Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Archiv für 2010

Neulich in der Schuhabteilung

Erstellt von duftbaeumchen am 30. Dezember 2010

Den Frauen, die sich der aktuellen Fahrgestellmode mit der schnöden Ausrede, sie verursache Schweiß- und Stinkefüße,  verweigern, möchte ich diesen Tip geben:

Der Schuhladen Ihres Vertrauens bietet auch Winterstiefel in besonders luftiger Ausführung.

Winterstiefel

Günstig im Preis und sachgerecht gestaltet für die Entsorgung überflüssiger Körperflüssigkeiten.

Und im Notfall lässt sich der Absatz auch als Eispickel benutzen.

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Nachbarschaftshilfe

Erstellt von duftbaeumchen am 29. Dezember 2010

Ach, die freundlichen Nachbarn …

Schneehäusel

… haben das kleine Blechkistchen sooo schön warm eingepackt.

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die Gedanken sind frei

Erstellt von duftbaeumchen am 29. Dezember 2010

Es ist schon etwas unheimlich, wenn die Herzdame “Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß’.”-rezitierend ins Zimmer kommt und ich, in Vorbereitung jenes Artikels, völlig unabhängig davon im Weltnetz auf dieser Seite lese …

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Alice im Wunderland

Erstellt von duftbaeumchen am 27. Dezember 2010

Ob Glück für die Heranwachsenden oder nicht, mag jeder Erziehungsberechtigte selbst entscheiden.

Aber stellt Euch doch mal vor, Alice Schwarzer zählte schon zweihundert Lebensjahre mehr als sie heute bereits auf dem Buckel hat. Wäre sie damals als aufstrebende  Jungemanze den Geschwistern Wilhelm und Jacob beim Märchensammeln, -aufschreiben und -veröffentlichen in die Quere gekommen?

Hätte sich des Aschenputtels böse Stiefschwester wirklich die Ferse abhacken dürfen? Was wäre mit der schwarzhaarigen Bleichgesichtigen geschehen, die sieben Männern gleichzeitig zu Frohn- und Werweißwasnochfürdiensten verpflichtet war. Man denke auch an des Mahlers Tochter, die einerseits gezwungen wurde, nächtens in Doppelschicht aus Ernteabfällen Edelmetall zu extrahieren und dann auch noch ihr Neugeborenes weggeben sollte. Bloß gut, dass sie des Rumpels Stielchen kannte …
Und hätte die im Wald lebende Rentnerin jenen grausamen, durch die Pubertierenden Hans und Grete heimtückisch ausgeheckten Tod in der Feuerstelle erleiden müssen?

Das alles und vieles mehr hätte es mit Alice sicherlich nicht gegeben!

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Lichtgestalt

Erstellt von duftbaeumchen am 23. Dezember 2010

Also ich hätte ihn ja so gelassen. Aber ich durfte nicht.

In einer Partnerschaft muss Mann auch Zugeständnisse machen können.

Eines derer und gleichzeitig Ausdruck grenzenloser Zuneigung und Wertschätzung ist, dass ich der Herzdame zugestehe, in der bevorstehenden Jahresendfestzeit einen der drei im Keller lagernden und während des Umzugs leider nicht verschollenen Plastikweihnachtbäume auf dem Balkon aufzustellen. Ein Opfer, welches ich für den Familienfrieden gerne bereit bin zu erbringen.

Dafür besorgte ich vorsorglich und eine 20%-Rabattaktion ausnutzend eine Lichterkette “für außen”.

Dumm nur, dass wir auf dem Balkon gar keinen Stromanschluss haben. So musste ich sogar noch “etwas” basteln, um die außerhäusige Energieversorgung sicherzustellen. Bastelarbeiten werden ja als Weihnachtsgeschenk sehr gern gesehen.

sturmsicher abgespannt

Naja, der Versuch scheiterte. Beim Schrägnachuntendurchdringen des fünffach armierten Stahlbetons versagte ich trotz Profiwerkzeugs kläglich – ich erklomm meine Stufe der handwerklichen Unfähigkeit.

Die Kette liegt also noch ungenutzt im Kämmerchen.

Da die Kaufmannsläden alternative Lösung zur Verfügung stellen, verhalten wir uns nun noch umweltbewusster und beheizen den Baum mit Sonnenenergie. Als autarkes System sozusagen.
Das wird dann folgendermaßen ablaufen: Sobald die Dämmerung gegen fünfzehnuhrdreißig ein Mindestmaß unterschritten hat, beginnen die Leuchten zu leuchten. Der knappbemessene Akku wird für zirka zweieinhalb Stunden seine Leistung erbringen und pünktlich zur feierabendlichen Heimkehr seine Stromlieferung einstellen. Wir bekommen von all dem Geblinker und Geflacker also effektiv gar nichts mit.

Da der Zeitplan der nächsten drei Tage ziemlich eng gesteckt ist, werden wir nächste Woche Beobachterurlaub nehmen müssen.

Zumindest zwischen 15.30 und 18.00 Uhr.

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Polarstern?

