Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Archiv für 2012

gesteinigt

Erstellt von duftbaeumchen am 14. Mai 2012

Wunderst Du Dich auch, dass die lustig-bunten WC-Steine im Porzellanthron immer so schnell verschwunden sind?

Nach tagelanger Beobachtung fand ich heraus: Sie werden nicht von den Langhaarzwergen als Nachtisch verspeist, nein – und jetzt halte Dich fest -, die lösen sich auf! Einfach so.

Ja, auch wenn Du es nicht glauben magst, das sind die Fakten.
Trotz der umhüllenden Kunststofffolie, die die Dinger eigentlich vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen sollen, werden die so authentisch nach Zitrone oder frisch-sprudelndem Bergquell duftenden “Topf”klimaverbesserer immer kleiner. Und dann sind sie weg.

Besonders stark macht sich das bei wiederholtem Kontakt mit Wasser bemerkbar.
Also entweder haben sich die Hersteller bei der Entwicklung der Schutzfolie keine Mühe hinsichtlich der Langlebigkeit gemacht oder – und diese These möchte ich wagemutig in den virtuellen Raum stellen – diese Spitzbuben machen das extra so. Alle Welt regt sich darüber auf, dass Plasteeinkaufstüten wegen ihrer Schlecht- bis Unverrottbarkeit umweltunverträglich sind. Aber genau hier, wo es auf ebendiese Eigenschaft ankommt, lösen sie sich ruckzuck in Wohlgefallen auf. Da stimmt doch was nicht.

Ich vermute, das ist Absicht, um den Bedarf nach immer neuen Frischespendern nicht abreißen zu lassen.

Hm. Und was kannst Du nun dagegen tun?

Na das ist doch ganz einfach.

Hier also ein neuer, phänomenaler Tip vom Hausmännel: Du spülst zukünftig ohne Wasser und vertraust auf die Eigenzersetzung der ins Porzellan abgeseilten Stoffwechselendprodukte.

Auf dem Komposthaufen funktioniert das schließlich auch.

Und gegen den Geruch helfen ja die dann ewiglebigen WC-Steine.

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angezeigt

Erstellt von duftbaeumchen am 9. Mai 2012

Du denkst an nichts Schlimmes und dann das: Eine Nachricht. Von Jenny. Direkt auf dem Ruhebildschirm des Ultrakurzwellenfunkfernsprechgerätes. Ein unbeabsichtigter Klick auf den Haus-Knopf (in Fachkreisen auch “Hoom-Batten” genannt) – schon springt mich die Kurzmitteilung an. (Ein Klick aufs Bild macht’s groß.)

Wenn das die Herzdame gesehen hätte …

Nicht auszudenken. Durch solche Unachtsamkeiten bei der Wahl des Benachrichtigungsweges sind schon Beziehungen zu Bruch gegangen.

Nun könnte ich Jennys Anfrage einfach kommentarlos löschen und alles wäre gut.

ABER …!

Vielleicht wollte mich die Herzdame testen? Vielleicht versucht sie zu ergründen, wie ich mit solchen Angeboten umgehe; ob ich sie (die Nachricht) in den Orkus befördere und kein Wort darüber verliere oder die Absendernummer anrufe?

Selbstverständlich nur, um zu prüfen, wer sich dahinter verbirgt.

Eine knifflige Situation.

Ich wähle diesen Weg. Angriff als Verteidigung.

Liebe Jenny,

leider habe ich am Wochenende bereits anderweitig disponiert. Aber wenn Du magst, können wir uns in der kommenden Woche treffen.

Zu Orthografie- und Grammatik-Nachhilfe. Das wird bestimmt auch geil.

 

herzlichst

db

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Wegekunst

Erstellt von duftbaeumchen am 3. Mai 2012

Ein Fehler wurde zwar bereits gekennzeichnet, weitere jedoch blieben unkommentiert.

Nun stelle ich mir die Frage: Darf ich als Außenstehender korrigierend eingreifen oder gehört die fehlerhafte Orthografie zur künstlerischen Aussage?

Was will mir/ uns der Künstler mit diesem Werk mitteilen?

Schuhlweg-Grafitti

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demaskiert

Erstellt von duftbaeumchen am 2. Mai 2012

Erschrecken Sie nicht! Ich lebe noch und erfreue mich bester Gesundheit. (Von den Alterszipperlein mal abgesehen.)

Trotzdem bin ich froh, dass beim Abziehen der Maske die Brauen nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden und den blauen Klebeklops rückstandslos wieder freigaben.

demaskiert

So will doch wirklich niemand rumlaufen.

