Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Archiv für die 'historisches' Kategorie

rosa Handwerkerkunst

Erstellt von duftbaeumchen am 13. März 2017

… oder: Ein weiterer Stein in der Mauer der großen Hoffnungen.

46 Jahre vergingen, bis ich eine Combo richtig für mich entdeckte; 46 Jahre, in denen mir die Musik oft über den Weg flog, mich aber nur mal mehr, meist weniger streifte.

Es begab sich zu einer Zeit, in der Westmusik heißbegehrte Rarität auf dem hiesigen Plattenmarkt war.

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gebunkert

Erstellt von duftbaeumchen am 5. April 2015

Falls „es“ noch mal los geht …

Ich bin gerüstet.

Als Waffe benutze ich die Zahncreme. Die ist mittlerweile so hart, damit erschlage ich die Feinde.

Alle.

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Ja, so war das. Heute vor 9 Jahren.

Erstellt von duftbaeumchen am 12. Juni 2014

9. Bloggeburtstag(Klick drauf!)

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die Schlacht ist geschlagen

Erstellt von duftbaeumchen am 20. Oktober 2013

Seit gestern ist es offiziell: Die Restauration des Völkerschlachtdenkmals ist abgeschlossen, das Bauwerk der Stadt übergeben.

Mit Klingklang und Blingbling, wobei man beim Blingbling – anlehnend an die Monumentum-Veranstaltung 2007 – noch zwei, drei Schippen hätte drauflegen können.

Wie dem auch sei: Rumgestanden – rumgeguckt – rumgelaufen – rumgespielt; dem fotografieinteressierten Neffen unter die virtuellen Ärmel gegriffen und mit Licht und Bewegung experimentiert.

Bis weit in den Abend hinein; nur so aus Spaß an der Freude.

VölkerschlachtdenkmalVölkerschlachtdenkmalVölkerschlachtdenkmalVölkerschlachtdenkmalVölkerschlachtdenkmalVölkerschlachtdenkmal

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nahsichtiger Aufschneider

Erstellt von duftbaeumchen am 1. Mai 2013

Auf der Suche nach fotografischen Mini-Motiven fürs Makro-Objektiv fiel mir heute ein Schächtelchen in die Hände. Ein Schächtelchen, welches einige Ergebnisse meiner jugendlichen Wissbegierde beherbergt.

Tamron SP AF 60mm F/2.0 Di II Macro

Tja, früher, als ich jung war und Germaniumtransistoren aus der Sowjetunion importiert wurden, da war die Mikroelektronik handgroß und man konnte noch reingucken. Mit bloßem Auge. Getrieben von naturwissenschaftlich-technischem Forscherdrang zerfeilte und zersägte ich damals im heimwerkeligen Bastelstübchen volkswirtschaftlich wichtige Ressourcen, nur um zu sehen, wie die innewendig aussehen.

Und heute? Da siehste nüscht mehr. Nicht nur, weil die Augen mittlerweile das eigenständige Nah-Sehen verlernten, sondern vor allem, weil alles verkapselt, verklebt und vergossen ist.

Tamron SP AF 60mm F/2.0 Di II MacroTamron SP AF 60mm F/2.0 Di II MacroTamron SP AF 60mm F/2.0 Di II MacroTamron SP AF 60mm F/2.0 Di II MacroTamron SP AF 60mm F/2.0 Di II MacroTamron SP AF 60mm F/2.0 Di II MacroTamron SP AF 60mm F/2.0 Di II MacroTamron SP AF 60mm F/2.0 Di II MacroTamron SP AF 60mm F/2.0 Di II MacroTamron SP AF 60mm F/2.0 Di II MacroTamron SP AF 60mm F/2.0 Di II MacroTamron SP AF 60mm F/2.0 Di II MacroTamron SP AF 60mm F/2.0 Di II MacroTamron SP AF 60mm F/2.0 Di II Macro

 

Und bevor jemand auf dumme Gedanken kommt: Nein, ich bin wegen meiner Zerstörungs“wut“ nicht dafür verantwortlich, dass es wirtschaftlich mit der DDR bergab ging.

 

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Notfallhandwerker

Erstellt von duftbaeumchen am 25. April 2013

„Not macht erfinderisch.“

Der gelernte DDR-Bürger von Welt kennt diesen Spruch allzu gut.

Und vorhin – ich weiß gar nicht mehr, wie ich drauf kam – fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren:

Angus MacGuyver – den mittelalten Lesern dieses Tagebuchs sicherlich kein Unbekannter – muss der Urtyp, quasi der wiedergeborene Vorfahr aller Ossis gewesen sein.

Dass das vorher niemandem aufgefallen ist …

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ausgebleich(er)t

Erstellt von duftbaeumchen am 2. Oktober 2012

Bleichert-Werke, 2012

Wusstet ihr eigentlich, dass in Leipzig mal eine Drahtseilbahn stand?

Zwar nur für kurze Zeit, aber immerhin. Damals, um 1911, während des Baus des Leipziger Völkerschlachtdenkmals? Eine Drahtseilbahn aus dem Hause Bleichert. Aus Gohlis. Von dort, wo ich fast täglich auf die ruinösen Reste des ehemaligen VEB Schwermaschinenbau Verlade- und Transportanlagen (VTA) schaue, wenn ich kurzzeitig aus dem Büroschlaf erwache.

