Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Archiv für Juli, 2010

das achte Geißlein

Erstellt von duftbaeumchen am 30. Juli 2010

Der Mensch als Geißel der Technik.

Morgens im Büro.
Beim Öffnen des Pörsenell Informejschen Mänädschers (PIM) sehe ich nur Leere im Eingangsfach. In mehreren elektrische-Post-Konten. Nichts. Nicht mal Werbung hat sich durch die Filter geschlichen.

Die Überprüfung der Mail-Server zeigt: Es ist alles in Ordnung.

Hat uns wirklich niemand über irgendwas informieren oder etwas verkaufen wollen?

Das kann doch gar nicht sein!


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panta rhei

Erstellt von duftbaeumchen am 27. Juli 2010

Ich möchte mich an dieser Stelle mal bei meinem Vater bedanken – das Wasser fließt wieder.

Also nicht, weil er irgendwas repariert hat. Vielmehr, weil er mir im Rahmen der Zeugungs”arbeit” einige seiner, wie sich mittlerweile herausstellte wertvollen Handwerkergene überließ.

Ein wenig Nervenkitzel ist schon dabei, wenn man abends nach 20.00 Uhr – also nach Ladenschluss der meisten Baumärkte – einen Wasserhahn vollständig zerlegt, um die Ursache für den verminderten Durchfluss des für die erfolgreiche Reinigung der Weißwäsche notwendigen Wassers zur Waschmaschine zu ergründen. Zumal der Hauptabsperrhahn für diese Entnahmestelle auch für die hinter der Wand liegende Menschenreinigungskammer zuständig ist und im Falle meines Versagens, verbunden mit der dann notwendigen Außerbetriebnahme des Ausflusses, die morgendliche Dusche nur aus heißer Luft bestünde. Wenn überhaupt.

Die alte Klempnerweisheit “Nach fest kommt ab.” schwebte zwar dicht über meinem lichten Haupthaar, erwies sich aber in diesem Falle als nicht zutreffend.

Desweiteren möchte ich ihm danken für die mir mitgegebene Sammelleidenschaft. Diese half mir nämlich, schon vor Monaten ein Fitzelchen Hanf aufzubewahren, welches mir vorhin im Zusammenspiel mit etwas ebenfalls schon länger vorrätig gehalten Spezialfettes zur Abdichtung eines Gewindes gute Dienste leistete.

Vielleicht ist sie auch ein Überbleibsel meiner ostdeutschen Herkunft: Erst ma ha’m und dann ä Stück weg damit. So wie früher.

Lange Schreibe, kurzer Sinn: Die Operation ist geglückt, der Wasserhahn innewendsch gereinigt, instandgesetzt und wieder wie neu.

Danke.

Aber was mache ich nun mit dem gesparten Geld für den richtigen Handwerker? War mein Handeln überhaupt volkswirtschaftlich vertretbar? Wo kommen wir denn hin, wenn alle alles selber machen?


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Baustoffekatalog

Erstellt von duftbaeumchen am 25. Juli 2010

Woran erinnert mich das nur?

Baustoffe

Ach ja, ich könnte mal wieder zum Baumarkt fahren …


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Planänderung

Erstellt von duftbaeumchen am 23. Juli 2010

Werte Leserinnen und Leser,

unter Bezugnahme auf einen Hinweis eines Bediensteten der Leipziger Stadtverwaltung (das ist der, der früher mal beim Nachwende-Stadtfunk mitgemacht hat) darf ich an dieser Stelle bekanntgeben, dass die “Kantine Leipzig” auf Grund des ab morgen überraschend stattfindenden Osterfestes Sonderöffnungszeiten eingerichtet hat und diesjährig auch am kommenden Ostermontag, also auch am 23. Juli 2010, zum Mittagsmahle einlädt.

Wie Sie der noch bis zum 06. August gültigen Speisekarte entnehmen können, gibt es süß-sauren Milchreis mit Sauerkraut und Schweinefleisch.

Na dann: Wohl bekomm’s!


