Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Archiv für die 'Hausmännel' Kategorie

Überraschungspakete

Erstellt von duftbaeumchen am 2. Mai 2012

Und wieder einmal ein Tip vom Hausmännel:

Den Ratenkauf beim Otto-Versand* (und die damit einhergehenden Kreditzinsen) kann man sich getrost sparen. Da die bestellten Waren sowieso nicht als Komplettpaket, sondern vielmehr auf Monate verteilt in kleinen Dosen eintrudeln, werden auch die Zahlungstermine großzügig übers Halbjahr verstreut.

Man freut sich immer wieder, wenn ein mittlerweile in Vergessenheit geratenes Objekt der damaligen Begierde doch noch den Weg bis zum Besteller findet.

Um dann wegen Unpässlichkeit, Farbuntreue oder Dochnichtgefallen zurückgesendet zu werden.

Doch nur so erhalten wir Arbeitsplätze.

Bei den Speditionen, bei den Aus-, Um- und NeuverpackerInnen, in den Lagern, Wäschereien …

 

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* Der Otto-Versand steht hier exemplarisch; Du, werter Leser, darfst hier gerne den Versender Deiner Wahl einfügen.

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Rhabarberkompott im Teigmantel

Erstellt von duftbaeumchen am 15. April 2012

Da nun die vor einer Woche Anwesenden alle überlebten, kann ich auch noch einen Gedanken darüber verlieren.

Über die Torte. An Karfreitag.

Wie dereinst kurz gezwitschert, war das Ergebnis einer Kuchenbäckertätigkeit einer engen Familienangehörigen (der Name ist dem Autor bekannt, soll aber vorerst geheim bleiben) knapp an der Optimalität vorbeigehuscht.

Trotz Originalrezept und viel gutem Willen – die Torte war irgendwie matschig. Der Rand gut gelungen, je weiter man sich aber zum runden Zentrum des Backwerks vorgabelte, desto mehr verflüssigte sich der Teig und rutschte durch die Zinken des Werkzeugs. Anders ausgedrückt: Konsistenz pfui – Geschmack trotzdem hui; als Rhabarberkompott im Teigmantel ein großer Wurf.

Am Tisch wurden diverse Gründe und Ursachen diskutiert, Rezeptmodifikationen ausgetauscht und Erfahrungen der vergangenen Jahre in die Waagschale geworfen.
Und dabei ist der Grund des scheinbaren Misslingen doch ganz einfach: Das Rezept wurde zu DDR-Zeiten für die damals verfügbaren Ingredienzien entwickelt und verträgt sich nun mal nicht mit den neuzeitlichen West-Zutaten.

Aber wo bekommt man jetzt noch 25 Jahre alten frischen Rhabarber her?

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its Reimteim

Erstellt von duftbaeumchen am 29. März 2012

Herzdame am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen:

Oh Klops, oh Klops, wie schmeckst du gut,

du wurdest gebrutzelt an heißer Glut.

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so ein Käse …

Erstellt von duftbaeumchen am 15. März 2012

Falls ihr es noch nicht bemerktet: Es ist zwecklos, Mozarella-Pizza mit dem Pizza-Roller zu zerteilen.

Sobald man nämlich am Essplatz angekommen ist, ist die noch heiße Käsedecke wieder mehr oder weniger gut zusammengewachsen. Bei der händischen Aufnahme des ersten bzw. zweiten bzw. dritten bzw. … Pizzastückes hängt dann unweigerlich auch ein Teil der rechts und/ oder links angrenzenden Milchproduktteigware herab und löst sich genau in dem Moment, wenn die Pizza zwischen Teller und Menschenschnabel schwebt.

Eine Hand hält den Teller, die andere die Speise und die dritte muss den Tomatensoße-Schmierkäse-Klumpatsch auffangen.

Sofern man eine dritte Hand sein eigen nennt.

Da nur ausgewählte Mitglieder der Spezies Mensch drei oder mehr Hände bei sich führen, muss das fettige Gelumpe – ob es will oder nicht – aufs Chemisett kleckern und dann gibt’s wieder Geschimpftes von der Wäschefrau/ vom Wäschemann.

Hier also ein Tip des Hausmännels:

Mozarella-Pizza lässt sich am leichtesten verzehren, wenn sie sich nur an der Raumluft erwärmt und gar nicht erst mit übermäßiger oder gar Backofenhitze in Berührung kommt.

Und Energie spart man obendrein.

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Jaaaa, er lebt noch

Erstellt von duftbaeumchen am 18. Februar 2012

Werte Verwandten,

vorher

tja, hättet Ihr gleich den Fachmann gefragt, wären Euch ungeplante Zusatzausgaben für ein Ersatzgerät erspart geblieben.

Der technisch interessierte Laie sieht sofort, was hier gespielt wird. Nämlich nichts mehr. Der HDR3800 stellte sich tot.
Es sieht aus wie ein kleiner Fliegenschiss, isses aber nicht – Fliegen haben nämlich keinen Zutrittflug zu diesem hochsensiblen, mit Elektronik vollgestopften Bereich der Fernsehunterhaltung.
Der Elko lüpfte leicht sein Mützchen und erbrach sich kaum erkennbar.

nachher

Wie heißt es doch so weitsichtig: „Junge, lern‘ was Ordentliches!“. Und weil der Junge in der Schule fein aufpasste, konnte er sein Wissen auch nach vielen Jahren noch anwenden. Mit geschickten Fingern, etwas Hitze, Lötzinn und einem Materialeinsatz von Nulleuroeinundneunzig brachte er in kurzer Zeit das Herz des Festplattenrecorders wieder zum Schlagen. Der neue Elektrolytkondensator passt zwar nicht an den vom Hersteller absichtlich eng bemessenen Platz (ein parametergleiches Ersatzteil war beim Handelsmann gerade nicht vorrätig), als gelernter DDR-Bürger weiß er sich jedoch zu helfen – ’ne Nummer größer tut’s auch; fix die Beine verlängert und im Freiraum schwebend abgelegt.

