Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

sprudelnde Erkenntnisse hinterm Horizont

Erstellt von duftbaeumchen am Donnerstag 20. Oktober 2011

Ja, so ist das im Kapitalismus: Der Markt wird von Angebot und Nachfrage geregelt. In Anbetracht mangelnder alternativer Wahlmöglichkeiten für den Verbraucher nehmen sich manche Unternehmer sogar das Recht heraus, ihre Waren zu überhöhten Preisen feilzubieten. Obwohl monopolistische Strukturen hierzulande nicht gern gesehen werden und immer weiter aussterben, sind sie doch hier und da noch anzutreffen.

Zwei nulleinser Gläser Sekt á funfeinhalb Euri.

Im normalen Leben bekommt man fürs gleiche Geld zirka vier Flaschen Rotmützenangebotssekt, aus denen man den Inhalt für insgesamt 30 dieser winzigen Gläschen herauspressen kann.

30 x 5,50 Euri = 165 Euri Umsatz bei einem Wareneinsatz von knapp sechs Euri.

Aber denkt nun nicht, dass ich mich darüber aufregen würde – wenn man schon mal in Marx‘ Schriften stöberte, bewertet man viele der scheinbaren Ungerechtigkeiten sehr gelassen und ohne unnötigem Herzklopfen.

„Wollen wir uns das mal leisten?“

Ja, wir leisten uns das.

Ausnahmsweise.

Dafür haben wir die Eintrittskarten nicht bezahlen müssen.