zurückkehrte und die Vollendung des Werkes lobpreisen wollte, fiel ihm auf, dass …

Geeeenau.

… dass die Türen verkehrt herum angeschraubt waren.

Mit den Griffen nach unten.

In Kniehöhe.

Wahrscheinlich für spontan auftauchende Kellerkinder.

Ich denke, ich muss mein System noch etwas optimieren. Es ist wohl zu fehleranfällig. Mündlich angebrachte Kennzeichnungen verfliegen zu schnell.


Artverwandtes

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zum Piepen

Erstellt von duftbaeumchen am 22. Oktober 2009

Wer ist bharone21?


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Ringel-Reihen

Erstellt von duftbaeumchen am 20. Oktober 2009

Obacht, Männer, achtet auf eure Wortwahl!

Besonders dann, wenn es ums Geld geht. Um euer Geld.

Am Wochenende beim Juwelier.

Die Herzdame möchte/ darf sich einen neuen Ring kaufen, den ich bezahlen darf/ möchte.

Wir betreten das Geschäft in bester Innenstadtlage.
Sofort stürzt sich eine Fachkraft für Glitzerdingers auf uns und hält uns vom Betrachten der zahlreichen, extra zur Begutachtung aufgebauten Vitrinen ab.

Die Herzdame gibt ihren Wunsch kund: Ein Ring mit einem kleinen Stein soll es sein.

Und ich füge in meiner überaus liebenswert-ironischen Art etwas leise, aber doch hörbar hinzu: “Mit einem echten Brillanten bitte.”

EIN FEHLER!

Zielgerichtet werden wir in einen von der Eingangstür entfernten Bereich des Etablissements geführt.

Es glitzert und funkelt, dass es nur so glitzert und funkelt.
Die Fachkräftin kramt in den Schubladen und holt als erstes ein kleines Schmuckstück mit einem noch kleineren Glassteinchen hervor – ein Weißgoldring mit einem 10-Karat-Brilli.

2239,00 Euri.

Fast geschenkt also und nicht mal ein exklusives Einzelstück. Die Preise der in dieser Auslage feilgebotenen Metallkunststücke pendeln alle um die 2000-Euri-Marke.

Innerlich stockt mir der Atem.

Doch im selben Moment bin ich froh, dass die Herzdame so bescheiden ist und vor allem, dass wir uns vorher auf einen Richtwert geeinigt hatten.

Nachdem sie also ihren Wunsch geringfügig präzisierte und ich meine in jugendlichem Leichtsinn einfach so in Zeit und Raum geworfene Aussage dahingehend ergänze, dass das “nur ein Spaß” war, wechselten wir den Standort und näherten uns so den wirklich attraktiven und optisch ansprechenden Fingerverzierungen.

Das ist er nun:

Ring

(der neue)

Hach, wie schön der funkelt und glitzert…

Beim Bezahlen fiel mir dann noch auf, wenn man die kleine, samtausgeschlagene Ringelkiste (inkl. Schleifenband), die hochwertige Papiertüte mit Kordeln, den 5-Euro-Gutschein und die Rechnung in aufwändiger Klappkartenform wegließe, würde sich der Preis bestimmt noch um zirka 10 Euro reduzieren lassen.

Aber  ich will ja nicht kleinlich sein.

 

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Manchmal bekomme ich Angst.

Erstellt von duftbaeumchen am 19. Oktober 2009

Große Angst.

Besonders dann, wenn die Herzdame “singend” wie ein Rumpelstilzchen das Wochnzimmer “betanzt”, sich rücklings aufs Bett legt und mit dem Fahrrad hin- und wieder zurück”fährt” (ich weiß gar nicht, wo sie konkret gewesen ist) und Gollums Schwester gleichend mit großen Augen um mich herum schleicht.

War der Halloumi, den sie vorhin aß, doch nicht mehr ganz frisch?

Man hört und liest ja immer wieder mal was über verdorbene Lebensmittel…


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P52/09 – unerhört

Erstellt von duftbaeumchen am 18. Oktober 2009

Projekt 52/09“Und wenn das morgen wieder im Radio kommt, dann hab ich schon wieder vergessen, wer das singt.”

Ja, so ist das, wenn im Kopf für solche “Sachen” kein Platz ist.

Da kann man auch nicht wissen, wer sich hinter folgender, kürzlich vom “Musik-Fischi” im Radio umschriebenen Figur verbirgt:

Gesucht wird ein männlicher Musiker.

Der Vorname setzt sich aus einer Farbe und der wohl meistschönheitsoperierten Sängerin der USA zusammen. Der Nachname wiederum wird aus einer sehr bekannten Eiskunstläuferin ergänzt um ein Synonym des Wortes Feld gebildet.

Seht ihr, es ist eigentlich ganz einfach.

Und damit sind wir schon wieder bei der aktuellen Wochenaufgabe des Projekts 52/ 09.

Unverzichtbar

Eines der Dinge, die für mich unverzichtbar sind, ist Musik.

unverzichtbar

(der Staub ist absichtlich auf dem Vinyl abgelegt)

P52/09 - unverzichtbar
P52/09 - unverzichtbar


(Eine Übersicht aller Themen und deren Umsetzung gibt’s hier bei Sari.)


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