Erstellt von duftbaeumchen am 11. Januar 2010
So ein Jungpubertierender hat es auch nicht leicht. Dies zeigte sich gestern beim wöchentlichen Familientreffen wieder mal ganz deutlich.
Den Saft muss er sich selbst aus der Küche holen, das Essen muss er sich selbst auf den Teller schaufeln, sogar Essen und Trinken muss er selbst.
Schlimm, schlimm, schlimm.
Mein Einwurf, in nicht allzu ferner Zeit endlich ausziehen zu können, wurde erwidert mit: Ich will noch mindestens achtzehn Jahre zu Hause wohnen bleiben.
Das Kind ist dreizehn.
Die Freude der anwesenden Eltern konvergierte gegen Unendlich.
Daraufhin überlegten wir gemeinsam, welche multimedial begleitenden Maßnahmen dem Kinde zur Seite gestellt werden könnten, damit seine Entwicklung als pflichtbewusster Staatsbürger nicht aus dem Ruder läuft:
Ich darf feststelllen: Für fast jede Lebenslage gibt es Fernsehspezialisten, die wir im Notfall ins Erziehungsboot ziehen können.
- die Schulermittler, die Supernanni und Thomas Sonnenburg kümmern sich um Schulfragen und Ausbildung,
- die erste Wohnung wird von Tine Wittler und Vera Int Veen eingerichtet,
- Peter Zwegat regelt die Finanzen,
- Christian Rach, Dumbo und die Küchenprofis bringen ihm Kochen und gesundheitsbewusstes Einkaufen bei,
- Beziehungsprobleme löst Angie Kallwass,
- Babsi Salesch und Alex Holt stützen ihn auf der schiefen Bahn,
- sich männlich-grazil zu bewegen und zu kleiden lernt er bei Heidi Klum und Detleff D! Soost,
- ‘ne Frau gibt’s bei “Schwiegertochter gesucht”,
- den Müll entsorgt der Trödeltrupp,
Für alles ist gesorgt. Naja, für fast alles.
Eines vermisse ich noch. Was passiert eigentlich zwischen 22 und sechs Uhr?
Von den armen, sich gerade mal ein winziges Schlüpferchen leisten könnenden, barbusigen Rätseltanten mal abgesehen, wird die nächtliche Ruhezeit televisionär irgendwie vernachlässigt.
Eine Marktlücke, die es zu nutzen gilt.
Ob ich mir den Sendungstitel “Das Schlaflabor - melodisch Schnarchen leicht gemacht” schützen lasse?
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Erstellt von duftbaeumchen am 27. Dezember 2009
27. Dezember.
Endlich sind Frosty, der Schneemann und seine unzähligen Zwillingsbrüder zerlaufen, endlich hat Rudolf, das Rentier, den Weg in die Pfanne gefunden, endlich ist das Schellengebimmel verklungen.
Endlich hört man wieder richtige Musik im Radio.
Zumindest für die nächsten dreihundertzwanzig Tage.
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Erstellt von duftbaeumchen am 29. November 2009
Mein Umzug mit Kabel Deutschland.
Im Oktober anno domini 2009 begab es sich, dass ich beim Kundendienst des Fernsehgroßverteilers telefonisch meinen Umzug für Freitag, den 13.11.2009 bekanntgab. Frau Patricia M. bestätigte mir sogar, dass ich meinen “alten”, offiziell nicht mehr verfügbaren Analogtarif behalten darf. Schließlich verbleibe ich ja im gleichen selben Wohnkomplex. Selbst mein Hinweis auf das brisante Datum stellte für Frau M. und das hinter ihr stehende Unternehmen “kein Problem” dar.
Die Zeit verging; Schränke wurden ausgeräumt, Kisten gefüllt, Teile der Einrichtung wechselten bereits die Heimstatt. Dass nach unserer Heimkehr vom freitäglichen Nuhr-Gastspiel das Fernsehbild immer noch ungestört war, beunruhigte mich nicht. Schließlich ist der gemeine Rundfunkempfang bekanntermaßen ein Multicastdienst und das Konsumieren eines Programms an mehreren unterschiedlichen Orten zur selben Zeit technisch kein Problem.
Dachte ich.
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Erstellt von duftbaeumchen am 26. Oktober 2009
Und dann schreitet sie modelös durch die Gemächer, wackelt lasziv mit dem nachtgewandeten Hinterteil, wirft das Haupthaar in den Nacken und tönt englisch akzentuiert:
“Mai Nejm is Daniela Bruus.”
Also, lieber Dieter, falls Bruce D. im nächsten Jahr nicht mehr als Juror zur Verfügung stehen sollte, die Herzdame könnte noch ein, zwei Termine freischaufeln.
Müsstest nur rechtzeitig Bescheid geben.
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Erstellt von duftbaeumchen am 3. Oktober 2009
Doofe Wochenaufgabe.
Zauberei.
Da mir mal wieder mal nüscht aktuell Zauberhaftes einfällt, greife ich auf ein Ereignis des vergangenen Sommers zurück.
Früher wurde uns eingetrichtert: Wir lernen nicht für die Schule, sondern für das Leben.
Das Leben hieß in diesem Fall Grillfest. Neben Speis und Trank gab es auch wissenschaftliche Kost zu gnießen.
Dazu nehme man: einen Grill mit ausreichend Restwärme, einen hauchdünnwandigen Müllbeutel und vier Büroklammern.
Der Rest ist ganz einfach. Man erarbeitet gemeinsam mit dem Heranwachsenden die physikalischen Grundlagen der Ballonfahrt und überprüft selbige spielerisch-experimentell in der Praxis.

Und schwuppdiwupp, wie von Zauberhand bewegt, steigt der mit warmer Luft gefüllte “Ballon” in die Höhe.
Zu den beiden anderen zauberhaften Bildern fällt mir gerade nicht sinnvolles ein…
(Eine Übersicht aller Themen und deren Umsetzung gibt’s hier bei Sari.)
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Erstellt von duftbaeumchen am 15. September 2009
Manch mittelalter Leipziger wird es bereits vernommen haben: Die beiden Radiosender R.SA und PSR versuchen derzeit unter Zuhilfenahme diverser “Gesellschaftsspiele” (Tauziehen, Turmspringen, Ehefrauenweitragen, u.a.) herauszuknobeln, welcher denn der bessere in Sachsen sei.
Auch wenn dies nur eine verkappte Werbeaktion ist - schließlich gehören beide Sender zum RADIOZENTRUM Leipzig und werden von den selben Geschäftsführern geleitet -, so möchte ich folgendes bemerken:
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Erstellt von duftbaeumchen am 10. September 2009
Schade, dass ich das nicht erleben durfte.
Die Dschulia war doch am vergangenen Samstag auf dem Leipziger Opernball. Hier, wo sich die Schönen und Reichen aus Stadt und Land treffen.
Sie hat wieder ganz vorne mitgemischt; hat den Ton angegeben mit ihren platten Tellern. Stilsicher, wie wir sie kennen.
Mit einem weißen (?) Schlüppi unterm kleinen Schwarzen!
Damit man was sieht, wenn man was sieht.
Dann hat sie auch noch mit DJ Pult (ihr neuer Freund?) rumgemacht und den Gästen ordentlich eingeheizt. Schreibt zumindest die “BUNTE” im Bilduntertitel. Die ekstatischen Schreie und Anfeuerungsrufe des Publikums waren anscheinend so laut, dass sie sogar Kopfhörer tragen musste.
In der Oper. Vor allen Leuten.
Und ich war nicht dabei.
Genau so wie Nadja? Die beiden könnten doch auch mal was zusammen machen…
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