Bewegungslos bewegend
Erstellt von duftbaeumchen am 1. Februar 2012
Charmant, witzig, sarkastisch, traurig (für Herzdamen und Freundinnen).
“Ziemlich beste Freunde”
Angucken!
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Duftbäumchens Logbuch |
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mit System Anti-Verblassen |
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Erstellt von duftbaeumchen am 1. Februar 2012
Charmant, witzig, sarkastisch, traurig (für Herzdamen und Freundinnen).
“Ziemlich beste Freunde”
Angucken!
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Erstellt von duftbaeumchen am 23. Januar 2012
Während einer nächtlichen Golden-Globe-2012-Zusammenfassung im Televisor defilieren die Schönen und Reichen durchs Bild.
Unter anderem sind auch Angelina J. und Brad P. (Klarnamen sind dem Autor bekannt) zu sehen.
Herzdame: “Adoptieren die die Kinder oder kauf… äh …”
Beides. Erst kaufen, dann adoptieren.
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Erstellt von duftbaeumchen am 15. Januar 2012
“Du bist ein Arschloch!“, schallte es fremdländisch akzentuiert laut durch den Raum – durch den Gastraum, in dem wir erst wenige Minuten zuvor einen Platz zugewiesen bekamen.
Wilde Worte wechselten weiterhin die Besitzer; eine der zahlreichen “Kundenbetreuerinnen” stritt sich lautstark mit einem der Köche/ Pizzabäcker. Worum es genau ging, war nicht zu ergründen. Die Worte “Pizza” und “alleine fressen” ließen jedoch darauf schließen, dass es sich mutmaßlich um eine der hausgemachten Speisen drehen musste.
Wir wussten es nicht genau, freuten uns aber trotzdem, diesem Schauspiel beiwohnen zu dürfen.
Zumal der Start unserer Soirée schon nicht optimal verlaufen war. Als wir nämlich die Lokalität betraten und uns bis zum Tresen gekämpft hatten, interessierte sich von den dort anwesenden Restaurantfachfrauen (zirka sechs/ sieben ins gruppendynamische Einzelgespräch vertiefte junge Dinger) keine für uns. Wir standen und warteten; man will sich ja auch nicht unnötig aufdrängen.
Als ich schon ansetzen wollte mit der loriotschen Frage (1): “…, dürfen wir IHNEN vielleicht etwas bringen?!”, riss sich dann doch eine Angestellte aus dem wissenschaftlichen Fachdiskurs und nahm sich unser an.
Der Name als Unternehmensleitsatz?
“La Grotta” in der Leipziger Ratsfreischulstraße wurde dem gerecht.
Wir besuchten bereits mehrmals das mit der Pizzeria räumlich und organisatorisch verbundene Restaurant nebenan und die Vergangenheit gab keinen Anlass zur Klage; die Art der Gastbetreuung dürfte demnach nicht großartig anders sein. So hofften wir. Doch gestern sah es der Dienstplan wohl vor, dass sich diejenigen Mitarbeiter versammelten, die ihren sogenannten “schlechten Tag” hatten.
Auch wenn das Essen selbst vorzüglich mundete (davon abgesehen, dass die wagenradgroßen Pizzen nur mit Mühe in den Wanst einer normalgewichtigen Einzelperson passen), der Dienst drumrum (die schauspielerische Einlage zu Beginn außer Acht lassend) entsprach voll dem Namen, der über der Eingangstür prangt: Grottig.
Die Einnahme der Speisen an sich nahm den geringsten Teil der zweieinhalb Stunden dauernden Veranstaltung ein. Es schien so, als ob sich die Bedienung mehr um die tausend kleinen Dinge des Lebens kümmerte als um uns – um die Menschen, die für die Bereitstellung der Arbeitsentgelte am Monatsende erforderlich sind.
Und für die Lohnzusatzleistungen. Aber die Gehälter sind da wahrscheinlich derart hoch, dass für Trinkgelder kein Bedarf besteht.
Naja, muss auch nicht.
Es hätte wahrscheinlich vor Kassenabschluss niemand bemerkt, wenn wir ohne Begleichen der Rechnung von dannen gezogen wären.
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1 zu sehen in Loriots Meisterwerk “Pappa ante portas“
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Erstellt von duftbaeumchen am 14. Januar 2012
Mehr muss eine Frau doch nun wirklich nicht tragen, wenn sie zur Faschingsparty gehen will.
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Um Halsschmerzen vorzubeugen, empfiehlt es sich bei Temperaturen unter minus zehn Grad Celsius, eine Federboa locker ums Dekolleté zu drapieren.
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PS Haben Sie es bemerkt? Das “alte” iPhone 3, welches ich temporär benutze, fokussiert vortrefflich auf das Regal hinter der Protagonistin. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die Optik bei soviel nackten Tatsachen schamhaft versucht, blind zu werden.