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Überraschungspakete

Erstellt von duftbaeumchen am 2. Mai 2012

Und wieder einmal ein Tip vom Hausmännel:

Den Ratenkauf beim Otto-Versand* (und die damit einhergehenden Kreditzinsen) kann man sich getrost sparen. Da die bestellten Waren sowieso nicht als Komplettpaket, sondern vielmehr auf Monate verteilt in kleinen Dosen eintrudeln, werden auch die Zahlungstermine großzügig übers Halbjahr verstreut.

Man freut sich immer wieder, wenn ein mittlerweile in Vergessenheit geratenes Objekt der damaligen Begierde doch noch den Weg bis zum Besteller findet.

Um dann wegen Unpässlichkeit, Farbuntreue oder Dochnichtgefallen zurückgesendet zu werden.

Doch nur so erhalten wir Arbeitsplätze.

Bei den Speditionen, bei den Aus-, Um- und NeuverpackerInnen, in den Lagern, Wäschereien …

 

__________________

* Der Otto-Versand steht hier exemplarisch; Du, werter Leser, darfst hier gerne den Versender Deiner Wahl einfügen.

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faulustig

Erstellt von duftbaeumchen am 30. April 2012

Wenn ich momentan nicht so desinspiriert und schreibfaul wäre, dann läsen Sie an dieser Stelle Gehaltvolleres.

Aber so …

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Rhabarberkompott im Teigmantel

Erstellt von duftbaeumchen am 15. April 2012

Da nun die vor einer Woche Anwesenden alle überlebten, kann ich auch noch einen Gedanken darüber verlieren.

Über die Torte. An Karfreitag.

Wie dereinst kurz gezwitschert, war das Ergebnis einer Kuchenbäckertätigkeit einer engen Familienangehörigen (der Name ist dem Autor bekannt, soll aber vorerst geheim bleiben) knapp an der Optimalität vorbeigehuscht.

Trotz Originalrezept und viel gutem Willen – die Torte war irgendwie matschig. Der Rand gut gelungen, je weiter man sich aber zum runden Zentrum des Backwerks vorgabelte, desto mehr verflüssigte sich der Teig und rutschte durch die Zinken des Werkzeugs. Anders ausgedrückt: Konsistenz pfui – Geschmack trotzdem hui; als Rhabarberkompott im Teigmantel ein großer Wurf.

Am Tisch wurden diverse Gründe und Ursachen diskutiert, Rezeptmodifikationen ausgetauscht und Erfahrungen der vergangenen Jahre in die Waagschale geworfen.
Und dabei ist der Grund des scheinbaren Misslingen doch ganz einfach: Das Rezept wurde zu DDR-Zeiten für die damals verfügbaren Ingredienzien entwickelt und verträgt sich nun mal nicht mit den neuzeitlichen West-Zutaten.

Aber wo bekommt man jetzt noch 25 Jahre alten frischen Rhabarber her?

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tonlos und laut

Erstellt von duftbaeumchen am 10. April 2012

… und es riecht. Alt. Es riecht nach Alter, nach Zeit, nach Geschichte.

Mein zufälliges Ostergeschenk.

Ein 8-mm-Projektor sowjetischer Bauart. Schwer, laut, aus dem Ganzen gefeilt. Nennt sich “PYCb” (RUSS) und wurde seinerzeit tausende Kilometer weiter östlich im LOMO-Werk im damaligen Leningrad (heute Sankt Petersburg) hergestellt.

Anschließen, Film einfädeln, einschalten – läuft. Das ist noch robuste Technik.

Und weil ja Ostern war, habe ich mir auch gleich einen passenden Film angeschaut: “Hase und Wolf auf der Autobahn“.

Als Stummfilm.

Bei dem Lärm, den der Projektor verursacht, wären Tonfilme sowieso rausgeschmissenes Geld.

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verlustig gegangen

Erstellt von duftbaeumchen am 4. April 2012

Die pubertierenden Jungs, die sich die ultramodernen Hosen kaufen (lassen), die locker und leger unter der Hüfte sitzen, also vielmehr gerade so – wenn überhaupt – von den Arschbacken gehalten werden*, denken bestimmt auch: “Ach, da wachse ich noch rein.”

Mag sein.

Wenn sie die Hosen bis dahin nicht verloren haben.

 

* wahrscheinlich werden die zusätzlich mit doppelseitigem Klebeband befestigt wie die Oberteile barbusiger Abendkleidträgerinnen.

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haarig

Erstellt von duftbaeumchen am 2. April 2012

Welche Frau kauft schon “Plantur 39″?

Da weiß doch jeder fernsehwerbungschauende Außenstehende sofort, dass sie bereits über Vierzig ist.

Und welche Frau will das schon …

 

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