Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

andere Zeitrechnung

Erstellt von duftbaeumchen am Mittwoch 28. Dezember 2011

Derzeit geistert mal wieder ein Begriff durch die Tagesnachrichten, der – so hört man vielerorts – nach wie vor ein Mysterium zu sein scheint.

Mindesthaltbarkeitsdatum

Nur, so frage ich die Welt: Welcher Teil des Wortes ist unklar?

Wer bzw. was bringt Otto Normalverbraucher dazu, Mindesthaltbarkeit mit Ende der Genießbarkeit zu verwechseln?

Ein Stoff ist mindestens haltbar bis … MINDESTENS!
Das bedeutet zum Beispiel, dass sich der Joghurt (gern als Exempel herangezogen) auch länger bester Gesundheit erfreuen kann, was er meistens auch tut.

Und warum ist das so?

Weil er nicht durch Aluminium gucken kann.

Pfiffigerweise verschließen die Joghurt-Erbauer nämlich ihre Plastebecher mit blickdichten Metalldeckeln und hindern damit das innenwohnende Milchprodukt, Notiz vom außen aufgedruckten Datum zu erhalten. Erschwerend kommt für den Joghurt hinzu, dass er infolge ständiger Dunkelheit in der Behausung sein Zeitgefühl verliert und schon deshalb nicht weiß, wann er sein Ende selbst einleiten soll.

Also noch mal zum Mitmeißeln: Selbst wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum ein Verfallsdatum wäre, der Joghurt würde es nicht wissen und kann sich also auch nicht dementsprechend verhalten.

Der Joghurt wird schlecht, wenn er schlecht wird und nicht, wenn es der Hersteller festlegt.

Egal, was oben draufsteht.

Ein Kommentar zu “andere Zeitrechnung”

  1. Robi sagt:

    Du hast mal wieder Recht! Mein Joghurt konnte das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum von seiner Behausung aus auch nicht lesen. Ihm (er) wurde einfach weit vor Ablauf der aufgedruckten Frist schlecht.
    Es ist doch gut, den Kaufbeleg aufzubewahren und sich sein Geld wieder zu holen.
    Trotz einer formvollendeten Entschuldigung der Dame am Serviceschalter ist mir doch der Appetit vergangen.