Erstellt von duftbaeumchen am 27. Juli 2010
Ich möchte mich an dieser Stelle mal bei meinem Vater bedanken - das Wasser fließt wieder.
Also nicht, weil er irgendwas repariert hat. Vielmehr, weil er mir im Rahmen der Zeugungs”arbeit” einige seiner, wie sich mittlerweile herausstellte wertvollen Handwerkergene überließ.
Ein wenig Nervenkitzel ist schon dabei, wenn man abends nach 20.00 Uhr - also nach Ladenschluss der meisten Baumärkte - einen Wasserhahn vollständig zerlegt, um die Ursache für den verminderten Durchfluss des für die erfolgreiche Reinigung der Weißwäsche notwendigen Wassers zur Waschmaschine zu ergründen. Zumal der Hauptabsperrhahn für diese Entnahmestelle auch für die hinter der Wand liegende Menschenreinigungskammer zuständig ist und im Falle meines Versagens, verbunden mit der dann notwendigen Außerbetriebnahme des Ausflusses, die morgendliche Dusche nur aus heißer Luft bestünde. Wenn überhaupt.
Die alte Klempnerweisheit “Nach fest kommt ab.” schwebte zwar dicht über meinem lichten Haupthaar, erwies sich aber in diesem Falle als nicht zutreffend.
Desweiteren möchte ich ihm danken für die mir mitgegebene Sammelleidenschaft. Diese half mir nämlich, schon vor Monaten ein Fitzelchen Hanf aufzubewahren, welches mir vorhin im Zusammenspiel mit etwas ebenfalls schon länger vorrätig gehalten Spezialfettes zur Abdichtung eines Gewindes gute Dienste leistete.
Vielleicht ist sie auch ein Überbleibsel meiner ostdeutschen Herkunft: Erst ma ha’m und dann ä Stück weg damit. So wie früher.
Lange Schreibe, kurzer Sinn: Die Operation ist geglückt, der Wasserhahn innewendsch gereinigt, instandgesetzt und wieder wie neu.
Danke.
Aber was mache ich nun mit dem gesparten Geld für den richtigen Handwerker? War mein Handeln überhaupt volkswirtschaftlich vertretbar? Wo kommen wir denn hin, wenn alle alles selber machen?
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Erstellt von duftbaeumchen am 9. Juli 2010
Kennt ihr das auch? Da sitzt man so in gemütlicher Feierrunde und plötzlich, von jetzt auf gleich, versagt die Stimme. Der Frosch im Hals lässt sich einfach nicht runterschlucken. Selbst mit reichlich Getränken ließ er sich nicht aus seiner Verankerung lösen.
Vielleicht lag es an der Größe der “Gläser” und damit an der zu geringen Menge? In einen großen Fingerhut passt nun mal nicht sehr viel rein. Permanentes Nachgießen half genausowenig wie der alternierende Wechsel zwischen Kirsch- und Kräutergeschmack. Nach und nach besserte sich zwar die Situation; allerdings spaltete sich mein normaler Sprachfrequenzbereich und verschob sich mehr in die hohen und tiefen Lagen.
Der Zustand hält momentan noch an.
Schade, dass heute kein DSDS-, X-Faktor- oder Pop-Star-Vorsingen ist.
Ich würde alle Mitbewerber sowohl mit meiner klirrend-glockenreinen Sopran- als auch mit meiner sonoren Bassstimme hinwegfegen. Sechs Oktaven Stimmumfang sind es mindestens.
Allerdings ohne den Mittelteil.
Aber das kann man dann später im Studio hinzumischen.
PS: Merke! An lauen Sommersonnenabenden sind sonnenbeleuchtete leuchtendgelbe T-Shirts als Sommersonnenabendkleidung sehr unpraktisch.
Es sei denn, ihr wollt euren Mitmenschen etwas Gutes tun, euch als sogenannten “Honigtopf” zur Verfügung stellen und damit das Geziefer vom Rest der Feiergemeinde fernhalten.
Dann setzt euch aber bitte etwas abseits.
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Erstellt von duftbaeumchen am 7. Juli 2010
Gestern Abend war ich kreativ.
Mit Nudeln vom Vortage.
Dass ich sie braten würde, war vorher klar. Welche Zutaten ich ihnen zur Seite legen wollte dagegen nicht. Der Blick in den Kühlschrank erhellte mich auch nicht wirklich. Also dachte ich mir: Der Mälzertim nimmt immer “irgendwas” und manscht es zusammen - das kann ich auch.
Meine weitere Vorgehensweise im Kurzdurchlauf:
- etwas Margarine bei starker Hitze in der Pfanne zerlaufen lassen. Da die Außentemperaturen gestern nicht all zu hoch waren, musste ich mit künstlicher Wärme nachhelfen.