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Erstellt von duftbaeumchen am 11. Januar 2012
Und ich sach noch zur Frau Frülln: In der Schauburg sind immer wenig Zuschauer, die knistern nicht während der Vorstellung, kostenlose Parkplätze gibt’s in unmittelbarer Nähe und die Preise sind nicht so exorbitant hoch wie in den Multiplexkinos …
Die Filmvorschau weckte Neugier, also packte ich die Herzdame beim virtuellen Schopfe und wir zogen hinaus in die dunkle Nacht.
Eine derart große Menschenansammlung vor diesem Lichtspieltheater und in dessen Eingangsinnenbereich sah ich das letzte Mal vor “der Wende”. Die “Schauburg” ist mittlerweile eher ein Nischenkino.
Was iss’n hier los?
Ein Kontrollblick auf das papierne Kinoprogramm verriet den Grund: Premiere.
Na, ob wir da überhaupt reinkommen?
Wir kamen.
Rings um uns betrieben mehr oder weniger intellektuell aussehende Menschen Konversation. Wer gerade nichts zu sagen hatte, nippte an einem Sektglas.
So unvorbereitet kommt man sich ja etwas deplatziert vor. Ergo: Ein Kinovorschauprogramm geschnappt und zielgerichtet die Sitzgelegenheiten okkupiert.
“Du liest doch bestimmt jetzt noch, da hole ich mir auch ein Kinoprogramm“, sprach die Herzdame.
“Naja, ich guck mir eigentlich nur die Bilder an; ich hab’ ja keine Brille dabei.” (1) Infolge der Altersweitsicht benötige ich im Kino normalerweise keine Sehhilfe, da wir ganz selten bis nie in der ersten Reihe direkt vor der Leinwand sitzen. Ich lasse sie also zu Hause. Andererseits sollte mich die Lebenserfahrung – auch eine Art Altersweitsicht – mittlerweile gelehrt haben, ein Binokel für den “Notfall” vorrätig zu halten.
Mach’sch aber nich. Der Lernprozess dauert noch an.
Wie dem auch sei – die Herzdame kehrt zurück. Mit Heft und zwei Gläsern Sekt.
Den gibt es nämlich (wie wir nun wissen) kostenlos.
“Dann sind wir ja sozusagen sehr wichtige Personen (VIP).” Oder wollen die uns bereits vor Filmbeginn betrunken machen und einlullen?
Woll’n se nich. Fangen aber dafür später an und ersetzen die Werbung durch eine persönliche Einführung durch den Mann vom Filmverleih. Inklusive Hinweis, dass auch Filmschaffende (Produzenten, Regisseur, Schauspieler) anwesend sind und sich am Ende sogar zu erkennen geben wollen.
Dann geht’s endlich los.
Das System – Alles verstehen heißt alles verzeihen
Und wir sind bei der Weltpremiere live (also u.a. lebendig, direkt, ungebraucht, glühend) dabei.
Auch wenn mir bei einigen Szenen die Bildgestaltung (2) nicht zusagte, so darf ich insgesamt konstatieren: Ja. Doch. Nicht schlecht gemacht. Gefällt.
Nach der sich anschließenden obligatorischen “Befragung” und Vorstellung einiger Mitwirkender sowie der Nichtbeantwortung nichtgestellter Zuschauerfragen, gab’s dann noch mal Sekt. Wer wollte.
Doch auch ohne diese Zugabe (die wir aus Zeitgründen nicht annahmen) können wir uns nicht beklagen. Schon rein aus finanzieller Sicht war dieser Kinobesuch ein voller Erfolg: 4 (in Worten VIER) Euri für zwei Kinokarten (3), unendlich (theoretisch) viel Prickelwasser und anspruchsvollen Kulturgenuss.
Und nicht zu vergessen: Das Gefühl, ein privilegierter Kunstkonsument zu sein.
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1 Also prinzipiell kann ich auch ohne Brille lesen, wenn ich das Schriftstück nur weit genug vom Gesicht weghalte. Beim Schummerlicht des Kinosaals ist allerdings der Zeichen-Hintergrund-Kontrast so gering, dass jeglicher Versuch der Informationsaufnahme kläglich scheitert. Es bleibt bei der Bilder- und Überschriftenbeschau.
2 Warum müssen die Kameraleute heutzutage ständig rumzappeln und den Protagonisten fast in die Körperöffnungen kriechen. Lasst doch die Schauspieler mal in Ruhe agieren, gebt ihnen Raum. Stellt die Kamera auf ein Stativ und rennt nicht ständig mit ihr herum. Nehmt euch ein Beispiel an “Die Reifeprüfung” mit Anne Bancroft und Dustin Hoffmann!
3 Die Premium-Variante der happy dinner card macht’s möglich – zwei Karten für eine.
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Erstellt von duftbaeumchen am 23. Dezember 2011
Gestern Abend beim Erfinderstammtisch.
Die Teilnehmer spielten sich gegenseitig Namen von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu, die sie in näherer und fernerer Vergangenheit trafen, mit denen sie mahlzeiteten oder deren Klo sie putzten.
