Duftbäumchens Logbuch

mit System Anti-Verblassen

Archiv für die 'historisches' Kategorie

Schlüsseldüfte

Erstellt von duftbaeumchen am 28. Juni 2012

Ihr kennt das auch: Plötzlich umwedelt Euch ein Duft, der Erinnerungen an längst vergangene Zeiten, an vor Jahren besuchte Orte so plastisch aufleben lässt, dass man glaubt, erst gestern dort gewesen zu sein.

WaldhütteIch nenne sie Schlüsseldüfte.

Obwohl sie meist gar keine lebenslaufwendenden Situationen kennzeichneten, sondern einfach nur da waren. Zu einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort.

Zum Beispiel in Finsterberge, als ich mit „Tante Lotte“ (die eigentlich gar keine direkte Tante, sondern eine Hausbewohnerin war) und ihrer Mutter zur Untermiete ein kleines Zimmer im Keller eines Feriendomizils bewohnte.

In einem Nebenraum stand abgedeckt eine Modelleisenbahnanlage, die mich sehr faszinierte; wir wanderten viel und ich zeichnete mehrmals eine für des Wanderers Rast erbaute Holzhütte.

Dort roch es so.

Man kann dieses Duftgemisch nicht beschreiben, aber wenn es die Nase durchströmt, blitzen die Erinnerungen auf.

Um sich wenig später wieder für lange Zeit zu verflüchtigen.

 

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gefrorene Erinnerungen

Erstellt von duftbaeumchen am 26. Juni 2012

Wann ist man alt?

Wenn man sich an unwichtige Begebenheiten erinnert, die früher Alltag waren und heutzutage unvorstellbar wären.

Wenn man sich beispielsweise an die Lastkraftwagen erinnern kann, die an der „Grünen Eiche“ in der Demmeringstraße mehrmals in der Woche Eisblöcke brachten.
In der Schlange beim Bäcker Annighöfer stehend konnte ich den Eismann gut beobachten, wie er die Quader aus gefrorenem Wasser mit einem Handhaken zur Luke zog, um sie anschließend auf einer hölzerne Rutsche vom Kellerfenster aus ins Getränkelager hinabzulassen.

Damals, Ende der Neunzehnsechziger.

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tonlos und laut

Erstellt von duftbaeumchen am 10. April 2012

… und es riecht. Alt. Es riecht nach Alter, nach Zeit, nach Geschichte.

Mein zufälliges Ostergeschenk.

Ein 8-mm-Projektor sowjetischer Bauart. Schwer, laut, aus dem Ganzen gefeilt. Nennt sich „PYCb“ (RUSS) und wurde seinerzeit tausende Kilometer weiter östlich im LOMO-Werk im damaligen Leningrad (heute Sankt Petersburg) hergestellt.

Anschließen, Film einfädeln, einschalten – läuft. Das ist noch robuste Technik.

Und weil ja Ostern war, habe ich mir auch gleich einen passenden Film angeschaut: „Hase und Wolf auf der Autobahn„.

Als Stummfilm.

Bei dem Lärm, den der Projektor verursacht, wären Tonfilme sowieso rausgeschmissenes Geld.

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Boxenstop

Erstellt von duftbaeumchen am 6. September 2011

Zwar fand ich beim vortägigen Stöbern bereits diverse Hinweise, doch scheint die Version einer kleinen, in meinem Besitz befindlichen „Fotokiste“ nicht besonders umfangreich im Netz der Netze besprochen zu werden.

Seit Jahren steht sie neben anderen ihresgleichen in der Vitrine und schaut sich unser Wohnzimmer an.

Klick drauf!

Ein kleines unscheinbare Kästchen mit einem Glasauge vornmittig.

Also fasste ich den Entschluss, sie mal groß auszuführen und ihr einen neuen Lebenssinn zu geben.

Bilder machen. In meinem Beisein. Nur so zum Spaße.

Doch so einfach ist das nicht. Ohne Zelluloid ist’s doof.

Wie mir in zwei Fotofachgeschäften einhellig bestätigt wurde, werden für die von Zeiss-Ikon nach ersten Recherchen zwischen 1931 und 1934 hergestellte Baby-Box Tengor 54/18 (E) keine Filme mehr feilgeboten.

Haha.

Seltsam. Obwohl Bedarf vorhanden ist. ICH habe Bedarf!

Wobei …

Fotofachgeschäft und Fotofachgeschäft sind offensichtlich drei völlig unterschiedliche Dinge.

Es gibt diese und jene; ich geriet zweimal an diese. Ob es jene hier in der näheren Umgebung gibt, kann ich noch nicht einschätzen.

Selbst wenn sich der Laden klein, gemütlich und familiär gibt, sich in der Schaufensterauslage Unmengen an historischen Kameras und Zubehör stapeln und so der Eindruck erweckt wird, hier wären wirkliche Profis am Werke – der Schein trog.