VTA war früher Bleichert. Vor dem letzten Krieg.

Mittlerweile eine Technik-Ruine ohne Technik. Bis auf einen großen Laufkran in einer noch größeren Halle ist nicht mehr viel übrig. Der Putz bröckelt, die Scheiben sind zerschlagen, die Innereien ausgeweidet. Eine trostlose Hülle, deren Wiederbelebung mehrfach geplant, aber nach wie vor nicht umgesetzt wurde.

Im Sommer beobachtete ich wiederholt, wie jugendlicher Leichtsinn manch Pubertierenden auf den höchsten Punkt des Werksareals trieb; ob Mutprobe oder einfach nur die Suche nach einem „Spielplatz“ – als Unreifer geht man eben noch nachlässig mit dem eigenen Leben um.

Ich hab‘ da viel zu viel Schiss, mich allein auf unbekanntes und vor allem ungesichertes Terrain zu begeben. Wer weiß, wem ich dort beim Fotografieren begegne oder welche Löcher mich verschlingen (abgesehen davon, dass solche Örtlichkeiten oft Privatbesitz und somit für die Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich sind).

Und so kam mir wieder mal der Zufall zu Hilfe.

Im Vorfeld einer Krimilesung mit Nachtführung im Bergbau-Technik-Park stieß ich auf einen Verweis zur Netzseite des Vereins für Industriekultur Leipzig e.V. und dort wiederum auf die Ankündigung einer Führung durch die ehemaligen Bleichert-Werke mit Historiker und „Gohlis-Kenner“ Dr. Manfred Hötzel.

Ich war mit.

Im Club der alten Herren.

Passend zur Umgebung.

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vergurkt

Erstellt von duftbaeumchen am 31. August 2012

Da fällt mir gerade was ein:

Der Versuch, neben der Tomaten- nun auch in die Gurkengroßproduktion einzusteigen, ging, wie bereits früher berichtet, schief.
Bei der Suche nach einer Anleitung zum Konservieren der Mini-Ernte zog ich neben diversen Quellen im weltweiten Internetz selbstverständlich auch Muddern zu Rate.

Bei der Suche im reichhaltigen Fundus aus Kochbüchern, Zeitschriftenausrissen und handschriftlichen Aufzeichnungen tauchte plötzlich ein Schriftstück auf, welches mein Vertrauen in meine Erziehungsberechtigten erschütterte.

Auf einer postkartengroßen Dünnpappe, die mutmaßlich vor mittlerweile 45 Jahren den Weg zu uns nach Hause fand, konnte ich neben Bemerkungen zur aktuellen Tagespolitik auch ein Gurkeneinmachrezept nachlesen.

Tante Hedi, damals in den Sommertagen meiner Kindheit gern besuchte Landfrau, stellte UNS diese Anleitung zur Gürklingsveredlung zur Verfügung.

Ich betone: UNS. Denn auch mein Name stand, obwohl ich 1967 noch gar nicht lesen konnte, in der Anrede.

Seltsam, dass ich mich gar nicht daran erinnern kann, jemals vom Inhalt dieses Schreibens gehört zu haben.

Es muss mir demnach bewusst vorenthalten worden sein!

Aber warum? Aus Angst? Um mich zu schützen? Vor wem oder was? Ist im Rezept etwa ein geheimer Code versteckt, vor dessen Entschlüssung sich meine Erziehungsberechtigten ängstigten.
Oder hatten sie einfach nur keine Lust, einem knapp zweijährigen Buben zu erklären, was die Tante auch mir mit auf den Lebensweg geben wollte?

Hier gilt es, noch Aufklärungsarbeit zu leisten.

Oder wie der beste Neffe der Welt sagen würde: Ein Fall für Galileo Mystery.

Aiman Abdallah, übernehmen Sie!

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gefingert

Erstellt von duftbaeumchen am 16. August 2012

Ich möchte an dieser Stelle noch mal auf meinen Fachartikel „herausgepickt“ über den gemeinen Mauerspecht vom 27. April 2008 verweisen. Damals bearbeitete und beschnitt ich die historisch wertvollen Bilddokumente, um sie optisch und ästhetisch ansprechend meiner Zuleserschaft darzubieten.

Nun begab es sich zu einer Zeit, da mir ebendiese Diapositive wieder in die Hände fielen.

Und dabei stellte ich fest:

Im Finger-vors-Objektiv-halten war ich 1990 ein wahrer Meister.

Berlin, Frühjahr 1990Berlin, Frühjahr 1990Berlin, Frühjahr 1990Berlin, Frühjahr 1990Berlin, Frühjahr 1990Berlin, Frühjahr 1990

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Reisezeiten – von dort nach hier

Erstellt von duftbaeumchen am 7. August 2012

Herr Solf, der Sonnensack, rief sie durch einen seiner wie immer fundierten Artikel hervor.

Die Erinnerungen.

