Erstellt von duftbaeumchen am 12. Januar 2010
Normalerweise – und ich kenne das aus eigener Erfahrung – sitzt man doch nur mehr oder weniger gelangweilt aufm Klo. Mal ‘ne Zeitschrift, mal ein Rätsel, nebenbei dudelt das Radio. Ansonsten Müßiggang.
Also vielmehr Müßigsitz.
Am Wochenende entdeckte ich dann diese in der Art simple und doch gleichsam innovative Erfindung.
Wenn man sie geschickt zu nutzen weiß.
Rhythmischer Pressdruck während der Sitzung unterstützt zwar den Bauch, eindrucksvolle Muskeln zu erzeugen, aber was ist mit den anderen Extremitäten? Die Beine helfen zumindest, sicher auf dem Boden der Tatasachen zu bleiben, die Arme jedoch baumeln entweder nutzlos in der Gegend herum oder halten nur Lektüre bzw. Klopapier.
Das kann doch nicht alles sein.
Und da kommt die Erfindung ins Spiel.
Dieses unscheinbare Gestell verleiht dem Begriff heimische Wellnessoase eine erweiterte Bedeutung – das Badezimmer übernimmt zusätzlich die Funktion eines Fitnessstudios. Während der “keramischen Klausurtagung” tut man nicht nur Gutes für das innere Wohlbefinden, nein, auch die Modellierung des Erscheinungsbildes des Oberkörpers kommt nicht zu kurz.
Schon mal was vom gemeinen Beugestütz gehört?
Siehste.
Das langsame Anheben und Absenken des Körpers stählt nicht nur die Armmuskeln, auch Brust und Schultern werden aktiv in den Körperbildungsprozess einbezogen.
Und damit nicht genug. Wenn man bei gestreckten Armen nun gleichzeitig die Knie anzieht, flutscht der Darminhalt besonders gut in die Schüssel.
Dann bedarf es nur noch eines geeigneten Spritzschutzes.
Ich guck noch mal im Katalog…
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Erstellt von duftbaeumchen am 11. Januar 2010
So ein Jungpubertierender hat es auch nicht leicht. Dies zeigte sich gestern beim wöchentlichen Familientreffen wieder mal ganz deutlich.
Den Saft muss er sich selbst aus der Küche holen, das Essen muss er sich selbst auf den Teller schaufeln, sogar Essen und Trinken muss er selbst.
Schlimm, schlimm, schlimm.
Mein Einwurf, in nicht allzu ferner Zeit endlich ausziehen zu können, wurde erwidert mit: Ich will noch mindestens achtzehn Jahre zu Hause wohnen bleiben.
Das Kind ist dreizehn.
Die Freude der anwesenden Eltern konvergierte gegen Unendlich.
Daraufhin überlegten wir gemeinsam, welche multimedial begleitenden Maßnahmen dem Kinde zur Seite gestellt werden könnten, damit seine Entwicklung als pflichtbewusster Staatsbürger nicht aus dem Ruder läuft:
Ich darf feststelllen: Für fast jede Lebenslage gibt es Fernsehspezialisten, die wir im Notfall ins Erziehungsboot ziehen können.
- die Schulermittler, die Supernanni und Thomas Sonnenburg kümmern sich um Schulfragen und Ausbildung,
- die erste Wohnung wird von Tine Wittler und Vera Int Veen eingerichtet,
- Peter Zwegat regelt die Finanzen,
- Christian Rach, Dumbo und die Küchenprofis bringen ihm Kochen und gesundheitsbewusstes Einkaufen bei,
- Beziehungsprobleme löst Angie Kallwass,
- Babsi Salesch und Alex Holt stützen ihn auf der schiefen Bahn,
- sich männlich-grazil zu bewegen und zu kleiden lernt er bei Heidi Klum und Detleff D! Soost,
- ‘ne Frau gibt’s bei “Schwiegertochter gesucht”,
- den Müll entsorgt der Trödeltrupp,
Für alles ist gesorgt. Naja, für fast alles.
Eines vermisse ich noch. Was passiert eigentlich zwischen 22 und sechs Uhr?
Von den armen, sich gerade mal ein winziges Schlüpferchen leisten könnenden, barbusigen Rätseltanten mal abgesehen, wird die nächtliche Ruhezeit televisionär irgendwie vernachlässigt.
Eine Marktlücke, die es zu nutzen gilt.
Ob ich mir den Sendungstitel “Das Schlaflabor – melodisch Schnarchen leicht gemacht” schützen lasse?
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Erstellt von duftbaeumchen am 11. Januar 2010
Eine Finallösung scheint gefunden. Wie die Kreditinstitute verlautbaren, soll die bargeldlose Bezahlerei wohl wieder problemlos möglich sein. Nun müssen die ec/ Maestro-Karten nur noch fit fürs Ausland gemacht werden.
Die EMV-Chips werden umprogrammiert. Anfänglich mit speziellen Geräten in den Filialen, danach sogar direkt am Bankomat.
Das wird dann folgendermaßen ablaufen:
An den blechernen Geldgebern werden direkt über dem Kartenschlitz kleine Aufsätze montiert und die vorhandene Tastatur mit einer zweiten, fast unsichtbaren, aber dafür mit wesentlich umfangreicheren Leistungsmerkmalen vollgestopften überklebt ergänzt. Die Bedienprozedur bleibt vorerst, wie sie ist.