Die Bedienerinnen bemühten sich redlich, mit den herkömmlichen Roll- und Kleinbildschnellladekassettenfilmen meinen Bedarf zu decken, holten sich Rat von MitarbeiterInnen, empfahlen mir sogar, eine händische Umspulung des herkömmlichen Rohmaterials in der nicht vorhandenen Dunkelkammer durchzuführen – entließen mich dann aber doch wieder erfolglos in die Welt.

„Solche Zwischenfomate werden nicht mehr hergestellt.“

Sehr schade.

Nun, ich nehme es zur Kenntnis und bedaure, dass die wirklichen Kenner der Materie, die Jäger und Sammler unter den einzelhändlerischen Fotoenthusiasten nur noch sehr selten zu finden sind und sich ausschließlich in jenen Fotofachgeschäften verstecken.

Nachdem ich meine Trauer ob dieses Tatbestandes schon in Text gegossen hatte und in die Welt hinausschreien wollte, betrat ich doch noch mal mein Internet, sah mir die bei Frau Gugel angebotenen Bildersuchergebnisse genauer an und untersuchte die Inhalte der damit verknüpften Seiten intensiver. Auf einer dieser Seiten stieß ich dann auf einen wichtigen, für den Fortgang meiner Experimente sogar entscheidenden Hinweis: film type 127.

Damit kann man doch arbeiten! Gesucht – Gefunden.

Auch wenn die Auswahl an Rohmaterial nicht besonders umfangreich ist, so gibt es doch noch diverse Netzläden, die Filme des Typs 127 anbieten und sogar verkaufen.

Ich bleibe dran und werde berichten.

Und wenn meine Bemühungen wider Erwarten doch nicht von Erfolg gekrönt sein sollten, so steht ja auch noch (neben anderen) die N° 1 Pocket Junior von Kodak im Schrank.
Die hat zwar auch schon ungefähr 80 Jahre auf dem Buckel, 120er Rollfilmmaterial ist jedoch nach wie vor auch im Einzelhandel käuflich zu erwerben.

Dann führ‘ ich die mal aus. Ihr ist genauso langweilig.

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Trockenwäsche

Erstellt von duftbaeumchen am 2. Juni 2011

Allerorten beklagen die öffentlichen Wasserver- und -entsorger, dass der Verbrauch immer weiter zurückgeht.

Die Folge: Zur Aufrechterhaltung des Einnahmevolumens werden die Preise erhöht. Dies wiederum veranlasst Max Mustermann zu weiteren Sparmaßnahmen.

Und die Wasserwerke erhöhen deshalb …

Naja, wir kennen das …

Früher, als ich noch in Kinderschuhen durch die Welt stapfte und das warme Wasser noch nicht so fluffig-flüssig aus der Wand sprudelte, war es üblich, die Körperkomplettreinigung zu festgelegten Zeiten und in einer familienweit konzertierten Aktion zu vollziehen. Tägliches Duschen war noch nicht erfunden.

Freitags wurde gebadet. Oder auch mal samstags bzw. sonntags.

Der Aufwand, genügend warmes Wasser zu bereiten, war nicht unerheblich.

Ganz früher wurde dafür das Waschhaus mit seinen zwei kohlebeheizten Zinkkesseln genutzt; in fortschrittlichen, nicht an die stadteigene Zentraldampfheizung angeschlossenen Haushalten waren in den siebziger/ achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts sogenannte Badeöfen weit verbreitet. Im Zuge des wissenschaftlich-technischen Fortschritts wurden später sogar Gasthermen oder Elektroboiler an die Wand getackert (und vor Herunterfallen mit einer Stahlplatte an der Rückseite der Wand zum Nebenraum gesichert).

Doch ich schweife ab.

Was ich eigentlich schreiben will: Bald ist es soweit. Bald werden wir uns wie in alten Zeiten nur noch einmal in der Woche waschen müssen.

Einige Zeitgenossen praktizieren dies – wie ich im Kaufmannsladen meines Vertrauens jede Woche feststelle – bereits heutzutage intensiv, andere Mitbürger verhalten sich noch zögerlich und verplempern wertvolle Tagesfreizeit unter der Schlauchbrause oder in der Badewanne. Sie waschen sich mit Wasser und Seife.

Das muss nicht sein!

Die ersten Deodorantien mit 72 Stunden Wirkzeit sind auf dem Markt und die nächste Stufe wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. In zwei/ drei Jahren werden wir Dank einer Anwendung mit dem Superduperdeo von Wochenende zu Wochenende ohne Zwischenwäsche kommen.

Das wird die Stadtwerke zwar noch mehr verärgern, doch „allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst, die keiner kann“.