Erinnerungen an eine Reise anno domini 1979. Eine Reise zu unseren damaligen Brüdern und Schwestern weitöstlich der Oder.

Nach Kiew ins Pionierlager „Junost“.

Hin mit dem Flieger, zurück mit dem Zug. 1400 Kilometer in 36 Stunden. Kiew – Brest – Warschau – Berlin.

Den kompletten Reiseverlauf kann ich mangels Erinnerung nach so langer Zeit nicht wiedergeben, aber Fragmente und Eckdaten bleiben wohl unauslöschlich im Gedächtnis.

Das wären dann:

* Die Prachtstraße Kreschatik und die weltbekannten Dostoprimetschatjelnosti Sophienkathedrale und Höhlenkloster

* Während eines Aufenthalts in der Stadt trank ich Kwas, obwohl Kinder ja eigentlich noch keinen Alkohol zu sich nehmen sollten. Wobei … Ist man mit dreizehn eigentlich noch Kind?

* Mittags aßen wir mehrmals Borschtsch; als Vorspeise und zur Anregung des Appetits wurde gezuckerwässerter Kuchen gereicht.

* Im Rahmen eines „Deutschen Abends“ führten einige Teilnehmer unserer Reisegruppe einen „modernen“ Bühnenausdruckstanz nach der Musik „Heart Of Glass“ der West-Combo „Blondie“ auf, bei der ich mich während der „Show“ aus der Künstlertruppe ausklinkte, da ich die Schritte nicht mehr wusste. Peinlich.

* Auf einer Schaukel stach ich mir aus Unachtsamkeit mit einem Ast ins Auge und kämpfte an den folgenden Tagen mit einer leichten Bindehautentzündung – als angehender Mann verschwieg ich dies jedoch.

* Die „Großen“ spielten erfolgreich beim Volleyballturnier mit. Ich war noch klein.

* Die ukrainischen Türen waren eher wartungsarme Klemmbretter: Sie hatten statt der Klinken nur Metallgriffe und waren absichtlich so grob gearbeitet, dass das Türblatt von selbst in der Zarge hielt – vorausgesetzt, man ließ sie mit Schwung ins nichtvorhandene Schloss fallen.

* Die Rückreise erfolgte mit dem Zug via Brest mit mehrstündigem Nachtaufenthalt auf dem dortigen Bahnhof. Das Umspuren der Wagons konnten wir nicht miterleben, weil wir den Zug wechselten; dafür kann ich mich noch gut an die beckenlosen Hocktoiletten mit Fußmulden und Rundumblick zu den defäkierenden Nachbarn erinnern.
Eine tolle Erfindung zur Förderung der internationalen Kommunikation. Und eine sparsame zugleich: Ein Riegel zum Verschließen des Refugiums war nicht erforderlich, der Zuziehgriff der sich nach außen öffnenden Tür war gleichzeitig Haltepunkt für den „Geschäftsmann“ im Inneren.

Allerdings konnte der beherzte Zug eines Reisenden am Außengriff das Gleichgewicht in der Kabine empfindlich stören und den schwitzenden Wurstpresser schwungvoll vom Thron ziehen. Schließlich sind nicht alle so hoch gewachsen, dass ihr Kopf und damit die Belegung des Schissoirs von außen sichtbar war.

* Meine bereits kurz nach Beginn des zweiten Rückreiseteils einsetzenden Kopfschmerzen versuchte ich durch fortwährende Zufuhr frischen Fahrtwindes zu mildern. Das ständige Kopf-zum-Fenster-raushalten erwirkte aber eher das Gegenteil und nach Rückkehr zu Hause schlief ich infolge allgemeiner Erschöpfung erst mal einen ganzen Tag lang durch.

Weiteres weiß ich nicht mehr.

Kiew, 1979

Aaaaber: Anlässlich dieses Beitrags raffte ich mich endlich auf, die noch in der Versenkung schlummernden Original-Touristen-Kauf-Dias rauszukramen und zu digitalisieren. Leider ist trotz lichtgeschützter Lagerung von den diversen Farben nicht mehr viel übrig. Auch die vor dreiunddreißig Jahren standesgemäß mit einer „Smena SL“ (die steht noch im Memorabilienschrank) höchstselbst geschossenen und für je 2,70 DDR-Mark je Bild entwickelten Fotos ließen im Lauf der Zeit eine Menge Qualitätsfedern. Gut, wenn man sich etwas Mühe gibt, lässt sich mit modernen Bildbearbeitungsprogrammen ein Quentchen des Glanzes verronnener Tage zurückholen (s. Beispiel).

Aber wer will das schon.

Pionierlager 'Junost', Kiew, 1979Pionierlager 'Junost', Kiew, 1979Kiew, 1979Kiew, 1979Kiew, 1979Kiew, 1979Kiew, 1979Kiew, 1979Kiew, 1979Kiew, 1979Kiew, 1979Kiew, 1979Kiew, 1979Kiew, 1979Kiew, 1979Kiew, 1979Kiew, 1979Kiew, 1979Kiew, 1979Kiew, 1979Kiew, 1979Kiew, 1979Kiew, 1979Kiew, 1979Kiew, 1979Kiew, 1979Kiew, 1979

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