Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Archiv für die 'Entertainment' Kategorie

rosa Handwerkerkunst

Erstellt von duftbaeumchen am 13. März 2017

… oder: Ein weiterer Stein in der Mauer der großen Hoffnungen.

46 Jahre vergingen, bis ich eine Combo richtig für mich entdeckte; 46 Jahre, in denen mir die Musik oft über den Weg flog, mich aber nur mal mehr, meist weniger streifte.

Es begab sich zu einer Zeit, in der Westmusik heißbegehrte Rarität auf dem hiesigen Plattenmarkt war.

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Programmfehler

Erstellt von duftbaeumchen am 5. April 2015

Ostersonntag. Fernsehprogramm.

20.15 Uhr, Sat.1

„Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben“

Also meiner Meinung nach der falsche Tag, diesen Film zu senden.

Ich hätte den Karfreitag präferiert.

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Kochwasser II

Erstellt von duftbaeumchen am 7. Oktober 2014


dampfbetrieben
(begegnet auf der Messe „Modell – Hobby – Spiel„, Leipzig, 2014)

 

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außerchaotisches Kammerspiel

Erstellt von duftbaeumchen am 7. Mai 2014

Meier? Meier? Nie gehört.

Doooch, haste schon mal. Vor einigen Wochen schrieb ich bereits über ihn, wenn auch in einem anderen Zusammenhang.

Out-Of-Chaos-Konzert Dieter Meier,Leipzig, 06.05.2014

Herr Meier – mittlerweile wandelt er knapp siebzig Jahre auf dieser Erdscheibe – gab sich die Ehre, sein erstes Soloalbum in einer Vorpremiere zu präsentieren.

Nötig hat er es nicht. Er macht es, weil es ihm Freude bereitet.

Out of Chaos. Hier in Leepzsch. Im manchmal wilden Süden der Stadt. In Connewitz, wo zu Silvester „der Mob“ tobt. Im UT Connewitz, dem ältesten, mittlerweile stark sanierungsbedürftigen Kino der Stadt.

Die Lokation passte zum Musikstil; der Tonmischmeister gab sich Mühe, auch wenn er es nicht vermochte (oder vielleicht auch nicht wollte), die einzige weibliche Stimme der Combo akustisch herauszuarbeiten. Die Musiker zupften einen flotten Darm und obwohl ich damals noch musikalischer Embryo war, erinnerten mich die verschrobene Elektrogeige und die vom zappelnden Marco Haas alias T.Raumschmiere aus den Synthesizern gekitzelten Klänge stellenweise an ein avantgardistisch-experimentelles Improvisationshappening der frühen neunzehnsiebziger Jahre – zumindest stelle ich mir nach Lektüre mehrerer Pink-Floyd-Bücher vor, dass es in deren Anfangsjahren genauso zugegangen sein muss.

Otto Privatradiohörer denkt sich wahrscheinlich: Was ist denn das für ein Mist, das hat doch mit Musik nichts zu tun. Nach reichlich neunzig Minuten hätte er das Chaos auch schon überstanden. Mehr gibt’s nicht – die Band ist noch recht jung, das bisher eingespielte Repertoire bietet nur eine spärliche Zugabe ausreichend Material.

Der aufgeschlossene Intensiv-Zu-Hörer dagegen lässt die Tonkonstruktionen interessiert um die Ohren wedeln und wartet anschließend auf den devotionaliensignierenden Elektromusik-Pionier …

Dieter Meier. Künstler – Musiker – Darsteller.

Out-Of-Chaos-Konzert Dieter Meier,Leipzig, 06.05.2014Out-Of-Chaos-Konzert Dieter Meier,Leipzig, 06.05.2014Out-Of-Chaos-Konzert Dieter Meier,Leipzig, 06.05.2014Out-Of-Chaos-Konzert Dieter Meier,Leipzig, 06.05.2014

Mehr Informationen gefällig? Guckst Du hier und hier.

 

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hieb- und stichtest

Erstellt von duftbaeumchen am 18. Januar 2014

Die Herzdame so: „… erst haben die bei unseren Nachbarn geklingelt. Da hat der Hund gebellt wie ein angestochenes Reh.“

Soso. Gebellt. Wie ein angestochenes Reh.