Nun muss er nur noch verhandeln, was mit dem reanimierten, aber bereits abgeschriebenen Gerät passieren soll. Alter und technisch-ideelen Verschleiß einbeziehend kann er für die Reparatur bestimmt noch hundertfünfzig Euri verlangen.

Mindestens.

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Luftnummer

Erstellt von duftbaeumchen am 5. Februar 2012

Früher, zur „guten, alten“ DDR-Zeit gab es Ähnliches auch schon mal. Da wurde die Margarine mit Wasser angereichert, um eine gute Streichfähigkeit zu erreichen.

Und Rohstoffe zu sparen.

Beim Auftragen kam der Butterersatz deutlich erkennbar ins Schwitzen und die wässrigen Transpiratperlen kullerten lustig auf der fettbenetzten Brotunterlage herum.

Das mit der Streichfähigkeit ist ja nun mittlerweile ausgeknobelt – mehr Wasser geht nicht rein. Nun rückt das Sparen wieder in den Vordergrund.

Preiserhöhungen sind aufgrund des Marktdrucks problematisch. Ergo: Man muss sich etwas einfallen lassen, dem Konsumenten unbemerkt mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.

Modifizierte Packungsgrößen, um weniger Inhalt zu kaschieren, wurden in jüngster Vergangenheit an anderen Stellen hinreichend besprochen. Bei den seit Jahren eingeführten Standardbrotaufstrichen in der 250- bzw. 500-Gramm-Packung sehe ich da auch keinen Spielraum. Selbst die minimale Verringerung der Füllmenge würde sofort auffallen und den Käufer zur Konkurrenz treiben.

À propos … Habt ihr zu Hause schon mal nachgewogen?

Also schrauben wir an der Substanz: Um den bisher betriebenen Forschungsaufwand nicht weiter und unnötig aufzublähen, pumpt man einfach etwas Luft in die Masse. Zweimal umrühren, fertig. Die Leute von Milka haben es vor geraumer Zeit mit der Luftschokolade vorgemacht.

É voila: Mit einer pfiffigen Idee abkassiert. Ich bezahle den gleichen Preis für absolut weniger Margarine und benötige dafür etwas mehr Aufstrich, um die gleiche Menge (abzüglich der beim Schmieren ausgepressten Luft) auf dem Brot zu verteilen. Die Packung ist eher geleert. Könnt ihr noch folgen?

Ich bin ja gespannt, wann der erste Streichwursthersteller auf den LÄTTA-&-luftig-Zug aufspringt.

 

Wenn ich irgendwo einen Denkfehler habe, bitte ich, mich darauf hinzuweisen.

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Sonnenstaub

Erstellt von duftbaeumchen am 5. Februar 2012

Warum passen selbst im eisigsten Winter Südbalkon, Sonnenschein und Laminatfußboden nicht zusammen?

Weil jedes Staubkörnchen sofort als hügelgleiche Erhebung zu erkennen ist.

Da kannste putzen wiede willst. Kaum steht das Reinigungswerkzeug im Verschlag, schon kriechen die Krümelmonster wieder aus ihren mit „herkömmlichen Mitteln“ unerreichbaren Verstecken und tanzen Samba.

Kann da nicht mal jemand was erfinden?

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scharfe Sache

Erstellt von duftbaeumchen am 25. November 2011

Ohne das wachsame Holzauge der Herzdame hätte ich das gar nicht erst wahrgenommen:

Habt ihr schon mal ’ne Senftube vor dem Gebrauch geschüttelt?

Also wenn überhaupt, dann drehe ich doch vorher den Verschluss ab, damit sich der Inhalt auch ordentlich im Raum verteilen kann.

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nasekitzelnder Tomatensaft

Erstellt von duftbaeumchen am 18. August 2011

Obwohl bzw. weil ich bereits weltweit als geachtete Konifere der Botanik gelte, muss auch ich mich permanent fortbilden.

Und so begab es sich, dass ich bei meinen Recherchen hinsichtlich der Ertragssteigerung unserer balkonesischen Feldfrüchte auf den Begriff „Jauche“ stieß.

Frisch gewagt ist halb gewonnen.

TomatensaftDie beim Beschnitt der unteren Tomatenextremitäten übrig gebliebenen Pflanzenreste lagerte ich in einem kleinen Eimer und versetzte sie fastrandhoch mit Leitungsheimer Tafelbrunnen. In den Schatten stellen, umrühren, ruhen lassen, fertig.

Bauern, es entwickelt sich.

Die Essenz verhält sich still und olfaktorisch unscheinbar.

Solange niemand dran wackelt.

Während der zweimal wöchentlich stattfindenden Staudenfütterung jedoch entfaltet sich das volle Aroma verwesender Flora.

Einem Garten- und Naturfreund wie mir macht sowas natürlich nichts aus. Gut, es duftet etwas streng (die Herzdame bezeichnet es als EKELHAFT, was ich maßlos übertrieben finde) und ich könnte während der Maßnahme die Balkontür schließen. Aber wenn es dem Ernteerfolg dient, muss man über derart „Belästigungen“ auch mal hinwegriechen und eine halbe Stunde Unwohlgeruch im Wohnzimmer aushalten können.

Beim Verzehr der vorzüglich mundenden Hutmurmeln beschwert sich ja auch niemand.

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Willkommen

Erstellt von duftbaeumchen am 14. August 2011

Vorhin begann die Erntezeit.

die Erstgebor(g)ene

Und damit auch das Lebensende der Hutmurmeln.

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