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Jaaaa, er lebt noch …

Erstellt von duftbaeumchen am 23. Februar 2011

Wie die Zeit vergeht …

Fünf Jahre sind mittlerweile seit diesem Eintrag vergangen – Herzlichen Glückwunsch zum Achtzigsten, Gustav.

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Alice im Wunderland

Erstellt von duftbaeumchen am 27. Dezember 2010

Ob Glück für die Heranwachsenden oder nicht, mag jeder Erziehungsberechtigte selbst entscheiden.

Aber stellt Euch doch mal vor, Alice Schwarzer zählte schon zweihundert Lebensjahre mehr als sie heute bereits auf dem Buckel hat. Wäre sie damals als aufstrebende  Jungemanze den Geschwistern Wilhelm und Jacob beim Märchensammeln, -aufschreiben und -veröffentlichen in die Quere gekommen?

Hätte sich des Aschenputtels böse Stiefschwester wirklich die Ferse abhacken dürfen? Was wäre mit der schwarzhaarigen Bleichgesichtigen geschehen, die sieben Männern gleichzeitig zu Frohn- und Werweißwasnochfürdiensten verpflichtet war. Man denke auch an des Mahlers Tochter, die einerseits gezwungen wurde, nächtens in Doppelschicht aus Ernteabfällen Edelmetall zu extrahieren und dann auch noch ihr Neugeborenes weggeben sollte. Bloß gut, dass sie des Rumpels Stielchen kannte …
Und hätte die im Wald lebende Rentnerin jenen grausamen, durch die Pubertierenden Hans und Grete heimtückisch ausgeheckten Tod in der Feuerstelle erleiden müssen?

Das alles und vieles mehr hätte es mit Alice sicherlich nicht gegeben!

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Kalenderblatt – Heute vor zwanzig Jahren

Erstellt von duftbaeumchen am 3. Oktober 2010

03. Oktober 1990

Der CDU/CSU-Bundestagsfraktionsvorsitzende Alfred Dregger berührt beim Verlassen des Reichstagsgebäudes nach Beendigung der ersten gesamtdeutschen Bundestagssitzung das zur Sicherung der öffentlichen Ordnung eingesetzte Duftbäumchen anerkennend am linken Oberarm.

Ein historischer Moment.

Die Einsatzkleidung des Db wurde daraufhin gründlich gewaschen und desinfiziert.

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alte Musik

Erstellt von duftbaeumchen am 11. September 2010

Es gibt tatsächlich noch Haushalte, in denen so ein Teil rumsteht.

Eine kleine Holzkiste,

– die vor dreißig Jahren im ehemaligen VEB Kombinat Robotron der ehemaligen DDR gebaut wurde,

– die immer noch funktioniert und

– sogar im täglichen Einsatz ist.

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Kolbenfresser

Erstellt von duftbaeumchen am 24. Dezember 2009

(anstatt einer Weihnachtsgeschichte)

Wisst ihr noch? Damals? In den Siebzigern des vergangenen Jahrtausends? Im Ungarnurlaub…?

Kürzlich kam die elektrische Post mit einem kleinen Zeitzeugnis, welches Erinnerungen an frühe Kindheitstage aus den Tiefen meines mit Wissen nur so vollgestopften Hirns an die Oberfläche zog.

Es ist zwar nicht mehr viel hängengeblieben, doch die wenigen Eindrücke möchte ich hier niederlegen, damit ich in zwanzig Jahren, wenn ich der Altersenilität verfallen bin, nachschlagen und mich erinnern kann.

Ungarn.

Den Flug nach Budapest (mein allererster überhaupt) überstand ich, ohne in der Luft zu schwindeln. Ich guckte aus dem Fenster und mich in der Kabine um, ich aß und trank; kaum waren wir abgehoben, schon berührten die Flüglerfüße den magiarischen Boden. Die Freude über die erfolgreiche und komplikationslose Landung war aber offensichtlich so groß, dass mir während des Ausrollens dann doch das karge Mahl noch mal durch den Kopf ging. Es kann aber auch sein, dass die neuen Reiseeindrücke während der Luft-Fahrt so überwältigend waren, dass mein Kopf in luftdruckärmeren Sphären zu stark beschäftigt war und ihm keine Gelegenheit blieb, Gedanken an Übelkeit und Magendruck zur Verfügung zu stellen. Am Boden entluden sich schließlich die Emotionen in einem Schawall von …. Naja, lassen wir das.

Wir waren da. Vorerst in Budopäschd.

Damals reisten wir noch „zu Fuß“, mussten also öffentliche Verkehrsmittel nutzen.
Die Zeit bis zur Weiterfahrt mit der Eisenbahn um Null Uhr fünfunddreißig (manche Nebensächlichkeiten vergisst man wohl nie) überbrückten wir in der Stadt an der Donau, spazierten durch die infolge spontan einsetzender Dunkelheit mittlerweile bunt beleuchteten Straßen und begutachteten die Auslagen in den Schaufenstern. Speis und Trank nahmen wir ebenfalls zu uns.