Und dann vermutlich davongaloppiert wie ein Hase.

 

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Früher war mehr …

Erstellt von duftbaeumchen am 1. Januar 2014

Die Attraktivität einer nicht ganz dem persönlichen Geschmack entsprechenden Person steigt proportional zum Alkoholpegel des Betrachters.

Sagt man.

Ähnliches dachten sich wohl auch die Erdenker eines 5-teiligen Tischfeuerwerks aus dem Hause Weco.

„Attraktive Tischbomben mit fetziger Party-Fun-Füllung“

Zissssch, Puffff, Ploppp. Der impulsiv abgesprengten Verschlusskappe folgt die aus ein paar Plastikteilen bestehende „fetzige Party-Fun-Füllung“ und die Euphorie der Umsitzenden steigert sich bei jedem weiteren Zündvorgang.

Party-Fun

Und doch bleibt ein fader Beigeschmack …

Früher war mehr Lamett Konfetti!

 

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So gehört

Erstellt von duftbaeumchen am 12. Oktober 2013

Herr Gabriel – nicht der Gunter, sondern sein englischer Namensvetter Peter – gab sich die Ehre, dem mittlerweile nicht mehr ganz taufrischen Publikum ein paar Proben seines langjährigen Musikschaffens zu Gehör zu bringen. Die Namensverwandschaft schien auch den Saalsprecher zu inspirieren, da er des Protagonisten Namen stets in hiesiger Akzentuierung vortrug. Dies amüsierte nicht nur die vorwiegend nichtenglische, der korrekten Aussprache jedoch kundigen Hörerschaft, sondern zeichnete auch den Konzerttechnikern ein Schmunzeln in die Gesichter. Ein deutsches Peter Gabriel klingt eben ungewöhnlich gewöhnlich – Pieter Gejbriel dagegen wahrlich weltmännisch. Weltmusikmännisch sozusagen.

Doch das nur am Rande.

Peter Gabriel – Back To Front 2012/13 – „So“ live

Nach der dreißigminütigen, vorwiegend musikalisch durch Jennie Abrahamson & Linnea Olsson (im weiteren Verlauf des Abends als Hintergrundsängerinnen tätig) untermalten Erwärmung leitete der Meister höchstselbst und in gebrochenem Deutsch den eigentlichen, dreigeteilten Konzertteil ein.

Dreigeteilt und trotzdem pausenlos. Bis Elf. Zweieinhalb Stunden nonstop.

Teil eins akkustisch-minimalistisch bei Saallicht und recht kurz, Teil zwei mit Hits aus vielen Jahren Musikerschaffens und im dritten Teil wurden die Stücke des tourneenamengebenden Albums „So“ von 1986 dargeboten. Die obligatorische Zugabe mit „The tower that ate people“ und „Biko“ beschloss den beschwingten Abend.

Gabriel-typisch perfekter Klang, kreative Licht- und Videoeffekte und ein spielfreudiges Ensemble, welches größtenteils bereits bei der Tour vor 25 Jahren mit an Bord war.

Zum Dank verbeugten sich die Protagonisten artig.

Mit dem Rücken zum Publikum.

Und schlossen damit den Kreis zum Titel der Tournee: „Back to Front„.

Seeeehr schön. Man darf auf die DVD-Veröffentlichung gespannt sein.

 

PS: Einen ausführlichen Bericht Michael Lords eines früheren, in den USA stattgefundenen Konzerts, der den Ablauf sehr gut wiedergibt und dem ich mich größtenteils anschließe, kannst Du hier nachlesen.

 

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Kulturbeitrag

Erstellt von duftbaeumchen am 8. Oktober 2013

Als wichtige Stützpfeiler für die Entwicklung einer sachlichen und von gegenseitigem Respekt geprägten Streitkultur im Leben der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen sind die Massenmedien im Allgemeinen und die Fernsehunterhaltung im Speziellen nicht zu vernachlässigen. Besonders hervorheben möchte ich diesbezüglich die televisionären Sendungen „x-diaries„, „Köln 50667“ und „Berlin – Tag & Nacht„.

