Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Archiv für September, 2010

Stehenbleiben! Hier gibt’s was zu sehen.

Erstellt von duftbaeumchen am 30. September 2010

F/STOP Fotofestival Leipzig 2010

Wann darf/ muss/ sollte Fotografie als Kunst bezeichnet werden?

Ich weiß es nicht und konnte es auch diesmal nicht ergründen; vielleicht bin ich für manche Spielarten der Kunst schon zu alt.

Aber trotzdem hab’ ich  mir wieder alles angeguggd.

4. Internationales Fotografiefestival F/STOP Leipzig 2010

Ob Tapetenwerk oder Ringmessehaus – die Lokationen passten vorzüglich zum Motto “Im Verborgenen”. Gerade das seit Jahren leerstehende Ringmessehaus mit seinen riesigen, von Verfall gezeichneten Hallen bot einen passenden Rahmen für Peter Bialobrzeskis großformatige Stadtansichten Shanghais.

Foto”kunst” ausgestellt in sonst für die Allgemeinheit unzugänglichen – verborgenen – Räumen. Kunst und Krempel. Bunt gemixert.

Wenn ich den Fundus meines bisherigen Schaffens in Relation zur betrachteten Kunst setze, darf ich konstatieren: Da steckt Potential für viele Ausstellungen drin.

Ich such da mal was raus …

Nebenbei bestätigte sich auch die These, dass Frauen uns Männern hinsichtlich der Auffassungsgabe manchmal etwas voraus sind.

F/STOP Fotofestival Leipzig 2010

Fällt euch bei diesem Bild was auf?

Ich konnte bei der Musterung nichts Außergewöhnliches entdecken.

Eine junge Frau steht im Bad vor dem Spiegel und rasiert sich das erste Mal die Achselhaare.

So (sinngemäß) der Titel des Werkes.

Den beiden fotografieinteressierten Damen – mutmaßlich Mutter und Tochter -, die sich zufällig und parallel mit mir aber unabhängig von mir von Spielstätte zu Spielstätte hangelten (die waren mit dem Auto auch nicht schneller als ich mit den ÖNV), fiel nämlich nach nur kurzem Blick auf die Szenerie auf: Die Umgebung und alle Requisiten lassen sich einem engen Zeitraum zuordnen.

Nur ein Utensil passt nicht in diese Zeit.

Der Rasierer.

Virtuelles Kopfschütteln und verbales Unverständnis ob dieses stilistischen Fauxpas’.

Zufall oder Kalkül?

So erreicht man, dass über Kunst gesprochen wird.

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Wasser Marsch!

Erstellt von duftbaeumchen am 30. September 2010

Feuerwasserbecher

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noch Sand im Schuh

Erstellt von duftbaeumchen am 26. September 2010

Melden uns zurück …

bestrahlt

Schei*wetter hier!

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wortlos

Erstellt von duftbaeumchen am 17. September 2010

Es muss was ganz schlimmes passiert sein.

Seit Wochen begegnet sie mir unregelmäßig morgens an der Haltestelle neben dem Sonnenstudio. Sie meist auf den öffentlichen Verkehr wartend auf dem Fußweg, ich vorbeifahrend im Auto auf dem Weg zur Arbeit.

Seit Wochen das gleiche Bild: Anfang zwanzig, schwarze Haupthaare, jugendlich fesch gekleidet.

Telefonierend.

Immer.

Wenn sie morgens kurz vor Acht dasteht, telefoniert sie. Wenn sie noch auf dem Weg zur Haltestelle ist – sie telefoniert.

Als ob ihr das Handy am Ohr festgewachsen ist.
Selbst die Frisur ist passend gestaltet – die rechte Seite bietet ungehinderten Zugang zum Hörorgan. (Wahrscheinlich musste ihr Friseur während eines Dauergesprächs drumrumschneiden.)

Bereits nach wenigen Begegnungen fiel mir das auf und ich versuchte schon länger, diese Situation im Bild festzuhalten.

Es gelang mir bis heute nicht.

Meistens ließ es die Verkehrslage nicht zu, manchmal vergaß ich es und “war zu spät” oder die Straßenbahn versperrte spontan die Sicht.

Heute hatte ich Glück.

Doch gerade heute telefonierte sie nicht.

Nein, sie hatte einen “Knopf” im rechten Ohr und manipulierte an einem vermeintlichen Musikabspieler herum.

Das erste Mal seit ich sie “kenne”.

Was war da los? Handy kaputt? Gesprächspartner kaputt? Keine Freunde mehr? Anschluss gesperrt?

Oder hatte sie vielleicht bisher gar nie telefoniert und hielt sich nur ein kleines, handtellergroßes Kofferradio ans Ohr?

Trug sie heute das erste Mal ihren neuen MP3-Spieler zur Schau?

Wenn es so ist, was passiert jetzt mit der Frisur? Wächst die nun rechts zu? Schließlich wird bald Winter.

Ob wir es je erfahren werden?

Ich bleibe wachsam.

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des Papstes neue Kleider

Erstellt von duftbaeumchen am 16. September 2010

Mittlerweile hat sich durchgesetzt, dass Messen – egal ob Auto, Gourmet- oder Spielemessen – nur gegen Entrichtung eines Obolusses zu besuchen sind. Schließlich können die Nebenkosten, die der gemeine Messebesucher verursacht, nicht alle auf die Aussteller umgelegt werden.

Man kennt es ja nicht anders, man hat sich dran gewöhnt.