Seltsam: Je intensiver ich darüber nachdenke, desto mehr Einzelheiten kann ich ausmachen.

Die ungarische Bekannte einer der mitreisenden befreundeten Familien begleitete uns dann noch bis zum Zug und – und das fand ich damals irgendwie schick – erklärte mir in gebrochenem Deutsch, dass man die Frau auch mit „Küss die Hand“ grüßen bzw. verabschieden darf. Alte kaiserlich-österreichische Schule eben.

Nach einer Fünf-Stunden-Fahrt auf hölzernen, nicht sonderlich bequemen Bänken erreichten wir dann einen kleinen Ort am Plattensee.
Draußen roch es nach feuchtfrischer Morgenluft, Müdigkeit steckte in den Knochen und die Koffer hatten noch keine Räder.

Wir verbrachten den Sommerurlaub in Balatonmáriafürdo, am südwestlichen Ufer des Balatons, in der Vilma Utca Nummer 14. Ein kleiner Ort ohne nennenswerte Sehenswürdigkeiten; ganz auf Urlauber aus dem In- und Ausland eingestellt.

Wir wohnten im Rudel.
Die Eigentümer des für mehrere Kleinstfamilien geeigneten Hauses vermieteten ihr Heim in den Sommermonaten und wohnten derweil in einer Art Gartenlaube gleich nebenan am Rand diverser Gemüsebeete. Wilder Wein umrankte die kleine Sitzecke der unverständliche Worte artikulierenden Laubenbewohner und warmer Wind zog durch die mit hölzernen Fensterläden abgedunkelten Zimmer. Wir wuschen uns in einer porzellanenen Wasserschüssel bzw. gingen ausreichend oft im Balaton baden. Langos, Kesselgulasch und Paprikahuhn sicherten für zwei Wochen unser Überleben.

Der Rückweg in die Heimat führte uns dann noch mal nach Budapest.

Wir wohnten für ein, zwei Tage zur Untermiete bei einer alleinstehenden Eingeborenen.

Und genau diese ältere Dame ist für eine meiner vielen kleinen Lebensmacken verantwortlich, mit denen ich mich ständig rumärgern muss.

Da sich meine Eltern gemeinsam mit dem Rest der Mitreisenden einen „schönen Nachmittag“ im damals weltbekannten Gellert-Bad machten, ich dafür noch „zu klein“ war und mir der Einlass verwehrt wurde, so durfte ich – schließlich war ich ja „schon groß“ (haha) – einige Stunden allein in der Unterkunft verbringen.

Allein mit der Eingeborenen.

Das war insofern nicht besonders schlimm, da wir die Sprache des anderen sowieso nur unzureichend bis gar nicht verstanden und uns deshalb auch nicht großartig unterhalten mussten. Ich schaute aus dem Fenster bzw. beschäftigte mich anderweitig.
Währenddessen ging die Herbergsmutter ihrer gewöhnlichen Hausarbeit nach und bereitete unter anderem eines der wie ich vermute ungarischen Nationalgerichte zu.

Gedünstete Maiskolben.

Um mir eine kleine Freude im Einerlei des Nachmittags zu bereiten, stellte sie mir einen der noch dampfenden Kolben hin.

Das roch irgendwie seltsam.

Und schmeckt noch seltsamer.

Der Genuss körnigen Maises war mir bis dato nicht sehr geläufig. Langsam und nach kurzer Zeit widerwillig nagte ich am unbekannten Gemüse. Ich kaute und kaute und kaute und seltsamerweise wurden die Maiskörner überhaupt nicht weniger. Schlimm, das.

Sowas brennt sich ein; je kleiner das Gehirn, desto stärker.

Mir ist nicht mehr erinnerlich, ob ich mich damals bis zum letzten Korn durchgeknabbert habe, ich weiß nur, dass mich auch heutzutage beim Anblick nagender Zeitgenossen statt Heißhunger auf die gelben Kolben eher ein spontanes Sättigungsgefühl überkommt. Hingegen stellt das Gemüse in Murmelform überhaupt kein Problem dar. (*) Seltsame Sachen gibt’s.

Ein Erlebnis, welches mich zwar nicht grundlegend an meiner Lebensführung hindert, aber trotzdem einschneidend genug, um es auch in fünfzig Jahren nicht vergessen zu haben.

Falls ich dann noch lebe.


(*) Das ist wie mit Tomaten – Reinbeißen in die Frucht geht ja gaaar nicht, aber zerschnibbelt als Salat erfreuen sie mindestens einmal in der Woche meine Geschmackszipfelchen.

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