Dicht gefolgt von anderen, vorwiegend zwischen Frühstück und Abendbrot feilgebotenen sogenannten „scripted-reality“-Serien zeigen diese, zwar hauteng an das wahre Leben angelehnte, aber leider noch stark in ihrer Wirkung unterschätzten Bildungsfernsehformate, wo der Hase wirklich langrennt. Die Verwicklungen, Missverständnisse und Streitereien führen uns auf spannende Weise vor Augen und vor allem lautstark vor Ohren, dass wir „normalen“ Standardbürger eigentlich überhaupt keine Ahnung von zwischenmenschlicher Kommunikation haben.

Kinder, schaut euch diese Sendungen regelmäßig und aufmerksam an; hier lernt ihr den Umgang mit euren Mitschülern, Freunden und nächsten Verwandten am effektivsten! „Argumente“, selbst wenn oder gerade weil sie substanzlos sind, versteht (im Sinne von gedanklich erfassen) der Gesprächspartner am besten, wenn sie in besonders hoher Lautstärke artikuliert werden. Wenn man schon nicht viel zu sagen hat, so soll man dies zumindest so tun, dass auch die Nachbarn im übernächsten Haus wissen, was in ihrer Umgebung passiert. Nicht dass dann wieder jemand sagt, er hätte nichts mitbekommen.

Deshalb möchte ich an dieser Stelle den hiesigen werbefinanzierten Fernsehanstalten meine Dank ausschreiben.

„Anstalten“? Ja, besser hätte man den Begriff nicht wählen können.

Was ich allerdings immer noch nicht erklären kann: Welche Art Drogen muss man nehmen, um sich derart verschwurbelte Geschichten auszudenken? Und vor allem: Wo werden die Darsteller für diese Form der „Fernsehunterhaltung“ gezüchtet?

 

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Gelb ohne Weh – eine Kurzrezension

Erstellt von duftbaeumchen am 7. Oktober 2013

Yello. Boris Blank und Dieter Meier [Gebundene Ausgabe]
Autor: Daniel Ryser
224 Seiten

Verlag Echtzeit, 2011
ISBN-13: 978-3905800562

224 Seiten. Klingt nach viel, ist es aber nicht.

Wenn man zirka die Hälfte abzieht.

Daniel Ryser - Yello - Verlag Echtzeit, 2011

Schade, denn die auf den verbleibenden 103 Seiten dargebotenen Geschichten und Begebenheiten lassen sich flüssig lesen und beim letzten Absatz denke ich: Man hätte mehr daraus machen können.

Doch bei Seite 114 ist eben Schluss. Dann kommen Bilder. Viele Bilder. Die zweite Buchhälfte nämlich sind „nur“ Schnappschüsse aus über dreißig Jahren Musikgeschichte. Die kann man sich angucken, aber der Informationsgehalt ist recht dürftig.

Nachdem ich in den vergangenen Monaten bereits drei Bücher über Pink Floyd las – ein Thema, welches ich in einem späteren Tagebucheintrag noch einmal aufgreifen möchte -, freute ich mich schon, nun mehr über die Entwicklungsgeschichte einer Tanzkapelle zu erfahren, die mich bereits seit den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts musikalisch begleiten.

Daniel Ryser - Yello - Verlag Echtzeit, 2011

Auch wenn Boris Blank und Dieter Meier ihre Kunstwerke vorrangig mittels energiebetriebener Maschinen herstellen, haben sie doch nichts mit den Gelb-Strom-Lieferanten zu tun.

Yello. Ohne W.

Oder wie Boris Blank im Erklär-Video zum neuen Projekt „Yellofier“ zwar in einem anderem Zusammenhang, aber trotzdem treffend bemerkte: “ Two clowns in the kitchen.“

Yello ist eine Zwei-Mann-Combo1, die sich mit „elektronischer Tanzmusik“ bereits in den neunzehnhundertachtziger Jahren einen international bekannten Namen in der Club-Szene machte.

