Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

nasekitzelnder Tomatensaft

Erstellt von duftbaeumchen am Donnerstag 18. August 2011

Obwohl bzw. weil ich bereits weltweit als geachtete Konifere der Botanik gelte, muss auch ich mich permanent fortbilden.

Und so begab es sich, dass ich bei meinen Recherchen hinsichtlich der Ertragssteigerung unserer balkonesischen Feldfrüchte auf den Begriff „Jauche“ stieß.

Frisch gewagt ist halb gewonnen.

TomatensaftDie beim Beschnitt der unteren Tomatenextremitäten übrig gebliebenen Pflanzenreste lagerte ich in einem kleinen Eimer und versetzte sie fastrandhoch mit Leitungsheimer Tafelbrunnen. In den Schatten stellen, umrühren, ruhen lassen, fertig.

Bauern, es entwickelt sich.

Die Essenz verhält sich still und olfaktorisch unscheinbar.

Solange niemand dran wackelt.

Während der zweimal wöchentlich stattfindenden Staudenfütterung jedoch entfaltet sich das volle Aroma verwesender Flora.

Einem Garten- und Naturfreund wie mir macht sowas natürlich nichts aus. Gut, es duftet etwas streng (die Herzdame bezeichnet es als EKELHAFT, was ich maßlos übertrieben finde) und ich könnte während der Maßnahme die Balkontür schließen. Aber wenn es dem Ernteerfolg dient, muss man über derart „Belästigungen“ auch mal hinwegriechen und eine halbe Stunde Unwohlgeruch im Wohnzimmer aushalten können.

Beim Verzehr der vorzüglich mundenden Hutmurmeln beschwert sich ja auch niemand.