Frau K.: “Also ich habe mal eine französische Schauspielerin (*) getroffen, so ‘ne ältere, ganz berühmte. Ich komm’ nur nicht drauf, wie sie heißt.“
Nachdem mehrere und leider unzutreffende Namen genannt waren, glänzte die Herzdame und warf voll Überzeugung ein:
Die Huldigung ihres weltweit bekannten cineastischen Sach- und Fachverstand durch die Anwesenden fand kaum Grenzen.
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(*) Das gesuchte Lösungswort heißt übrigens: Catherine Deneuve
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Erstellt von duftbaeumchen am 23. Dezember 2011

20 Sekunden lang auf den Glockenknopf drücken, drei bis fünf Minuten warten (je nach Durchlaufgeschwindigkeit des Sandes in der Eieruhr*) und schon kann man sich 24 Stunden lang mit einem schwebenden Telefonhörer unterhalten.
Tolle Technik.
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* Sollten Sie zufälligerweise und eigentlich unvorstellbar keine Eieruhr bei sich führen, können Sie auch die beiden Weißweinflaschen, die sie vor wenigen Minuten beim Kaufmann des Vertrauens erwarben, leeren (vorzugsweise in den eigenen Magen), den noch vom letzten Urlaub in den Hosentaschen befindlichen Strandsand in das Leergut einfüllen, die Flaschenöffnungen mit einem Kaugummi miteinander verkleben und sich das Chronometer somit selbst basteln.
Mit anderthalb Liter Wein im Kopf redet es sich auch viel entspannter.
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Erstellt von duftbaeumchen am 20. Dezember 2011
Bis dato konnte ich ES hinauszögern, doch dieses Glück wird nicht mehr lange währen.
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Erstellt von duftbaeumchen am 20. November 2011
Eine Sternstunde im langen Leben des Weltnetzes: Unsere heißgeliebte Bundesregierung läutet eine neue Epoche in der Kommunikation zwischen Vertretern und Vertretenen ein – Frau Merkel antwortet auf Fragen des Volkes.
Die wöchentlichen Videobotschaften der Kanzlerin kennen wir ja bereits seit geraumer Zeit; ein eher einseitiger “Informations”transport.
Nun jedoch ist Schluss mit lustig. Das Volk will wissen und Ängie antwortet auf die zehn Fragen von insgesamt knapp 1800, die uns am intensivsten unter den Nägeln brennen.
Wer jetzt allerdings knallharte Fakten erwartet, kann die Herztabletten getrost im Nachtschränkchen liegen lassen. Unsere Kanzlerin redet in ihrer liebenswürdigen wenig- bis nichtssagenden Art wie immer um konkrete Fakten drumrum. Ob man sich diese Innovation der Abteilung “Öffentlichkeitsarbeit” nun antut oder nicht – letztlich kann man die Zeit auch sinnvoller verplempern.
Was mich jedoch wunderte ist, dass dieses “Interview” in drei zeitlich gestaffelten Teilen veröffentlicht wird. Die Vorschaubilder der beiden Sequenzen, die morgen und am Mittwoch “freigeschaltet” werden, lassen vermuten, dass bereits alle Ausführungen videophonisch aufgezeichnet sind.
Warum also diese Zerstückelung?
Sind in den einzelnen Antworten vielleicht geheime Botschaften versteckt, deren Entschlüsselung man uns als kollektive Volksintelligenz im Gesamtpaket nicht zumuten wollte? Oder “optimieren” die Geisterschreiber noch an den Antworten sechs bis eins, um uns nicht mit allzuviel Informationsgehalt zu überfordern?
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Erstellt von duftbaeumchen am 10. November 2011
Ich bin da mal reingerutscht. Aus Versehen. Beim televisionären Zappeling.
Und dann aus medienanalytischem Interesse (vielleicht war es auch der Drang nach Selbstgeißelung) hängengeblieben.
“Berlin – Tag & Nacht” im Vorabendprogramm auf RTL II.
Schlimm, schlimm, schlimm.
Auf der zugehörigen Internetz-Seite steht oben “It’s fun”. Nur frage ich mich: Spaß? Für wen?
Für die Darsteller dieser ausgedachten Realität (neudeutsch für scripted reality) kann es kein Spaß sein. Da ist wohl bei der Auswahl der Akteure etwas gewaltig in die Hose gerutscht. In der einen Folge, die ich mir “reinzog”, spielten nur Leute mit, die augenohrenscheinlich unter Hörschäden leiden – die mussten sich ständig anschreien.
Leute, da muss man doch beim Zusammenstellen des Ensembles besser aufpassen!
Oder war das etwa so gewollt? Bin ich vielleicht nur zu jung und gehöre noch nicht zur anvisierten Zielgruppe?
Meinen alterschwerhörigen Nachbarn gefällt diese Art des Informationstransports vielleicht sogar. Ich zweifle allerdings daran, dass die sich in dieser spätjugendlichen, sich an der Realität hauteng anschmiegenden Spiel-Szenerie noch auskennen und verstehen, worum es eigentlich geht.
Selbst ich habe damit bereits Probleme.
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