Hierzulande kennt man sie durch die Musikvideo-Sendung „Formel Eins“ (1983-1990), für die Yello die Titelmusik „The Race“ (für die Folgen mit Kai Böcking ab 1988) lieferte. Basis für „The Race“ war eine Musikstück, das sich das Zauberer-Duo „Tempest & Gottet“ bereits 1987 für die musikalische Untermalung ihres Auftrittes beim World Cup of Magic in New York von Boris Blank – der es übrigens hasste, seine handwerklichen Fähigkeiten live vor Publikum zu präsentieren (einziger Auftritt Live at the Roxy, N.Y.) – komponieren ließ.

Doch das nur nebenbei. Ich schweife ab.

Was wollte ich eigentlich …?!

Ach ja. Ich will nur mitteilen, dass Daniel Ryser in seinem Yello-Buch hinsichtlich des Informationsumfangs mehr aus sich hätte raus gehen können. Gegen Ende des Werkes franst die chronologisch Abfolge etwas aus und die beschriebenen Begebenheiten springen (sinnbildlich) in der Zeit vor und zurück.

Trotz dieser kleinen Unzulänglichkeiten: Liebe Leute, falls ihr euch dieses Buch zulegen wollt, dann tut es. Ihr werdet durch die Lektüre keinesfalls dümmer.

 

1 Ja ich weiß, dass ursprünglich auch ein dritter Mann – Carlos Perón – dazugehörte, der sich aber ab 1983 seinen eigenen Projekten widmete.

 

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gefallen

Erstellt von duftbaeumchen am 15. Juni 2013

Olympus has fallenUnd dann gibt es Filme, da fragt sich der Laie: Haben die Drehbuchautoren bei der Realität abgeguckt oder nahm sich die Realität den Film als Vorlage.

In „Olympus Has Fallen“ diente das Spannungsverhältnis zwischen Nord- und Südkorea als Dreh- und Angelpunkt der cineastischen Odyssee.

Und die ruhmreichen Vereinigten Staaten von Amerika als Friedensstifter mittendrin.

Pech gehabt – ruckzuck ist des Präsidenten Hütte in Schutt und Asche gelegt, der Weltherrscher himself und „verteidigungswichtige“ Regierungsmitglieder als Geißel im atombombensicheren Bunker gefangen.

Wie konnte das passieren?

Ganz einfach: Der Sicherheitsberater der beim Präsidenten zu Gast seienden südkoreanischen Regierungsdelegation war nämlich gar kein Sicherheitsberater, sondern einer der weltweit meistgesuchten Terroristen. Ein Koreaner aus dem Norden.

So! Das konnte natürlich niemand ahnen: Weder die Südkoreaner und schon gar nicht die überall rumschnüffelnden Amis. Denn – haha – der hatte nämlich zur Tarnung eine Brille auf.

Kannste mal sehen.

Auch wenn um den Helden herum – ein ehemaliges mit dem Schutz des Präsidenten betrautes Mitglied des Secret Service – die bestens ausgebildeten Sicherheitsleute wie die Fliegen niedergemetzelt werden, so gelingt es dem Protagonisten trotzdem und in John-McClane-Manier im Alleingang die brenzlige Situation letztlich doch zu klären. Da seine Zugriffscodes für diverse Türen und Tresore auch nach achtzehnmonatiger Außerdienststellung immer noch aktiv sind (haha) und er sich bestens in den Gemächern des ehemaligen Chefs auskennt, kann er unerwischt einen Großteil der Angreifer mit gezielten Schüssen zur Strecke bringen.

Da wird geballert, was die Magazine hergeben und die Wände mit frischen Blut verziert.

Einer muss es ja machen; nur der Ami selbst kann die Welt vor dem nuklearen Armageddon bewahren.

Das Washington Monument rutscht wie ein World-Trade-Center-Turm zusammen, die Hubschrauber der amerikanischen Spezialkräfte werden mit ihren eigenen, zwar noch geheimen aber dennoch vom Feind geklauten Prototyp-Waffen aus der Luft geholt, selbst die auf dem Weißen Haus wehende Flagge wird durchlöchert wie ein Küchensieb – die Spitzbuben kennen keine Gnade.

Der Held ebenfalls nicht.

Vom Patriotismusgedöhns und den kleinen Unlogischkeiten abgesehen alles in Allem zwei Stunden unterhaltsames Popkörnerkino.

Kann man gucken, muss man aber nicht.

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