Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Ringel-Reihen

Erstellt von duftbaeumchen am Dienstag 20. Oktober 2009

Obacht, Männer, achtet auf eure Wortwahl!

Besonders dann, wenn es ums Geld geht. Um euer Geld.

Am Wochenende beim Juwelier.

Die Herzdame möchte/ darf sich einen neuen Ring kaufen, den ich bezahlen darf/ möchte.

Wir betreten das Geschäft in bester Innenstadtlage.
Sofort stürzt sich eine Fachkraft für Glitzerdingers auf uns und hält uns vom Betrachten der zahlreichen, extra zur Begutachtung aufgebauten Vitrinen ab.

Die Herzdame gibt ihren Wunsch kund: Ein Ring mit einem kleinen Stein soll es sein.

Und ich füge in meiner überaus liebenswert-ironischen Art etwas leise, aber doch hörbar hinzu: „Mit einem echten Brillanten bitte.“

EIN FEHLER!

Zielgerichtet werden wir in einen von der Eingangstür entfernten Bereich des Etablissements geführt.

Es glitzert und funkelt, dass es nur so glitzert und funkelt.
Die Fachkräftin kramt in den Schubladen und holt als erstes ein kleines Schmuckstück mit einem noch kleineren Glassteinchen hervor – ein Weißgoldring mit einem 10-Karat-Brilli.

2239,00 Euri.

Fast geschenkt also und nicht mal ein exklusives Einzelstück. Die Preise der in dieser Auslage feilgebotenen Metallkunststücke pendeln alle um die 2000-Euri-Marke.

Innerlich stockt mir der Atem.

Doch im selben Moment bin ich froh, dass die Herzdame so bescheiden ist und vor allem, dass wir uns vorher auf einen Richtwert geeinigt hatten.

Nachdem sie also ihren Wunsch geringfügig präzisierte und ich meine in jugendlichem Leichtsinn einfach so in Zeit und Raum geworfene Aussage dahingehend ergänze, dass das „nur ein Spaß“ war, wechselten wir den Standort und näherten uns so den wirklich attraktiven und optisch ansprechenden Fingerverzierungen.

Das ist er nun:

Ring

(der neue)

Hach, wie schön der funkelt und glitzert…

Beim Bezahlen fiel mir dann noch auf, wenn man die kleine, samtausgeschlagene Ringelkiste (inkl. Schleifenband), die hochwertige Papiertüte mit Kordeln, den 5-Euro-Gutschein und die Rechnung in aufwändiger Klappkartenform wegließe, würde sich der Preis bestimmt noch um zirka 10 Euro reduzieren lassen.

Aber  ich will ja nicht kleinlich sein.

 

8 Kommentare zu “Ringel-Reihen”

  1. Robert sagt:

    Ironie ist beim Juwelier halt nicht angesagt. Der „Neue“ ist trotzdem ein Schmuckstück!

  2. zoee sagt:

    sehr schick! schlicht und edel! besonders schick fand ich „neuen ring“! 🙂

  3. duftbäumchen sagt:

    Nun, es existiert auch ein „alter“, der zwar mehrfach um den Finger gewunden, aber trotzdem in seiner Ganzheit nicht mehr ganz so stabil und auf der Höhe der Zeit ist. Sprich: Sie bleibt immer mal irgendwo hängen und er verbiegt sich.

    Mal passt er auf dem Ring-, dann auf dem Mittelfinger, ab und zu auch um das Handgelenk ;).

    Das muss nicht sein – Arbeitsschutz geht alle an.

    Also gab’s ’nen neuen. Der ist massiv. Wenn sie daran hängen bleibt, ist der Finger gleich mit ab.

    Und dann benötigt sie gar keinen mehr.

  4. MyBea sagt:

    Solche Ringe gibts ja wie Sand am Meer oder an jeder Ecke oder wie auch immer. Nur sag, wo findet man einen, der das Vergnügen finanziell trägt? *neid*

  5. duftbäumchen sagt:

    Ja, das ist wohl wahr. Derart großzügige Zeitgenossen sind sehr selten. Man muss schon intensiv danach suchen.

    Die Herzdame hat einen gefunden.

  6. Ebola sagt:

    Die Glückliche!

    Man sollte ihr das sagen.

  7. trulla sagt:

    jo. schöner ring.aber warum auf schildkrötentatze präsentiert?

  8. duftbäumchen sagt:

    @Ebola

    Sie weiß es.

    @Trulla

    DAS IST KUNST!