Und nun weiß ich auch, warum es heute beim Kaufmann des Vertrauens so voll war – morgen beginnt die allösterliche Hungersnot. Die zweite in diesem Jahr.


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darf’s ein wenig weniger sein?

Erstellt von duftbaeumchen am 23. Juli 2010

Die Herzdame war gestern Abend im Kino.

Ohne mich.

Eine Liesdramaschnulze aus Asien. Läuft auch nur in ausgewählten Lichtspieltheatern. “My name is Khan”. Der Name sagt eigentlich schon alles aus.

Doch – wie ich der Filmbeschreibung und den Ausführungen der Herzdame entnahm – ist es wohl kein typischer Bollywood-Streifen.

Es fehlten die Tanzszenen und deshalb war er nur reichliche zwei Stunden lang.

Schade, sonst würde ich mir den auch gern anschauen.

Aber so … Ganz ohne Gruppengezappel? Und dann nur zwei Stunden?

Neee.


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ritsch-ratsch

Erstellt von duftbaeumchen am 21. Juli 2010

Mitteilung aus dem Inneren eines neuen Computers. Sie sehen folgenden Text auf rotem Grund direkt unter dem Prozessorlüfter, welcher während des Betriebs eigentlich problemlos mit einem Finger angehalten werden kann:

“Warning!

Hazardous Moving Parts

Keep Fingers And Other Body Parts Away”

Für die Nichtengländer unter meiner Leserschaft übersetze ich mal fix:

“Warnung!

Gefährliche|riskante|gewagte|abenteuerliche|halsbrecherische|risikoreiche bewegliche Teile

Finger und andere Körperteile fernhalten”

Und andere Körperteile?

Na klar!
Manchmal hört man ja von Zeitgenossen, die ihren Pullermann zwecks Befriedigung gewisser Lustbarkeiten zum Beispiel im Staubsaugerrohr versenken.

Also, liebe Männer, Staubsauger geht in Ordnung, aber bitte nicht am PC-Lüfter verlustieren. Das sind nämlich empfindliche Teile.


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kleines Gärtnerglück

Erstellt von duftbaeumchen am 20. Juli 2010

Die Natur ist schon manchmal komisch. Erst passiert wochenlang überhaupt nichts und platzt über Nacht der Knoten.

Naja, wenn man den ganzen Tag an frischer warmer Luft abhängt und sich Sonnen kann und sogar mehrmals kostenfrei mit Getränken versorgt wird …

Die vier Pflanzen erklimmen Höhenzentimeter um Höhenzentimeter, haben bereits einen erklecklichen Teil des Balkons okkupiert. Glücklicherweise stellte uns ein nahestehender Wald einige Miniaturbaumstämme zu Verfügung, die sich – unter Anwendung meiner allgemeinbildenden polytechnischen Schuldbildung – vorzüglich als Kletter- und Haltegerüst für die gen Himmel strebenden Verästelungen verbauen ließen.

Nun können wir nur hoffen, dass sie nicht auch noch alle gleichzeitig reif werden.


PS: Die im Frühjahr beim Kaffeeröster feilgebotenen und von der Herzdame “zeitnah” zu Erde gelassenen Erbeerpflanzensamen sind fast alle zu Tode gekommen. Nur drei derer haben überlebt und mickern vor sichhin. Sie wachsen sehr langsam, aber sie wachsen. Immerhin.

Bis Weihnachten ist ja noch etwas Zeit.


Artverwandtes: Neues aus dem Zuchthaus, Ohne Wasser, merkt euch das, …


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Wuwuseelenheil

Erstellt von duftbaeumchen am 14. Juli 2010

Wir haben ES überstanden.

Was bleibt, ist die Frage: Lösen sich die Tröten nun von selbst auf, haben die irgendwo einen grünen Punkt eingestanzt oder wurde denen ein spezieller Weichmacher zur “zeitnahen” Verflüchtigung ihrerselbst implantiert?

Oder müssen die etwa teuer als Sondermüll entsorgt werden?

Von meinen Steuergeldern wohl auch noch, häh?


