Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Archiv für August, 2010

Es geht lohos!

Erstellt von duftbaeumchen am 31. August 2010

Nachdem wir mittlerweile 14 Strauchfrüchte in unregelmäßigen Abständen und eher vereinzelt ernten und uns selbst zum Zwecke der Lebenserhaltung zuführen konnten, rotten sich nun mehrere Grünlinge zusammen und reifen in der Gemeinschaft.

Die rote Welle setzt sich in Bewegung.

In ein, zwei Wochen beginnt die Ketchup-Produktion.

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besonders reinlich

Erstellt von duftbaeumchen am 31. August 2010

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Ja, weiß ich.

Mach’ ich aber nicht.

Mir schreibt sowieso niemand.


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Was spricht gegen Linsensuppe?

Erstellt von duftbaeumchen am 31. August 2010

Gestern Abend vor der Nachtruhe.

Für den Samstag lud die Herzdame ihre Damenriege zzgl. Anhang zum geselligen Beisammensein ein und möchte gern, dass ich (als Mann) – entgegen gesellschaftlich allgemein anerkannter und durch die Evolution hervorgebrachter Gesetzmäßigkeiten – das Abendessen zubereite.

Ganz konkret: Ich soll – was wiederum typisch männlich ist – grillen.

Prinzipiell keine schlechte Idee.
Da aber die Meteorologen derzeit nur recht vage darüber Auskunft geben, ob am Samstag überhaupt Wetter sein wird, warf ich ein: Ich könnte doch auch mal Linseneintopf machen.

“Neeeejjj. Wieso denn Linsen? Du bist komisch!” (nicht im Sinne von lustig, sondern eher von seltsam.)

Also frage ich in die Welt hinaus: Warum muss man denn bei derart “Festlichkeiten” immer solch ein Brimborium veranstalten? Was ist denn an Linseneintopf auszusetzen?

Er ist nahrhaft, sättigend und die große Suppenterrine, aus der alle gemeinsam löffeln, trägt nicht unwesentlich zur Festigung des Gemeinschaftsgefühls bei. Desweiteren und vor allem halten sich die Arbeiten im Rahmen der Rücksetzung des Geschirrbestands in den Werkszustand in Grenzen.
Jeder bekommt einen Löffel, ein Platzdeckchen (wegen der Kleckerei und Krümelei) und ein Glas für ein Getränk der Wahl. In Ermangelung einer tönernen Suppenschüssel stelle ich einfach den Topf in die Mitte. Dazu reiche ich Brot und etwas Kräuteressig sowie Zucker zur individuellen Verfeinerung.

Fertich!

Während der Vorbereitung und beim Grillen selbst hingegen werden Unmengen an Tellern, Schüsseln, Schälchen und Besteck beschmutzt, die letztlich wieder gereinigt werden müssen.

Durch mich, da ich der Lebensgemeinschaftsküchenfuzzie bin.

Der Einwand, dass man ja auch Wegwerfplastik”geschirr” verwenden könnte ist zwar berechtigt, aber stilistisch nicht vertretbar.

Andere entgegnen wiederum, dass nicht alle Leute Linseneintopf mögen.

Ja, ja, ja.
Kalbshaxe und Steak ist auch nicht jedemanns Geschmack. Für die “Timi” zum Beispiel müssen wir immer fleischlose Extrawürste braten. Das Sprichwort “Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die keiner kann.” hat nun mal seine Berechtigung – irgendwas ist immer.

Und davon abgesehen: Der Grill versteckt sich momentan hinter den Tomatenpflanzen.

Selbst wenn ich wollte, könnte ich nicht.


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Intimfrage

Erstellt von duftbaeumchen am 29. August 2010

Wenn man solche Seife von der eigenen Herzdame geschenkt bekommt, sollte man sich dann Gedanken über die Pflege des eigenen Intimbereichs machen?

Spermienseife

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für dumm verkauft

Erstellt von duftbaeumchen am 27. August 2010

Neulich in der Galeria-Werbung: “Wie war denn ihr sejl? War alles drin?”

