Erstellt von duftbaeumchen am 28. Oktober 2011
insgesamt 405 Hutmurmeln an 5 Stengeln

Der Ertrag in 2011 hört sich zwar besser an als vor zwölf Monden, das Gesamtvolumen ist jedoch nicht höher, weil die Früchte kleiner waren/ sind.
Trotzdem konstatiere ich: Auch in diesem Jahr darf ich mir und der Herzdame als Kleingärtner herzhaft auf die Schultern klopfen.
Die Tomatenbäume sind gefällt (eine Woche später als im vorigen Jahr); die verbliebenen, noch unreifen Rothäute verleben ihre letzten Tage nun frostgeschützt in der Vase.
siehe auch: gekröntes Haupt, nasekitzelnder Tomatensaft, Willkommen, Notfallmedizin, Es geht los, langsamer Brüter
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Erstellt von duftbaeumchen am 26. Oktober 2011
“Ich geh’ dann noch mal kurz runter. Nicht weit, nur auf den Alex …”
Aus dem “nur kurz” wurden dann doch zweieinhalb Stunden. Als mich die Herzdame gegen Mitternacht vom Hotelzimmer aus anrief, war ich bereits auf dem Rückweg vom Brandenburger Tor. Und auch mein “Ich bin gleich da.” entsprach letztlich nicht ganz der Wahrheit, schließlich säumten den Weg vom Berliner Dom bis zum “Park Inn” noch einige bunte Lämpchen.
Der Kulturabend hinterm Horizont als Grund für die kleine Weltreise ließ mir zwar nicht viel Raum, dem Lichterspektakel vollumfänglich Tribut zu zollen, jedoch vermittelten die wenigen von uns inspizierten Objekte einen kleinen Eindruck, den es gilt, 2012 zu verstärken.
Ganz bewusst und nicht nur, weil “ich eben mal in der Stadt bin”.
festival of lights
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Erstellt von duftbaeumchen am 21. Oktober 2011
(Blick vom Hotel “Park Inn” am Alexanderplatz, 14.10.2011)
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Die violett-rote Färbung des Fernsehturms wurde nicht durch chromatische Aberration des Kameraobjektivs, sondern durch farbige Beleuchtung des Bauwerks während des “festivals of lights” verursacht.
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Erstellt von duftbaeumchen am 20. Oktober 2011
Ja, so ist das im Kapitalismus: Der Markt wird von Angebot und Nachfrage geregelt. In Anbetracht mangelnder alternativer Wahlmöglichkeiten für den Verbraucher nehmen sich manche Unternehmer sogar das Recht heraus, ihre Waren zu überhöhten Preisen feilzubieten. Obwohl monopolistische Strukturen hierzulande nicht gern gesehen werden und immer weiter aussterben, sind sie doch hier und da noch anzutreffen.
Zwei nulleinser Gläser Sekt á funfeinhalb Euri.
Im normalen Leben bekommt man fürs gleiche Geld zirka vier Flaschen Rotmützenangebotssekt, aus denen man den Inhalt für insgesamt 30 dieser winzigen Gläschen herauspressen kann.
30 x 5,50 Euri = 165 Euri Umsatz bei einem Wareneinsatz von knapp sechs Euri.
Aber denkt nun nicht, dass ich mich darüber aufregen würde – wenn man schon mal in Marx’ Schriften stöberte, bewertet man viele der scheinbaren Ungerechtigkeiten sehr gelassen und ohne unnötigem Herzklopfen.
“Wollen wir uns das mal leisten?”
Ja, wir leisten uns das.
Ausnahmsweise.
Dafür haben wir die Eintrittskarten nicht bezahlen müssen.
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Erstellt von duftbaeumchen am 19. Oktober 2011
Dem aufmerksamen Fernsehwerbungsbetrachter ist es bestimmt bereits aufgefallen: Sobald Toilettenreiniger angepriesen werden, bekommen wir zur Veranschaulichung der Notwendigkeit des Erwerbs ebendieser Wundermittel versiffte, urinsteinverzierte Porzellanstühle vorgesetzt.
Die moderne Hausfrau kann sich noch so viel Mühe geben – selbst bei täglicher Benutzung einschlägig bekannter mechanischer Schmutzentferner (der Sanitärfachmann spricht von Klobürsten) ist die Verkrustung der Oberflächen unvermeidlich.
Kürzlich erwarb ich testweise eines dieser neuen Wundermittel. WC-Ente® Frische-Siegel. Ein Gel, welches mit einem injektionsspritzenähnlichen Applikator direkt auf das Porzellan des Heimthrons aufgebracht wird; am besten da, wo es mit Hilfe des Spülwassers im Becken verteilt werden kann.
Prinzipiell keine schlechte Idee, doch genau diese Haftverbindung wirkt sich eher kontraproduktiv auf die Sauberhaltung des Sitzmöbels aus, denn der vermeintlich selbsttätige Reinigungseffekt spielt sich mehr unterhalb des klebrigen Stöpsels ab.
Der richtige Dreck jedoch sammelt sich eher und vor allem direkt unter dem Beckenrand.
Und dagegen hilft eben nur ein richtiges Werkzeug, welches ungehinderten Zugang zu allen Ritzen und Spalten hat. Dort, wo ich den am Rand eingehängten Spülsteinkorb problemlos hin und her schieben kann, um dem Stab-Igel genügend Spielraum zu geben, sitzt der Gel-Klumpen festgepappt im Weg und verhindert somit die jeden Wässerungsvorgang begleitende Bürstenmassage.
Fazit: Durchgefallen. Für den vorgesehenen Zweck – die umfängliche Sauberhaltung der Toilette – ist er ungeeignet.
Aber dafür gibt es ja andere Mittelchen.
Vom selben Hersteller.
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Erstellt von duftbaeumchen am 17. Oktober 2011
Nagelproben
Jeden Monat lässt sich nämlich die Herzdame neue Nägel machen und wird damit zum Fotomodell für mein kleines persönliches Jahresprojekt.
“Diesen Monat möchte ich die Nägel mal in schwarz-weiß.”
Gesagt, getan. Die eine konserviert einfach den Dreck unter den Fränsch-Näjls, eine andere lässt sich die Hornfortsätze kunstvoll verzieren.
Der Arbeitsaufwand ist der gleiche.

