Erstellt von duftbaeumchen am 30. Juni 2011
Da fällt mir auf, ich habe noch gar nichts über unsere Brut berichtet.
Nach den phänomenalen Zuchterfolgen des vergangenen Jahres sind wir auch in 2011 wieder die Kleingärtner vom Betonbalkon.
Fünf Pflänzchen, von der besten (weil einzigen) Schwester der Welt herangepäppelt, stehen seit mittlerweile einigen Wochen vor dem Fenster und gedeihen, liebevoll von der Herzdame und mir gehegt, vor sich hin. Die ersten der zahlreichen Blüten sind bereits vergammelt und verwandeln sich in kleine grüne Murmeln mit Hut.
Die Fruchtmenge des Vorjahres werden wir zwar nicht erreichen – die Erfahrung lehrte uns, noch intensiver “auszugeizen” -, doch zeigt die erste Überschlagsrechnung, dass mindestens 200 (da hörte ich auf zu zählen) Tomaten zur Ernte bereithängen werden.
Wenn’s dann mal soweit ist.
…
Ach ja … Seid ihr auch manchmal so eigenartig drauf wie ich?
Zwei Rothäute der 2010er Ernte liegen immer noch in der Küche. Als Langzeitexperiment sozusagen. Sie verloren etwas an Farbe und ich möchte sie auch nicht mehr verzehren; aber ihre Haut besitzt noch ordentlich Spannkraft und sie sehen immer noch aus wie Tomaten.
Seltsame Sache das.
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Erstellt von duftbaeumchen am 26. Juni 2011
Nagelproben
Jeden Monat lässt sich die Herzdame neue Nägel machen und wird damit zum Fotomodell für mein kleines persönliches Jahresprojekt.
Kurz vor Toresschluss:

Mehr? Guckst Du hier auf der Projektseite.
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Erstellt von duftbaeumchen am 15. Juni 2011
“Och, guck mal. Der hat aber schöne gelbe Schuhe an. Ich möchte auch ein Foto von den gelben Schuhen.”, rief sie ihrem schwarzberockten Flanierpartner zu, nachdem ich zweimal auf den Auslöser gedrückt hatte und beide weiter ihrer Wege gehen “durften”.(*)
WGT 2011
Wave-Gotik-Treffen anno domini 2011 in Leipzig. Das zwanzigste mittlerweile.
Im vergangenen Jahr auf den Geschmack gekommen, durchstreifte ich auch am vergangenen Wochenende leichtfüßig und mit dem Fotoapparat ausgerüstet die Leipziger Innenstadt. Menschen, wohin die Augen blickten. Außerirdische, Altertümliche, Beinahetote und allerlei Zaungäste gaben sich ein Stelldichein. Sehen und vor allem gesehen werden.
In opulente und aufwändig gearbeitete Kostüme gehüllt, flanierten sowohl die “feinen Herrschaften” als auch Besucher fremder Galaxien des Weges. Wobei … Von entspannt Flanieren kann man eigentlich auch nicht sprechen, alle zwei Meter mussten sie eine Pause einlegen und sich unzähligen Fotografen stellen.
Der Weg ist das Ziel – Selbstinszenierung auf hohem Niveau.
Und so schlimm kann es für die Protagonisten nicht gewesen sein, schließlich drehten einige derer mehrmals ihre Runde durch die Masse der Schaulustigen. Keiner der von mir angesprochenen verweigerte sich meinem Wunsch nach fotografischer Konservierung der Szenerie.
Ach ja, und falls ihr zu Hause noch zerrissene Strumpfhosen in der Schublade rumliegen habt, so werft sie nicht weg. Sie haben eine zweite Chance verdient.
Spendet sie der “Szene”! Der Bedarf ist riesig.
(*) Mädel, falls Du bei der Suche nach WGT-Impressionen hier landest und euch auf den Bildern in der Galerie wiederfindest, so schreib’ mir eine elektrische Post und ich schick’ Dir ein Bild der Schuhe.