Was war wo drin?

Früher hießen die Dinger einfach nur Sonderangebot, zum Saisonende meist auch Schlussverkauf.

Doch im Lauf der Jahre haben sich wohl so viele “sale”-Schilder angehäuft – wahrscheinlich gibt es Geheimverträge mit britischen oder amerikanischen Schildermalern -, dass sie nun schon geraume Zeit mit aller Macht unters Volk gebracht werden müssen. Dafür wurde sogar der Begriff Schlussverkauf abgeschafft.

Man sollte zukünftig nur noch mit Helm einkaufen gehen, damit man sich nicht an den Pappdingern das Rübchen aufschlitzt. Entweder sind die schilderaufhängenden Gebrauchswerber noch Kinder (was verboten wäre) oder kleinwüchsig.

Wie war denn nun ihr sejl?

War alles drin?


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eine Bootsfahrt, die ist lustig …

Erstellt von duftbaeumchen am 27. August 2010

Die Mutter/ Omi erwarb zwei Entenpatenschaften anlässlich des jährlich stattfindenden Wasserfestes. Eine für uns (die Herzdame und mich) und eine für sich selbst. Toll.

Für die Leser, die das Leipziger Wasserfest nicht kennen: Wir beteiligten uns damit nicht nur monetär an der Erweiterung des Ruder-Abenteuer-Camps am Elster-Saale-Kanal des SC DHFK Leipzig e.V., sondern nahmen mit unserer patentierten Ente auch am großen, preisbewehrten Entenrennen teil.

Unverschämt und hinterlistig finde ich allerdings, dass sie uns genau die Patenschaftsurkunde weiterverkaufte, die mal wieder nichts gewann.

Aber das ist ja immer so – entweder verliert man oder es gewinnen die anderen.

Weniger unverschämt finde ich wiederum, dass die Mutter/ Omi uns (der Herzdame und mir) den Hauptgewinn, den sie infolge des hinterlistigen Verkaufs der Verliererpatenschaft an uns dann selbst einstrich, für einen kleinen, noch zu verhandelnden Obulus überlässt.

Gute Mutter/ Omi.


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Rache? Natürlich!

Erstellt von duftbaeumchen am 25. August 2010

Sie wachsen und wachsen und wachsen mir langsam über den Kopf. Nicht nur hinsichtlich der Größe. Sie okkupieren bereits einen beträchtlichen Teil des Balkons und ein Trieb schlängelt sich sogar schon durch die Efeu”mauer” hindurch über den Abgrund. Fast täglich stütze ich die die Last der unreifen Früchte nicht mehr halten könnenden Äste mit Bindfäden an extra für diesen Zweck dem hiesigen Auenland entnommenen Althölzern. Das Buschwerk der vier mittlerweile fast zwei Meter hohen Pflanzen sammelt Licht und Luft ohne Unterlass.

Von wegen Nachtschattengewächse. Die wachsen auch tagsüber.

Nach zweiten und dritten Hochrechnungen könnten zirka 100 bis 130 Tomaten reifen, sofern der Entwicklungsprozess nicht durch widrige Umwelteinflüsse gestoppt wird.

Irgendwas läuft hier in die falsche Richtung. Ist das die Rache für bisherige jahrelange “Fehlbedienung” der Natur meinerseits?


Artverwandtes: Reifeprüfungsangst, kleines Gärtnerglück, Neues aus dem Zuchthaus, Ohne Wasser, merkt euch das, …

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Wie lange noch?

Erstellt von duftbaeumchen am 25. August 2010

Gestern waren wir, die Herzdame und ich, mal wieder im Kino.

In einem Kino, welches ich seit mehr als zwanzig Jahren nicht mehr betreten hatte.

Die “Schauburg” hier in L.E.