Und diesen Gewöhnungseffekt macht sich auch der Herr Ratzinger zu Nutze.

Der veranstaltet ja auch Messen – zwar nicht, um materielle Waren des täglichen Bedarfs feilzubieten, jedoch um seinen Schafen ein Stück Seelenheil zu verkaufen.

Wie diverse Quellen melden, ist der Besuch der in den nächsten Tagen in Großbritannien stattfindenden Gottesdienste, bei denen der Pope höchstselbst seine Reden schwingt, nun auch kostenpflichtig.

Er wird sicherlich nicht selbst im Kassenhäuschen sitzen, aber: Ohne Moos nix los. Wenn’s im Klingelbeutel nicht mehr klingelt, dass muss man den Gläubigen das Geld eben anderweitig aus der löchrigen Tasche ziehen.

Wer sich nun gleich wieder aufregt, möge bedenken: In seiner Funktion als Papst knüpft er damit nur an alte, in Vergessenheit geratene Traditionen an und verbindet Altertum mit Neuzeit. Dort wo Kirchensteuern nicht mehr ausreichen, ist die Suche nach anderen Wegen des Gelderwerbs notwendig. Schließlich müssen Kerzen, Oblaten und Weihwasser auch von irgendwem bezahlt werden.

Oder ist das vielleicht das neue Gewand des Ablasshandels? Die Eintrittskarte als Nachweis der Buße vor dem Herrn?

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Neues von KD

Erstellt von duftbaeumchen am 12. September 2010

Tach. Post.

Nu isses soweit.

Vor mittlerweile drei Monaten erhielten wir die Mitteilung von Kabel Deutschland, dass nun doch noch eine Rechnung für den Rundfunkkonsum kommen wird.

Also vielmehr demnächst. Wobei die sich nicht konkret festlegten, wann genau “demnächst” sein wird. Im Rahmen der Menschheitsgeschichte kann “demnächst” ja auch in zweihundertdreiundsechzig Jahren sein. Oder so.

“Demnächst” war dann aber doch bereits gestern.

Mit zitternden Händen und zugeschnürter Kehle öffnete ich den immer noch an die alte Anschrift adressierten Brief.

“Ihre Rechnung für September 2010″

Aha.

Um diesen Eintrag nicht unnötig in die Länge zu ziehen: Wir bekommen den halben Novemberbetrag – schließlich mussten wir mehrere Tage auf mediale Berieselung verzichten – erstattet und zahlen den üblichen “einmaligen Preis zu Vertragsbeginn”.

Mehr nicht. Was, mehr nicht? Nein, mehr nicht!

Sehr schön. Wenn das so weitergeht, könnte sich meine Meinung über KD vielleicht noch zum Guten ändern.

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Sushi mit Sushi – das erste Mahl

Erstellt von duftbaeumchen am 12. September 2010

… und anderen. (Den Titel müsst ihr nicht verstehen.)

Gestern beim Sushi-Mann.

Die Schiffchen mit den Reis-Fisch-Dingern ziehen an uns vorüber.

Unter anderem auch eines, bei dem in der weißen Reishülle eine grau-beige Masse zu erkennen war.

Die Herzdame: “Das ist bestimmt Thunfisch.”

Genau. Aus der Dose.

Obwohl wir dem Herstellungsprozess eigenäugig beiwohnten, gelang es den mutmaßlich japanischen Fachkräften (mit teilweise akzentfreier deutscher Aussprache) offensichtlich, uns gewöhnliches Büchsenfutter vorzusetzen.

Aber wie machen die das nur? Wir haben doch zugeguckt!

Fazit:

  1. Schmeckt gut, muss ich aber nicht jeden Tag haben.
  2. unbedingt Lesebrille und Tageslichtlampe vorrätig halten, um
    a) die winzige Schrift auf der Menükarte entziffern zu können und
    b) die minimalen Farbunterschiede der pastell-bunten Tellerchen zu erkennen
  3. Wasabi pur reinigt Atemwege und Tränengänge vorzüglich

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Ooch, nee, nicht schon wieder!

Erstellt von duftbaeumchen am 11. September 2010

Doch, doch, doch. Ein Bilderrätsel.

Heute Morgen ist bei uns dor heeme was seltsames “passiert” …

Sowas habe ich noch nie gesehen. Die Herzdame ebenfalls nicht.

Und ihr? Was könnte das wohl sein?

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alte Musik

Erstellt von duftbaeumchen am 11. September 2010

Es gibt tatsächlich noch Haushalte, in denen so ein Teil rumsteht.

Eine kleine Holzkiste,

- die vor dreißig Jahren im ehemaligen VEB Kombinat Robotron der ehemaligen DDR gebaut wurde,

- die immer noch funktioniert und

- sogar im täglichen Einsatz ist.

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Sichtschutzfaktor 6

Erstellt von duftbaeumchen am 10. September 2010

In dieser neutralen, dünnen, packpapierähnlichen dünnen Packpapiertüte war ein mit vielen bunten Bildern ausgestattetes zeitschriftenähnliches Heft verpackt.

Hat die Herzdame vom “Ausflug” mitgebracht.

Nun die Frage an die Fachwelt: In welcher Art Kaufmannsladen sind solche mit vielen bunten Bildern ausgestattete, besonders verpackungswürdige  zeitschriftenähnliche Hefte erhältlich?

Da kommse nie druff.

Und wenn doch – es muss Ihnen nicht peinlich sein.

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