Erstellt von duftbaeumchen am 19. Dezember 2010


Polarstern

Weichei! Memme!

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Kettenfüßer

Erstellt von duftbaeumchen am 19. Dezember 2010

Kennt ihr die Rasse der Stringfüßigen?

Nicht?

Das verstand ich zumindest, als der Bruder der Herzdame über den noch inoffiziellen neuen Freund der Tochter sprach und meinte, er sei ein Stringfüßiger.

String, String, String – spontan fielen mir ein: Zeichenkette in der Computerprogrammierung, Damen- bzw. Herrenschlüpfer der kleineren Bauart oder Bindfaden.

Ein Bindfaden mit Füßen dran?

Sofort hatte ich ein Bild eines langen, seeeehr schlanken jungen Herrn – in der Fachwelt auch “Schlacks” genannt – vor Augen.
Dieses Bild wurde unterstützt durch meine eigene Bezeichnung für besonders dünne bzw. magersüchtige Mädchen und Frauen, deren in knackenge XXS-Jeans verpackten Beine aussehen wie bei einem Kastanienmännchen – zu denen sage ich nämlich immer, die hätten Streichholzfüße.

Doch auf das Naheliegendste kam ich nicht …

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Sehfehler

Erstellt von duftbaeumchen am 18. Dezember 2010

meine Sicht auf die naheliegenden Dinge

So ‘ne Brille hat ja nun nicht nur Vorteile.

Nachteilig ist zum Beispiel, dass man während der außerhäusig-spontanen Brillenreparatur den instandzusetzenden Binokelteil nur noch verschwommen erkennen kann. Man kann ja schließlich nicht gleichzeitig die Sehhilfe auf der Nase tragen und auf dem Tisch liegend (die Brille) daran herumschrauben.

Und wir wäre es mit einer Zweitbrille?

Na klar. Die liegt sicher verwahrt zu Hause.

Ich kann doch nicht wegen derart ad-hoc-Aktionen den gesamten Hausrat mit mir ‘rumschleppen.

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von den Zeugen überrumpelt

Erstellt von duftbaeumchen am 13. Dezember 2010

Besser wäre es, sie meldeten vorher ihren Besuch an, vereinbarten einen Termin.

Aber nein, sie standen einfach so an der Tür. Sonntagvormittag.

Nach Jahren besuchten sie mich. Endlich. Sie und er, in karge, farblich dezente, dem Anlass entsprechende Gewänder gehüllt, hatten nicht mal die ebenso kargen Kopfbedeckungen abgenommen; seine Ohren wurden von an der grauen Schiebermütze angenähten Schützern gewärmt.
Sie rechneten wohl nicht damit, länger zu verweilen. Trotz der widrigen Wetterbedingungen lächten sie, als ob ihre Mundwinkel mit einem innenliegenden, um die Gehörgänge gewickelten Faden nach oben gezogen wären.

Erst dachte: Oh Gott, nun muss ich Wurzelbürsten kaufen.
Aus dem phänomenalen Filmkunstwerk “Pappa ante portas” war mir erinnerlich, was nun eigentlich passieren musste. Die beiden sahen nämlich aus wie die Hausierer, von denen Heinrich Lohse ein Großgebinde Badezusatz und Wurzelbürsten kaufte, um am Tag des Jüngsten Gerichts äußerlich gründlichst gereinigt vor den “Herrn” treten zu können.

Ob ich auch der Meinung sei, dass es keinen Gott gibt, weil die Menschen so viel Elend ertragen müssten, wollte sie wissen.

“Die Bibel hält eine Erklärung dafür bereit.”, beantwortete sie die Frage gleich selbst und begann mit sanfter, leiser Stimme aus einem kleinen, abgegriffenen Büchlein vorzulesen.

Geduldig und wissbegierig, wie ich nun mal bin, hörte ich, beiden abwechselnd in die Augen schauend, geduldig und wissbegierig zu. Sie lächelten unverdrossen …

Doch leider war meine die Zeit recht knapp bemessen und die Wohnung auch nicht aufgeräumt. Ich schickte sie wieder weg. Gern hätte ich sie hereingebeten und bei einer Tasse Kräutertee ein Schwätzchen über Gott und die Welt gehalten. Zu gern wüsste ich, wass sie unter den bescheiden wirkenden Mänteln tragen. Eine schlabbrige, ausgebeulte Trainingshose? Das Glitzerkostüm von der vortägigen Vereinsweihnachtsfeier? Oder gar ein knappes Ledermieder mit Strapsen?

Wer weiß eigentlich, wie die Heilsbringer im wahren Leben aussehen? Sind die überhaupt darauf vorbereitet, eingelassen zu werden?

Also die Herzdame war darauf eingericht.

Sie stand nackt im Bad gleich um die Ecke.

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ausgelagert

Erstellt von duftbaeumchen am 9. Dezember 2010

Ich muss noch mal fragen: Was glauben Antragsteller zu finden, wenn sie eine Haus-, Wohnungs- oder Bürodurchsuchung Tage, wenn nicht gar Wochen vorher ankündigen?

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