Wundern Sie sich bitte nicht, wenn mehrmals am Tag Mitarbeiter einer kostengünstigen Fremdfirma direkt am Gerät den ordnungsgemäßen Sitz dieser Zusatzmodule überprüfen. Die Erfahrung zeigt, dass Bastler und gelernte DDR-Bürger gerne jede Gelegenheit nutzen, um preiswert an Material zu kommen. Desweiteren wurden aus Gründen der Geheimhaltung für diese Arbeiten extra ausländische Arbeitskräfte mit nur marginalen Deutschkenntnissen verpflichtet. Es hat also keinen Zweck, diese nach dem Grund ihrer scheinbaren Manipulationen am Automaten zu fragen. Sie können Ihnen nicht antworten – es sei denn, Sie sprechen eine/ mehrere südosteuropäische Fremdsprache/n. Außerdem dürfen Sie ruhigen Gewissens davon ausgehen, dass diese Mitarbeiter sorgfältig und unter Beachtung höchster Sicherheitsstandards ausgewählt wurden und genau wissen, was sie tun.
Falls die Geldautomaten also demnächst etwas anders aussehen, als Sie es gewohnt sind, machen Sie sich nichts draus. Denken Sie immer daran: Für die Sicherheit unseres Geldes ist den Banken kein Aufwand zu hoch.
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Erstellt von duftbaeumchen am 10. Januar 2010
Vielleicht hat es der/ die/ das eine gelesen/ gehört/ gerochen: Mitarbeiter einer H&M-Filiale in Nju Jork haben unverkäufliche Winterkleidung zerstört und entsorgt, anstatt sie Bedürftigen und Obdachlosen zur Verfügung zu stellen.
So weit, so nicht gut.
Doch darum geht es jetzt gar nicht. Mich bewegt etwas anderes.
Der Aufmacher, das Symbolfoto und der Bilduntertitel.
Hier passt ja überhaupt nichts zusammen.
“H&M zerschneidet unverkäufliche Winterkleidung“
Und drunter eine augenscheinlich weibliche Einkäuferin vor einer Sammlung grottenhässlicher Männerunterbuxen.
Untertitel: “H&M-Shop: Proteststurm im Internet”
Uiuiui – Proteststurm am Wäscheregal?! Es wird auch schon recht windelig hier.
Beim Betrachten des Bildes (Klick macht groß) muss ich unweigerlich an einen mittlerweile länger als vier Jahre zurückliegenden Streifzug denken. Damals besuchte ich unter anderem eine hiesige Filiale ebendieses Bekleidungsunternehmens und durfte mein Erstaunen ob der kreativen Vielfalt im Angebot an Herrenunterwäsche zum Ausdruck bringen.
Respekt! Falls sich seit Juni 2005 das Angebot nicht wesentlich gewandelt hat und die dicken Jacken genauso “lustig” aussehen wie die Schlübber kann ich verstehen, dass der Verkauf bei H&M Probleme bereitet.
Und dass die Mitarbeiter Kleidung lieber zerschnibbeln als sie zu verschenken, erscheint mir dann ebenfalls plausibel.
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Erstellt von duftbaeumchen am 10. Januar 2010
Zitroneneis aus eigener Herstellung…

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Erstellt von duftbaeumchen am 8. Januar 2010
“Ausreichend Trinkwasser, ein Medikamentenvorrat und Kerzen [Hervorh. d. Verf.] sollten im Haus sein, sagte der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz, Christoph Unger, in Bonn.”(*)
Also wenn es danach geht, darf die bevorstehende Frostperiode drei Jahre dauern.
“Bundesamt rät zu Hamsterkäufen”(*)
Was soll ich denn mit ‘nem Hamster?
Der kostet Geld für Unterhalt und Krankenversicherung, macht Dreck und wenn man doch mal “aus Versehen” drauftreten sollte, ist er gleich kaputt.
PS: Wieviele Hamster benötigt man eigentlich für eine Winterjacke?
(*) rtl.de
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Erstellt von duftbaeumchen am 5. Januar 2010
“Und nun sucht sich jeder einen Partner!”
Hätte ich das vorher gewusst, wäre ich die temporäre Zehnminutenturnzweierbeziehung selbstverständlich mit der Herzdame eingegangen. Aber ich konnte ja nicht ahnen, was auf mich zukam…
Doch so durfte ich während der rückenschulischen Spochtstunde den Popser der liebsten Freundin und Gollejchin massieren. Unter Aufsicht.
War auch mal schön.
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Erstellt von duftbaeumchen am 3. Januar 2010
Langsam kommt sie wieder, die Fotografierlust…



(*) den Apfel vor die Balkontür
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Erstellt von duftbaeumchen am 1. Januar 2010
Gestern war’s. Beim Bürgerbrater des Vertrauens.
Am Nebentisch saß eine dicke Madame mit ihren Kleinkindern. Eigentlich nichts besonderes.
Ungewöhnlich fand ich nur – und ich musste erst zwei Mal hinschauen -, dass sie ihre fleischgefüllten Sesambrötchenhälften mit Messer, Gabel und abgespreiztem Kleinfinger aß.
“Die Jugend” kleckert, was die Ketchuptüte hergibt, der Normal-Bürger versucht vergeblich, das riesige Doppelstock-Fleischbrötchen komplikationslos in den viel zu kleinen Schnabel einzuführen – nur das Klein-Burgertum hat noch Stil.
Weiter so!
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