Obwohl mit mehreren Sälen ausgestattet ist es doch mehr Programm- als Großraumunterhaltungskino. Hier werden auch Filme gezeigt, die es meist nicht auf die große Popcorn-Leinwand schaffen, wobei das nicht heißen soll, dass das Ambiente unbequem und schmuddelig wäre. Ganz im Gegenteil: Die Sessel sind ordentlich besitzbar (wenn man von den nicht vorhandenen Kopf”stützen” mal absieht) und sauber. Cinetypische Speisen und Getränke werden vom Kassenwart persönlich ausgegeben, nur auf einen Eisverkäufer und die elendig lange Werbung vor dem Film wartet man hier vergeblich.

Gestern zumindest.

Dafür begrüßte uns – ganz im Stil des unvergesslichen Hasso Veit im alten CapitolWalter Wanderley mit “Summer Samba” an der Hammondorgel. Nicht persönlich, aber zumindest vom Band.(*)

Worauf ich aber eigentlich hinweisen möchte …

Das Kino gab es bereits zu DDR-Zeiten. Seit der “Wende” stemmen sich die Betreiber gegen den Druck der Multiplexketten und wir fragten uns, wie ein Kino überleben kann, wenn sich nicht mal zehn Leute einen Film anschauen in einem Saal, der locker für 250 reicht.

Die Antwort ist ganz einfach.

Die sparen an den Eintrittskarten.

Sowohl aufgedruckte Postleitzahl als auch Telefonnummer lassen darauf schließen, dass die Abreißkartenrollen bereits Anfang der neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts angeschafft wurden. Damals gingen die Geschäfte noch wesentlich besser und es war genügend Geld vorhanden, vorausschauend in Billetts für die nächsten hundert Jahre zu investieren. (Wie seinerzeit Loriot in “Pappa ante portas” in Radiergummis.)

Bis 2090 ist also noch etwas Luft und es bestehen gute Überlebenschancen.

Eintrittskarte Schauburg

(Eintrittskarte des Kinos “Schauburg”, Leipzig, 24.08.2010)

 

Was mir ebenfalls auffiel: Auf dem papiernen Schnipsel steht geschrieben “Karte bitte aufbewahren und auf Verlangen vorzeigen”

Wie lange muss ich das tun? Muss ich die Karte ständig bei mir führen oder genügt es, selbige zu Hause zu archivieren? Sollte ich Sicherheitskopien anlegen? Was passiert, wenn sie verlustig geht?

 

(*) Die Herzdame staunte wieder mal über meinen musikalischen Fach- und Sachverstand. Kaum wenige Sekunden gehört, schon konnte ich das Stück identifizieren (schließlich weiß ich, was bei mir im Plattenschrank steht) und eine kleine Geschichte zur “Kinoeinlassmusik” der Siebziger erzählen. Ältersein hat eben nicht nur Nachteile.

 

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Test nicht bestanden

Erstellt von duftbaeumchen am 24. August 2010

Diese elenden Spitzbuben!

Er (ein Bekannter) fragte mich gestern Abend: “Wenn ich Onlinebänking machen will, kommt neuerdings immer diese Seite hier …”

TAN-Liste

(Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde

Zur Zeit befindet sich eine neue Online Banking Software in der Testphase, wodurch einige Kundendaten teilweise beschädigt wurden. Aus diesem Grund bitten wir Sie, 30 TAN’s einzugeben, damit Sie Online Banking weiterhin nutzen können.)

“Ist das richtig so?”

Schon das “Deppenapostroph” in TAN’s sollte jedem Internetnutzer deutlich machen: Achtung! Hier stimmt was nicht!

Geschickt gemacht. Der Virenabtaster meldete nichts und das Internetseitenanzeigeprogramm (neudeutsch auch Brauser genannt) gab grünes Licht. Es schien also alles in Ordnung zu sein.
Die Schlitzohren warteten im Hintergrund. Die Anmeldung bei der Bank funktionierte – wir haben also schon mal Kontonummer und PIN erfasst -, nun fehlten nur noch ein paar TAN zur erfolgreichen Überweisung diverser “Kleinbeträge”.

Lieber Kunde, gibst Du uns welche?

Natürlich nicht!