- die Nudeln und zwei Prisen gerebelte Basilikumblätter dazugeben
- den Blick schweifen lassen und nebenbei immer wieder umrühren
- ein kleines Päckchen salziges Knabberzeugs entdecken, ein paar Keksfischli entnehmen, diese mit dem Handballen zerbröseln und zu den Nudeln geben
- nun die Augen in einem anderen Areal wandern lassen (also sinnbildlich gesehen)
- nebenbei rühren
- sich für Zuckerrübensirup statt Honig bzw. Nussnougatcreme entscheiden und die Nudeln damit beträufeln;
- umrühren nicht vergessen
- die Nudeln auf einen Teller gleiten lassen
- nun noch einen Schwapp fruchtig-grünes Gemüse-Relish dazu - fertig.
Und es schmeckt sogar vorzüglich.
Paul Bocuse würde sich alle Zehen danach lecken.
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Erstellt von duftbaeumchen am 6. Juli 2010

Lange, sehr lange hat es gedauert. Doch nun, endlich: die ersten zwei Babies reifen im Sonnenlicht…
Und von der Anzahl der Blüten ausgehend, könnten es noch mehr werden. Viel mehr.
Die Herzdame und ich - zwei herausragende Kapazitäten auf dem Gebiet der Botanik - bauen neben diversen Grün- und Buntpflanzen auch eigenes Obst und Gemüse an.
Es entwickelt sich. Langsam, aber immerhin.
Dass die Tchibo-Erdbeeren seit Wochen nur mickrig vor sich hin kümmern und trotz liebevoller Hege und Pflege noch nicht einmal einen Zentimeter in die Höhe wuchsen, lasse ich an dieser Stelle unerwähnt. Das liegt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit am Ausgangsmaterial.
Kaffeeröster sollten eben keine Dinge verkaufen, von denen sie keine Ahnung haben.
Artverwandtes
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Erstellt von duftbaeumchen am 1. Juli 2010
… wär’ die Welt ein leeres Fass. (*)
Die seh’n ja schon etwas mickrig und leidend aus. Irgendwas ist hier wohl schiefgelaufen. Bloß gut, dass ich - eigentlich als Konifere der Botanik weltbekannt - für die Pflege der daheimgebliebenen Nutz- und Grünpflanzen während unseres Kurzurlaubs nicht zuständig war. Ich nenne hier bewusst keine Namen.
Da wir zwei gleiche Exemplare in fast gleicher geographischer Lage beherbergen, kann mir ooch keener erzählen, dass das vorzeitige Ableben einer der beiden Pflanzen außergewöhnlichen meteorologischen Bedingungen zuzuschreiben wäre. Ich vermute eher gewöhnlichen Wassermangel.
Aber ich war ja nicht zu Hause, ich war nicht dabei. Vielleicht war es ein böser Zauber …
(*) Dieser Spruch stand auf einem Quartett-Spiel aus meinen Kindertagen
Artverwandtes: Peter-Prinzip, Dem Ende nah, Zuchthausbericht
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Erstellt von duftbaeumchen am 22. Mai 2010
Samstag, kurz nach dem Frühstück.
Sie: Da hast du wohl die Eier auch in der neuen Pfanne gebraten?
Er: Ja, damit kann man auch Eier braten. Das ist eine Mehrzweckpfanne.
Sie: Ach, da kann ich dir damit auch eine überbraten?
Er: Ja, auch das wäre - technisch gesehen - möglich.
Das ist nun der Dank!
PS: Rein praktisch gesehen mache ich mir aber keine Sorgen. Die Pfanne ist dermaßen schwer, dass es bereits bei normalem Gebrauch eines Flaschenzuges bedarf, selbige zu heben. Damit zum Schlag auszuholen, halte ich für fast unmöglich.
Wobei…
Ich habe gehört, dass die gemeine Menschin im “Ernstfall” unmenschliche Kräfte zu mobilisieren in der Lage ist.
Aber das ist bestimmt eine Fehlinformation.
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Erstellt von duftbaeumchen am 20. Mai 2010
Man nehme:
1 Zwiebel,
gekochte Kartoffeln vom “Vortag”,
etwas Margarine
4 Eier ohne Schale,
4 Würstchen aus der Dose,
Kümmel, Pfeffer, Salz und Majoran,
eine haushaltsübliche Kochstelle und
- und das ist der sogenannte “Knackpunkt” -
eine ordentliche Pfanne.
Über vierzig Jahre zögerte ich, nun besitze ich endlich auch eine.
Ob sie meine Erwartungen erfüllt, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.
Die Bratkartoffeln, die ich vorhin zauberte, unterschieden sich schon mal signifikant von den bisher eigenhändig zubereiteten und näherten sich sowohl optisch als auch geschmacklich denen meiner Mutter bis auf wenige Zentimeter.
Der Weg ist nicht mehr weit.
Doch für heute Abend bin ich’s zufrieden und sogar ein wenig stolz auf mich.
Und die Herzdame ebenfalls.
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