Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Oper von hintenunten

Erstellt von duftbaeumchen am Sonntag 23. Januar 2011

Und wenn ihr nicht wisst, was ihr mit eurer Freizeit anfangen sollt, dann geht doch mal in die Oper.

Abends. Wenn die letzten Klänge des Applauses noch durch die Gänge wabern, wenn die Kunstinteressierten und -banausen den Musentempel verlassen.

Zur Nachtführung.

Zirka 100 Minuten kurzweilige und erhellende Unterhaltung. Anekdoten, Geschichten und Wissenswertes. Unten, oben, hinten und vorn. Treppauf, treppab – das Haus scheint vorwiegend aus Aufgängen zu bestehen. Und Sälen, Hallen, Gräben, Emporen und Gängen.

Wir haben den Arbeitern beim Abbauen der Kulisse zu- und von Walter Ulbrichts Logenplatz aus auf zwei Drittel der Bühne herabgeschaut.
Mehr davon sieht man von dieser Position nämlich nicht. Ob Walter nur deswegen das Haus nur einmal zur Eröffnung besuchte, ist nicht überliefert.

Vielleicht missfiel ihm auch, dass die vom Zuschauersaal gut abgeschottete Staatsratsloge nur mit Dusche und nicht mit einer Badewanne ausgestattet war?

Man weiß es nicht.

Aber soviel ist bekannt: Wenn es hart auf hart kommt, schließt sich der eiserne Vorhang in einer halben Minute und durchs Treppenhaus schweben Pusteblumen. Seit über fünfzig Jahren.

Fazit: Sehr empfehlenswert.

Nachtführung durch die Leipziger OperNachtführung durch die Leipziger Operletzte Bühne für La TraviataCarmina Burana unter der DeckeBlick von der StaatsratslogePusteblume im TreppenhausNachtführung durch die Leipziger Oper


PS: Die Ixus80IS ist fürs Fotografieren bei schwacher Beleuchtung nicht besonders gut geeignet.

3 Kommentare zu “Oper von hintenunten”

  1. Otto sagt:

    Das Pusteblumen-Bild ist prima.

  2. Hans-Georg sagt:

    Wenn ich mal nach Leipzig komme, werde ich versuchen, mich an die Nachtführung zu erinnern. Oper und Theater ziehen mich magisch an.
    Das Pusteblumenbild ist wirlich genial.

  3. duftbäumchen sagt:

    Danke, aber nur fast genial.

    Mit meiner „richtigen“ Kamera und etwas Feinjustage der Betrachterposition lässt sich noch etwas mehr Genialität herausholen.

    Aber als Schnappschuss ist es schon mal nicht schlecht.

    Leider kommt man außerhalb der Vorstellungen bzw. besonderer Anlässe nicht zu dieser Stelle.