Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Archiv für die 'Entertainment' Kategorie

Treffer. Versenkt!

Erstellt von duftbaeumchen am 23. Dezember 2011

Gestern Abend beim Erfinderstammtisch.

Die Teilnehmer spielten sich gegenseitig Namen von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu, die sie in näherer und fernerer Vergangenheit trafen, mit denen sie mahlzeiteten oder deren Klo sie putzten.
Frau K.: „Also ich habe mal eine französische Schauspielerin (*) getroffen, so ’ne ältere, ganz berühmte. Ich komm‘ nur nicht drauf, wie sie heißt.

Nachdem mehrere und leider unzutreffende Namen genannt waren, glänzte die Herzdame und warf voll Überzeugung ein:

Inge Meysel.

Die Huldigung ihres weltweit bekannten cineastischen Sach- und Fachverstand durch die Anwesenden fand kaum Grenzen.

 

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(*) Das gesuchte Lösungswort heißt übrigens: Catherine Deneuve

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Telefonzelle

Erstellt von duftbaeumchen am 23. Dezember 2011

Unterhaltungsanweisung

20 Sekunden lang auf den Glockenknopf drücken, drei bis fünf Minuten warten (je nach Durchlaufgeschwindigkeit des Sandes in der Eieruhr*) und schon kann man sich 24 Stunden lang mit einem schwebenden Telefonhörer unterhalten.

Tolle Technik.

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* Sollten Sie zufälligerweise und eigentlich unvorstellbar keine Eieruhr bei sich führen, können Sie auch die beiden Weißweinflaschen, die sie vor wenigen Minuten beim Kaufmann des Vertrauens erwarben, leeren (vorzugsweise in den eigenen Magen), den noch vom letzten Urlaub in den Hosentaschen befindlichen Strandsand in das Leergut einfüllen, die Flaschenöffnungen mit einem Kaugummi miteinander verkleben und sich das Chronometer somit selbst basteln.

Mit anderthalb Liter Wein im Kopf redet es sich auch viel entspannter.

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bald nun ist …

Erstellt von duftbaeumchen am 20. Dezember 2011

Bis dato konnte ich ES hinauszögern, doch dieses Glück wird nicht mehr lange währen.

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die Kanzlerin in kleinen Dosen

Erstellt von duftbaeumchen am 20. November 2011

Eine Sternstunde im langen Leben des Weltnetzes: Unsere heißgeliebte Bundesregierung läutet eine neue Epoche in der Kommunikation zwischen Vertretern und Vertretenen ein – Frau Merkel antwortet auf Fragen des Volkes.

Die wöchentlichen Videobotschaften der Kanzlerin kennen wir ja bereits seit geraumer Zeit; ein eher einseitiger „Informations“transport.

Nun jedoch ist Schluss mit lustig. Das Volk will wissen und Ängie antwortet auf die zehn Fragen von insgesamt knapp 1800, die uns am intensivsten unter den Nägeln brennen.

Wer jetzt allerdings knallharte Fakten erwartet, kann die Herztabletten getrost im Nachtschränkchen liegen lassen. Unsere Kanzlerin redet in ihrer liebenswürdigen wenig- bis nichtssagenden Art wie immer um konkrete Fakten drumrum. Ob man sich diese Innovation der Abteilung „Öffentlichkeitsarbeit“ nun antut oder nicht – letztlich kann man die Zeit auch sinnvoller verplempern.

Was mich jedoch wunderte ist, dass dieses „Interview“ in drei zeitlich gestaffelten Teilen veröffentlicht wird. Die Vorschaubilder der beiden Sequenzen, die morgen und am Mittwoch „freigeschaltet“ werden, lassen vermuten, dass bereits alle Ausführungen videophonisch aufgezeichnet sind.

Warum also diese Zerstückelung?
Sind in den einzelnen Antworten vielleicht geheime Botschaften versteckt, deren Entschlüsselung man uns als kollektive Volksintelligenz im Gesamtpaket nicht zumuten wollte? Oder „optimieren“ die Geisterschreiber noch an den Antworten sechs bis eins, um uns nicht mit allzuviel Informationsgehalt zu überfordern?

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mitgehört

Erstellt von duftbaeumchen am 10. November 2011

Ich bin da mal reingerutscht. Aus Versehen. Beim televisionären Zappeling.

Und dann aus medienanalytischem Interesse (vielleicht war es auch der Drang nach Selbstgeißelung) hängengeblieben.

„Berlin – Tag & Nacht“ im Vorabendprogramm auf RTL II.

Schlimm, schlimm, schlimm.

Auf der zugehörigen Internetz-Seite steht oben „It’s fun“. Nur frage ich mich: Spaß? Für wen?

Für die Darsteller dieser ausgedachten Realität (neudeutsch für scripted reality) kann es kein Spaß sein. Da ist wohl bei der Auswahl der Akteure etwas gewaltig in die Hose gerutscht. In der einen Folge, die ich mir „reinzog“, spielten nur Leute mit, die augenohrenscheinlich unter Hörschäden leiden – die mussten sich ständig anschreien.