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in der Hitze der Nacht

Erstellt von duftbaeumchen am 14. Juli 2010

Gartenverein

Fällt euch bei Betrachtung des Bildes etwas auf?

Nicht?

Dann guckt doch mal ganz genau hin!

Na gut, ich verrat’s: Im Gartenverein gibt es keine, das Gesamtareal nachts erleuchtenden Laternen. Ja, hier und da mal ein winziges Nachtlicht, welches die kleine Parzelle illuminiert. Doch sobald es dunkel wird, tauchen die Wege ab ins Schwarz der Nacht.

Und das kann dem/ der einen oder anderen zum Verhängnis werden.

Gestern Nacht, gegen Nulluhrfünfzehn, ich bettete mich zur Ruhe.
Kurz bevor mich der Sandmann in sein Reich schleppen konnte, durchströmte unser Schlafzimmer ein geheimnisvolles Geräusch.

“Ooooh ja, uuuaaaahh, jaaaaa …”.

“Was ist denn nun los?”, dachte ich und öffnete Augen und Ohren.

“Jaaaaa, … weiter …, mmmhhhh …” tönte eine weibliche Stimme, ergänzt um gekränkt klingendes Hundegebell.

Nun herrschen in hiesigen Gefilden ja derzeit selbst bei nächtlicher Dunkelheit subtropische Temperaturen und diverse Maueröffnungen sind weit geöffnet, um auch die kleinste Frischluftbrise aufzusaugen. So vermutete ich, dass eine meiner älteren Nachbarinnen Kreislaufprobleme hatte oder im Schlaf halluzinierte.

Ich erhob mich und ging ans Fenster.

Plötzlich Stille.

Nichts.

Vielleicht halluzinierte ich ja selbst schon.

Als ich mich gerade wieder hingelegt hatte, ging es wieder los.

“Oooohhhh, jaaaaa, …”

Nochmals stand ich auf.

Also aus “unserer Ecke” kamen die Geräusche nicht. Beim sowohl optischen als auch akustischen Abtasten der Balkone und Fenster konnte ich keine Auffälligkeiten entdecken. Die seltsamen Laute kamen eindeutig aus der Gartenanlage – allerdings in einer Lautstärke, die mich vermuten ließ, meine direkten Nachbarn nebenan wären der Grund für die Ruhestörung.

Nun erkennt man ja im Dunkeln nicht allzuviel.

Und genau das wird der Auslöser gewesen sein.

Ich vermute, dass sich zwei oder mehrere Stadtbürger im Schreberverein verirrt hatten, im Dunkeln den Weg aus dem Parzellendschungel nicht mehr fanden und zu allem Übel sich selbst auch noch aus den Augen verloren. Meine Annahme verstärkte sich, als dann auch noch lautstark und wiederholt die Worte “ich kooomme, jaaaa, ich komme gleich” intoniert wurden. Die “oooohs”, “Aaaaahhhs” und “Mmmmhhhs” könnten Anzeichen von Verletzungen durch Dornensträucher, vergessene Harken und dergleichen bei der Wegsuche gewesen sein.

Ob sie sich gefunden haben, vermag ich nicht zu schreiben, denn auf einmal war wieder Stille.

Nur der Hund meldete sich letztmalig und ich schlief endlich ein.

Wer weiß, ob sie doch noch zueinander fanden …


PS: Der alleinstehende Nachbar schräg über Eck unter uns schläft in Boxershorts und Socken. Würde er das Fenster schließen, könnte er de Schdrimbe auch noch weglassen.


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heiß, heiß, Baby

Erstellt von duftbaeumchen am 12. Juli 2010

Große Vorteile einer handgesteuerten Büroklimautomatik:

  1. abends, gegen 20.00 Uhr MESZ öffnen sich die Außenjalousien zeitgesteuert
  2. bei Sonneneinstrahlung liegt die Wahrscheinlichkeit der automatischen Verdunkelung bei ca. 50 Prozent
  3. der Einschaltzeitpunkt der eingebauten Klimaanlage lässt sich nur für den nächsten Tag programmieren
  4. Montagmorgens ist es warm. Sehr warm.



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