Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Alice im Wunderland

Erstellt von duftbaeumchen am Montag 27. Dezember 2010

Ob Glück für die Heranwachsenden oder nicht, mag jeder Erziehungsberechtigte selbst entscheiden.

Aber stellt Euch doch mal vor, Alice Schwarzer zählte schon zweihundert Lebensjahre mehr als sie heute bereits auf dem Buckel hat. Wäre sie damals als aufstrebende  Jungemanze den Geschwistern Wilhelm und Jacob beim Märchensammeln, -aufschreiben und -veröffentlichen in die Quere gekommen?

Hätte sich des Aschenputtels böse Stiefschwester wirklich die Ferse abhacken dürfen? Was wäre mit der schwarzhaarigen Bleichgesichtigen geschehen, die sieben Männern gleichzeitig zu Frohn- und Werweißwasnochfürdiensten verpflichtet war. Man denke auch an des Mahlers Tochter, die einerseits gezwungen wurde, nächtens in Doppelschicht aus Ernteabfällen Edelmetall zu extrahieren und dann auch noch ihr Neugeborenes weggeben sollte. Bloß gut, dass sie des Rumpels Stielchen kannte …
Und hätte die im Wald lebende Rentnerin jenen grausamen, durch die Pubertierenden Hans und Grete heimtückisch ausgeheckten Tod in der Feuerstelle erleiden müssen?

Das alles und vieles mehr hätte es mit Alice sicherlich nicht gegeben!

2 Kommentare zu “Alice im Wunderland”

  1. Andreas S sagt:

    Vielleicht ist alles auch erstunken und erlogen. Rotkäppchen hatte sich vielleicht einfach nur verspätet und alles dem lieben Wolf in die Schuhe geschoben. Und Aschenputtel hatte möglicherweise gar keine Schwestern, wollte sich nur wichtig machen. Oder Dornröschen: Was, wenn die nur zu faul war aufzustehen und sich hierfür die Spindel ausdachte?

  2. duftbäumchen sagt:

    Dann haben die sich damals genauso verhalten wie die Jungmenschen heute?

    Respekt. Die Ausreden waren demnach vor zweihundert Jahren wesentlich besser ausgeschmückt und kreativ.