Leute, da muss man doch beim Zusammenstellen des Ensembles besser aufpassen!

Oder war das etwa so gewollt? Bin ich vielleicht nur zu jung und gehöre noch nicht zur anvisierten Zielgruppe?

Meinen alterschwerhörigen Nachbarn gefällt diese Art des Informationstransports vielleicht sogar. Ich zweifle allerdings daran, dass die sich in dieser spätjugendlichen, sich an der Realität hauteng anschmiegenden Spiel-Szenerie noch auskennen und verstehen, worum es eigentlich geht.

Selbst ich habe damit bereits Probleme.

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als man noch Chansons hörte

Erstellt von duftbaeumchen am 6. November 2011

Es entwickelt sich.

Vor zehn Jahren wohnte ich das erste Mal einem seiner Gastspiele hier in Leipzig bei. Damals in Saal 8 des hiesigen „Cinestar“-Kinos. Irgendwo ganz weit hinten. Mit schwarzer Hose und dunkelgrauem Hemd.

Vorgestern, zehn Jahre und mehrere über die Dekade verteilte vergnügliche Alsmann-Abende später, lauschten wir wieder den Mannen in den nagelneuen babyblauen Sakkos.

Wir folgten Herrn Alsmann in seine Jugendzeit. In eine Zeit, in der in Hans-Joachim Kulenkampffs samstagabendlicher Unterhaltungsschau „Einer wird gewinnen“ auch vor mittlerweile vierzig Jahren berühmte französische Chansonniers große Erfolge feierten. Ich kann mich sogar noch an den als Butler am Ende der Veranstaltung auftretenden Martin Jente erinnern.

Und als ich bei Namen wie Gilbert Bécaud, Serge Gainsbourg, Yves Montand und Charles Aznavour in das Ahnungslosigkeit verstrahlende Gesicht der nicht unbeträchtlich jüngeren Herzdame schaue, merke ich:

Ich bin schon ganz schön alt.

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Lichtspiele

Erstellt von duftbaeumchen am 21. Oktober 2011

festival of lights(Blick vom Hotel „Park Inn“ am Alexanderplatz, 14.10.2011)

 

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Die violett-rote Färbung des Fernsehturms wurde nicht durch chromatische Aberration des Kameraobjektivs, sondern durch farbige Beleuchtung des Bauwerks während des „festivals of lights“ verursacht.

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sprudelnde Erkenntnisse hinterm Horizont

Erstellt von duftbaeumchen am 20. Oktober 2011

Ja, so ist das im Kapitalismus: Der Markt wird von Angebot und Nachfrage geregelt. In Anbetracht mangelnder alternativer Wahlmöglichkeiten für den Verbraucher nehmen sich manche Unternehmer sogar das Recht heraus, ihre Waren zu überhöhten Preisen feilzubieten. Obwohl monopolistische Strukturen hierzulande nicht gern gesehen werden und immer weiter aussterben, sind sie doch hier und da noch anzutreffen.

Zwei nulleinser Gläser Sekt á funfeinhalb Euri.

Im normalen Leben bekommt man fürs gleiche Geld zirka vier Flaschen Rotmützenangebotssekt, aus denen man den Inhalt für insgesamt 30 dieser winzigen Gläschen herauspressen kann.

30 x 5,50 Euri = 165 Euri Umsatz bei einem Wareneinsatz von knapp sechs Euri.

Aber denkt nun nicht, dass ich mich darüber aufregen würde – wenn man schon mal in Marx‘ Schriften stöberte, bewertet man viele der scheinbaren Ungerechtigkeiten sehr gelassen und ohne unnötigem Herzklopfen.

„Wollen wir uns das mal leisten?“

Ja, wir leisten uns das.

Ausnahmsweise.

Dafür haben wir die Eintrittskarten nicht bezahlen müssen.

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musikalische Phasendrehung

Erstellt von duftbaeumchen am 9. Oktober 2011


vorher nachher

 

Na? Sehen Sie einen Unterschied?

Nein. Wieso? Gibt es denn einen?

Das ist doch offensichtlich! Zwischen beiden Bildern liegen Monate. Monate der Planung, der Besinnung, des Reifens.

Vorgestern schloss ich spontan die Planungsphase ab, schlief sicherheitshalber noch eine Nacht „darüber“ und trat gestern in die Umsetzungsphase ein. Ewig kann man sich ja auch nicht hinter dem Spruch: „Ich hatte bisher keine Zeit.“ verstecken.

Das Projekt „Systematisierung der Musikbox“ nahm Fahrt auf.

Platz da!

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Sperrvermerk

Erstellt von duftbaeumchen am 3. Oktober 2011

Tja, so ist das, wenn die Redakteure bereits im Bett liegen und der Elektronik die Arbeit überlassen …

(Nachzulesen auf diversen Nachrichtenportalen.)

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Die Preisträger verschleierte ich, um mich nicht des Geheimnisverrats schuldig zu machen. Bitte haben Sie dafür Verständnis.

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