Mehr? Guckst Du hier auf der Projektseite.
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Erstellt von duftbaeumchen am 15. Oktober 2011
Ich hab’s gesehen. Mit eigenen Augen.
Die Bälger für die RTL-Supernänni sind gar nicht echt. Die werden in mühsamer Manufakturarbeit aus spritzgegossenen Einzelteilen montiert.
In unscheinbaren Tüten angelieferte und bis dato friedfertige Rohmasse wandelt sich unter den geschickten Händen Siebenbürger Altjungfern zu wahren Monstern.
Auf den ersten Blick sehen sie recht friedlich aus.
Doch sobald die Batterien eingelegt werden …
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Erstellt von duftbaeumchen am 13. Oktober 2011
Es trug sich zu, dass wir die hiesige Hobby-und Freizeit-Messe besuchten – eine Veranstaltung, an deren Eingang sich männliche und weibliche Besucher voneinander separieren (sollten).
Frauen links, Männer rechts.
Doch das muss Mann vorher wissen – ich schloss mich vorerst der Herzdame an.
Halle 2. Ein Traum fürs Bastler- und Deko-Herz. Da wird bemalt, beperlt, beklebt, floristiert, beduftet …
… und gefilzt.
Da stellt sich frau auch gern mal ‘ne halbe Stunde an, um unter Anleitung Plastekullern mit braunem Papier zu bekleistern oder einem kleinen Polystyrolpilz tausende braune Haare gewalttätig einzuimpfen.
Er: “Und was macht man damit?“
Sie: “Hinstellen.“
Na dann …
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Erstellt von duftbaeumchen am 12. Oktober 2011
Ein Hoch auf die Gilde der Architekten.
So ganz allgemein.
Und ein noch höheres Hoch auf die wenigen, die mit ihrer visionären Weitsicht unsere Welt schöner machen. Auf die, die in den urbanen Behausungen die Telefondose gleich vorn an der Wohnungstüre konzipieren, also an einer Stelle, an der niemals ein Mensch überhaupt nur ansatzweise den Wunsch äußern würde, dort auch zu telefonieren. Auf die, die die Badewannen-Mischbatterie so an der Stirnseite des Wasserbassins an die Kacheln heften, dass sich der auf dem Stöpsel sitzende Badepartner auch wirklich ganz entspannt und gramgebeugt die Halswirbel prellt.
Mein besonderer Dank gilt heute jedoch dem Innenraumplaner, der für den aktuellen Werbebeitrag des SC-Johnson-Imperiums die Gestaltung des “Wohnbereichs” übernahm.
Sie: “Oh, sehr modern!”
andere Sie: “Das ist der Wohnbereich.”
Sie: “Das neue dezent moderne Brise discreet passt hier sehr gut ‘rein.”

“… dezent modern …”
Aha.
Genauso dezent modern wie der “Wohnbereich”?!
Manche würden karg, emotionslos oder “Baustelle” dazu sagen. Doch das tut hier nichts zur Sache, ist nicht Thema dieses Eintrags. Ebensowenig wie die Wortwahl für den ausgefeilten und intellektuell höchst anspruchsvollen Dialog.
“Die dezenteste Art für langanhaltende Frische.“
Nunja, “dezenteste Art” möchte ich das nicht nennen. Und damit schließt sich der Kreis zu meinen eingänglichen Ausführungen. Schaut Euch das Video doch noch mal genau hin: In den diversen Ansichten des “Wohnbereichs” sind nirgendwo Steckdosen, Schalter oder Kabel zu entdecken.
Nur an einer einzigen Stelle.
So stoßet an und lobpreist den Architekten, der die Steckdose genau mittig unter dem Fernsehgerät platzierte. Extra und nur für den Duftspender.
Wegen der Dezenz.
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Der Werbespot in deutscher Sprache ist »hier« zu bewundern.
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Erstellt von duftbaeumchen am 9. Oktober 2011
Na? Sehen Sie einen Unterschied?
Nein. Wieso? Gibt es denn einen?
Das ist doch offensichtlich! Zwischen beiden Bildern liegen Monate. Monate der Planung, der Besinnung, des Reifens.
Vorgestern schloss ich spontan die Planungsphase ab, schlief sicherheitshalber noch eine Nacht “darüber” und trat gestern in die Umsetzungsphase ein. Ewig kann man sich ja auch nicht hinter dem Spruch: “Ich hatte bisher keine Zeit.” verstecken.
Das Projekt “Systematisierung der Musikbox” nahm Fahrt auf.
Platz da!
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