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Erstellt von duftbaeumchen am 13. Juni 2011
Was ich schon “lange” zeigen wollte …
Die Herzdame bekam Post vom Mädchenmarkt.
Darin steht: “blablabla … Leider gehören Sie nicht zu den drei Gewinnern der Hauptpreise … blablabla … Als kleines Dankeschön für Ihren Einsatz erlauben wir uns Ihnen ein kleines Präsent zu übersenden. … blablabla “
Juhu ein Geschenk. Vom MediaMarkt. ‘s ist bestimmt was elektrisches.
Oh, doch nicht. Es ist viel besser.
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Erstellt von duftbaeumchen am 9. Juni 2011
Du denkst an nüscht schlimmes, plötzlich siehste ‘nen nakschen Arsch hinter der Pappwand.
Da steht ein Mann mit heruntergelassener Hose und gelüpftem T-Ärmel-Shirt in der Herrenabteilung. An sich nichts Außergewöhnliches.
Aber er bewegt sich nicht.
Regungslos guckt er ‘ner Frau hinterher.
Ein Entblößer!
Ich schleiche mich drumrum und gucke von vorn.
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Erstellt von duftbaeumchen am 2. Juni 2011
Allerorten beklagen die öffentlichen Wasserver- und -entsorger, dass der Verbrauch immer weiter zurückgeht.
Die Folge: Zur Aufrechterhaltung des Einnahmevolumens werden die Preise erhöht. Dies wiederum veranlasst Max Mustermann zu weiteren Sparmaßnahmen.
Und die Wasserwerke erhöhen deshalb …
Naja, wir kennen das …
Früher, als ich noch in Kinderschuhen durch die Welt stapfte und das warme Wasser noch nicht so fluffig-flüssig aus der Wand sprudelte, war es üblich, die Körperkomplettreinigung zu festgelegten Zeiten und in einer familienweit konzertierten Aktion zu vollziehen. Tägliches Duschen war noch nicht erfunden.
Freitags wurde gebadet. Oder auch mal samstags bzw. sonntags.
Der Aufwand, genügend warmes Wasser zu bereiten, war nicht unerheblich.
Ganz früher wurde dafür das Waschhaus mit seinen zwei kohlebeheizten Zinkkesseln genutzt; in fortschrittlichen, nicht an die stadteigene Zentraldampfheizung angeschlossenen Haushalten waren in den siebziger/ achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts sogenannte Badeöfen weit verbreitet. Im Zuge des wissenschaftlich-technischen Fortschritts wurden später sogar Gasthermen oder Elektroboiler an die Wand getackert (und vor Herunterfallen mit einer Stahlplatte an der Rückseite der Wand zum Nebenraum gesichert).
Doch ich schweife ab.
Was ich eigentlich schreiben will: Bald ist es soweit. Bald werden wir uns wie in alten Zeiten nur noch einmal in der Woche waschen müssen.
Einige Zeitgenossen praktizieren dies – wie ich im Kaufmannsladen meines Vertrauens jede Woche feststelle – bereits heutzutage intensiv, andere Mitbürger verhalten sich noch zögerlich und verplempern wertvolle Tagesfreizeit unter der Schlauchbrause oder in der Badewanne. Sie waschen sich mit Wasser und Seife.
Das muss nicht sein!
Die ersten Deodorantien mit 72 Stunden Wirkzeit sind auf dem Markt und die nächste Stufe wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. In zwei/ drei Jahren werden wir Dank einer Anwendung mit dem Superduperdeo von Wochenende zu Wochenende ohne Zwischenwäsche kommen.
Das wird die Stadtwerke zwar noch mehr verärgern, doch “allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst, die keiner kann”.
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Erstellt von duftbaeumchen am 1. Juni 2011
Mittwochs ist Fischtag …

… und ein Fisch muss schwimmen.
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