Meine Untersuchungen führten mich zu einer kleinen Datei, die sogar mit einem digitalen Zertifikat des Antivirenprogrammherstellers “Sophos PLC.” versehen ist. Sie wurde also von Windows Vista als vertrauenwürdig angesehen, beim Systemstart anstandslos geladen und wartete auf Eingaben auf bestimmten Internetseiten.

Diverse Abfragen bei “Online-Virenüberprüfern” ergab: Nichts. (Das Bild zeigt eine erneute Überprüfung heute morgen.)

Alles sauber.

Und doch ist in dieser kleinen Datei etwas Spitzbübisches enthalten.

Kaum hatte ich die Routine deaktiviert, funktionierte auch der Bankzugang (*) wie zuvor. Dass sie der Grund dafür war, dass auch YouTube-Videos seit einigen Tagen nicht mehr abgespielt wurden (was für den PC-Eigner sogar noch viel schlimmer war), stellte sich ebenfalls heraus.

Wir merken uns also: Trotz Virenscanner und anderer Schutzprogramme, trotz Überprüfung durch den Webbrowser, trotz digitaler Unterschriften – niemand ist vor virtuellen Langfingern sicher!

Werte Kunden, überlegen Sie doch mal logisch: Welches Kreditinstitut könnte es sich erlauben, bei Programmtests Kundendaten “zu verlieren”? Welche Daten sollen das denn sein? Die Transaktionsnummern, die die Ihnen zugeschickt haben vielleicht? DIE Nummern, die maschinell erstellt und eingetütet werden; die ganz leicht durch neue, maschinell erstellte und eingetütete ersetzt werden können?

Wenn die wirklich mal wichtige Daten “verlieren” sollten, dann werden wir die Letzten sein, die davon erfahren. Schon gar nicht auf der Internetseite.


(*) Wir wissen natürlich, dass nun weiterführende Maßnahmen folgen müssen.

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Apfelbecher

Erstellt von duftbaeumchen am 23. August 2010

Nun haben sie es endlich geschafft. Im dritten Anlauf.

Der Elektronikriese Apple verklagte einen Hersteller, weil der einen Eierbecher “Ei-POTT” nennt und selbigen sogar unter ebendiesem Namen verkauft. Endlich bekommt Apple recht.

Solchem Treiben muss frühzeitig ein Riegel vorgeschoben werden.

Apple bewies wieder mal Weitsicht.

Der eine und andere Leser wird sich vielleicht konfus an den Kopf greifen und die Geschichte als alberne Juristenschmonzette abtun.

Doch denken Sie bitte zwei Schritte weiter!

Wir sind es gewöhnt, dass selbst einfachste Dinge des täglichen Bedarfs mit immer mehr Funktionen ausgestattet werden. Das mobile Funktelefon zum Beispiel wurde ursprünglich zum Telefonieren erfunden und, weil es mehr oder weniger handlich war, Handy genannt. Mittlerweile ist die Telefonfunktion nur noch Nebensache. Dafür kann es Musik abspielen, Textnachrichten versenden und anzeigen, Fotos und Filme aufnehmen und sogar Internetseiten darstellen. Der Name – ein Kunstwort – änderte sich nicht.

Was der aktuell gehandelte Ei-POTT noch nicht kann, wird vielleicht die nächste oder übernächste Betriebsprogrammaktualisierung (in Fachkreisen auch Firmware-Update genannt) mitbringen.
Derzeit nur für die Gewährleitung der Standfestigkeit des gemeinen Hühnereis gedacht, wird er womöglich auch bald den Rundfunkempfang am Essplatz ermöglichen und Lebendbilder vom Chaos auf dem Frühstückstisch direkt ins Internet weiterleiten.

Schon wäre er leicht mit dem apfeligen Eiertopf zu verwechseln.

Der kann zwar keine Eier halten, aber vermutlich arbeitet Apple schon länger an einer derartigen Funktionserweiterung und wollte vorsorglich die Konkurrenz ausschalten.


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